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Schwanenschrei

Professional

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1

Thursday, January 12th 2006, 7:37pm

Erinnerung an einen Sommerabend

Erinnerung an einen Sommerabend

Zikaden lauschten und ich ihnen.
Riefen, schliefen, strichen Violinen.

Und ich stahl ihren Eifer als ich lauschte,
ich wusste doch, er war nicht mir bestimmt.
Und als ich mich an ihrem Sang berauschte,
fing ich an zu weinen wie ein Kind.

Zikaden lauschten und ich ihnen.
Riefen. Schliefen. Strichen Violinen.

xyz

Sage

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2

Thursday, January 12th 2006, 7:47pm

RE: Erinnerung an einen Sommerabend

hi Schwanenschrei :D

und schon wieder wählst du ein wunderschönes Thema =)

ein äusserst faszinierendes Insekt (hab mich grade bei wikipedia schlau gemacht)

ein sehr wehmütiges, schlichtes Gedicht, diese Umsetzung passt ausgezeichnet zum Thema. DU hast es nicht flach geredet, sondern ihr Geheimnis behalten.
Gefällt mir gut (ich weiss den Satz willst du nicht hören, dein nächstes zereiss ich, versprochen :D).

Eine Frage hab ich noch, warum sind in Zeile zwei kommas zwischen dem Riefen, schiefen... und in der letzten Zeile punkte? soll man dort längere Pausen machen?

liebe Grüsse làgrimas


edit.
ein minus punkt ist mir noch eingefallen; der Titel, wirkt mir zu lang für ein so kurzes Gedicht, zu kitschig... warum nicht einfach: Zikaden?
Up and down.
But in the end it's only round and round.
(Pinkfloyd)

This post has been edited 1 times, last edit by "naïma" (Jan 12th 2006, 7:49pm)


Finja

Master

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3

Thursday, January 12th 2006, 8:01pm

Hallo Schwanenschrei

Ein wirklich wunderschönes Gedicht, besonders von der Wiederholung bin ich angetan.

xXxXxXxXx
XxXxXxXxXx

xXxXxXxXxXx
xXxXxXxXxX
xXxXxXxXxXx
XxXxXxXxX

xXxXxXxXx
XxXxXxXxXx

Was mir nicht gefällt ist S2Z4, sie passt nicht in die Stimmung, was auch das Metrum und der unreine Reim zeigt. Vielleicht wolltest Du erzielen, dass das Weinen sich abgrenzt und hervorsticht. Doch die Sprache "wie ein Kind" passt meines Erachtens nicht zum Sommerabend, aber das ist meine subjektive Meinung :)

Wiederum gefallen mir die Punkte in der letzten Strophe. Sie schliessen die Vergangenheit ab, die so zur Erinnerung wird.

Ansonsten ist es wunderbar und erzeugt eine sehr schöne, verträumte Stimmung.

Liebe Grüsse
Finja

edit: Ich finde den Titel sehr passend :)

Pseudonym

Lyrisches Licht

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4

Thursday, January 12th 2006, 11:05pm

boah geil bin beeindruckt von der dichten Stimmung!

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5

Friday, January 13th 2006, 9:25am

Sehr, sehr schön!

Bin vor allem durch die Wiederholungen entzückt.

Das achtmalige lange "i" ist eine überaus gelungene lautmalerische Umsetzung
der schrillen Zikadenakustik. Vor allem der Überschlag in Violinen - bin völlig hingerissen - die Zikaden verstehen es ja auch, wahrscheinlich durch Körperbewegungen und durch den Hinterleib als Resonanzkörper, den gleichmässigen Singsang zu modulieren. Das Gleiche holst du aus den Wörtern heraus. Klasse!

Die Trochäen, jeweils am Strophenende, störten mich nicht beim Lesen.
Das Weinen ist ja eine Entsprechung, eine Korrespondenz mit der lebendigen Umgebung, die vom gleichen Versfuß untermauert wird.
Der Jambus ist schon im Titel präsent und allen restlichen Zeilen und zelebriert gekonnt und erhaben diesen dreimaligen Gleichklang.

Kompliment!
Sehr, sehr gern gelesen.
Danke dafür
Alcedo

Schwanenschrei

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6

Friday, January 13th 2006, 12:52pm

RE: Erinnerung an einen Sommerabend

Hallo zusammen,

zuerst einmal VIELEN Dank für eure vielen, liebe Kommentare !!!

@Lagi: Den Titel habe ich (wer hätte es gedacht?) absichtlich gewählt. "Zikaden" ist meiner Meinung nach nicht so passend, denn es dreht sich ja nicht um die Zikaden eigentlich, sondern um die ganze Atmosphäre und die Sehnsucht. Der Titel "Sehnsucht" oder sowas ist mir irgendwie zu allerweltsmäßig (Sorry an alle, die hier ein Gedicht mit diesem Titel geschrieben haben ;) ). "Erinnerung an einen Sommerabend" überschreibt das Stück so, dass man sich was drunter Vorstellen kann und transportiert gleichzeitig ein Bisschen die Sehnsucht nach eben dem Sommerabend.

@Finja: Mit den Punkten in S3 hast du teilweise recht, den andern Teil hat Lagi erkannt. Zum einen der Abschluss, zum anderen die längeren Pausen. Durch diese Pausen soll das Resignierte rüberkommen, so eine Art "traurig vor sich hin sagen".
Wie wärs wenn ich in S2Z4 schreibe "da fing ich an..." dann würds metrisch besser passen.
Zu dem Kind: Vielleicht ists ja ein Sommerabend der in der Kindheit des lyrischen Ichs lag?

@Tao: Danke ;)

@Alcedo: Du hast ganz genau hingeschaut: Die Lautwiederholungen hab ich unterbewusst gestzt, genauso die Metrik im Titel. Manchmal wird selbst dem Dichter noch das Werk erklärt ;)

@Alle nochmal: Danke für das Feedback! =)

edit Für Lagi: Natürlich hör ich das gerne (Gefällt mir gut), vor allem noch, wenns so meisterhaft begründet wird wie von dir :D

This post has been edited 1 times, last edit by "Schwanenschrei" (Jan 13th 2006, 12:55pm)


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7

Saturday, August 30th 2008, 11:31am

Audiointerpretation gelesen von Alcedo

sanscryt

einfach nur franz

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8

Sunday, August 31st 2008, 11:27am

@Alcedo

nicht von schlechten Eltern. Du hast beinahe die richtige Stimme für diese Art von Text.
Gegen Ende des Mittelteils hin finde ich dich ein wnig zu schnell. Speziell in Vers 3 wäre ich etwas langsamer geworden,
und hätte vielleicht sogar kurz inne gehalten.
Trotzdem: alle Achtung der Herr - hat sehr gefallen! :]

Alles Gute, Timo

zephyr - beeblebroxed

einfach nur franz


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9

Sunday, August 31st 2008, 11:47am

danke Timo.
ich hatte mich nicht groß vorbereitet und war mit meinem laptop in einen dunklen Garten gestolpert, stets versucht die Insekten nicht zu erschrecken. leider hat das interne Micro meine Stimmbänder stärker empfangen als die der doch im Vergleich lauteren Zikaden. ich hab noch eine weitere Version, aber das Tempo deckt sich völlig mit dieser. ich kann es auch nicht begründen warum ich diese (im ersten Teil schnellere) Interpretation gewählt habe.

ich hoffe nihil bekommt es noch mit und es gefällt ihm einigermaßen und er lässt vor Schreck keinen Schwanenschrei fahren. ich wollte das schon damals machen, war aber nicht dazu gekommen.

Grüße
Alcedo

Luna

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10

Sunday, August 31st 2008, 3:01pm

Hallo Schwanenschrei

Du verzauberst mich, mit deinem Sommerabend.

Und ich würde mir wünschen dabei zu sein.

Wunderschön die Wiederholung eingebunden.

Ich bin begeistert

Luna
Ich glaube an Wunder

Schneeflocke

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11

Sunday, August 31st 2008, 4:04pm

Hallo S-Schrei,
dein Gedicht ist in seiner Schlichtheit einfach wunderschön und sehr beeindruckend. Dank Alcedo wurde das Gedicht wieder an`s Licht gebracht. :thumbup:

Was ich nicht ganz verstehe, ist das Wort "schliefen" : was wolltest du genau ausdrücken?
In dieser Passage bin ich unsicher geworden. Naja, vielleicht stehe ich gerade auf der Leitung?
Außerdem sind in der 1.Str. 2.Z. die Wörter "schliefen, strichen" klein geschrieben, und in der letzter Str. wieder groß geschrieben.
Warum? Das finde ich etwas verwirrend...
Bis auf diese Details sehr gern gelesen.

Alcedos Interpretation gefällt mir ebenfalls sehr gut.

Liebe Grüße
Schneeflocke

.
"Der Unterschied zwischen mir und einem Verrückten besteht darin, dass ich nicht verrückt bin."
Salvador Dalí

nihil

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12

Tuesday, September 23rd 2008, 9:44pm

Liebe Leute,

as flasht mich total, nach längerer Zeit wieder hier reinzuschneien und DAS vorzufinden. Ich hatte leider noch meine alte Adresse im System und wurde nicht benachrichtigt. Alcedo mit der Seeräuberstimme, vielen lieben Dank für die irre Interpretation. Das ist ehrlich gesagt das Schönste, was mir heute passiert ist :) Würdest du mir die Datei per eMail schicken? (Übri heißt es " ich wusste doch, ER war nicht mir bestimmt" ;) )

Liebe Schneeflocke. "Riefen. Schliefen." zeigt wie die Zikaden abwechseln zirpen und nicht zirpen. Ich kann das nicht anders sagen. In der letzten Strophe sind die Worte groß und durch Punkte getrennt. Daduch sollen Pausen entstehen (wie Alcedo richtig bemerkt hat). Wenn du in den Pausen genau zuhörst, hörst du wie sie ihre Violinen streichen.

Danke an alle. nihil / Schwanenschrei

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13

Tuesday, September 23rd 2008, 10:08pm

oh, sorry, das mit dem "er" hab ich verhaspelt. wobei es ja klar hätte sein müssen, handelt es sich doch um ihn, den Eifer. aber freut mich dass es flasht. und bei "Seeräuberstimme" musste ich schmunzeln.

Gruß
Alcedo

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