Hallo Biggy,
schön, dass dir die ersten drei Strophen gefallen.

Zu deinen Fragen:
S4V1: Das lyrische Ich wartet natürlich darauf, da das Fallen das lyrische Ich in gewisser Weise befriedigen könnte. Das steht natürlich nicht drin, aber das soll dieser Vers implizieren. Auch will das lyrische Ich es nicht auffangen, da es, wie die ersten drei Strophen schon darstellen, in keiner guten Beziehung zum lyrischen Du steht. Es macht sich schließlich über das lyrische Du lustig (S3V4).
S4V2: Was danach ist, ist für dieses Gedicht eigentlich nicht von Relevanz. Es ist zu diesem Zeitpunkt nur Beschreibung dessen, was das lyrische Ich empfindet. Es denkt, einfach, das es nicht immer so weiter geht, weil es sich selbst betrügt und das auf Dauer nicht aushält. Was dann kommt, beantwortet das Gedicht nicht.
S4V4: Kann sein, dass es zu flach ist, aber ich find's trotzdem ganz hübsch (Ich weiß, Eigenlob stinkt

).
Die Mühle wurde absichtlich nicht erklärt. Jeder soll sich sein eigenes Bild machen. Für mich steht diese Mühle als Metapher einfach dafür, dass das lyrische Du sich einfach selbst verliert. Es baut einen Schein auf, den es nicht halten kann.
Danke für für's Lesen
@goosie: Schau noch mal hin, dann siehst du 1. Das ich einen Paarreim und keinen Kreuzreim verwendet habe und 2. das in der zweiten Strophe sogar einen von dir geliebten unreinen Reim habe. Der Rest ist Geschmackssache. Ich kann's ja nicht jedem Recht machen.
Liebe Grüße
Hojaro