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Date of registration: Apr 24th 2005

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Location: Deutschland

Occupation: leichen - reichenfledderer

1

Sunday, May 8th 2005, 5:20am

Ojemine

Ojemine

Ein Zettel am großen Zeh.
Und jeder, der gerade starb.
Fragt sich wessen Leichnam schöner war.
Unter denen mit Ypsilon auf dem Leib
Entbrennt ein lauter Streit.
Über den allerletzten Schnitt.
Wessen wohl am feinsten ist?
Und sie messen ihre Därme.
Zogen sie in blutige Ferne.
Denn, so weiß eine jeder Mann.
Auf die Länge kam es an.
Nur einer weinte, war Kohlrabenschwarz.
Sagte, dass es nicht war sein darf.
War er doch, bis er in seinem Bett verbrannte.
Jemand, der sich gerne arisch nannte.
Und seine Glaubensbrüder ließen ihn im Stich.
Nun war er eine Rasse ganz für sich.
Verlor auch klar das Därmespiel.
Da seiner zu schwarzem Staub zerfiel.
Doch bald hörte man auch ihn wieder lachen.
Konnte er doch beim Gewicht das Rennen machen.

This post has been edited 1 times, last edit by "ErikNicklas" (May 8th 2005, 5:26am)


Nitrogenium

Lyrisches Licht

Date of registration: Dec 18th 2004

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Location: München

Occupation: Student (Chemie), TUM

2

Monday, May 16th 2005, 12:49pm

Hallo, Erik.

Ganz schön makaber, aber im Großen und Ganzen gefällt es mir. Dass Du hier zwar reimst, aber keine Form einhältst, erscheint mir bei dieser absurden Geschichte und dem ironschen Ton in Ordnung, allerdings ist mir dennoch die erste Hälfte des Gedichtes zu chaotisch: Man erkennt nicht, ob Du jetzt überhaupt reimen möchtest oder die Worte nur zufällig ähnlich klingen, denn die "Reime" sind da sehr unrein. Erst in der zweiten Hälfte des Gedichtes wird das klar.

Drei Fehler sind mir aufgefallen:

V10: "eine jeder" -> ein jeder
V11: "Auf die Länge kam es an.":
Dies ist eine Aussage, die sich auf die Gegenwart bezieht, daher "kam" -> kommt.

V12: "Kohlrabenschwarz" -> kohlrabenschwarz (Adj.)
V13: "war sein" -> wahr sein


Insgesamt würde ich das Gedicht noch einmal ein wenig überarbeiten, so dass manche Stelle etwas runder klingt. Prinipiell gefällt mir die etwas chaotische Form hier aber.

Liebe Grüße
Nitro
"Ich wollte das schönste aller Leben führen, und jetzt hab ich sowas!"
Albert Weber

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