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vunkenvlug

Intermediate

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Occupation: ich wurde nicht berufen, nicht einmal beflüstert.

1

Monday, March 21st 2005, 10:38pm

das zwei-tage-prinzip halte ich für falsch.
natürlich hab ich in 50 jahren mehr als 50 texte geschrieben, die man als poerisch betrachten könnte. in einem anderen forum bin ich berüchtigt dafür, dass ich zu manchen zeiten alle niedermache mit absurden konstruktionen, die an schlechte gedichte heranreichen und mit noch viel schlechteren beantwortet werden.

meiner freundin schreibe ich alle paar tage ein gedicht oder auch zwei. manchmal mehr. viele meiner beiträge in anderen foren sind verkappt und äußern sich nicht als poesie, werden dennoch von einigen erkannt.
wer aktuelle fragen mit übergeschichtlichen in zusammenhang bringt und dabei das sprachbewusstsein nicht verliert, kann kaum anders als auf poetische mittel, hilfen zurückzugreifen.

das ranking, das Ihr hier betreibt, interessiert mich nicht, könnt es meinetwegen so fortsetzen.

mfg vuvu

Steffi

Lyrisches Licht

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2

Tuesday, March 22nd 2005, 10:17am

Hallo vunkenvlug,
ich kann leider nicht nachvollziehen, was du mit einer 2 Tage Regel meinst. Es gibt lediglich eine 2 Themen in Lyrik/Prosakategorien pro 1 Tag Regel. Deswegen verstehe ich auch nicht, was dich so empört, denn du bist berechtigt im Jahr mehr als 700 Texte einzustellen und dieses Angebot hat bisher noch kein Mitglied genutzt.
Diese Regel ist vor allem dazu da, dass neue Mitglieder nicht gleich ihr ganzes Lebenswerk mit einmal reinstellen, sondern nach und nach posten. Wenn nun ein neues Mitglied sich anmeldet und 30 Texte auf einmal reinstellt, wer soll die denn bitte lesen?
Einmal werden so die Texte anderer Autoren verdrängt und bekommen wahrscheinlich nicht die nötige Aufmerksamkeit, die sie verdienen. Zum anderen kann der Autor nicht sofort auf die Kritik der Mitglieder eingehen und wenn du 10 Gedichte mit dem selben Mangel liest, dann wirst du keine Lust haben die anderen 9 auch noch zu kommentieren. Hinzukommt auch noch, dass man sich so sehr schnell satt gelesen hat.
Ob nun deine Texte sich als Lyrik/Prosa äußern oder nicht, das entscheidet immer noch die Moderation, sollten deine Texte nicht eindeutig Lyrik/Posa zuzuordnen sein, dann werden sie in die Deponie verschoben.
Zum Ranking (wenn du die Benutzertitel meinst), da gibt es 2 Fäden im Gartencafe, wo du dich äußern kannst und auch abstimmen kannst, das hat unterm Regelwerk nichts zu suchen.
Ich hoffe, du kannst nachvollziehen, dass ich dies vom Regelwerkfaden abspalten muss, da Kommentare unter dem Regelwerk das ganze nur unübersichtlich machen auf Dauer. Ich stelle es ins Gartencafe.

Liebe Grüße,
Steffi
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vunkenvlug

Intermediate

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3

Tuesday, March 22nd 2005, 5:01pm

offenbar hab ich mich falsch und missverständlich ausgedrückt, weil ich mich zu früh und ohne genau hinzusehen geäußert habe.
ich meinte natürlich keine inexistente zwei-tage-regel sondern die, dass man nicht mehr als zwei beiträge an einem tag einstellen kann.

die halte ich für falsch, weil sie schnelles reagieren erschwert und denen, die bereits einen koffer an manuskripten mit sich herumschleppen, unnötige beschränkungen auferlegt.

ich beziehe das nicht auf mich, denn ich verfasse nur noch gebilde für andere, denen ich sie schenke und damit hat sichs dann. ich erinnere sogar nicht, was ich geschrieben habe, was sehr schlecht ist, denn einiges ist so verkehrt nicht, wie ich feststelle, wenn es mir nach jahren zufällig vors gesicht kommt.

die strikte unterscheidung zwischen lyriik und prosa lässt sich längst nicht mehr aufrecht erhalten.
manche gedichte Brechts oder Benns könnte man auch ohne zeilenumbruch lesen. wären sie dann keine gedichte mehr? in reimlosen gedichen der vergangenen jahrzehnte ist das die regel, lyrische prosa sind sie aber dennoch nicht, nur, wer will das entscheiden?

ich, vuvu, schreibe einen satz: "der kopf ist das trägste organ eines menschen, das sich erst in bewegung setzt, wenn ihm die beine bereits davongelaufen sind."
dieser satz braucht keine versliiche gliederung, er ist auch so verständlich und wer ihn versteht, weiß, dass er eine paraphrase eines bekannteren und kürzeren ist. bereits Jean Paul führte den begriff des "streckverses" ein und riss den zaun zwischen lyriik und prosa damit herunter.
wenn man mit der schere an romane Kafkas oder auch Hamsuns herantritt, kann man sehr viele gedichte ausschneiden, die nur nicht als solche kenntlich gemacht wurden.
mir gefällt es übrigens auch immer besser, so zu schreiben, dass jemand erst am ende sich fragt: hab ich da vielleicht ein gedicht gelesen und es erst jetzt bemerkt?

Marot

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4

Tuesday, March 22nd 2005, 5:55pm

Zwar hlte ich den gesteckten Ramen für unglücklich gewählt , weil er nichts mit einer Diskusion um das wesen der lyrik zj tun hat sondern mit einer Forenpolitischen abwägung, dennoch muss auf deine argumentation und die zwischen den zeilen stehende these einegangen werden.
( die administation könnte hier hilfestellung geben und das bekannte trenn ode rkopierverfahren anwenden um einen faden " Dersinn von Kathegoriesirung " oder ähnliches erstellen. )

Nun gut, vergessen wir also den ursprünglichen Kontext und witmen uns der alten aber immer falsch gestellten frage nach dem Wesen der Lyrik.

Quoted

die strikte unterscheidung zwischen lyriik und prosa lässt sich längst nicht mehr aufrecht erhalten.


Implizit hesit das doch, das du die berechtigung von gattungsunterscheidungen negierst. bereichtige mich wenn ich gfalsch liege.

Deine These stützt sich hier auf betrachtungen der Litheratur der 20 jahre im Prosa wie im lyrik bereich und impliziert das hier eine annäherung entsanden ist.
dein umkehrschluss ist also, das es einen Lyrikbegriff wie in vergangener zeit nicht mehr geben kann, das er weiter gefasst werden müsse, vieleicht soweit, das ein wirkliche runterschied zwischen prosa und lyrik verschwinde.
Die Idee hat seine Grundberechtigung, sehen wir doch auf einen blick in einschlägige neuere Dichtung, das vieles kaum mehr mit dem zu tun hat was man gemeinhin unter dichtung versteht, sondern sich de rprosa rapide annähert. dennoch übersieht die vorstellung ein paar kleinigkeiten welche ich hier nun endlich einmal vorbringen möchte:

1. Die Theorie geht davon aus , das diese weitung des lyikbegriffes auf alle werke zurückschlägt. Soll heissen, das eine generelle tendenz zum prosaischen zu beobachten ist.
Diesist aber schlicht un eibnfach niocht wahr.
Wer Brecht aufführt und damit versucht zu belegen die dichtung kleite ins prosaische ab vergisst offensichtlich das Brecht ebenfalls eine unmenge an Werken im alten stiel geschrieben hat ( Sonnettreihen zum beispiel) . Das heist also, einige werke eines exemplarischen autors sind kein beleg für eine radikale wende der Dichtkunst. Sicher, es wurden neue prosaischere Formen erschlossen, aber eben auch und nicht nur. Zusätzlich wäre zu erwähnen dasneben brecht andere zeitgenossen sehr wohl auf de lyrischen schiene ( und zwar ausnahmslos ) blieben.
Schaut man auf heute, schaut manauf eine zeit die durch sehr viel weniger puplizierte lyrik und sher viel mehr " untergundlyrik" glänzt.
Soll heißen , die einschlägigen autroren der neuen zeit welche als freier gelten, und bei welchend ie hese zutreffendwäre , die grenze zwischen dichtung und prosa würde verschimmen haben gleichfalls kollegen die weiterhin dichterische merkmale beachten, mit ihnen spielen und siw koketieren, und zum anderen eine unüberschauliche summe von leiehnautoren in oesie heften poesievereinen und im Internet, welche ebenfalls nicht durchgehend prosaischer dichten.
Im Internet in zudem in mancherlei Foren durchaus de rgegentrent nämlich zu kLassichen foren zu beobachten, ode rzu mindest zur Form pflege ( schliest auch ausländische Formgebungen ein)
Als Beleg dafür dind vorallem die seiten www.gedichteforen.de und www. Worttuempel.(genaue adresse bei nachfrage) zu nennen.

Das heist also, der trent zu Zur Niederreissung ist eben genau dies, ein trent und keine algemeingültige regel.

2. Beachtet man diese Überlegungen wird es an der zeit sich von der Obrichkeit und ihren begriffen zu verabschieden.

Was als gedicht deklariert wird muss deshalb noch lange keines sein

Nur weil ein bertholdbrecht behauptet er habe ein gedicht geschrieben, nur weil auf einem gedichtband steht er enthalte gedichte muss das noch langhenicht stimmen.
Das fatale in unserer zeit ist, das angenommen wird, de rautor bestimme was er geschrieben hat. das allerdings ist einfach nicht richtig. begriffe wie Drama Lyrik und prosa sind kathegorien welche die wissenschaft erschaffen hat um texte sortieren zu können, um ihrnen bedeutung und evrwantschaftskraft nachträglich einhauchen zu können und vor allem um sie gesiebt besser reflektieren zu können.
Nur weil sich die Dichter ändern ändert sich nicht die dichtung. warum muss alles dichtung sein? warum muss alles prosa sein? vieleicht wird es zeiot fütr eine neue kathegorie. vieleicht reichern die alten begriffe einafch nciht mehr aus. Nur aber weil sich die zeit ändert alte sinnvolle kathegorien aufzulösen kann ich nict nachvollziehn. Kathegoruien so werit zu verwässern das ihr sinn verlohren geht hat keinen sinn. Un wenn cih es dnnoch tue, muss ich erkennen das ich den zweck der kathegirisierung lange überschritten ahbe und muss abstand nemen von disen begriffen. dann abe rgibt es keine lyrik mehr, keine Prosa, kein Drama, sondern nur noch Litheratur.
Ist das sinnvoll? ist es sinn voll alte Kathegorien aufzulösen da sie scheinbar nichtmehr in der lage sind alles zu fassen?
Eine antwort erübricht sich fast. nach was soll man denn messen wenn es keine einheiten mehr gibt?
nein, da sist kein weg. es bleibt dabei , wie Kant schliese ich michd e rThese an man müsse reformieren und niocht revolutionieren. Man fährt besser wenn man alte struckturen modernisiert statt sie abzureisen um neu zu bauen.
Es nutz also nicht alles postum als Lyrik zu deklarieren, damit ist niemandem gedieht. Es täte not ine enue kathegorie zu finden die ind e rlage ist die auswüchse de rneuzeit zu sammeln ode rwieter zu diferenzieren, denn die lyrik wie sie von der traditionellen seite aus verstanden wird ist durchaus lebendig und nachweisbar aktiver bestandteil der gesellschaft.


( der gezeigte gedanke ist ein entwurf underhebt keinen ansprcuh auf vollständigkeit oder orginalität)
Geld ist teuer!

Heilige Johanna der Schlachthöfe / Bertholt Brecht

This post has been edited 1 times, last edit by "Marot" (Mar 22nd 2005, 5:56pm)


vunkenvlug

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5

Tuesday, March 22nd 2005, 9:58pm

was als gedicht betrachtet werden kann, entscheidet eine kompetente minderheit, über deren kompetenz wiederum eine minderheít entscheidet.
dies system stößt an grenzen der beliebigkeit, ist aber durch kein besseres ersetzbar.
ich nehme an, dass Du mir beipflichtest, dass ein gedicht nicht durch reim und metrum zum gedicht wird, jedenfalls nicht durch beides alleine.
es muss schon irgendetwas schwer bestimmbares in ihm vorhanden sein, das in den bann schlägt.
der "freie" vers geht im deutschsprachigen raum auf Klopstock zurück und dessen irrtum, die psalmen wären so dahergedichtet. die sind mir egal, allenfalls ironisch beziehe ich mich mal auf sie, habs nicht mit dem christenkram.
Klopstock ist mir aber nicht egal. die "Frühlingsfeier" bricht genial mit allen bis dato überkommenen regeln, wer Hölderlin zu verstehen versuchen möchte, kommt um Klopstock nicht herum.
diesen dreh hat ein Schiller nie verstanden, und das macht ihn so blass (nein. nicht nur das.)
kannst Dir übrigens ein manifest Artrmanns ergoogeln, das das besser zur sprache bringt als ich idiot.

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