Traumverloren
Traumverloren
©Hans Hartmut Karg
2012
Nichts ist aus den Träumen wirklich verloren,
Wenn wir erwachen und sie zu deuten versuchen.
Meist sind wir im Aufwachen wie neu geboren
Und gar mancher muss schweißgebadet kräftig fluchen.
Traumverloren bleiben wir nur im Schlaf,
Ausgeliefert vielen unbewussten Mächten.
Da bringen wir dann manches unschuldige Schaf
Zum Töten, zum Schlachten oder zum Schächten.
Im Traum lebt manchmal auch Brutalität sich aus
Und gibt Übermächte dem in Wirklichkeit Schwachen,
Und Unmögliches lebt im Träume sich aus,
Gar manches ist einfach zum Lachen.
Erst wenn wir dann aus dem Schlafe erwacht
Sind wir wieder Herr unserer Sinne
Und kontrollieren uns jetzt doch sehr bedacht,
Damit unsere Seele nicht spinne.
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