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Hazel

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Date of registration: Sep 14th 2003

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Occupation: Germanistik-Student

1

Saturday, December 17th 2011, 1:59pm

Gedichtewettbewerb: Station 6 - Geistesblitze

Buenas tardes, meine liebe Gefolgschaft,

sitzt ihr schon wieder besoffen beim Kartenzinken, ehrenwerte Kleingeldganoven? Der Sheriff naht, wir müssen uns aus dem Staub machen, also sattelt die Pferde und ab zum Flughafen, bevor er uns in die Finger bekommt. Lasst alles stehen und liegen, wir machen einen polnischen Abgang und verschwinden aus dieser dreckigen Gegend. Langsam geht mir diese ganze Harter-Mann-Tour schon an die Knochen, ich werde einfach zu alt für diese Dirnenhäuser, den vielen Schnaps und all die Schießereien.

Vielleicht sollten wir uns einmal neu orientieren, uns nicht mehr mit Waffen und Rohheit umgeben, sondern auf unseren Geist und Verstand bauen. Es ist ja bekanntlich nie zu spät, noch mal von ganz vorne anzufangen. Lasst uns aufbrechen und mal sehen, was wir noch aus uns herausholen können. Wir ziehen fort in die Ewige Stadt, wo Kunst, Kultur und Geschichte miteinander die Tore zu unserem neuen Leben öffnen sollen.

In Rom sitzt nicht nur der Papst auf seinem Heiligen Stuhl der vatikanischen Enklave, sondern die Stadt ist und war schon immer Sammelpunkt vieler Maler, Schauspieler, Literaten, Bildhauer und Geistesgelehrter. In hunderten von Museen, Kapellen, Kirchen und Domen verstreut findet man immer neues Kulturgut. Ach ja, und die Kinder schießen in den Straßen ganz gerne mit den Fußbällen durch die Gegend. :)

Kann gut sein, dass ihr ein paar Schwachstellen in dieser Darstellung findet, ich wollte die Schattenseite nicht aufhellen, wenn ihr versteht. Macht euch am besten selbst ein Bild der Stadt, in der Caesar schon sein Blut lassen musste, während der Papst heute das Blut Jesu verteilt. Und nehmt euch ein wenig in Acht: Wo es Pizza gibt, gibt es Mafia! Das hat mein Großvater mir beigebracht. Ich bin mir nicht sicher, ob er Recht hatte.

Der Ewigen Stadt sind wir meiner Meinung nach ein Gedicht schuldig, und zwar nicht irgendein Gedicht, nein. Wir strengen uns diesmal ein wenig an und wollen uns den alten Kunstformen beugen. Ihr könnt euch zwischen drei verschiedenen Gedichtarten entscheiden. Ich dachte da an ein klassisches Sonnett, eine Ballade oder ein Volkslied. Ich verdrücke mich währenddessen mal ins Fußballstadion, vielleicht finde ich da ja noch ein Bier. Schnaps gibt’s ab jetzt ja nicht mehr, wie sind schließlich neue, gereinigte Menschen. :D

Themengebiet: Rom
Formale Bedingung: Sonett, Ballade oder Volkslied
Abgabetermin: Bis spätestens Dienstag, den 20.12.11 um 23:59Uhr

Euer reinkarnierender Reiseleiter
Alles ist gut. Der Mensch ist unglücklich, weil er nicht weiß, dass er glücklich ist. Nur deshalb. Das ist alles, alles! Wer das erkennt, der wird gleich glücklich sein, sofort im selben Augenblick.

Hazel

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2

Wednesday, December 21st 2011, 11:21am

Der Vögelpapst

Oh es glitzert und blitzt hinterm Lorbeergeäst,
Ja es funkelt und scheint in den Hügeln von Rom,
Nicht das Gold der Kaplane, noch Säulen im Dom,
Unter goldener Last ächzt ein heiliges Nest.

Und ganz tief im Gestrüpp, wie ein Häuptling im Zelt,
Sitzt ein Wesen von endloser Würde und Pracht,
Für ein Leben gewählt und mit göttlicher Macht:
Unser glorreiche Papam der fliegenden Welt.

Und nun zwitschert Hurra, für den Heiland aus Flaum
Und erbringend ihm stetig den blinkenden Lohn
Sei es Gold oder Schmuck, fliegt es alles zum Baum

Dann empfangt ihr den Segen von Gottvogels Sohn
Und ihr lebt einen schönen nie endenden Traum,
Denn er grüßt euch erlösend vom schimmernden Thron.
Alles ist gut. Der Mensch ist unglücklich, weil er nicht weiß, dass er glücklich ist. Nur deshalb. Das ist alles, alles! Wer das erkennt, der wird gleich glücklich sein, sofort im selben Augenblick.

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