Zu Feier meine Wiedererweckung als Moderator will ich ein Projekt starten, dass ich schon seit längerem plane aber nie die Gedult aufbrachte. Das vefahren dieses perlentaucerfadens ist sehr interessant und echt nützlich, ich für meinen Teil möchte aber nicht einfach Werke empfehlen sondern lieber ganze Dichter, weil ich finde das das Werk eines Autors immer im Gesamten gesehen werden muss. Auch macht es mir Spaß mir Gedanken über die Ausrichtung meiner Kollegen zu machen. Die dargelegte Meinung ist natürlich höchst subjektiv und auch recht spontan.
Hier also jene die ich besonders empfehlen kann. Da sind einige Alte dabei die hier gar nicht mehr Posten und einige ganz aktuelle.
Alcedo:
Geaugenommen braucht man bei diesem Burschen, der ohne Zweifel zu meinen Lieblingsdichtern zählt, keine Links angeben, weil so ziemlich Alles von ihm lesenswert ist.
Was mir so besonders gut an Alcedo gefällt, ist die technische Vielseitigkeit. Es gibt keinen einen Alcedostil, es gibt so etwas wie eine Signatur nicht und wenn dann höchstens die wirklich stets brilliante Methaphorik. Sprachlich und formell aber ist er äußerst wandelbar, aber immer technisch hervorragend. Hinzukommt, dass er neben einem guten Handwerk auch tatsächlich der Welt etwas zu sagen hat. Das ist einer mit Lebenserfahrung aus dessen Texten man stets etwas ziehen kann. Sie sind keine sinnentleerten Kunstwerke sondern wohlgearbeitete Gefühle und Aussagen. wie er die Welt sieht, und dass ist immer spannend zu lesen.
Es mag auch viel Symphathie sein, aber meiner Ansicht nach muss man, wenn man sich heutzutage mit moderne Lyrik befasst auf jeden Fall so viel wie möeglich von Alcedo gelesen haben.
Hier ein paar Blüten, die seine Vielfältigkeit so wie sein Wissen über Literaturtradition schön aufzeigen.
Schläfrige Vögelchen
Autosuggestion
Stätte
Vorgestrige Phantasie
Lenz
Toby:
Ach ja das gute alte Engelchen. Dieser hervorragende Dichter ist leider nicht mehr aktiv und wahr auch zu seinen Zeiten bedauerlicherweise recht unproduktiv.
Das macht das Wenige was er uns hinterlassen hat aber um so wertvoller. Technisch und sprachlich geht es kaum besser, das ist höchstes Niveau mit Witz und einem starken Wiedererkennungswert.
Einordnen muss man diesen Gesell klar in die Riege der Traditionalisten. Gereimte Texte, fließendes Metrum, fließende Aussage.
Der Wiedererkennungswert mag auch ein wenig eine Schwäche sein, denn letztlich ähneln sich seine Werke in Stil und Aussage doch immer ein wenig. Man wünscht sich fieberhaft, dass er wiederkommt und seine überragend Fähigkeiten nutzt um neue Wege für sich und uns alle zu erschließen. In der Auswahl, die im Prizip das ist, was ich hier finden konnte, dominiert das Thema „ Dichtung“ was ich ein wenig Schade finde, aber die Bearbeitung des Themas ist super.
Sein Programmgedicht „Des Menschenwolf“ konnte ich hier nur in der englischen Version finden, die ich nicht ganz so gut finde. Googelt das Original, dass ist wirklich lesenswert.
Dich zu finden
Das Gedicht, das nicht werden wollte
Der Dichter
Der deutsche Garten
Savour Dymar:
jaja, dieser verdammte Rackwitz. Auf diesen Kerl wahr , bin und werde ich wohl immer ein wenig neidisch sein. Die Symbiose aus Literturkenntnis und einem durchaus eigenen Stil, gepaart mit exquisiter Technik ist ziemlich einzigartig im Netz.
Der Penner hat damit dann auch noch Erfolg und gewinnt internationale Preise und so weiter. Naja, dass ist weniger wichtig, aber die Texte sind wirklich immer super. Hier gibt es leider nur die ganz alten Sachen aber ich empfehle eh Thomas Rackwitz zu googeln und seine neueren Gedichtebände zu bestellen. Man macht da absolut nichts falsch und lernt auch gleich wie es geht.
Hier ein wenig von dem Wenigen, was er hier einstellte:
Der skizzenhafte Aufbau der Ruinen
Ein pathetisch hymnisches Poem an König Otto II
Kindheit
Erik Roderik Andara
So nach den ganzen alten Knackern, ist es mal Zeit die neues Dichter dieser Seite anzupieksen und da sticht der gute Erik natürlich hervor.
Ich habe um ehrlich zu sein oft Probleme den Worten dieses Dichters zu folgen, was daran liegen mag das ich selbst, lyrisch gesehen, ein alter Knacker bin (Mit 27 !

). dass heißt aber nicht, dass seine Texte nichts taugen würden, im Gegenteil.
Es ist eine hoch assoziative Lyrik die sich allermeistens in freien Formen bewegt und durch skizzenhafte Anrisse von Bildern, den Leser anzuregen versteht. Dass ist nicht immer leicht, manchmal vollkommen undurchdringbar, aber technisch sehr fein und wenn man sich Zeit lässt immer spannend.
Es ist nicht möglich eine repräsentative Auflistung aller lesenswerten Gedichte aufzulisten weil der Bursche so entsetzlich viel schreibt. Die Auswahl hier ist vor allem recht neu und von mir nach Gefühl ausgesucht. Am besten tut man daran selbst nach Eriks Texten zu stöbern und sie hinereinander zu lesen. Anstrengend aber der mühe wert.
matutin, laudes
tote tage
böse zellen
winter, und dann?
liebesklärung
Perry:
Perry ist ein Phänomen, denn dieser Knabe ist wirklich auf absolut jeder Lyrikseite im verdammten Netz zu finden. Ungelogen. Er postet einfach überall. Man fragt sich wirklich, wo der die Zeit dafür her nimmt, denn sein Output ist auch noch überragend groß. Ich glaube bis auf Tao früher gibt es keinen hier der so viel schreibt. Bemerkenswert. Und gut.
Er ist wie Erik recht modern, aber weniger assoziativ und dafür ein wenig klarer. Man findet viele gesellschaftliche Aussagen und Einschätzungen in seinen Texten und ansonsten einige Beschreibungen. Allgemein sind seine Texte reichlich beschreibend, aber stehts technisch interessant und wenn auch sprachlich nüchtern immer orginell. Ein wirklich guter Moderner
Wie bei Erik ist es unmöglich hier repräsentativ zu sein, dass hier sind ein paar Neue, die mir besonders gefallen. Die „Wassertragenden Frauen“ sind mein Favorit. Aber auch bei Perry gilt, stöbern, stöbern, stöbern, und das Gute ist, ihr könnt es auf jeder Seite versuchen
münchen, viktualienmarkt
unglaublich
wassertragende frauen
Alexa
Alexa ist eine wirklich interessante Dichterin, zu der ich ehrlich gesagt kaum einen Zugang habe. Mein konservatives Rammbockgehirn trifft hier auf die Hecken des Labyrintes und verliert sich darin völlig. Vieles ist mir zu kryptisch und so wahnsinnig Assoziativ das die mich einfach recht schnell verliert, aber das liegt an mir. Handwerklich ist hier durchaus was da und wer auf Assoziationen steht wird Alexa lieben. Bringt Zeit mit und raucht vorher ein wenig, dann seid ihr hier bestens bedient

( soll nicht heißen das dies Kifferlyrik wäre, wir reden ja nicht von Tao

aber es ist doch eine Lyrik, die einen offenen Geist verlangt.)
Interessant und spannend in jedem Fall. Ich habe zwei gefunden zu denen ich selbst Zugang finde und die sind wirklich klasse.
noch einmal
geblättert
So das wars fürs erste. Ich habe noch ein paar Dichter von früher und heute, die ich vorstellen will, aber ich denke in kleinen Portionen ist das verträglicher für euch wie für mich.
Bis dann
marot