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Babac

Master

Date of registration: Feb 5th 2007

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Location: Saarbrücken

1

Tuesday, November 15th 2011, 9:58pm

ein herbstspaziergang

Er schüttelte die Tränen nieder,
von Ästen auf den Weg.
Die Vögel pfiffen Abschiedslieder
in den ganz armen Wald hinein;
und über allem schwebte,
der hinscheidende Sonnenschein.

Ein Glänzen fiel in meine Augen
als sei es ein Diamant.
Ich blickte schärfer, hob die Brauen,
als könnt’ ich so viel besser sehn.
Da sah ich Hand in Hand,
am Zweig das Blatt mit'm Tropfen stehn.

Nur einen Moment, so doch warte,
rief ich dir leise zu,
und mein Zeigefinger offenbarte
dir die so winzig’ kleine Welt.
Psst, sagt’ ich, – da war Ruh –
schau’ wie’s Licht in den Tropfen fällt.


(c) Babac

Alexa

Blickdicht(erin)

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Location: von draußen vom Walde...

2

Thursday, November 17th 2011, 6:35pm

Hallo Babac,

ein gutes Thema hast du da aufgegriffen. In den kleinen Dingen liegt oft viel mehr als man vermutet. Schön, wenn man dafür noch einen kleinen Augenblick Zeit hat und nicht achtlos daran vorbeihetzt. :)

Die Umsetzung des Themas ist dir stellenweise aber nicht ganz so gut gelungen, find ich.
Vll willst du noch versuchen, das Gedicht rhythmisch etwas zu glätten. Du hast da ein ziemliches Versmaßchaos gebaut. :)

Für Formulierungen wie „ganz armer Wald“ würde ich vll. auch noch etwas anderes suchen. Das klingt ja als hättest du das der Silben wegen da noch reingepackt, denn was ist ein armer Wald und was ein ganz armer? :D Vll. kann man ihn anstatt arm ja besser traurig sein lassen?
Und dass das Blatt mit dem Tropfen Hand in Hand steht, finde ich zwar originell, aber für die Bildgebung jetzt auch nicht ganz so klasse.



L.G. Alexa
Mit dem Geist ist es wie mit dem Magen: Man kann ihm nur Dinge zumuten, die er verdauen kann.
(Winston Churchill)

Ich hier

Babac

Master

Date of registration: Feb 5th 2007

Posts: 809 wcf.user.activityPoints: 5,365

Location: Saarbrücken

3

Friday, November 18th 2011, 8:33am

Hallo Alexa,

"arm" möchte ich doch belassen, als durch "traurig" ersetzen, weil ich damit das Schwinden der Fülle an Blättern von den Bäumen ausdrücken möchte, genauso wie man jemanden der wenig Geld oder garkeins besitzt, als arm bezeichnet, was aber über seinen wahren Zustand aber nichts auszusagen hat. Denn, der Wald mag arm sein, aber nicht traurig, in seinem Innern sind immer noch Kostbarkeiten zu finden, wie bei einem armen Menschen noch warme Freuden zu finden möglich sind. Umgekehrt könnte man einen schönen Wald ohne Tiere darin als traurig bezeichnen usw. Wobei "ganz" als helfende Silbe zum Rythmus mit Leichtigkeit durch ein anderes Wort ersetzt werden kann. Darüber bin ich noch am überlegen.
Die von dir angedeutete orginelle Stelle, die aber die Bildhaftigkeit stört, gibt mir zu denken. Mir ist eingefallen, ich könnte den Vers "Hand in Hand" mit "Blattesrand" "Blätterrand" oder "Zweige(n)/(s)/hand" austauschen und im nächsten Vers den Tropfen einpringen. Doch so weit aber bin ich nocht nicht. Möchte dir dazu was einfallen?

Quoted

In den kleinen Dingen liegt oft viel mehr als man vermutet. Schön, wenn
man dafür noch einen kleinen Augenblick Zeit hat und nicht achtlos daran
vorbeihetzt


Wo du recht hast, hast du recht, Alexa.

Grüße,
Babac

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