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Hazel

Moderator

Date of registration: Sep 14th 2003

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Location: München

Occupation: Germanistik-Student

1

Saturday, September 17th 2011, 6:20pm

Kopftraumfrau

Kopftraumfrau

Du bist bezaubernd und vital
Was Du erzählst klingt nie banal
Du gehst ins Freie - splitternackt
Und spielst dein Solo in den Takt

Du bist auch lässig, hast Humor
Für jeden Freund ein off'nes Ohr
Bist nicht zu hitzig, nicht zu kühl
Gibst jedem Leben ein Gefühl

Trägst grüne Augen im Gesicht
Doch irgendwas, ich weiß es nicht,
Das fehlt bei Dir doch sicherlich
Ich rate mal: Das bin wohl ich!

Wir brauchen keinen Kleiderschrank
Kein Facebook und die Deutsche Bank
Berauben, bomben, sprengen wir
Vergeigen Tage am Klavier

Wir kreiseln Hand in Hand zum Glück
Dein Reim ist klar: kein Weg zurück
Zusammen tanzen, Tag und Nacht
Doch heute bin ich aufgewacht

Am Morgen küsst Du mich im Bett:
"War Dein Traum auch ein Traumduett?"
Ernüchtert stell ich leider fest:
"Nicht mal im letzten Bier ein Rest."

Jetzt ist mir klar: Was muss, das muss!
Mit Dir und mir ist sofort Schluss
Dein Leben dreht sich nur um mich
Und was mich stört: Das bin wohl ich!
Alles ist gut. Der Mensch ist unglücklich, weil er nicht weiß, dass er glücklich ist. Nur deshalb. Das ist alles, alles! Wer das erkennt, der wird gleich glücklich sein, sofort im selben Augenblick.

Perry

Lyrisches Licht

Date of registration: Jun 22nd 2007

Posts: 1,452 wcf.user.activityPoints: 9,420

Location: Bayern

2

Wednesday, September 28th 2011, 11:31pm

Hallo Hazel,

Traumpartner sind was Schönes, nur leider halten sie der Realität meist nicht stand.
Formal hast du Reime gewählt, was dem Text einen guten Lesefluss gibt, leider aber auch an ein paar Stellen zu "Unschärfen" führt:

"spielst dein Solo in den Takt" -> "im Takt?"

"Gibst jedem Leben ein Gefühl" -> das klingt sehr nach was Göttlichem, da wäre weniger vielleicht mehr.

"Berauben, bomben, sprengen wir" -> hat was von Bonney und Clyde Absicht?

"Was muss, das muss!" hat viel umgangssprachliches Kolorit und schiebt den Text in die Humorecke (Absicht?).

Zugegeben, ich bin eben kein Fan von Reimgedichten, deshalb solltest du meine kleinen Mäkeleien nicht überbewerten.
Die Gesamtaussage ist für mich, dass wir uns mit unseren Träumen oft selbst im Weg stehen und gefällt mir durchaus.

LG
Perry

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