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Chepre

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1

Monday, August 29th 2011, 2:48pm

das gigantische Wetterbewerb-Finale!

Wettergeist

Ich will wild sein!
brennen, kochen,
prasseln, blitzen,
donnern, tosen
wüten, wallen

Ich will sanft sein!
strahlen, glimmen
tauen, kühlen
singen, schwirren
wehen, keimen

Ich will fies sein!
dörren, ätzen
fluten, frosten
pfeifen, dröhnen
faulen, brechen

Ich will frei sein!
Du kannst gehn, aber deine Kopfhaut bleibt hier.

Chepre

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2

Monday, August 29th 2011, 4:12pm

Willfährig


Nordwind streicht über die Zinnen der Stadt,
jagt auf seinem Schimmel Zephyre hinab
in das Tal der gerafften Laken.
Die warmen Ströme, sie wimmern und klagen,
von Zyklonen gefangen, in Ketten geschlagen.
Die ersten Scharmützel, der Sturm ist entfacht.
Der Krieg dauert fort durch die ganze Nacht.
Im Auge des Aufruhrs, ich halte dich still.
Und raune dir zärtlich: „Der Wind wie er will!“
Du kannst gehn, aber deine Kopfhaut bleibt hier.

Chepre

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3

Monday, August 29th 2011, 5:15pm

Die Ballade von König Meteoro

Einst lebte ein König, ein herzlicher Mann,
den kannte man wohl als gerechten Tyrann.
Ein frohes Gemüt und ein reichliches Leben
in Sicherheit, Wohlstand, auch zwischenrein Lust
erhoffte der Gute dem Volke zu geben,
nur wie man das anstellt, hat er nicht gewusst.

Er fragte den bärtigen Fischer am See:
„Du hast doch bestimmt eine gute Idee.
Wie soll ich das Wetter nur bilden und mischen?“
Der brummte: „Für Fischer, da gilt ein Gesetz.
Wenns regnet am Tage, gefällt das den Fischen,
sie schwimmen nach oben und gehen ins Netz.“

Nun prasselte täglich der Regen hinab,
er sorgte für Beute und das nicht zu knapp,
doch wahrlich nicht jeden schien das zu erfreuen.
Schon bald kam ein klagender Gaukler heran:
„Mein König, so wisst, meine Zuschauer scheuen
Die Schauer und schauen mein Schauspiel nicht an.

Nur Sonne und etwas gemütlichen Wind
benötige ich und zwar beides geschwind!“
Der König, er seufzte, wie galt es zu handeln?
Den Regen fürs Fischen, die Sonne zur Schau.
Am Ende beschloss er, das Wetter zu wandeln
von Regen zu Sonne und himmlischen Blau.

Doch kam er am Abend beim Wirtshaus vorbei
und staunte nicht schlecht: Alle Plätze war'n frei.
Der Wirt war schon zornig und fing an zu schreien:
„Die Kundschaft kommt nichtmal bei niedrigem Preis
Bei solch einer Wärme bleibt jeder im Freien
Ein Sturm müsste her, es ist einfach zu heiß.“

Da fasste der König für sich einen Plan
und lenkte schnell ein: "Ach, ich bin heut spontan."
Es donnerte, blitzte und brauchte nicht lange,
da war das verwunschene Wirtshaus gefüllt.
Schon bald standen Gaukler und Fischer im Gange
Es wurde gewettert, gezankt und gebrüllt.

„Bei diesem Gestürme, da kentert mein Boot!“
„Mir schlagen die Blitze die Zuschauer tot!“
„Belasse es so, denn jetzt fließen die Liter!“
Der König stand schweigend und lauschte verzagt.
Mal Regen, mal Sonne, am Ende Gewitter,
bekommt man das hin, dass sich keiner beklagt?

Leicht schmunzelnd erhob der Gekrönte das Wort:
"Es tut mir sehr leid, doch ich muss wieder fort.
Die Wettergewalt, sie gehöre gemeinsam
euch allen und somit der Demokratie."
Er lachte und tanzte, als er endlich freikam:
"Das passende Wetter, das findet ihr nie."
Du kannst gehn, aber deine Kopfhaut bleibt hier.

Chepre

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4

Monday, August 29th 2011, 5:20pm

Immer wenn es regnet...

Im Zimmer verbunkert mit rostbraunen Flaschen
Der Vorhang vergilbt und nicht einmal gewaschen
Die Wände gebaut aus versteinerter Trauer
Die Haustür, sie war meine schützende Mauer

Und Du nach den Tritten und Flüchen des Vaters
Hast keinem vertraut nur dem Fauchen des Katers
Warst einsam und schreckhaft so scheu und verlogen
Bist immer geflohen und hast Dich betrogen

Die erste Begegnung im strömenden Regen
So misstrauisch, wortkarg, verkrampft und verlegen
Doch trotzdem, wir sahen es in unser'n Augen
Die Chance zwischen Tropfen und nassgrauen Tauben

Wir taten uns beide nicht leicht, uns zu zeigen
Und mussten erst lernen, auch ehrlich zu bleiben
Wir trafen uns lieber an stürmenden Tagen
Doch Sonne schien beißend mit marternden Fragen

Erst später im Sommer, ich weiß es noch heute,
Hab lachend gespaßt in dem Park voller Leute:
"Heut kann uns kein Licht, keine Sonne nicht trennen."
Da drehtest du dich und fingst schnell an zu rennen.

Dann wieder die Flaschen, die Wände und Decken
Auch ich wollt' mich wieder im Dunkeln verstecken.
Der Tag, als Du anriefst: "Ich brauch dich, ich komme,
Ab heute versuchen wir es in der Sonne."

Du warst auf dem Weg, hattest dich überwunden
Es blitzte und grollte, ich wartete Stunden.
Am Bahnhof im Abendblatt für einen Zwickel
Fand ich Dich am Ende in einem Artikel.


Im Zimmer verbunkert mit rostbraunen Flaschen
Der Vorhang vergilbt und nur einmal gewaschen
Vorm Fenster für immer ein stürmender Regen
Ich trinke und weiß: Du hast alles gegeben!
Du kannst gehn, aber deine Kopfhaut bleibt hier.

Chepre

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5

Monday, August 29th 2011, 6:43pm

Vater, Mutter, Kind, Hund, Haus, Sonne …

Fensterläden schlagen sich
haltlos gegen raue Wände.
Was für ein Wetter,
sagen die Leute
und holen die Kinder ins Haus.
Nur eins bleibt,
das mit der Kreide,
denn draußen ist Pflaster
Regenbogenbunt
Du kannst gehn, aber deine Kopfhaut bleibt hier.

Chepre

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6

Monday, August 29th 2011, 6:46pm

Ein Funken Sommer

Im Juli. Die Tage wurden länger und die Abende endlos.
Wir saßen in dem kleinen Cafe an der Ecke und taten so, als
wäre es in Paris. Wenn der Ober kam, um unsere Bestellung
aufzunehmen, sagten wir „Oui“ und „bien“. Wir bestellten
Baguette und Mouton-Rotschild. Und wenn die Rechnung kam,
sagte ich meistens „merde“ und du nur grinsend „cést la vie.“

Wir haben gelacht
und waren wie Kinder,
es gab nur die Welt und uns zwei.
Der Sommerwind trug uns
zärtlich im Arm
und nahm uns die Kleider der Zeit.

Die Hitze war wie ein warmer Mund, der uns verschluckte.
Und im Rachen des Sommers betteten wir uns auf seine
salzige Zunge. Sie war rau und feucht. Nicht unangenehm.
Ganz und gar nicht unangenehm.

So tanzten wir nackt
über taufrische Wiesen,
drehten uns schwindlig im Kreis,
Körper verschmolzen,
Glut wurde Feuer,
wir waren zu allem bereit.

Seltsam. Der Tag, an dem ich den Verdacht hatte, dass du
mich wirklich sehen wolltest, mich samt und sonders, war
der erste Tag des Zweifels. Du wolltest immerzu wissen,
was mich bewegt, was mich berührt, was meine Schwächen sind.
Und weil ich dich liebte, erzählte ich davon.
Zu oft.

Der Wind wurde kälter,
der Herbst kam ins Land,
Regen fiel auf unsre Haut.
Die Wärme, die einst uns
Geborgenheit gab,
riss uns der Sturm aus der Hand.

Spätestens im Oktober war ich ein Witz in deinen Augen.
„Nicht schon wieder Paris“, sagtest du, als ich vorschlug,
Urlaub übers Wochenende zu machen. Ich wäre gern ein Geheimnis
geblieben. Aber du hast zu verbissen versucht, mich zu lösen.


Das Feuer erloschen
der Winter ist nah,
doch halten wir zitternd umschlungen,
was immer noch in uns,
was immer noch da


Das Feuer erloschen. Der Winter nah. Doch zitternd umschlungen, was immer noch da.
Du kannst gehn, aber deine Kopfhaut bleibt hier.

Chepre

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7

Monday, August 29th 2011, 9:16pm

Sooo, liebe Leute - Wir bleiben konservativ, wir bleiben altmodisch. Trotz einer allgemeinen Wolke von Künstlergenie, die uns umgibt, wollen und brauchen wir einen Sieger! Verlierer muss es dann natürlich auch geben... Möge das Publikum der Richter sein - Ich bitte euch zur Abstimmung.

Diese wird dauern bis Mittwoch Abend 24:00 Uhr realer Zeit, jeder hat zwei Stimmen zu verteilen. Bildet euch eure Meinung und entscheidet über eure persönlichen Gewinnertexte. =)
Eure Stimmen reicht ihr diesmal direkt bei mir via pn ein.

Folgende Texte stehen zur Wahl:
  • Wettergeist
  • Willfährig
  • Die Ballade von König Meteoro
  • Immer wenn es regnet
  • Vater, Mutter, Kind, Hund, Haus, Sonne …
  • Ein Funken Sommer
Du kannst gehn, aber deine Kopfhaut bleibt hier.

Erik R. Andara

Glasphasen-Moderator

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8

Wednesday, August 31st 2011, 7:34am

Noch läuft die Abstimmung. Vergesst nicht, dass Ihr Eure Stimmen für Eure Favoriten abgebt!
Jeder kann zwei Gedichte wählen!
Die beiden Titel bitte in einer PN an meine Kollegin Chepre.
Also: Ran an die Tastatur und mitgevotet. Ihr wollt doch, dass Euer Favorit den ersten Platz belegt, oder?
under the sea, is where I'll be
no talking 'bout the rain no more

Chepre

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9

Thursday, September 1st 2011, 5:09pm

Sooo, liebe Leute - wie sich das gehört, haben wir nach einem spannenden Finale mit vielen großartigen Texten NICHT EINEN Gewinner. Nein, wir haben sogar zwei davon. =)
Um den ersten Platz hauen dürfen sich...
Alexa mit 7 Stimmen und
Erik mit 7 Stimmen.
Wer von euch mag, kann sich bei dem netten Herrn mit dem Topf eine Siegerplakette mit der Aufschrift "Sommer-Champignon", pardon, "-Champion" abholen. Ist ja auch gerade Pilzzeit.

Hazel bekam 4 Stimmen und Marot 3.
herzlichen Glückwünsch!

...und für die ganz Neugierigen hier noch die vollständige Textauflösung:

  • Wettergeist: Marot
  • Willfährig: Erik
  • Die Ballade von König Meteoro: Marot und Hazel
  • Immer wenn es regnet: Hazel
  • Vater, Mutter, Kind, Hund, Haus, Sonne …: Alexa
  • Ein Funken Sommer: Alexa und Erik
Du kannst gehn, aber deine Kopfhaut bleibt hier.

Erik R. Andara

Glasphasen-Moderator

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10

Thursday, September 1st 2011, 6:30pm

So, ich darf mich hier an dieser Stelle mal in meiner Funktion als Vorrunden Moderator bei allen Mitmachenden bedanken. Das war ein wirklich schöner Wettbewerb mit viel Beteiligung und sehr vielen schönen Texten.

An die anderen Finalisten: Eigentlich war das Benennen von Siegern hier nur eine pro forma Sache (mich nicht falsch verstehen, ich freue mich natürlich darüber, mir mit Alexa gemeinsam den ersten Platz zu teilen) aber die Texte im Finale waren ALLESAMT derat gut, dass die Wahl zum Sieger wohl nur vom persönlichen Geschmack der Leser bestimmt wurde und nicht von der Qualität der Texte (ich persönlich fand ja Hazels Text erste Sahne, von dem ich übrigens dachte, dass er Marots sei - ungewöhnlich gute Geschichte)
Also! Supertoller Wettbewerb und auch das Partnergedicht mit Alexa gemeinsam hat sehr viel Spaß gemacht. Das müssen wir bald mal wiederholen!

lg
Erik

P.S.: Ach so, ja, ein riesengroßes Dankeschön an meine Kollegin Chepre, die prompt die Moderation des Finales und die Durchführung der Wahl übernommen hat!
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Alexa

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11

Thursday, September 1st 2011, 6:54pm

Ja, ich fand die anderen Finalbeiträge auch echt super gemacht. Vor allem das von Hazel (das auch ich dem Herrn Marot oder zumindest ihm als Mitwirkenden zugeschrieben hatte) echt allererste Sahne. Der Wettergott war aber auch spitze.

Mir hat das Partnergedicht mal wieder aufgezeigt, wie schwierig es eigentlich ist mit einem anderen Schreiber etwas zu komponieren. Mit Erik hats nun echt viel Spaß gemacht, was auch daran lag, dass er eine enorme Ruhe austrahlt und echt viel Geduld aufbringt. :)
Mir hat der Wettbewerb auch Spaß gemacht. Vor allem die Vorrunden waren sehr interessant.

ach so, ja, Champignons hätte ich dann auch gern. Gebraten und mit Soße bitte :)
Mit dem Geist ist es wie mit dem Magen: Man kann ihm nur Dinge zumuten, die er verdauen kann.
(Winston Churchill)

Ich hier

Chepre

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12

Thursday, September 1st 2011, 7:03pm

meine ganz persönlichen Favoriten waren Hazels Text und das Erik-/Alexa'sche Teamgedicht. beide Texte strahlen wirklich viel Gefühl aus und haben's mir deshalb angetan. sich im Finale ausschließlich übers Handwerkliche ein Urteil zu bilden, möchte ich für ein echt schweres Ding halten. Die Ballade von Meteoro ist auch eine echt tolle Geschichte. =)

Quoted

mit Soße bitte

Joghurt oder Knoblauch?
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Daniel H.

Trainee

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13

Thursday, September 1st 2011, 11:04pm

Ich ziehe meinen Hut vor den Texten der Finalisten. Habt ihr echt gut gemacht.

Mein persönlicher Favorit ist Ein Funken Sommer. Auch wenn das sehr prosaisch war. Die Nervenkrise über Leidenschaft und Leichtigkeit, die gute Verknüpfung mit dem Jahreszeitenmotiv, der Raum für Ambivalenz und Kummer. All das zusammen ergibt einen in meinen Augen sehr wertvollen Gehalt. Der sprachliche Ausdruck ist auch sehr gelungen, wobei mir die letzte Zeile etwas redundant vorkam (man hat aber gemerkt, dass sie von euch beiden sehr wohl als wichtig empfunden wurde).

Bei Vater, Mutter, Kind, Hund, Haus, Sonne ... lag ein inhaltlich sehr feiner, "devianter" Kern drin, etwa wie bei "Kullerball", sprachlich hätte ich es aber noch kindlicher formuliert, nicht so anonym. Hazels Text ist wiederum sprachlich sehr beeindruckend, unsagbar talentiert. Ich ließ mich aber im Hinblick auf den Inhalt nicht so richtig einfangen.

Liebe Grüße!
»Das Leben ist kein Argument; unter den Bedingungen des Lebens könnte der Irrtum sein.«
― Friedrich Nietzsche, Die fröhliche Wissenschaft

Tamea

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14

Friday, September 2nd 2011, 8:09am

Gratulation Alexa und Erik!

Es war wirklich ein sehr schöner Wettbewerb und auch muss ich sagen die Finalgedichte waren alle sehr gut. ^^

Mein persönlicher Favorit war: *Immer wenn es regnet*, verneige mich, Hazel.

Gruß Tamea

Blumentopf

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15

Friday, September 2nd 2011, 8:24am

Herzlichen Glückwunsch auch von mir an Alexa und Erik:)

Aber auch einen Glückwunsch und Dank an das Team Hazel und Marot:)
Besucht unsere Partnerseite www.dichten.de Legt euch ein Profil an und stellt eure Gedichte als Sammlung vor!

"
All I can do is be me, whoever that is" - Bob Dylan



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16

Friday, September 2nd 2011, 9:48am

Herzlichen Glückwunsch an die Gewinner. :) Und an alle anderen aus. Von Anfang an waren wirklich tolle Texte im Rennen!
"Ob Sie meine Sachen zu Kunst oder zu Scheiße erklären? - Who cares..."

Helmut Newton

Hazel

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17

Friday, September 2nd 2011, 6:58pm

Also, dann gebe ich meinen Senf auch mal ab :)

Wettergeist von Marot
Ich bin immer noch verwundert, dass das von dir ist. Alle Texte, die ich bisher von dir gelesen habe, hatten so tolle zweite Ebenen, Tiefgang und Ausdrucksstärke. Der Text ist nicht schlecht, hat das Wesen des Wetters auch gut eingefangen, aber bleibt durch die bloße Aufzählung von aktiven Verben irgendwie zu eintönig. Jedes Wort ist treffend, aber eben fast eine Synonymaufzählung, was bis zum Schluss hin leider monoton wirkt. Ich weiß, dass du tausendmal besser schreiben kannst, aber dieses Gedicht hat mir nicht so gut gefallen.

Willfährig von Erik
Sehr starke Bilder, eine einnehmende Szenerie und es zieht den Leser stark in dieses intime Gefühl hinein, dass man am Ende den Satz fast zu sich gesprochen hört. Trotzdem sind metrisch ein paar kleine Holperer drinnen, die man ganz ganz leich hätte umgehen können, so dass es sogar noch besser klingen würde. Wenns dich interessiert, Erik, schreib ich Genaueres.

Die Ballade von König Meteoro von Marot und mir
Für mich eigentlich das beste Stück im ganzen Wettbewerb. Ich persönlich finde, dass wir (Marot und ich) da was sehr Tolles geschafft haben. Alleine hätte ich sowas nie geschrieben. War vielleicht etwas zu lang für den Wettbewerb, aber es hat ein bisschen Witz, ein bisschen Ernsthaftigkeit.. Kommt auf jeden Fall in meinen Perlentaucherordner, auch wenns hier im Wettbewerb von der starken Konkurrenz überholt wurde. War übrigens richtig fein mit Marot.. unkompliziert, ideenreich und die Wellenlänge beim Schreiben hat gut gepasst.. das Ding ist fast wie aus einem Guss. Es hat halt nicht unglaublich viel Tiefgang und Stimmung, das ist mir klar.. aber es ist ne liebe, einfache Geschichte, die gut aufgebaut ist.

Immer wenn es regnet von mir
Ja, ich sag nicht viel zu meinem eigenen Text. Ich mag ihn, sonst hätte ich ihn nicht so geschrieben. Dass er in seiner Eigenart nicht der Stimmenfänger wird, war mir schon beim Schreiben bewusst. Solche Situationen im Leben sind schwierig aufs Papier zu bringen, ohne verworrene Formulierungen rein zu bringen.. ich bin ganz stolz, dass ich mal so einen Text geschafft hab. Die letzten Male ging das meistens nach hinten los.

Vater, Mutter, Kind, Hund, Haus, Sonne … von Alexa
Ja, das Bild ist schon gut.. Deinen Kullerball fand ich super, hab ich ja auch geschrieben.. und das hier ist an sich auch super, nur.. eben das Gleiche. In der Vorrunde hab ich gerne für den Kullerball gestimmt, aber diesmal hätte ich gerne was Neues gesehen. Also an sich natürlich ein tolles Gedicht, aber in der Wettbewerbsabfolge eben schon dagewesen.

Ein Funken Sommer von Alexa und Erik
Ich wollte meine Geschichte, die ich letztendlich im Gedicht formuliert habe, eigentlich auch in Prosa schreiben.. Man sieht natürlich sofort, dass es ein Partnertext ist und auch, wer welchen Part geschrieben hat. Die Lyrik (sry, Alexa, wenn ich gerade so blöd bin) finde ich zum Großteil ein bisschen zu kitschig, aber das war vielleicht sogar Absicht als Gegenpart zu den aussagekräftigeren Prosaabschnitten. Mir hat der Text wegen seiner fantasiebeladenen Leichtigkeit sehr, sehr gut gefallen.

Glückwunsch natürlich an Erik und Alexa. Und tolle Idee mit dem Partnergedicht - mir hat das Spaß gemacht, mal mit dem faustigen Marot zusammen zu schreiben.

Prost und Mahlzeit, Hazel
Alles ist gut. Der Mensch ist unglücklich, weil er nicht weiß, dass er glücklich ist. Nur deshalb. Das ist alles, alles! Wer das erkennt, der wird gleich glücklich sein, sofort im selben Augenblick.

Erik R. Andara

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18

Friday, September 2nd 2011, 7:12pm

Hallo Hazel;

ja klar, sag an; ich und die gebundene lyrik sind ja nicht unbedingt die vetrautesten bekannten (konnte mir auch den drittenausreisservers nicht verkneifen);
ich finds übrigens gut, das du dein teil lyrisch bearbeitest hast; obwohl es mich als prosa auch sehr interssiert hätte; wenn du interessiert bist, das thema mal als prosa zu remixen und einen schreibpartner brauchst, der einen der beiden protagonisten übernimmt, sag bescheid; das wäre ein teil, das mich schon reizen würde, mich mal dran zu versuchen;

ach so, ja, ein funken sommer handelt tatsächlich von zwei sichtweisen, was mich anbelangt; und von der meldoie, die prosa und lyrik verbindet, vom zwischen.ton also;

lg
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