Hey Undine,
dann schließe ich mich dem wohlgesonnenen Reigen um deinen Text mal an, denn ich finde ihn auch nicht von schlechten Eltern.
Die von Erik schon angesprochene Klimax empfinde ich genauso und ziehe sie für mich durch den ganzen Text samt seiner drei Strophen.
In der ersten Strophe ein noch nicht recht zu fassendes Bild oder einfach ein Bisschen Gold und ein lyrIch, dass sich in vergangenem findet.
Das der erste Vers hier zeitlich nicht recht passen soll finde ich nicht, wenn man sch sein lyrich ans Ufer stellt und in die Wasser blickend sehen lässt. Das jetzt sonstwelche Lausbuben ins Wasser Pipi machen, reißt den ersten Vers ins Gegenwärtige, hat mit diesem rein zeitlich aber nix am Hut. Man stelle sich vor man steht am Uer und verliert sich in einem Haufen Rosenblüten die an einem vorbeitreiben. Aber auch nur solange wie man plötzlich sieht, das der Rosenheini an der Ecke seine Pflänzeleins ins Wasser schmeißt. Wie auch immer ...
Bildlich ist die zweite Strophe nur schwer zu fassen, jedoch erkennt man sehr wohl die Quintessenz um die es dir hier gegangen sein muss. Die Kusscodes haben etws verschmitzes und freches, der Strömung gebt ihr euch hin und die Forellen sieht man fröhlich aus dem Wasser springen. Die Visionsreste ebnen den Weg hier in die dritte Strophe und lassen das eben so schäumende Bild in einer feinen Doppeldeutigkeit wieder abflauen.
Grandios kommt mir in der dritten Strophe der Perspektivenwechsel. Ich nahm bisher immer an, es handle sich hier um einen Protagonisten, ein lyrIch oder wie auch immer man es schimpfen möchte. Nein, du schreibst in der dritten Person, was nett daherkommt. Ich bin Fan von Beschreibendem weshalb ich das hier, deine dritte Strophe, echt genial finde.
Das Technische hat Erik ja schon vermerkt. Dem ist wohl nichts hinzuzufügen außer "ganz großes Tennis!"
Ein ruhiges, interpretationsoffenes Bild, das in seiner vermeintlichen Stille dem Rest des Textes mehr als nur gerecht wird. Vers zwei ist mal einfach der Kracher und Vers drei, der Evergreen, schmiegt sich gekonnt ein.
Wie schon angemerkt, bekomme ich deinen Text nicht ganz zu fassen aber zum Rest bleibt nichts zu sagen außer "Bellissimo

"
Mit nettem Gruß, franz
Edith findet meinen Kommentar um die dritte Person im Text nicht ganz korrekt