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dromerig

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1

Friday, August 19th 2011, 12:00pm

lust auf ein schachspiel?

hallo,

ich habe mal von einem schachspiel in wortspielen gehört und möchte dieses hier gerne einmal versuchen.
die regeln für das schachspiel selbst sind und bleiben dieselben. die züge sollten jeweils als ein wortgedicht
in diesem faden eingestellt werden. die maximale dauer für einen zug wird gemeinsam vereinbart. ich würde
eine woche vorschlagen. ich spiele etwas über dem mittelmaß, elo ca. 1500, falls es jemanden interessiert.


das wortgedicht sollte aus mindestens zwei zeilen bestehen, kann sich reimen muss es aber nicht.
der spielzug sollte aus dem wortgedicht klar hervorgehen. es darf keine software verwendet werden.
es geht in erster linie um die herausforderung seinen zug sprachlich zu gestalten aber natürlich auch
um ein gutes schachspiel.

noch fragen?

mg domerig


dromerig

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2

Friday, August 19th 2011, 12:11pm

auf gehts ... (mein/dein 1. zug)

ich hab die steine aufgestellt,
nimm schwarz, nimm weiß, wie's dir gefällt.

erhalt ich weiß dann ziehe ich
den bauern auf e4,
erhalt ich schwarz dann warte ich
auf einen zug von dir.

und wie es allg'mein üblich ist
reich ich dir meine * hand
ich wünsche uns ein gutes spiel,
ein faires miteinand'.


Daniel H.

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3

Friday, August 19th 2011, 1:38pm

(1. Zug)

Dein Königsbauer auf e4
hat schon die Mitte im Visier
Da geh ich mit Gelassenheit
als Sizilianer aus dem Streit.

Das Unlicht bleibt beim Schach
stets listig, still und wach
Drum ziehe ich in meinem Sinn
aufs Feld "c5" den Bauern hin.
»Das Leben ist kein Argument; unter den Bedingungen des Lebens könnte der Irrtum sein.«
― Friedrich Nietzsche, Die fröhliche Wissenschaft

dromerig

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4

Friday, August 19th 2011, 2:03pm

der 2. zug

das ging ja wirklich sehr, sehr schnell,
nun sei gegrüßt freund schachgesell.

der sizilianer ist beliebt
in aller herren länder,
auch wenn er weiß das zentrum gibt
trägt er viele gewänder.

ich bin gespannt auf deinen plan
und zieh die zügel feste an.
ich setz den ersten springer frei
von g1 nach f3.




dromerig: weiss * daniel: schwarz

1. e2 - e4 * c7 - c5 // 2. Sg1 - f3 *


Daniel H.

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5

Friday, August 19th 2011, 3:13pm

Das weiße Heer im Angesicht
es tobt und drängt nach vorn
Doch spielt es offen, mit Verzicht
Auf ungemahlenes Korn

Da zieh ich lieber etwas rauer
- frische Taktik hab ich gern -
Auf Position a6 den Bauer
und bleibe Rezepten fern.



dromerig: weiss * daniel: schwarz

1. e2 - e4 * c7 - c5 // 2. Sg1 - f3 * a7 - a6
»Das Leben ist kein Argument; unter den Bedingungen des Lebens könnte der Irrtum sein.«
― Friedrich Nietzsche, Die fröhliche Wissenschaft

dromerig

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6

Friday, August 19th 2011, 3:40pm

der 3. zug


der bauer auf a6, nun gut,
soll mich nicht irritieren.
mal sehen wie die stellung ist,
ich lass mich inspirieren.

den läufer kann ich nun nicht mehr
aufs feldlein b5 setzen,
und würde ich es dennoch tun
tät er sich arg verletzen.

wohin nun mit dem schnellen mann
c4, e2? - auwei
e2 gefällt am besten mir,
ich spiel läufer e2.




dromerig: weiss * daniel: schwarz

1. e2 - e4 * c7 - c5 // 2. Sg1 - f3 * a7 - a6 // 3. Lf1 - e2 *


Daniel H.

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7

Friday, August 19th 2011, 6:58pm

O'Kelly,

der bleiche König flüchtet bald
sieh, die kleine Rochade!
sattel das Rössel und mit Gewalt
erbaue die dunkle Blockade!

und wenn die Mitte wird besetzt
von meinem Unlicht der Nacht
hab ich den Springer vorgesetzt
nach c6 vom Felde "b8".



dromerig: weiss * daniel: schwarz

1. e2 - e4 * c7 - c5 // 2. Sg1 - f3 * a7 - a6 // 3. Lf1 - e2 * Sb8 - c6 //
»Das Leben ist kein Argument; unter den Bedingungen des Lebens könnte der Irrtum sein.«
― Friedrich Nietzsche, Die fröhliche Wissenschaft

dromerig

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8

Saturday, August 20th 2011, 2:32pm

der 4. zug

L'Echiquire

das unlicht der nacht ist erwacht,
bewegt sich auf schwarzweißem grund,
hat sich einen plan ausgedacht,
verfolgt ihn geheimnisvoll und
wählt seine blockade geschickt,
die schachuhr sie tickt, die schachuhr sie tickt.


bevor ich den könig in sicherheit bring,
bevor ich den könig rochier,
erwähle ich bauer d4.



dromerig: weiss * daniel: schwarz

1. e2 - e4 * c7 - c5 // 2. Sg1 - f3 * a7 - a6 // 3. Lf1 - e2 * Sb8 - c6 // 4. d2 - d4 *


Daniel H.

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9

Saturday, August 20th 2011, 7:41pm

Bauer! fürchtet diesen Stoß
Ihr träumt von Eurem Ritterschlag?
Der erste Kampf bringt Sterben bloß
bald Euer Ruhm verwelken mag

Die Königin soll eigens sehn
wie Ihr im Leichtsinn fallen werdet
Und keine Gunst soll Euch geschehn
so Ihr meine Macht gefährdet.



dromerig: weiss * daniel: schwarz

1. e2 - e4 * c7 - c5 // 2. Sg1 - f3 * a7 - a6 // 3. Lf1 - e2 * Sb8 - c6 // 4. d2 - d4 * c5 x d4 //
»Das Leben ist kein Argument; unter den Bedingungen des Lebens könnte der Irrtum sein.«
― Friedrich Nietzsche, Die fröhliche Wissenschaft

dromerig

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10

Sunday, August 21st 2011, 10:33am

der 5. und letzte zug


ein bote kam eilends zum könig
und brachte ihm traurige kunde:
mein könig, vergangene stunde
ist einer aus unseren reihen
entführet vom unlicht der nacht.
wir suchten ihn schnell zu befreien
doch sie haben ihn umgebracht,
mein könig, was sollen wir tun?

berichte mir bote, wie konnt das geschehn:
zuletzt haben wir ihn auf d4 gesehn.
er drang in die mitte vom felde d2,
bedrohte den bauer c5 mit geschrei:
los kämpfe mit mir
auf dem schwarzfeld d4!

berichte mir, warum hat er dies getan,
so leichtfertig ließ er sein leben:
ihr selbst habt die order gegeben,
mein könig es war euer plan.

betrübt sprach der könig: es ist meine schuld,
was hat meinen sinn nur verwandelt,
ich habe voreilig gehandelt
und übte mich nicht in geduld.

ich habe den ältestenrat ignoriert
und eigenmächtig geboten,
nun trauern wir um jenen toten,
der fall wird genaustens studiert.

so schickt nun der frau, der familie, dem kind
die kunde vom tragischen tod,
wir helfen in jeglicher not,
wenn sie einmal in nöten sind.

berichtet mir weiter, was habt ihr gesehn,
wo hat könig unlicht sein schwarzes heer stehn,
wir müssen etwas unternehmen,
wer weiß wo wir sonst noch hinkämen?

a6 ist besetzt und auf c6 ein pferd,
auf d4 der bauer c5 mit dem schwert.
ein belgier soll auch mit von der partie sein,
man trinkt jedenfalls in dem heer seinen wein.
wir können d4 mit den reitern erreichen
und können dadurch materielles ausgleichen.

so soll es sein, sprach der könig alsdann,
hier ist die order, bring sie an den mann
und eil zu den reitern, nicht weit weg von hier,
der könig befiehlt Sf3 schlägt d4
und lass uns dann abhaun von hier.



dromerig: weiss * daniel: schwarz

1. e2 - e4 * c7 - c5 // 2. Sg1 - f3 * a7 - a6 // 3. Lf1 - e2 * Sb8 - c6 // 4. d2 - d4 * c5 x d4 // 5. Sf3 x d4 * = 0 - 1 nach aufgabe von dromerig


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