Die Bankräuber
Die Bankräuber
Harmloser Morgen,
keine Sorgen,
alles im Lot,
keine Not.
Spätere Wochen,
Rechnungen pochen,
an deine Tür,
wofür, wofür?
Schulden, oh Schulden,
nicht mal ein Gulden,
bleibt in der Tasche,
du bist eine Flasche.
Was tun, was machen,
arbeiten und lachen,
doch Schreck, oh Graus,
der Kredit geht aus.
Die Bank anbohren,
weil sonst verloren,
ein neuer Kredit,
was das wohl gibt?
Kredit, Kredit,
ein Trauerlied,
geht bald baden,
Konkurs der Laden.
Zinsen wachsen,
an deinen Haxen,
viele Schritte,
Zinsentritte.
Und dann zum Dank,
schickt dir die Bank,
Gerichtsvollzieher,
mit Gewieher.
Galopp, Galopp,
und ganz salopp,
steht leer dein Haus,
du arme Maus.
Geblieben die Knarre,
und deine Karre,
dir kommt ein Plan,
Knarre, wir fahr’n!
Die Bank macht offen,
du kannst nur hoffen,
daß niemand dich sieht
und niemand flieht.
Mütze übers Gesicht,
Schlitze ganz schlicht,
ein Blick aus der Karre,
ein anderer mit Knarre.
Und noch einer, oh Graus,
steigt aus der Karre aus,
was ist denn hier los,
wollen alle Moos?
Sollen andere Knaben
das jetzt haben,
was du wolltest kriegen,
das wäre gediegen.
Die Mütze runter,
und du ganz munter,
benachrichtigst zwei Schrullen,
die rufen die Bullen.
Die Sirenen dröhnen,
die Bankräuber stöhnen,
sie sind umstellt,
was dir gefällt.
Du machst dich vom Acker,
als geldloser Kacker,
doch das du nichts hast,
ist besser als Knast.
©Raul (2000)