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Erik R. Andara

Glasphasen-Moderator

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21

Sunday, November 14th 2010, 7:22pm

hallo hazel;

Quoted

Ich würde das eher als Ergänzung lesen

Ja.
und Nein.

Wir sprechen in dieser Formulierung von einer Erwartungshaltung. Von einer Erwartung, die, wie viele andere absolut formulierten Sachen auch, so nicht zielführend ist.
Wenn ich von vornherein sage, etwas MUSS sich bewegen, oder es hat keinen Sinn, dann tut das in dieser Absicht keinem gut. Nicht dem Kritiker und nicht dem Kritisierten.
Es scheidet lediglich die Geister, ohne selbige verglichen zu haben.
Etwas könnte sich ändern, ja bitte.
Etwas sollte sich ändern, vielleicht.
Etwas würde sich änder, mal sehen.

Ansonsten zu all deinen Punkten: Ja.
Auch zu dem durch und durch optimistischen Wunsch, die eigene Peersönlichkeit, die tatgtägliche Befindlichkeit hinter die Kritik zurückstellen und die Kritik an den Schreiber anzupassen. Erst zu sondieren, dann zu bohren.
Aber auch hier sollten Abstriche gemacht werden.
Wie du in deinem anderen Teil bereits gesagt hast: Wir ändern uns mit unseren Aufgaben, lernen aus den Hindernissen und wachsen an den Erkenntnissen, die es zu gewinnen gilt.
Letzendlich ist vieles nur eine Frage des Geschmacks und der Persönlichkeit. Und über Geschmack lässt sich ja bekanntlich streiten.

mfg
Erik

Quoted

Aber ich sehe schon, dass mein Verständnis von Kritik hier von Erik nicht geteilt wird.

Sagt wer?
Wir waren eben noch mitten im Gespräch.
Wie kannst du also jetzt schon dessen Ausgang wissen?
Vielleicht überschneiden sich nur Teilbereiche.
Vielleicht haben wir noch nicht über Gemeinsamkeiten gesprochen.
Heißt das, du willst nichts mehr von meiner Meinung über diese Sache hören?
Und ist es in einem Gespräch wirklich immer das Ziel, gemeinsamer Meinung den Tisch zu verlassen?
under the sea, is where I'll be
no talking 'bout the rain no more

Raul

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22

Sunday, November 14th 2010, 7:29pm

D'accord, Hazel. Was du schreibst, trifft es. Jeder Dialog zu zweit ist schon Kritik. Eine Auseinandersetzung steht und fällt zugleich mit dem Anspruch. Ich würde ebenfalls keinem naiven Heimatgedicht die Berechtigung absprechen wollen. Ich lese so etwas nur nicht gern oder besser gar nicht. Mit meiner Ablehnung kritisiere und selektiere ich damit schon, ohne dass ich eine Auseinandersetzung suche. Das überlebt aber die Heimat. :D Und der Anspruch ist dann ein anderer.

Problematisch wird es aber immer für mich, wenn Anspruch und Wirklichkeit zu weit auseinanderklaffen. Meistens stimmen hier Fremdwahrnehmung und Selbstwahrnehmung nicht. Kennen wir nicht alle diesen literarischen Autismus? :P Das war jetzt meinserseits das Wort zum ausgehenden Sonntag dazu.

@Erik:

Ich sehe keinen wirklichen Widerspruch bei uns. Wir setzen nur andere Akzente.

Erik R. Andara

Glasphasen-Moderator

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23

Sunday, November 14th 2010, 8:40pm

ja da brat mir doch einer einen storch ...

wo genau in unserem Gespräch sind wir von

Quoted

Aber ich sehe schon, dass mein Verständnis von Kritik hier von Erik nicht geteilt wird.


zu

Quoted

Ich sehe keinen wirklichen Widerspruch bei uns.


gekommen?
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Raul

Master

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24

Monday, November 15th 2010, 9:27am

Ich habe einfach kritisch über unseren Dialog nachgedacht und bin zu dem Ergebnis gekommen, dass ich dich falsch verstanden habe. Ich will hier daher nicht weiter künstlich eine Diskussion hochzüchten, die ich wieder angefangen habe. Wenn du dich jetzt an mir abarbeiten willst, spiegelt das nur dich selber. Daher empfehle ich dir als Moderator, mir weitere PN's zu schicken. Mich hat der Punkt Kritik hier einfach generell interessiert, nicht als persönliche Fortsetzung einer vermeintlichen Meinungsverschiedenheit. Wir sind doch keine Männerzicken, oder? :D

Erik R. Andara

Glasphasen-Moderator

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25

Monday, November 15th 2010, 1:30pm

aber ich spreche doch auch noch mit hazel...?!
dessen einwurf ich so ja auch gut fand;
und wer will sich denn an wem abarbeiten, dein meinungswechsel kam nur so unvorhergesehen; ich hätte ihn gerne besser mitverfolgen können, schließlich sprach und spreche ich nach wie vor gerne über dieses thema; es wäre also durchaus interessant für mich, was sich warum an deiner meinung geändert hat;

und mir als mod kannst du das gerne empfehlen, ich als mod habe aber mit der sache gar nix zu tun, sondern ich als foren user befinden mich hier in einem gespräche - faden, in dem ich weder vom thema abgewichen noch persönlich übergriffig geworden bin;
ich habe halt eine meinung über dieses thema und darüber schreibe ich auch;
ich will dich doch nicht unbedingt auf meine seite ziehen, nichts läge mir ferner; ich bin halt einer der menschen, der gerne und viel über das kunst - schaffen und rezipieren schwadroniert, weil man viel daraus lernen kann und weil man sieht, wie aufgestellte theorien auf andere menschen wirken;

speziell kritik zu kritisieren ist ja schon ein pardadoxes, sprich hochphilosophisches thema;
was veranlaßt den kritiker zum kritiken schreiben?
ab wann wird eine diskussion über texte zum selbstläufer der thematiken?
ist kritik an der kritik wie genau kritisierbar ?
wo hört das argumentieren auf und fängt das schwafeln an?
etc...
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Raul

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26

Monday, November 15th 2010, 4:14pm

Gut, dann habe ich eben im Trialog über unseren Dialog kritisch nachgedacht. Nein, ich habe im multiplen Buchstabenverkehr hier jetzt die Vorfahrt missachtet. Jetzt wieder Dialog...Wo wir nur andere Akzente setzen...,Erik, und das ist eben keine Meinungsverschiedenheit...

Du verstehst Kritik als etwas Erwägenswertes, etwas, was an dich herankommt und auf deinen Standpunkt trifft. Es muss sich nicht mit dem mischen, was du als Standpunkt triffst und du kannst dir auch nach der Kritik treu bleiben und zu deinem Standpunkt stehen.

Ich verstehe Kritik als etwas, das immer willkommen ist, immer zum Nachdenken anregen muss und auf die eine oder andere Art immer etwas bewegt, und zwar in dem Sinne, dass man noch einmal reflektiert. Und da ist dann letztlich ganz gleich, ob man seinen Standpunkt behält oder noch einmal überdenkt. Und darüber hinaus habe ich nicht immer zu allem einen Standpunkt, was nicht mit Beliebigkeit verwechselt werden darf, eher mit ständiger Orientierung.

Insofern würde ich auch nie in einer Art Reflex denjenigen zerrupfen, der mich zuvor kritisiert hat. Weil für mich allein die Auseinandersetzung des Kritikers mit meinem Text mir so viel Respekt abverlangt, verbietet sich das. Und daher tue ich mit Kritik und nach Kritik niemanden ab, sondern zeige lediglich, dass ich mich mit seiner Person und seinem Text auseinander setze. In dieser Tatsache liegt eine Wertschätzung an sich, und wer nicht zu eitel ist, weiß dies schon zu schätzen. Meine Wertschätzung gilt generell der Sprache, ein Grund, warum ich hier im Forum eingetreten bin.

Rain

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27

Wednesday, November 17th 2010, 10:17pm

Alexa, Kritik kann manchmal hart oder sogar unberechtigt sein.

Oft ist sie konstruktiv.

Am schlimmsten jedoch ist es, ignoriert zu werden.

Die schweigende Kritik verletzt.



LG Rain
Jeder spinnt auf seine Weise, der eine laut, der andere leise. Ringelnatz

Alexa

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28

Thursday, November 18th 2010, 10:44am

Hallo Rain

und herzlich Willkommen hier :)

Quoted

Die schweigende Kritik verletzt.

Das war, als ich diesen Thread eröffnete, leider nicht mein Problem. Hätte ich geschwiegen, wären heute wahrscheinlich noch einige User mehr im Forum :D , aber leider habe ich mit meiner, damals wahrscheinlich zu direkten, Kritik einige User vergrault und gegen mich aufgebracht. Und wer steht schon gerne auf Ignorierlisten oder ist schuld am Weggang anderer?
Der Faden hier ist zwei Jahre alt, ich habe seitdem einiges dazugelernt und sehe das mit den Kritiken heute auch schon wieder etwas anders. Ich bin allerdings vorsichtiger geworden, weil ich gemerkt habe, dass nicht jeder Abstand zu seinen lyrischen Werken hat und da manchmal einfach noch zu frische Emotionen drin stecken, die noch nicht verarbeitet sind. Ich persönlich lasse meine Texte, die Gedanken und Gefühle aus jüngster Zeit enthalten, in der Regel erst mal liegen oder stelle sie, wenn ich sie einfach nur aus dem Kopf haben möchte, in die "eine Idee" Ecke. Etliche meiner Texte landen so schon mal ungelesen in der Tonne, weil ich sie nach einiger Zeit selbst nur noch "schrottig“ :whistling: finde. Wenn ich dann aber das ein oder andere doch in eine zu kommentierende Rubrik stelle, kann ich Text-Kritik entgegennehmen, ohne Gefahr zu laufen, gefühlsmäßig verletzt zu werden.

Quoted

Am schlimmsten jedoch ist es, ignoriert zu werden.

Im wirklichen Leben da draußen, mag das für den ein oder anderen stimmen.
Wenn man aber in einem Lyrikforum das Gefühl hat, man wird ingnoriert, nur weil der eigene Text nicht kommentiert wird ...
Dazu kann ich jetzt nur meinen eigenen Senf schreiben:
Manchmal lese ich einen Text, ein Gedicht, dass ich einfach nicht kommentieren möchte oder kann, weil es in einem Stil geschrieben wurde, der mir gar nicht gefällt (was nicht heißt, dass er schlecht ist), ich also von vorneherein negativ an den Text rangehen würde oder vll. auch, weil ich meine, da ist zu viel, was noch im argen liegt ... da gibt es etliche Gründe und hat mit dem Menschen, der den Text geschrieben hat, rein gar nichts zu tun.

L.G. Alexa
Mit dem Geist ist es wie mit dem Magen: Man kann ihm nur Dinge zumuten, die er verdauen kann.
(Winston Churchill)

Ich hier

Rain

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29

Thursday, November 18th 2010, 12:15pm

Danke Alexa für deine Klarstellung.

Quoted

vll. auch, weil ich meine, da ist zu viel, was noch im argen liegt ...
Aber gerade, wenn ein Neuling Hilfe braucht, solltest du ihm deine positive Kritik nicht verwehren. :)

LG Rain
Jeder spinnt auf seine Weise, der eine laut, der andere leise. Ringelnatz

Alexa

Blickdicht(erin)

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30

Thursday, November 18th 2010, 12:55pm

Quoted

wenn ein Neuling Hilfe braucht, solltest du ihm deine positive Kritik nicht verwehren

und was, wenn sie negativ ist?
Mit dem Geist ist es wie mit dem Magen: Man kann ihm nur Dinge zumuten, die er verdauen kann.
(Winston Churchill)

Ich hier

Rain

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Location: Teutoburger Wald

31

Thursday, November 18th 2010, 7:21pm

Quoted

wenn ein Neuling Hilfe braucht, solltest du ihm deine positive Kritik nicht verwehren
und was, wenn sie negativ ist?

dann verdrückt er die Träne,
krault sich die Mähne
und pfeift auf die Häme. ;)
Jeder spinnt auf seine Weise, der eine laut, der andere leise. Ringelnatz

Raul

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32

Wednesday, August 3rd 2011, 7:09pm

Ich muss diesen Thread noch einmal bemühen, weil ich entlang dieser Diskussion und dieses Themas nach mehr als einem halben Jahr Forumszugehörigkeit für mich neue Aspekte und Einsichten gewonnen habe. Hier ist ja schon angeklungen, dass Kritik auch verletzend sein kann. Man selbst merkt das mitunter gar nicht, wenn man andere Texte kritisiert und ist nur für sich feinfühlig, wenn die eigenen Texte kritisiert werden. Ich werde da jedenfalls zukünftig noch genauer drauf achten und versuchen, jede persönlich verletzende Kritik zu vermeiden.

Für mich kommt es bei Kritik immer auf Begründungen an, und da stelle ich schon fest, dass man mitunter hier zu allgemein einen Text kritisiert, ohne sich wirklich seiner genauer anzunehmen. Eine Kritik kann auch eine Gegenkritik nach sich ziehen und sich in einem Faden fortziehen. Das ist auch in Ordnung. Und ich persönlich finde es nicht schlimm, wenn neben einem ernsten Kommentar auch mal etwas Flappsiges steht, weil ich wie Chepre hier der Meinung bin, dass man nicht immer vom großen Wurf ausgehen muss, den man hier reinstellt. Aber auch das kann natürlich mit der Zeit und übertrieben auf die Nerven gehen, aber da kann man natürlich auch beobachten, was von einem User sonst so noch kommt. Nur Dünnschiss oder eben auch mal was Gehaltvolles.

Was die Ausführlichkeit mancher Kritiken angeht, so sind für mich mittlerweile nebulöse Andeutungen von Kritik doch schlimmer als kein Kommentar. Ich habe ja hier zu Beginn eine andere Meinung vertreten und das mit dem Respekt gegenüber einem jeden Text begründet. Nun hat nicht jeder die Zeit und die Lust, eine Deutsch-LK-Arbeit reinzutexten, das versteht sich. Aber wenn die Kritik zu seicht wird, finde ich es mittlerweile und entgegen meiner früheren Position doch besser, erst einmal gar nichts zu schreiben, wie es Alexa bereits oben formuliert hat. Ich werde das jedenfalls für mich versuchen zu beherzigen. Auch werde ich das Gefühl nicht los, dass es hier manchmal mitunter nur um die Erfüllung der Vorgabe geht, auch einmal andere Texte zu kommentieren. Das wird ja bereits gut von der Moderation beobachtet und dann unterbunden.

Noch ein letztes:

Ich finde, dass persönliche Beleidigungen hier nicht hingehören, und sollte ich den einen oder anderen hier einmal oder mehrmals unbewusst verletzt haben, möchte ich mich dafür an dieser Stelle entschuldigen. Meine mitunter harte Kritik an Texten werde ich in diesem Sinne überdenken. Und besonders einleuchtend in Erinnerung geblieben ist mir die souveräne Art Chepres, die eine Nachfrage meinerseits zu ihrem Gedicht kurz und schlüssig erklären konnte. Auch Hazels ehrliches Eingeständnis zu seinem Unwissen über Mohn hat mir wirklich imponiert. Das darf hier auch einmal in einer Kritik gesagt werden, denn wird sind alle nicht allwissend.

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