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Stephan

Trainee

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61

Thursday, August 17th 2006, 7:28pm

Hallo Geo, Moin outfront!

Ich bin grundsätzlich der Meinung, dass niemand das Recht Attentate oder Angriffe auf Zivilbevölkerungen zu befürworten. Es gibt für so etwas keine Entschuldigung. Es ist beschämend, wenn in England Muslime es löblich finden, dass Zivilisten getötet werden und es ist genauso beschämend, wenn in Amerika Menschen der Meinung sind, dass ihre Soldaten das Recht haben Kriegsverbrechen zu begeben.

Der Hass auf die Amerikaner in der muslimischen Welt hat verschiedenste Gründe

- Die bedingungslose Unterstützung der Amerikaner für die Israelis erzeugt diesen Hass
- Herr Bush hat, sicherlich unfreiwillig, alles getan diesen Hass auf ein neues Hoch zu pushen
- In der muslimischen Welt geht man teilweise davon aus, dass man nur ausgenutzt, betrogen und beklaut wird (z.B. Öl aus dem Irak)
- Guantanamo, Abu Ghraib mit allen demütigenden Geschehnissen und unzähligen zivilen Opfern bei amerikanischen Angriffen
- Die Amerikaner halten sich immer noch in Saudi Arabien auf, nicht weit weg von Mekka und Medina

Es gibt noch viel mehr Gründe. Die Liste ist lang und jeder einzelne Grund reicht, um den einfachen Muslim in Algerien, Marokko, Pakistan oder wo auch immer sehr wütend zu machen.

Dass die Amerikaner Muslimen auch helfen, wird nicht beachtet:

- Nur wenige Ägypter wissen oder geben zu, dass 90 % der ägyptischen Bevölkerung verhungern würde, wenn die USA aufhören würde zu zahlen
- In Bosnien und im Kosovo hat es zwar sehr lange gedauert und es mussten sehr viele Muslime sterben aber irgendwann hat Amerika eingegriffen und zumindest geholfen die Serben zu stoppen
- Die Amerikaner helfen in Katastrophengebieten, in denen auch Muslime betroffen sind

Es gibt sicherlich genug andere Dinge, die von Amerikanern getan wurden und die gut waren. Und man darf niemals vergessen, es gibt die amerikanische Regierung und es gibt die amerikanische Bevölkerung. Nicht nur islamische Extremisten wollen diesen Unterschied nicht sehen.

In der muslimischen Welt werden aber die schlechten Dinge, die durch die amerikanische Regierung verursacht wird und wurde, gesehen und auf alle Amerikaner bezogen. Daher der Hass auf alle Amerikaner, der nicht entschuldigt werden kann aber ihn vielleicht etwas erklärt.

England ist ein anderer Fall. Auch ich habe gehört, dass 11 % der Muslime dort Anschläge befürworten und ich glaube sogar, dass es dort noch mehr sind, die hinter Anschlägen, besonders gegen England, stehen.
Wer die englische Gesellschaft kennt weiß, dass dort eine große Anzahl von pakistanischer Muslime lebt. Ähnlich wie die Türken hier in Deutschland sind sie in den 60er oder 70er Jahren aus ländlichen Gebieten in Pakistan nach England gekommen, um zu arbeiten und um dann nach Pakistan zurückzukehren. Viele sind geblieben. Aber eigentlich sind sie doch zurückgekehrt. Sie haben nämlich ihre eigenen Viertel geschaffen, dort braucht man kein Englisch zu können. Es ist wie in Pakistan, denn die Menschen dort leben und verhalten sich als wären sie in Pakistan. Viele Pakistanis haben es nicht geschafft sich in der englischen Gesellschaft hochzuarbeiten, machten sich mit kleinen Läden selbstständig oder fahren Taxi und leben ihr Leben. Zur britischen Gesellschaft wird Abstand gehalten und wenn man doch mal aufeinander trifft gibt es richtig schön Stress. Zum Beispiel als die Muslime gegen Salman Rushdie protestierten und als es 2001 zu Straßenschlachten zwischen weißen und pakistanischen Gruppen kam.
Während die erste Generation der Pakistanis nicht besonders betroffen und auch nicht anfällig für Extremismus ist, ist die zweite und dritte Generation das genaue Gegenteil. Sie sehen sich gegenüber den Engländern benachteiligt und erkennen keine Zukunftschancen für sich. Sie machen keine besonders guten Schulabschlüsse, sind arbeitslos und fühlen sich ausgegrenzt und abgelehnt. Sie hassen die Engländer. Wer mal als Frau in einer englischen Gastfamilie war, wird erfahren, dass man dort eindringlich gewarnt wird Bekanntschaften mit Pakistanis zu machen, „ denn die hassen uns“. Eine pakistanische Frau wiederum wird nur in seltenen Fällen mit einem Engländer ausgehen. Deswegen finde ich es lächerlich, dass die Medien so überrascht sind, dass Muslime, die ja in England so toll integriert sind, plötzlich Anschläge verüben. Sie sind überhaupt nicht integriert. Viele Pakistanis leben in Vierteln, die direkt neben Vierteln liegen, die von der englischen Arbeiterklasse bewohnt werden, beide Seiten sind nicht zimperlich, jede Seite schottet sich komplett ab und zwischen beiden Seiten gibt es kein bisschen Toleranz und Anerkennung. Ich frage mich, wie auch nur irgendjemand verwundert sein kann, wenn nun in der Mehrzahl perspektivlose junge Menschen Anschläge verüben oder es versuchen oder sie befürworten. Diese Leute brauchen nicht von der Ideologie der Al-Qaida überzeugt werden. Sie lehnen die englische Gesellschaft ohnehin komplett ab. Eine bessere Grundlage gibt es für Extremismus gar nicht. Als nun in der Vergangenheit noch Konflikte in Bosnien, Tschetschenien, Afghanistan, Kosovo usw. dazu kamen, kam ein weiteres Teil zu dem Puzzle „Sie wollen uns überall unterdrücken und fertig machen!“. Versucht mal einen jungen Mann in einer solchen Umgebung von einer anderen Meinung zu überzeugen.

Soviel zu den englischen Verhältnissen über die es noch so viel zu schreiben gibt. In Deutschland wurden zwar auch Fehler gemacht aber gegen England ist das hier ein Musterland.
Stephan

vunkenvlug

Intermediate

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Location: Göttingen/Schmargendorf/Dahme. und mein geist hat hoffentlich von vielen etwas aufgenommen, das er zu erkennbar eigenem amalgamiert.

Occupation: ich wurde nicht berufen, nicht einmal beflüstert.

62

Saturday, August 19th 2006, 5:36pm

muslimim sind nicht integriert, weil sie in vierteln wohnen, die neben arbeitervierteln liegen?
bekanntlich bomben arme leute wild um sich herum, das definiert sie. schließlich machte John Lennon auch nichts anderes.
Lenin, ohne geschwister, wuchs auf bei wasser und brot in einer arbeiterfamilie, neidisch umringten ihn die muslimim und er entschloss sich schweren herzens erst zu einer revo und dann zur staatsführung.
den staat, den herr Lenin gründete, nannte er Sowjetunion und schickte die muslimim in den krieg gegen die nazis. aber die wollten mit den nazis halbe-halbe machen, und darum gibt es die SU nicht mehr.
aber die Schweden gibts noch immer, die seit paar jahrhunderten keinen krieg mehr geführt haben, fast wie die Isländer, die noch nie einen führten.
Muhammad hat uns gesagt, dass gott über uns wacht und neugierig alles beobachtet, besonders die finger unter der bettdecke. Muhammad war ein genialer diplomat, etwa wie Ribbentropp, und diplomatisierte zwischen gott und den Arabern hin und zurück. darin gliich er Moses oder Joschka Fischer.
aber mit genschman ist er kaum zu vergleichen, der mit einem federzug einen staat zerstörte.

Tinus

Master

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63

Tuesday, August 22nd 2006, 11:52pm

Hi zusammen,

Quoted

Original von Stephan
Geistige Führer, die für alle Muslime sprechen können, gibt es nicht. Das ist ein anderes längeres Thema.

Stephan, das überzeugt mich überhaupt nicht. Was ist z.B. mit dem geistige Führer der Schiiten Großayatollah Sistani? Mit Ayatollah Ali Chameni, der geistige Führer der Schiiten im Iran? Auch bei den Sunniten lassen sich geistige Führer mit großer Autorität unter den Gläubigen finden.

Gerade bei Schiiten spielt das Märtyrertum eine große Rolle. Und wird missbraucht zu Terror-Selbstmordattentaten. Im Irak und in Palästina. Und die Herren geistige Führer sagen nichts dazu! Dulden stillschweigend das Morden im Namen des Islam. Dadurch erst wird doch der Islam in den Schmutz gezogen, macht sich völlig unglaubwürdig.

Und weiter: Jede Religion wird bewertet am Verhalten der Mehrheit der Gläubigen. Und wenn die Mehrheit der Gläubigen bei einer Karikatur empört aufschreit, bei dem fast täglichen Morden im Namen des Islam aber stille schweigt, dann spricht das doch Bände für den insgesamt sehr unaufgekläten Charakter der Mehrheit der Muslime auf diesem Erdball.

Quoted

Original von Stephan
Ich kann dir sagen, immer mehr Muslime schreien auf und es gibt auch immer mehr Demos für den Frieden. Noch lange nicht genug aber es gibt sie. Leider interessiert das keinen.

Weils so wenig sind, interessiert es keinen. Gäbe es Massendemos a la Karikaturenstreit kämen sie auch in die Nachtichten. Woran liegt es aber, dass es so wenig sind?

Viele Grüße,

Tinus

Stephan

Trainee

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64

Thursday, August 24th 2006, 7:47pm

Hallo Tinus!

Ali as-Sistani hat hauptsächlich Einfluss auf die Schiiten im Irak. Ist noch gar nicht so lange her, da hat er ein Fatwa erlassen, die den Schiiten dort vorschreibt, dass sie mit den Amerikanern zusammenarbeiten sollen und nicht gegen sie kämpfen dürfen. Wenn sich die Schiiten im Irak nicht daran halten würden, hätte Amerika ein sehr ernsthaftes Problem. Herr Sistani ist also gegen den Terror und hat sich dementsprechend auch geäußert.
Ali Chamenei dagegen ist der Meinung, dass man als Muslim sehr wohl gegen die Amerikaner kämpfen muss, da es sich um muslimischen Widerstand gegen nichtmuslimische Besatzer handelt. Herr Chamenei hat bekanntlich großen Einfluss auf die Schiiten im Iran.

Du hast zwar Recht, wenn du sagst, dass bei den Schiiten das Märtyrertum eine große Rolle spielt, sie haben die Selbstmordattentate in der jetzigen Form praktisch erfunden. Nur liegst du falsch, wenn du sagst, dass sie diejenigen sind, welche die Selbstmordanschläge verüben. Vielleicht einen kleinen Teil aber der Rest wird von sunnitischen Muslimen begangen.

Herr Sistani und Herr Chamenei haben also ihre Meinungen mitgeteilt. Der eine ist gegen Terror, der andere sieht das ganze als Widerstandskampf. Beide haben aber nur Einfluss auf die so genannten Zwölferimamiten (sie glauben an die 12 Imame) der Schiiten und wie du siehst sind die auch wiederum gespalten.
Da gibt es bei den Schiiten aber noch die Ismailiten, die glauben nur an die sieben Imame. Deren höchster Führer wird als Aga Khan bezeichnet, der hat aber auch nur sehr begrenzten Einfluss und die nichtschiitische Öffentlichkeit interessiert schon mal überhaupt nicht was der jeweilige gute Mann zu sagen hat. Zumal eine Untergruppe der Ismailiten die Drusen sind, in deren Glaubensgemeinschaft man nicht konvertieren kann und die von dem Aga Khan nicht sehr viel halten dürften.
Dann gibt es noch die Zaiditen, die praktisch nur noch im Jemen leben. Die Aleviten, die wiederum in kleine Gruppen unterteilt sind und die Gruppe der Alawiten, nicht zu verwechseln mit den Aleviten. Alle haben sie ihre Führer und ihre unterschiedlichen Positionen, die ich auch nicht alle kenne. Keiner hört auf den anderen, jeder trifft seine eigenen Entscheidungen. Sie können gerne ihre Meinung über Terror und Frieden mitteilen, das interessiert nur die jeweilige Gruppe.
Damit hätten wir die Schiiten zu größten Teil abgecheckt. Die geistigen Führer gibt es dort, doch sie haben keinen entscheidenden Einfluss und dementsprechend werden sie auch von der Presse und Öffentlichkeit behandelt. Ein sunnitischer Moslem hört sowieso nicht auf einen schiitischen Geistlichen, egal in welcher Gruppe der ist.

Die Sunniten haben ihre vier Rechtsschulen. Die pragmatischen Hanafiten. Die konservativen Malikiten. Die sehr konservativen und strikten Hanbaliten. Und die Schaffiten, die ein Mittelding aus pragmatischen Hanafiten und konservativen Malikiten darstellen. Alle diese Richtungen erkennen sich untereinander an und die Al-Azhar Universität in Kairo meint, dass sie für diese vier Schulen sprechen kann und die Mehrheit der sunnitischen Muslime präsentiert. Die Al-Azhar Uni hat auch den Terror durch Selbstmordattentäter verurteilt, dass hat nur kein Nichtmuslim mitbekommen. Aber eigentlich ist das kein wirkliches Problem, denn es gibt genug sunnitische Muslime, welche die Al-Azhar Uni nicht anerkennen. Nehmen wir als Beispiel nur mal die Wahabiten aus Saudi Arabien, die ja immerhin Mekka und Medina kontrollieren. Die halten nicht viel von Al-Azhar.

Es stimmt nicht, wenn du sagst, dass die „geistigen Führer“ des Islam den Terror nicht verurteilt haben. Das haben sie zumindest zum Teil, doch wen repräsentieren sie und viel wichtiger wer hört auf sie? Nicht all zu viele Muslime. Deswegen bleibe ich dabei, „geistige Führer“, die für alle Muslime sprechen könnten, gibt es nicht.

Das hat katastrophaler Weise zur Folge, dass es im momentan im Islam keine Person gibt, die in der Lage wäre eine Massendemo für den Frieden auf die Beine zu stellen. Die Führer, die es gibt, haben grundsätzlich nur auf eine sehr kleine Gruppe Einfluss.
Eins eint alle islamischen Glaubensgruppen und Muslime. Sie alle erkennen den Propheten Mohammed, Friede und Segen Gottes sei auf ihm, an. Als die Karikaturen auftauchten, brauchte niemand eine Massendemo organisieren. Das geht eigentlich nur bei diesem Thema. Im Nahen Osten geht es teilweise auch noch, wenn es gegen Israel und die USA geht. Jetzt kann man zu Recht fragen: Moment, wenn das bei diesen Themen geht, warum rennen die Muslime denn nicht auf die Straße, wenn sie den Frieden ihrer Religion zeigen wollen. Einige Muslime tun das. In Köln(hat es in die Nachrichten geschafft) Hamburg usw. In Hamburg gab es eine Zeit lang jede Woche islamische Friedensdemos, von denen man aber nicht viel in der Presse gesehen hat oder wusstest du davon?

Warum werden daraus keine Massendemos?
Diverse Muslime stellen Fragen: Warum müssen eigentlich wir für den Frieden demonstrieren? Als christliche Serben sich durch ihre Priester segnen ließen und dann in Bosnien und Kosovo Muslime massakrierten haben die Christen doch auch nur vereinzelt demonstriert. Waren das Massendemos?
Warum demonstriert denn kein Christ für Frieden, wenn die christlichen Russen, die den muslimischen Tschetschenen das Öl klauen wollen und sie deswegen einfach versuchen auszurotten? Warum demonstrieren denn keine jüdischen Deutschen gegen die Israelis, die palästinensische und libanesische Frauen und Kinder töten?
Nimm das jetzt nicht als meine Meinung und meine Fragen. Aber Fragen dieser Art tauchen auf. Es gibt Friedensdemos von Muslimen, Christen und Atheisten. Der entscheidende Punkt ist, dass ein deutscher Christ sich nicht mit einem serbischen Soldaten gleichsetzt der Frauen und Kinder erschießt. Und ein Moslem identifiziert sich nicht automatisch mit einem Palästinenser, der sich in der Mitte von israelischen Kindern in die Luft sprengt.
Der Christ und der Moslem sagen beide, dass sie mit solchen Sachen nichts zu tun haben wollen und denken, dass das ja wohl jeder weiß. Und deswegen gibt es wenige Massendemos, wenige von Christen organisierten und auch wenige von Moslems organisierten. Trotzdem kannst du beiden Seiten keinen Vorwurf machen, denn beide Seiten bemühen sich und demonstrieren regelmäßig für den Frieden. Was sie auf die Beine stellen ist bewundernswert. Ich wünsche mir, dass es noch mehr Demos gibt und, so Gott will, wird das auch passieren.

Bis denne!
Stephan

Tinus

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65

Saturday, August 26th 2006, 9:33pm

Hi Stephan,

danke für die Erläuterungen, die waren für mich interessant, man sieht, Du kennst Dich hier aus.

Aber nochmal: Es geht ja nicht darum, dass Verbrechen von Christen oder Moslems begangen werden. Hier geht es darum dass die Verbrechen im Namen des Islam begangen werden. Und erst weil die (friedlichen) Molems dagegen nichts unternehmen, wird ein Skandal daraus!

Die Mehrheit der Moslems dulden stillschweigend das Morden im Namen des Islam. Dadurch erst wird doch der Islam in den Schmutz gezogen, macht sich völlig unglaubwürdig.

Und nochmal: wenn die Mehrheit der Gläubigen bei einer Karikatur empört aufschreit, bei dem fast täglichen Morden im Namen des Islam aber stille schweigt, dann spricht das doch Bände für den insgesamt sehr unaufgeklärten Charakter der Mehrheit der Muslime auf diesem Erdball.

Wenn Selbstmordattentäter in Palästina erzählt bekommen, dach dem Selbstmordattentat gehen sie direkt als Märtyrer in das Paradies, und haben dort Jungfrauen um sich. Wird damit nicht der Islam als Religion, wird damit nicht die Ehre jeden Muslims in extemer weise besudelt und in den Schmutz gezogen? Regt das keinen Moslem auf? Offensichtlich ja nicht! Das gibt mir zu denken.

Liebe Grüße,
Tinus

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Stephan

Trainee

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66

Wednesday, August 30th 2006, 5:51pm

Moin Tinus!

Konnte dir leider nicht schneller antworten. Es stimmt nicht, dass die friedlichen Moslems nichts gegen die tun, die Terror im Namen des Islams begehen. Weißt du von den Muslimen, die für die diversen Sicherheitsbehörden arbeiten? In den arabischen Ländern ist das klar. Dort leben in der Mehrheit Muslime also sind sie es auch, die gegen die Terroristen vorgehen. Aber genügend Muslime arbeiten für westliche Sicherheitsbehörden und kämpfen in den Armeen der westlichen Welt. Sei es für Amerika oder England, sei es für Deutschland oder für wen auch immer. In den Sicherheitsbehörden sind sie als Ermittler, Islamwissenschaftler, Übersetzer und natürlich als Tippgeber tätig. Die versuchten Anschläge in England konnten nur durch so einen Tippgeber überhaupt aufgedeckt werden. Muslimische Männer und Frauen arbeiten in England als Polizisten gegen den Terror, einer sogar in einer sehr hohen Position der englischen Polizei.
Die versuchten Anschläge in Deutschland wurden maßgeblich durch libanesische muslimische Sicherheitsbehörden aufgeklärt. Wenn mich nicht alles täuscht, ist der Leiter der deutschen Ermittlungsgruppe, die sich mit diesen Anschlägen in Deutschland beschäftigt Moslem. Und das sind keine Ausnahmen, sondern es wird immer mehr zur Regel. Und du kannst dir sicher sein, dass ohne diese Hilfe der Muslime man nur schlecht bis gar nicht klar käme. Wenn es also den Skandal geben würde, von dem du schreibst, wäre die Situation, die wir jetzt hätten, erheblich schlimmer und aussichtsloser.
Woher glaubst du denn kommen die Tipps, welche die Polizei auf die Spur der Extremisten in den westlichen Ländern führt? Von anderen Muslimen.

Es ist viel mehr so, dass also die Mehrheit der Muslime stillschweigend gegen den Terror kämpft und ihn nicht stillschweigend duldet. Gut aber auch tragisch ist, dass sie das als selbstverständlich sehen, es nicht an die große Glocke hängen und deswegen auch keiner davon spricht. Wenn sie sterben, interessiert das auch keinen so wirklich oder hörst du noch richtig hin, wenn du hörst, dass im Irak 30 Polizisten, die Moslems waren von Terroristen hingerichtet worden? Ich könnte mir vorstellen, dass du so bist wie viele von uns und du eher hinhörst, wenn du erfährst, dass es zwei Amerikaner erwischt hat.

Es regt also sehr viele Moslems auf, wenn der Islam in den Schmutz gezogen wird und genug tun etwas dagegen. Einige sicherlich auch nicht, aber nicht alle Menschen sind mutig und engagiert. Kann man auch daran sehen, dass hier auch nicht all zu viele Menschen helfen, wenn jemand in der U-Bahn ausgeraubt wird.

Ich denke, die Mehrheit der Muslime war, nach den Karikaturen, enttäuscht und sicher auch sauer. Und kurze Zeit später war sie genauso enttäuscht und sauer auf die Leute, die randaliert haben. Viele sind auf die Straße gegangen und haben gegen die Karikaturen demonstriert, und viele haben später für den Frieden demonstriert.
Einige haben die Randalierer, die hauptsächlich in den arabischen Ländern aktiv waren aufgehalten (im Libanon) und nicht alle haben sich beteiligt. Viele haben nach den ersten Tagen der Demos gesagt, dass es reicht. Es ist nicht immer gut nach dem zu gehen, was man im Fernsehen sieht, siehe davor geschriebene Texte zu der Rolle der Medien. Ich denke deine Mehrheit der Muslime, von denen du hier schreibst, hast du in Fernsehberichten gesehen, die Gewalt gezeigt haben und das münzt du jetzt auf die Mehrheit der Muslime. Geh doch mal in Ägypten oder Marokko in ein Cafe und unterhalte dich, unaufgeklärte Charakter, wie die bei den gewalttätigen Demos wirst du dort kaum finden.

Grundsätzlich müssen die Muslime dafür sorgen, dass die Kritik, die sie untereinander durchaus aneinander üben auch nach draußen gelingt, damit auch Nichtmuslime, wie du, sehen, wie dort diskutiert und gestritten wird.

Palästina ist für Extremisten ein tolles Pflaster und daran ist die westliche Welt zusammen mit den Israelis genauso schuld, wie die arabischen Muslime. Dazu kann ich dir ein tolles Buch empfehlen von einem Israeli geschrieben: Tom Segev „Es war einmal ein Palästina“.
Das man dort erzählt bekommt, dass man als Selbstmordattentäter im Paradies Jungfrauen zu erwarten hat und es auch genug Leute gibt, die dies glauben, hat eine lange Geschichte. Und obwohl man so hervorragend gegen diese Argumente Gegenargumente hervorbringen kann, ist dies nicht möglich, so lange dort alle verrückt sind und Dinge tun, die der normale Menschenverstand nicht mehr erklären kann, Israelis und Palästinenser. Dort regiert nur noch der Hass und die Zerstörungswut. Palästina ist ein besonderer Fall mit vielen unterschiedlichen Interessen. Lies das Buch oder fahr mal selbst hin.
Ähnlich ist es übrigens im Irak, wenn auch, im Vergleich, (noch) nicht ganz so heftig. Mal sehen was die Zukunft bringt.

Bis die Tage!
Stephan

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67

Tuesday, July 12th 2011, 2:27pm

Hallo! Ich finde es ziemlich schade das es hier in Deutschland diese Vorurteile gibt über jeden der kein Deutscher ist.
Ich finde dieses Tema ist sehr wichtig und die Gesellschaft sollte sich endlich mehr mit anderen Religionen und Sitten auseinander setzen damit keine Ängste oder Unklarheiten auftreten.Ich persönlich bin mit einem Moslem in einer Beziehung und ich muss sagen ich sehe Ihn sicher nicht als Moslem sondern als einen Menschen der mein Partner und Freund für mich ist :-) und natürlich stellte ich mir die Frage op das alles so richtig sei,das auch ich am Anfang viele Vorurteile hatte,aber mir ist klar geworden zu recht..da die Medien die Islamischen Länder ziemlich Negativ darstellen dann ist es auch ziemlich wahrscheinlich das ich und viele andere so denken,doch muss ich heute erkennen das ich dem Unrecht getan habe und diese Menschen genau so sind wie du und ich und trotzdem gibt es in unserem Land genauso viele Böse und Gute Menschen,wie Mörder,Vergewaltiger oder Verbrecher und so weiter,also ich würde mir wünschen das die Gesellschaft sich einfach um Wichtigere dinge kümmern sollte z.B mit dem Klimawandel der einfach mal um sich selber,damit es nicht immer wieder zur selben Frage kommt wie..abschieben oder für immer kommt!!! Ich bin mir sicher das es nicht einfach für die Einwanderer hier in Deutschland ist,schließlich müssen Sie viele Hürden und Wege gehen und sich einiges gefallen lassen müssen,also warum Begrüßen wir Sie nicht einfach ganz freundlich und freuen uns über immer wieder neues Wissen und deren Kultur..Ihr solltet den Mut haben und Sie fragen.Ich bin mir sicher das Sie gerne darüber Berichten und schon werdet ihr eure eigene Meinung dazu haben und euch nicht von den Medien beeinflussen lassen :)

viel Spaß dabei..

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68

Monday, July 25th 2011, 10:29pm

An alle die sich an diesem Tema beteiligten

Als ich den ersten beitrag von meinem Bruder im Islam Stefan gelesen habe,dachte ich respekt der traut sich was (Allah liebt die mütigen).
Ich lass den beitrag weiter und die freude umschloss mich, er strebt (Allah liebt die Strebenden).
Ich lass seinen Text zu ende und war glücklich möge Allah alle Menschen mit glück und freude umfassen.

Jedoch ist die freude nicht geblieben als ich merkte das von einigen teilnehmer besonders (kiki),immer wieder nur darauf bedacht war an Teroranschlägen zu erinnern.
Meine erste Frage, waren Hittler,Stalin,Melosiwitsch,Busch und alle anderen Bösen Kräfte keine Teroristen, die es nur auf macht abgesehen haben.das sind personen die nichts mit dem Islam zu tun haben.

Allah sagt:Oh ihr Kinder Adams wir schöfen euch einen Ofenkündigen Feind.(oh ihr Menschen wir schöfen euch einen ofenküdigen feind)

Wer ist dieser offenkündiger Feind?

Dieser offenkündige Feind ist das Böse einflüss das Wir Moslime den (Scheitan) nennen auf deutsch (Satan).

Der ist es der uns Menschen gegen seitig anstatt mit einander leben Leben lässt.

Damals als Der Prophet Mohammad der Friede über ihm,dürch die Übeltätter im bedrängnis kam,bat er seine gefährten von Meka nach Medina zufliehen zu einem (König) der dort lebenden Cristen,der Prophet sagte : geht zum (Herscher) der Cristen,ein gerechter Mann er wird euch beschützen und das war dan n auch wie der Prophet Mohammad der Friede über Ihm sagte,dieser Crist beschütze die Moslime vor ihre verfolger.

Salah el din zu seiner zeit beschütze alle Menschen unter seiner regierung, Juden, Moslems und Cristen und nichts Gaubende.

Hittler,Sadam Hussein, Stalin, Busch vater und sohn was haben die der Menschheit gebracht Krieg nichts auser Kriege oder ?

Es hat nichts mit einer religion zu tun ob man Böse handelt oder nicht es hat mit die Kraft des Geistes zu tun das im jeden von uns Lebt.

Moslem heist nichts anderes als (Allahs dinner) der sich Gott ergebende.

Ich war mal mit zwei Weibliche Freunde aus Wien unterwegs, wir wolten mit der U-bahn fahren, als wir unten an der U-bahn an kamen sah ich wie Drei Besofene Ausländer (bin selber ein Ausländer aus dem Libanon) eine Österreichesche Frau beschimften und belästigten,ich wartete keine sekunde und stellte mich an der seite der Frau (gegen die möchte gern Moslime) wie sich später herraus stellte.

DER ISLAM IST ES DER MICH ERZOGEN HAT GEGEN JEDEN ÜBELTÄTTER EI N ZU GREIFEN.
DEN ALLAH LIEBT NICHT DIE ÜBLEN.

schaut nach Arabien heute, libyen, syrien, Aypten, jemen,maroko,algerien, überall wird der stürtz der regime verlangt das uns als Moslime nicht vetretet haben.

DER ISLAM IST EIN BRUNNEN VON DEM JEDER TRINKEN DARF

Der friede sei mit euch[/size]
In jedem lebt ein Berg und doch nur wenige erreichen seinen Gipfel.

Marot

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69

Tuesday, July 26th 2011, 11:54am

ich wundere mich ob jemand bezweifelt, dass das Böse etwas völlig von Religion befreites ist. natürlich gibt es böse Buben in jeder Konvesion und Glaubensrichtung. Der Norweger hats ja mal wieder deutlich gemacht, weshalb dir ja jeder vernünftige mensch zustimmen wird wenn du sagt, das Böse isei nicht an den Ismal gebunden. Aber, und ich weiß das mag jetzt provozieren, heißt das im Umkehrshcluss nicht auch das das gute an keien Kovension gebudnen ist. Spielt der Glaube für das gute und richtige Handeln dann letzte nicht genau so wenig eine Rolle wie für das böse Handeln?
Und wenn das so ist, erübrigt sich eine öffentiche debatte über Religion dann nicht völlig? Wird es nicht, wenn sie weder das Gute noch das Böse im Menschen fördert nicht einafch nur eine private Glaubesnfrage welcher Religion man angehört, die ausserhab des eigenen Kopfes nichts zu suchen hat ?
;)
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Heilige Johanna der Schlachthöfe / Bertholt Brecht

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70

Tuesday, July 26th 2011, 8:46pm

hallo Marot,

Moral kann jeder Mensch erarbeiten, auch ohne ein relegion an zu gehören.
Unser leben ist das wird in unsere welt geprüft werden für die Geistige welt nach unser (Tod).

du brauchst nicht bezweilfen das es jemanden gibt, der die Relegion die schuld gibt, das es Terroristen oder andere gewalttätter hervor ruft.
Schaumal auf die (Westliche Medien), der Islam steht seit 2001 im Vodergrund, wo ein Anschlag geschieht sind es sofort ISLAMISTEN, der Fall in Norwegen wurde ja auch nicht in die Schuhe des Cristentum geschoben.
Jedoch ist der Islam eine Quelle von liebe, telorranz und verantwortung der Nächsten mit Menschen gegenüber, der Islam kennt keine Rasse oder Rassismus, der Islam ist ein Kreis den Jeder und Jede betritten dürfen.
Die erziehung ist es das falsch oder richtig hervor bringt und es gab viele Menschen die Unrechtmäsig handelten, dann aber bereuten und sich Allah und seine Lehre zuwandten.Allh ist ist Barmherzig und verzeihend.
Khaled ibn al Walid ist im Islam ein bekannter fall geworden, zu die zeiten des Propheten Mohammad friede über Ihm, kämpfte er mit den Qureischiten um Allahs schrift zu unterdrücken, bis Allah sein Herz für den Islam erleuchtete.
Khaled ibn al Walid war in eine schlacht gegen die Moslems, er sah ein das er auf die seite der Unterdrücker Kämpfte und kehrte um.

Heute wird besonders in der USA,Russland und der EU, Islam als Staatsfeind Nr.1 gesehen, warum?
Warum werden vernünftige Moslime, die bereit sind in der Westlichenwelt Ihr leben zu gestalten unter der luppe genommen?

Früher waren es die Juden heute sind es die Moslems, was ist Morgen?

Mit der herab sendung des Islam, enstandt die Revelotion gegen die Sklaverei, durch den Islam enstandt der Soziale Sestem auf die Erde unter die Führung des Zweiten Khalifen im Islam Omar ibn Al Chatab.

Schau heute auf die Banken, es hat sich erwiesen das dass Islamische Bankwesen das Fairste und vernunftigste ist.

Schau auf die Atom Kraftwerke der Islam ist die einzige Relegion die dagegen ist Atomkraft werke zufördern.

Schau auf die Gientechnik, auf nicht Nartürliche Landwirtschaft usw............................

Ich weiss nicht wie weit Du dich mit dem Islam aus kennst, jedoch hast die Möglichkeit durch den Koran, die Hadithe,die Moscheen und deine Islamischen mit Menschen den wahren Gesicht des Islam zusuchen und nicht nur durch die (Westliche Medien) dir irgend ein Gesicht dir mallen zu lassen.

Schlaf gerne unterdückt,
als einen Unterdrücker ein zu schlafen.



Allah brachte der Menschheit eine Gnade und ein Pfad,der Koran. Niemand wird gezwungen Moslem zu sein.
Allah Leitet wen Er will auf dem Rechten Weg.
In jedem lebt ein Berg und doch nur wenige erreichen seinen Gipfel.

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