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21

Tuesday, March 15th 2005, 8:58pm

sondern?

waldkönigin

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22

Wednesday, March 16th 2005, 9:00pm

gutes Handwerkszeug kann man doch nicht genug haben, oder?
ich kenne keinen Koch, der heute sein Fleisch oder Gemüse noch mit angespitzten Faustkeilen zerlegt ;)


Greets!

Steffi

Lyrisches Licht

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23

Wednesday, March 16th 2005, 9:04pm

:D
Besucht unsere Partnerseite www.dichten.de Legt euch ein Profil an und stellt eure Gedichte als Sammlung vor!

waldkönigin

Professional

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24

Thursday, March 17th 2005, 8:43am

hallo linespur,

>> kochen <<
... und dennoch gibt es auch beim kochen momente,
in denen man sich strickt an eine rezeptur halten muss,
weil ansonsten das rezept misslingt. spontan fallen mir da
soufleés ein oder sabayones. letztere nicht mit eigelben
gemacht, können schon keine mehr sein, sondern entlehnen
sich allenfalls den namen.


"Ein Reimwort, das nicht aus mir heraus stammt, bestimmt mein Werk fremd."

wenn ich jetzt dazu noch den restlichen text von dir nehme, muss
ich herzhaft widersprechen. was löst denn ein gedicht in uns aus?
empfindungen, gefühle, konfrontationen etc. mit sich selbst und
seiner umwelt. und "fremde" wörter fallen da genug, die dann wie "ankerpunkte" fungieren.

das wäre nur in dem falle so, wenn eine eigens von dir erfunde sprache nutzen würdest, die keines der jetzt benutzten wörter enthällt. denn (fast) jedes wort, welches du benutzt in deinen (oder wir in unseren gedichten) ist `fremd´ und nicht von dir, nicht von mir, nicht von den anderen in die welt gesetzt.

selbst wenn wir also keine dieser datenbanken bemühen, benutzen wir
fremde wörter und machen sie uns beim freisetzen unserer gedanken zu unseren eigenen.


liebe grüße von der waldkönigin

This post has been edited 1 times, last edit by "waldkönigin" (Mar 17th 2005, 8:44am)


Toby

Sage

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25

Thursday, March 17th 2005, 10:11am

Für mich ist eher wichtig, dass der Leser hinterher eine gute Story geboten bekommt - wie dieser kreative Vorgang nun vonstatten geht, muss jedem Einzelnen überlassen bleiben und sollte nicht weiter interessieren, aber das Ergebnis muss eben stimmen. Und wenn man (im Idealfall) bereits vor dem Schreiben einen bestimmten "Bauplan" im Kopf hat, dann wird man sich nicht wegen eines Reimes, der in der Reimdatenbank entstanden ist, davon abbringen lassen, sondern eher bereit sein, nach einer anderen Lösung zu suchen, als sklavisch an einer bestimmten Kombination, und sei sie auch noch so gelungen, zu haften.
"Ach, aber mit Versen ist so wenig getan, wenn man sie früh schreibt. Man sollte warten damit und Sinn und Süßigkeit sammeln ein ganzes Leben lang und ein langes womöglich, und dann, ganz zum Schluß, vielleicht könnte man dann zehn Zeilen schreiben, die gut sind. Denn Verse sind nicht, wie die Leute meinen, Gefühle (die hat man früh genug), - es sind Erfahrungen."
(Rainer Maria Rilke, Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge)

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26

Thursday, March 17th 2005, 2:50pm

Auf der einen Seite verstehe ich einige Aspekte der Argumentation unserer Reimwörterdatenbank-Contrafraktion. Auf der anderen Seite denke ich mir, dass es doch prinzipiell egal ist, wo ich ein Wort finde, das genau das ausdrückt, was ich sagen möchte. Ist es mehr Wert wenn ich es als Kind beigebracht bekomme oder irgendwo auf der Straße höre als wenn ich es in einem Wörterbuch entdecke? Ist es traurig, besser passende Worte finden zu wollen und danach zu streben eine Art individuelles Optimum zu erreichen? Ich finde nicht. Der Wert und die Aussage eines Gedichtes sind immer zu einem großen Teil subjektiv. Genauso der Weg zu selbigem. Ansonsten wäre es kein Gedicht mehr.

Dook

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27

Monday, June 13th 2005, 7:12am

Also dieser Thread is ja schon recht alt aber ich bin zufällig drauf gestoßen und muss einfach meinen Senf dazu abgeben. besonders dieses Post hier hats mir angetan weil er sich doch im Grunde selbst wiederlegt.

Quoted

Original von linespur
Eine interessante Diskussion...

Ich würde keine Reimdatenbank nutzen, denn sie spuckte Wörter aus, die nicht in mir selbst begründet liegen. Folglich wäre mein Gedicht dann nicht mehr mir selbst entsprungen.

Ein Reimwort setzt doch nunmal Gedankengänge frei und Wendungen im Gedicht. Schon das Lesen fremder Zeilen vermag meine dichterischen Wendungen zu beeinflussen. Ein Reimwort, das nicht aus mir heraus stammt, bestimmt mein Werk fremd.

Wenn ich koche - und ich koche gut, schmunzel - halte ich mich nie an Rezepte. Ich nutze die Anregung aus Kochrezepten, wie ich schreibend die Anregung fremder Zeilen nutze, aber letztendlich brodelt etwas auf dem Herd, das mir selbst in den Sinn kam.

Reimwörter sich vorgeben zu lassen erscheint mir, als könnte man gleich einen Dichtomaten nutzen - ein wenig traurig, wenn soetwas gebraucht wird...


Wenn du sagst ein Gedicht das du schreibst kommt nur aus dir gebe ich dir soweit recht. Doch nun sag mir bitte mal woher komt das was "in dir" ist denn? Es kommt aus Werken die du einmal gelesen hast, Dingen die du erlebt hast oder Dingen die du erleben möchtest wie z.B. Träume, wünsche etc...
Nehmen wir an du schreibst heute ein Gedicht und gehst schlafen. Morgen nimmst du dieses Gedicht zur Hand und liest es durch, während du es liest fällt dein Blick auf irgendwas was dich an eine Situation erinnert die das, was du mit dem gedicht ausdrücken wolltest noch besser beschreibt. Die Erinnerung an das erlebte kommt dir aber erst in dem Moment wo du diesen Gegenstand siehst. Wenn du nun das gedicht veränderst und die gefühle dieses Momentes einbringst und Worte die dir zu diesem Moment einfallen kommt das Gedicht immernoch von dir.

Es ist nichts anderes mit einem Reimgenerator denn ich bin sicher das ein jeder die Wörter welche sich in diesen Datenbanken befindet kennt. Nur hat man nicht zu jedem Zeitpunkt jedes Wort mit jeder Endung im Kopf. Man liest nur welche Worte die Maschine einem gibt und wählt dann für sich das passende Wort aus. Dadurch ist das Gedicht nicht weniger "Meins"
Denn eigentlich geht es bei einem Gedicht nicht darum wie es entstanden ist sonder darum das ich darin meine Gedanken und Gefühle zum Ausdruck bringe und manchmal ist man auch einfach so sehr mit diesem Gefühl beschäftigt das man die einfachsten Worte und Phrasen nicht zur Hand hat. Und da ist es in meinen Augen nicht verwerflich sich einem Hilfsmittel zu bedienen.

Und noch kurz zum Kochbeispiel.
Das sagt doch eigentlich schon alles aus :)
Wenn ich koche - und ich koche gut, schmunzel - halte ich mich nie an Rezepte. Das tut jemand der seine eigenen Gedanken in einem Gedicht niederschreibt auch nicht
Ich nutze die Anregung aus Kochrezepten, wie ich schreibend die Anregung fremder Zeilen nutze, Ist ja interessant was tut denn jemand der in einem Reimelexikon nachschlägt? Im Prinzip siehst er sich nur eine Wirre zusammenstellung von Zutaten an und entscheidet sich möglicherweise für eine welche das letztendlich ist und ob sie wirklich zu seinem Gericht passt weiss die Maschine nicht sondern nur er :)
aber letztendlich brodelt etwas auf dem Herd, das mir selbst in den Sinn kam. Richtig das tut es auch wenn jemand an einem Gedicht schreibt das vielleicht 100 zeilen hat von denen ein wort aus einer Suchmaschine für Reime ist. Er hat lediglich nochmal im Großen Buch der Zutaten nachgeschlagen was für Zutaten es alles gibt

An den guten Herrn der ein Gedicht nicht liest weil der Dichter sich eines Hilfsmittels bedient hat.
*ein Schmunzeln* Du beraubst dich selbst vieler guter Gedichte und hast in meinen Augen den Sinn eines Gedichtes nicht recht verstanden.

mfg Dooky

Lines pur

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28

Tuesday, June 14th 2005, 7:46pm

editert

Gracia

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29

Monday, May 28th 2007, 6:06pm

Ich würde so eine Datenbank prima finden, das würde mir eine Menge Kopfschmerzen ersparen und vor allem Zeit.

Leider sind alle die ich gefunden habe nicht gerade von Nutzen.

Aber wenn es eine Gute gäbe, würde ich sie nutzen, denn es ist trotzdem MEIN Gedicht, ich habe ja das sinnvolle Wort dazu gefunden und damit weitergedichtet.

Ich finde die Diskussion reichlich seltsam..... Denn NIEMAND weiß, wie Göthe und Schiller und Co. zu ihren Beiträgen gekommen sind.... Wenn sie so etwas änliches gehabt hätten, dasselbe geht ja leider nicht, da sie nicht in unserer jetzigen Zeit leben, hätten wir sie dann verdammt? Ihre Bücher verbrannt oder weggeschmissen? NEE, ganz sicher nicht!!!

Außerdem wo ist denn das Problem? Wir dichten doch alle zum Spaß? Oder nicht? Hat irgend jemand schon Geld dafür bekommen? Bei mir haben Sie nur alle geklatscht, als ich zum Abschied einer Kollegin ein ca. 3 Seiten langes Gedicht verfasst habe. Das war auch nicht perfekt, aber sehr passend für sie und sie hat sich damals megamäßig gefreut. Die meisten meiner anderen Gedichte schlummern irgendwo im PC oder in einer Kiste.... Die meisten kennt niemand.... Warum auch? Ich mach das nur zu MEINEM Vergnügen....

Ach ja, und wenn ich mal im Net wieder eins veröffentliche, dann muß es niemand lesen. Alle sind eingeladen, aber wer nicht will, der muß nicht....

Also ich bin dafür, wenn jemand einen sinnvollen Reimgenerator kennt, der besser ist, als die, die ich fand, dann würde ich den gerne kennen lernen und nutzen.
Jeder Tag ist ein neuer Anfang.

Toby

Sage

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30

Monday, May 28th 2007, 6:07pm

Gracia, schau mal auf Seite 1, da stehen Links zu zwei Online-Reimlexika.


MfG. Toby
"Ach, aber mit Versen ist so wenig getan, wenn man sie früh schreibt. Man sollte warten damit und Sinn und Süßigkeit sammeln ein ganzes Leben lang und ein langes womöglich, und dann, ganz zum Schluß, vielleicht könnte man dann zehn Zeilen schreiben, die gut sind. Denn Verse sind nicht, wie die Leute meinen, Gefühle (die hat man früh genug), - es sind Erfahrungen."
(Rainer Maria Rilke, Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge)

Gracia

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Monday, May 28th 2007, 7:04pm

Danke, für den Tipp mit den zwei Links, aber die hatte ich, vor meiner Anmeldung hier schon getestet und ich fand sie für meine Zwecke unbrauchbar.

Ich habe einen Liedtext geschrieben und wollte ihn ein wenig aufpeppen, aber irgendwie fand ich keine sinnvollen Reimwörter auf Sylvia und war, da fiel der Test absolut negativ aus. Eine Datenbank hat mir x-unsinnige Wörter vorgeschlagen, bei einem weiteren Test, da bin ich von der Seite "geflüchtet"... *lach*

Dann habe ich das ganze mit jung getestet, da ich ein Gedicht für einen lieben Menschen schreiben wollte und da wurden mir jeweils 2 bis 3 Worte gesagt, dabei war jung... *gg*

Und wie gesagt, die eine Datenbank, hat so sinnlose Worte, daß man eigentlich daraus schon wieder einen Reim machen könnte...*gg*
Jeder Tag ist ein neuer Anfang.

Toby

Sage

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Monday, May 28th 2007, 7:20pm

Dass man keine Reimvorschläge für "Sylvia" bekommt, überrascht mich nicht besonders. Es gibt leider eine ganze Reihe von Wörtern, zu denen man keine Reimkombinationen findet.
"Ach, aber mit Versen ist so wenig getan, wenn man sie früh schreibt. Man sollte warten damit und Sinn und Süßigkeit sammeln ein ganzes Leben lang und ein langes womöglich, und dann, ganz zum Schluß, vielleicht könnte man dann zehn Zeilen schreiben, die gut sind. Denn Verse sind nicht, wie die Leute meinen, Gefühle (die hat man früh genug), - es sind Erfahrungen."
(Rainer Maria Rilke, Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge)

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33

Thursday, September 9th 2010, 7:33pm

Falls noch jemand diesesn Thread liest, ich hätte auch noch eine Reim Datenbank: www.reimemaschine.de
Mein Reim-Lexikon: www.reimemaschine.de :thumbsup:

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