Grüß dich Gott, Erik
mal wieder ein text von dir, gell, den es hier zu kommentieren gilt!?
Ich mag deine Texte, denn sie haben echt gut dazugelernt, wenn man dies so nennen mag und darf. Auch diesen Text hier kann man sich sehr gut zu Gemüte führen.
Die Bilder halten sich eher seicht und bestechen für mich eher durch ihre Klarheit und Aussage. Künstlerische Verschachtelungen waren dir hier wohl fremd, wie man annehmen könnte.
Was mich hier zum Posten bewogen hat, ist der Rhythmus des Gedichtes, der hier eher in melodie im Sinne des Wortes ausartet. Grandios kommt die Steigerung in der Gedichtmitte
und wie du sie mittels doppeltem >>wie<< in Szene gesetzt hast. Zur Verbesserung würde ich hier ein "und" in den Raum schmeißen, denn
>>
oh wie wir hoffen
dass sie gut sein mögen
wie wir träumen
dass sie aufrecht sind
und wie wir beten
wie wir kämpfen
[...]
ich finde durch das >>und<< erhält die Passage noch ein Quäntchen mehr Kraft hinzu. Auch der Rhythmus kommt so einen Zacken besser!
Zwiespältig finde ich deinen Schluss, bzw. den Bruch im 'Lied' und wie du ihn ab >>trotzdem<< anschlägst. Einerseits kommt es melodiös recht gut und passt sich gut ins Restgeschehen,
andererseits kommt dieses trotzdem sehr vereinsamt da im Vers so ganz allein. In Worten gefasst würde ich wohl sagen "du hast hier ein Mü zu viel Bruch implizit".
Ich hoffe es war etwas für dein Gehör dabei und wünsch dir bis hier hin alles Gute!
* Timo