Friday, May 25th 2012, 11:00pm UTC+3

You are not logged in.

  • Login
  • Register

vsilverlord

Intermediate

Date of registration: Jun 24th 2009

Posts: 88 wcf.user.activityPoints: 510

Occupation: soldat

1

Monday, May 17th 2010, 9:36pm

gezeiten

wenn mich endlich
deine Stimme
von weit weg) berührt-
das Gefühl darin ertrinken zu wollen

das ganze Universum
umarmen zu können
unendlich viel mehr
ein andere Wirklichkeit
von innen heraus in die welt zu tragen
von innen heraus

und doch loslassen (zu müssen
. immer wieder
niemals zuvor gelebt zu haben





//2te version

wenn mich endlich
deine Stimme von weit weg) berührt -
mich das Gefühl ertränkt,
das ganze Universum
umarmen zu können

Eine andere Wirklichkeit
von innen heraus in die Welt zu tragen
von innen heraus

und doch loslassen zu müssen
immer wieder

Babac

Master

Date of registration: Feb 5th 2007

Posts: 809 wcf.user.activityPoints: 5,365

Location: Saarbrücken

2

Monday, May 17th 2010, 10:41pm

hallo vsilverlord,

ein gedicht, das nicht verätselt ist, das gefällt mir. in vielerlei hinicht ist der inhalt deutlich genug, nachvollziehen zu können, dass es sich um eine fernbeziehung handeln könnte. aber, es gefällt mir der letzte vers nicht. er hängt so lose da, und als abschlussvers ist er ungeeignet.

ich hätte da einen vorschlag, einiger verse nämlich;

wenn mich endlich
deine Stimme von weit weg) berührt -
mich das Gefühl ertränkt,
das ganze Universum
umarmen zu können

(hier finde ich, ist es absolut genügend, einmal das unendlichkeitsbild auszuführen, "unendlich viel mehr" dagegen ist keine steigerung, sondern eine unvorstellbare größe, mit der man nichts anfangen kann.)

Eine andere Wirklichkeit (wirklichkeit ist hier nicht richtig fassbar, man kann fast damit nichts anfangen)
von innen heraus in die Welt zu tragen
von innen heraus (nun gleitest du in das abstrakte hinüber)

und doch loslassen zu müssen
immer wieder ( das könnte ein guter abschluss des gedichtes sein, weil sich der leser bei einer fernbeziehung die gründe schon denken kann)

lg, babac

Date of registration: Dec 2nd 2008

Posts: 654 wcf.user.activityPoints: 4,340

3

Tuesday, May 18th 2010, 8:44am

Hallo vsilverlord,

gefällt mir sehr, dieses Bild erfüllt von sanfter Bestimmtheit.

Das umarmte Universum ist in meinen Augen ein wenig (zu) abgegriffen (- für diesen außergewöhnlichen Text).

Schon mit den einleitenden Versen gelingt es dir, Wahrnehmung & Emotion miteinander zu verschmelzen, in einfachen, doch eben darum um so treffenderen, berührenden Worten.

Nach dem oben Angemerkten folgen wieder schöne Wendungen hin zum Loslasen müssen.

Was genau es ist, das diese Worte zu sagen haben, erschließt sich mir nicht; sie lassen mir ein angenehm breitgestreutes Spektrum, hier von Erinnerungen an eine verlorene & zurückgesehnte Liebe, zum Beispiel; oder dem Auf & Ab in einer Liebe(sbeziehung) , worauf der Titel schließen ließe. Vielleicht ein verzweifelter Schrei ins eigene Innere, gegen die Brandung der seelischen Wellenbewegungen. Und mit dem Inhalt der Klammer kommt mindestens ein weiteres Bild hinzu (ein Aus-allen-Träumen-geholt-Werden möglicherweise).

Gefällt mir wirklich sehr! :thumbup:
lG

versbrecher

bababadalgharaghtakamminarronnkonnbronntonnerronntuonnthuuntrovarrhounawnskawntoohoohoordenenthurnuk

vsilverlord

Intermediate

Date of registration: Jun 24th 2009

Posts: 88 wcf.user.activityPoints: 510

Occupation: soldat

4

Tuesday, May 18th 2010, 2:59pm

@babac: hallo, vielen Dank für deinen Kommentar. Ich nehme mal deine Vorschläge auf, auch wenn ich noch drüber nachdenken muss, da die Botschaft, die Intention eine leicht andere ist.
@ versbrecher: hm ja mit dem 'universum' hast du genau die Stelle getroffen, wo ich mir total unsicher war :D Ich habe irgendein Wort gesucht, dass das ausdrückt- es stimmt, das passt noch nicht ganz
herzlicher gruß

franz

einfach nur franz

Date of registration: Sep 11th 2005

Posts: 1,174 wcf.user.activityPoints: 6,380

5

Monday, May 24th 2010, 10:46am

Hallo du,

was sollen denn die Klammern in der ersten und der letzten Strophe? Ich erkenne hier den Sinn nicht recht! Wolltest du so etwa das 'weit weg' verbildlichen!?!?

*franz

zephyr - beeblebroxed

einfach nur franz


vsilverlord

Intermediate

Date of registration: Jun 24th 2009

Posts: 88 wcf.user.activityPoints: 510

Occupation: soldat

6

Monday, May 24th 2010, 7:46pm

einerseits drücken Phrasen in Klammern Zusatzinformationen aus, die also praktisch als Gedankeneinschub, anderseits sind sie ja nicht beidseitig eingesetzt, sondern einzeln, und dienen daher auch als Einwurf, als 'Stimmloses' Zeichen, als ein Unterbrechen des Stimmflusses, oder irgendwie auch als Zeichen für das störende Gefühl (Beispielsweise ist das 'weit weg' eher nicht positiv überschrieben). So in der Art würde ich das Einsetzen zu erklären versuchen, auch wenn es dürftig erscheint, bei einem so emotionalen Konstrukt wie einem Gedicht etwas erklären zu wollen.

franz

einfach nur franz

Date of registration: Sep 11th 2005

Posts: 1,174 wcf.user.activityPoints: 6,380

7

Monday, May 24th 2010, 9:33pm

bei einem so emotionalen Konstrukt wie einem Gedicht etwas erklären zu wollen


emotionales Konstrukt ?(
So in etwa habe ich mir die Antwort gedacht. Hab dank für die Ausführung, vsilverlord.

*franz

zephyr - beeblebroxed

einfach nur franz


Similar threads

wcf.user.socialbookmarks.titel