ich wieder einmal;
ich lasse mal die unzähligen rechtschreib- grammatik- und satzbaufehler aussen vor und komme direkt zum kern meines interesses hier: ist das stück fertig?
einzelne aufzüge davon sind ja nicht besonders lang; wo genau findet sich denn die charakterarbeit hier und wie sollte jemand sich denn hier von der rudimentär vorhandenen (streckenweise ziemlich obstrusen) handlung amüsiert fühlen? das stück endet bevor es richtig begonnen hat;
die kaballe, um die es sich hier ja ganz offensichtlich handelt, der hinterhalt, der ja bereits im titel platz findet, ist nirgendwo thema; am schluß ist der vergiftet, der eigentlich den anderen vergiften wollte, aber wie und wo genau findet das maßgebliche statt, der hinterhalt nämlich?
wie genau ist jetzt was vor sich gegangen? sollte das dein dramatürgchen nicht glaubhaft/humoresk/wieauchimmer vorexerzieren?
ich sehe hier bestenfalls eine idee zu einem theaterstück, die wenigen fixpunkte die ich erkenne, sind für mich aber wenig überzeugend, vor allem weil sie so stereotyp und undurchdacht scheinen und mehr auszüge als aufzüge zu sein scheinen;
da würde ich unbedingt noch etwas arbeit investieren, wenn du das vorzeigbar machen willst;
mfg
Erik R. Andara
under the sea, is where I'll be
no talking 'bout the rain no more
na ja, die aufzüge sind recht kurz. gut, ich wollte auch den ersten eindruck des lesers erst lesen wollen. im vierten und füfnten aufzug lässt sich denken, wie alles vonstatten gegangen ist, ich habe gedacht, dass ich das, was der leser schon weiß, ihm nicht nochmal zu lesen geben sollte. zb im vierten aufzug habe ich vermieden, dass der florenz die ganze kabale, die er mitgehört hat, dem herzog aufzuerzählen nicht brauchte, da im dritten der leser darüber schon informiert wird. im fünften aufzug stirbt francesco statt dem herzog. diesmal wollte ich auch vieles dem leser überlassen; in dem ich eine tatsache geschaffen habe ohne ausführlichen plan zur ausführung dessen im vierten aufzug geschildert zu haben. das nötigste denke ich ist ersichtlich, ist herauszulesen. viel sollte man auch von dem stück nicht erwarten; wenn man weniges was einem gefallen hat auch nur daraus mitgenommen hat, hab' ich mein unternehmen nicht völlig verfehlt.
tja, den ersten eindruck des lesers hast du ja jetzt gelesen. und bei den vielen ideen, die du hier mittlerweile online hast, frage ich mich, wann man denn jetzt endlich ein FERTIGES stück von dir zu lesen bekommt. bis jetzt war ja keines darunter. da sind viele szenen, die wie ein brainstorming und eine sammlung von irgendwelchen, rasch mal abgefertigten, ideen rüberkommen, aber so ein wirklich abgehandeltes stück, das nach arbeit deinerseits aussieht, gibt es nicht; stellt sich dann heraus, dass die schriftstellerei ausser dem herzblut doch ein bißchen hirnschmalz und arbeitsaufwand benötigt?
und dass du das hier online hast, damit der eine oder andere es gut findet, ist keinerlei legitimation, sondern nur rechtfertigung. setz dich doch mal hin und schreib eines dieser stücke fertig. daraus würdest du viel mehr lernen als wenn du ständig ideen hier einstellst, die doch nie fertig werden, oder, bessergesagt, bis jetzt nie fertig geworden sind.
übrigens: etwas dem leser zu überlassen ist ziemich billig, das kann man eventuell mit angedeuteten subplots der charakterarbeit, machen aber doch nicht mit der vorantreibenden storyline, da gehört schon irgendwo eine auflösung oder ZUMINDEST der vorschlag einer lösung rein!
mfg
Erik R. Andara
under the sea, is where I'll be
no talking 'bout the rain no more
tja mein guter, der alltag erstickt so vieles, was sich aus den tiefen der seele emporwagt. und was an ideen erscheint, sind alles nur sterne über nacht, die wieder schon am nächsten tag verschwinden...
oder: man könnte statt seine energie an hundert ideen zu verschwenden versuchen, sich auf ein stück zu konzentrieren; das nennt man dann an einem text ARBEITEN, wie ich es oben bereits gesagt habe und nicht der schwer rackernden muse die schuld zuschieben, wenn man selber nichts fertig bekommt; nicht sternlein schauen, sondern kartographieren, babac, um den anderen mitteilen zu können was du wo gesehen hast und wie es geartet gewesen sein könnte, das ist,, um deinen aphorismus mal zu betätigen, die schriftstellerei für manche;
zurück zu deinem text: vielleicht setzt du dich doch mal dran und machst ihn fertig man weiß ja nie;
du solltest die figuren klarer hervorarbeiten, ihnen substanz und farbe verleihen, um sie dann auf deinem feld interagieren zu lassen; du solltest dir selber darüber im klaren sein, wer und was sie sind, wie sie sich mitteilen, was sie wollen und welche absichten sie damit verfolgen. erst dann schaffst du es eventuell, sie nicht wie den ideenlosen, hundertsten abklatsch von alten stücken wirken zu lassen;
wollen wir also hoffen, daß dich der öde alltag nicht weiterhin ständig von der arbeit an dem abhält, was ein schreiberling normalerweise so tut; gleich vorweg gesagt: freiwillig läßt er ich nichts abtrutzen, der schnöde trott, da muß man schon ein bißchen rangeln und zerren, um die dinge, die einem wichtig sein könnten; aber das liegt wohl an jedem selbst;
mfg
Erik R. Andara
under the sea, is where I'll be
no talking 'bout the rain no more
ich werd' mich bemühen dem nachzukommen. ich weiß noch nicht was es wird; wie ich's mir vorstelle und auszuführen gedenke, weiß ich nicht; aber sollte eine günstige gelegenheit kommen, werd' ich mit frischer tat mich an den stoff wagen.