Thursday, May 24th 2012, 8:20pm UTC+3

You are not logged in.

  • Login
  • Register

rude66

Master

Date of registration: Dec 2nd 2008

Posts: 654 wcf.user.activityPoints: 4,340

1

Tuesday, June 2nd 2009, 2:47pm

wie ? vielleicht

wie (wenn es sich nicht
von allein) schreibt man

ein gedicht
vielleicht mit einem stift (old
school) auf papier

aus der lust
an momenten denen keiner sonst
sein gehör schenkt

vielleicht (wenn es sich nicht
von allein) schreibt man
so ein gedicht (wie andere

ihre gedichte schreiben
das weiß ich nicht)
lG

versbrecher

bababadalgharaghtakamminarronnkonnbronntonnerronntuonnthuuntrovarrhounawnskawntoohoohoordenenthurnuk

rising

Trainee

Date of registration: May 26th 2009

Posts: 22 wcf.user.activityPoints: 120

Location: Gießen

Occupation: Student

2

Thursday, June 4th 2009, 12:42am

sehr nett *applaudiert*

Entzieht sich aber jeder Konstruktiven Kritik! xD
Desshalb nur kurz, danke für den Hinweis, denke einige können ihn gebrauchen.
Dazu liest es sich wirklich toll.
Wer meint etwas zu sein, hat aufgehört, etwas zu werden.

erikroderickandara

Glasphasen-Moderator

Date of registration: Jun 3rd 2005

Posts: 2,712 wcf.user.activityPoints: 15,230

Location: Wien

3

Thursday, June 4th 2009, 12:57am

netter ansatz, aber im großen und ganzen wirkt dieses gedicht auf mich als hättest du einfach nicht gewußt, was du sonst schreiben solltest (davon habe ich auch etwa 57643 in der schublade und viele andere in diesem forum ganz sicher auch), kein wunder soll ja auch so wirken, hat also bereits implizierte existenzberechtigung, könnte man meinen; würde nich dein name sondern ein "berühmter" darunter stehen würde es wahrscheinlich in den himmel gelobt werden und dessen kreativität beklatscht und hochgejubelt;
so muß ich dir sagen, daß es mir zu wenig substanz hat und seinen weg, als schneller gedanke, der sich aus frust über das abhandensein anderer gedanken, aufs papier gebahnt hat (so wirkt es auf mich) irgendwie noch nicht beendet hat; es wirkt unfertig, rudimentär, ein gedanke eben, wie ihn menschen, die schreiben sehr oft denken; nichts hervorragendes;

ich bin der überzeugung, daß du dieses thema viel besser abhandeln kannst;

2 von 5 möglichen sternen :D (nicht ernst nehmen !)

mfg
erik
under the sea, is where I'll be
no talking 'bout the rain no more

rude66

Master

Date of registration: Dec 2nd 2008

Posts: 654 wcf.user.activityPoints: 4,340

4

Thursday, June 4th 2009, 2:24pm

Hallo rising,

freut mich, daß der Text dir zusagt. Wobei er nicht direkt an Andere gerichtet ist, vielmehr einer persönlichen Überlegung entspringt.

Hallo Erik,

ausnahmsweise muß ich dir widersprechen. Ich habe sehr genau gewußt, worauf ich mit diesem Text hinauswollte. Ursprünglich war dieses Gedicht weitaus umfangreicher, aber ich wollte, daß es wie ein loser Gedankengang klingt, wie ein kurzes Sinnieren zwischen zwei anderen Gedanken (Texte, die einen mMn guten Ansatz haben, ich jedoch (noch) nicht nicht weiß, wie ich sie fertigstellen soll, landen auch bei mir wo, wenn auch nicht in einer Schublade, sondern in einem (wohlbefüllten) Karton für schlechte Zeiten :whistling: ).

Irritierend (bzw. für mich nicht ohne dein Zutun nachvollziehbar) ist folgende Aussage: würde nich dein name sondern ein "berühmter" darunter stehen würde es wahrscheinlich in den himmel gelobt werden und dessen kreativität beklatscht und hochgejubelt

?(

Begriffe wie besser, gut oder schlecht (o.ä.) finde ich persönlich im Zusammenhang mit lyrischen Texten unglücklich gewählt, denn dazu müßte es festgesetzte Kriterien geben, die eine solche Einschätzung zuließen (abgesehen von Dingen wie Grammatik oder Rechtschreibung - wobei ja auch hier das Feld für Experimente schier unermeßlich ich - ich denke da besispielsweise an einen Ernst Jandl und dessen konkrete Poesie, die oft aus kaum mehr als einigen wenigen Worten oder Buchstaben besteht).

All dies soll natürlich nichts an deiner persönlichen Einschätzung des Textes ändern, die ich voll & ganz respektiere, und wie immer bin ich dir dankbar für deine Anmerkungen ^^

2 von 5 möglichen sternen (nicht ernst nehmen !) :D

Nehme ich nur als Ansporn & gerne entgegen :thumbsup:

Bis bald &
lG

versbrecher

bababadalgharaghtakamminarronnkonnbronntonnerronntuonnthuuntrovarrhounawnskawntoohoohoordenenthurnuk

erikroderickandara

Glasphasen-Moderator

Date of registration: Jun 3rd 2005

Posts: 2,712 wcf.user.activityPoints: 15,230

Location: Wien

5

Thursday, June 4th 2009, 2:43pm

hall rude, verzeih meine (unter schlafmagel entstandene) ausufernde nachricht von gestern abend

dieses würde nicht dein name drunterstehen ding, sollte eigentlich in die schiene greifen daß es durchaus solide arbeit ist, aber halt in der ausführung nicht so großartig das man ihm nähere auseinandersetzung zugestehen würde (ich zumindest nicht, was ich aber dann doch irgendwie getan habe oder???)

es war ein seitenhieb (selbst für mich jetzt on topic nicht mehr ganz nachvollziehbar) auf, wenn man einen gewissen "berühmtheitsgrad" erreicht hat, man durchaus in der qualität seiner werke wieder nachlassen kann, ohne das es dem rezipienten gleich auffallen würde... (paßt eigentlich gar nicht zum thema, aber irgendwie hat sich der gedanke seinen weg unreflektierterweise in meinen beitrag erschlichen)

lg
erik
under the sea, is where I'll be
no talking 'bout the rain no more

rude66

Master

Date of registration: Dec 2nd 2008

Posts: 654 wcf.user.activityPoints: 4,340

6

Thursday, June 4th 2009, 2:46pm

^^ Alles klar...
lG

versbrecher

bababadalgharaghtakamminarronnkonnbronntonnerronntuonnthuuntrovarrhounawnskawntoohoohoordenenthurnuk

lila

Unregistered

7

Friday, June 5th 2009, 1:32am

ich mag den stil :)
und er erinnert mich immernoch an irgendwen, aber hey...
zwei daumen für dich und nen stern an der gutgemachtwand
und ein minus und ein eintrag im hausaufgabenheft für mich, weil ich heute nacht unkonstruktiv bin
liebe grüße
lila

rude66

Master

Date of registration: Dec 2nd 2008

Posts: 654 wcf.user.activityPoints: 4,340

8

Friday, June 5th 2009, 1:54pm

Hallo lila,

und mich würd immer noch interessieren, an wen :whistling:

Über die Daumen freu ich mich sehr :thumbsup:
lG

versbrecher

bababadalgharaghtakamminarronnkonnbronntonnerronntuonnthuuntrovarrhounawnskawntoohoohoordenenthurnuk

Jule

Master

Date of registration: Jun 1st 2008

Posts: 533 wcf.user.activityPoints: 3,305

Location: Marburg

Occupation: Student

9

Saturday, June 6th 2009, 9:56pm

Sooooooooooooooooo.
jetzt finde ich endlich auch mal die Zeit und Motivation einen schon lange ersinnten Kommentar zu diesem Gedicht zu schreiben. ;)

Ich hab das Gedicht vor zwei Tagen oder so gelesen und es hat mich beim ersten mal Lesen sofort angesprochen... da wollte ich eigentlich schon etwas schreiben...
Aber jetzt, beim mehrmaligen durchlesen haben sich mir noch andere Sachen erschlossen, und darauf möchte ich nun mal eingehen.

Erstens: Die Zeilenumbrüche sind der Wahnsinn. :)
Also, ich meine, in den ersten Strophen sind sie noch mehr oder weniger normal, wenngleich hier auch schon bemerkenswert gut umgesetzt, wie ich finde. Es erzeugt, so finde ich, echt Spannung, wenn da steht "wie (wenn es sich nicht" und dann in der zweiten Zeile erst die "Auflösung" kommt, wenn man so will. So wird man irendwie beim Lesen gehalten und es wirkt nicht langweilig oder langezogen... wie gesagt, gut Spannung erzeugt, wie ich finde!
Und dann der Zeilenumbruch speziell in der vorletzten Strophe im letzten Vers am Übergang zur letzten Strophe... da ist erst diese mutmaßliche Verbindung noch mit den "anderen"... Wie schreibt man ein Gecicht wie andere? Man denkt, will der sich jetzt fügen? Und dann in der letzten Strophe... ja, sogar nochmal bewusst abgehoben, dadurch, dass eine neue, und schließlich ABSCHLIEßENDE Strophe beginnt (also ein Neubeginn, ein Bruch im Fazit, im Ende)... kommt "wie andere ihre Gedichte schreiben, das weiß ich nicht". Und dann wird das "andere" auf einmal getrennt und man wird sozusagen total aus der Illusion gerissen, weil das "andere" getrennt wird und sozusagen, so empfinde ich es zumindest so gesehen wird: was die anderen tun, das ist mir egal. Vielleicht klingt das radikal, aber so eine Aussage hat das für mich. Und eigentlich wird die Trennung der "anderen" schon vorher durch die Klammern angedeutet... Dadurch, dass es in Klammern steht, hat es schon fast etwas Beiläufiges, auf das weniger wert gelegt werden müsse... und ja, das tut der Sprecher meiner Meinung auch... er legt weniger wert darauf, was andere tun: durch die Klammern. Und dieses Stilmittel in Verbindung mit der Aussage, woah, super. :) Echt, ich finde das wunderbar.
Ich weiß zwar nicht, ob du dir das alles auch so gedacht hast, hm. ^^ Aber das ist ja egal. xD

Zur Ausssage an sich... ich finds fast ein bisschen "süß", das Gedicht. :) Nicht falsch verstehen, das soll nicht abwertend klingen... für mich klingt das so, wie jemand, der gerne nachfragt, sich Gedanken macht und irgendwie auf der Suche nach dem ist, was er letztendlich künstlerisch ausdrücken möchte und dabei sich denkt: Hm, vielleicht ist das Schreiben auch etwas Einfaches, ja, vielleicht schreibt man einfach ein Gedicht auf Papier, aus einem Gefühl heraus. Vielleicht eben... es ist ein spekulatives, lockeres Nachdenken des Sprechers. Was ich allerdings etwas verwirrend finde, ist das allgemein gehaltene "man". Also, er versucht sich anscheindend doch an irgndeineer Norm zu halten... wie schreibt MAN ein Gedicht... aber dann eben... wie andere ihre Gedichte schreiben, das weiß ich nicht... spannend. :D

:thumbup:

rude66

Master

Date of registration: Dec 2nd 2008

Posts: 654 wcf.user.activityPoints: 4,340

10

Sunday, June 7th 2009, 11:02am

Hallo jule,

es freut mich sehr, daß der Text dir gefällt, & die Ausführlichkeit deiner Anmerkungen ehrt mich. Die Arbeit an dem Gedicht hat mich mit einer fast spitzbübischen Freude erfüllt, & es ist schön zu lesen, daß es dir diese Freude vermitteln kann. Ich hoffe nur, daß meine Erwiderung der Mühe, die du dir gegeben hast, gerecht werden kann.

Die in dem Gedicht behandelte Thematik ist zuvor bereits unzählige Male & in den unterschiedlichsten Herangehensweisen abgehandelt worden. Ich habe eine sehr (lyr)Ich-bezogene Sichtweise gewählt. Nicht in Opposition zu einem allgemeinen Trend, einer, wie auch immer geartet, vorgegebenen Art zu schreiben (die es nicht gibt), nicht als "das lyr.Ich gegen den Rest der lyr.Welt (auch wenn der Text diese Lesart durchaus zuläßt).

Ursprünglich weitaus umfangreicher, hatte das Gedicht fast schon die Ausmaße einer (pseudo)Poetologie angenommen; nachdem es mir denn gelungen war, mich ganz in den Text hineinzubegeben (klingt irgendwie doof, mir fällt aber nix besseres ein), konnte ich ihn loslassen & es der Sprache selbst überlassen, sich in die vorliegende Form zu schreiben. Bewußt gewählt ist lediglich die strukturierte Gestalt des Textes (3 dreiversige Strophen umschlossen von 2 einander ähnelnden zweiteiligen), sowie eine Sprache frei von "Kraftausdrücken", die dem Text eine unnötige Tiefe gäben.

Besonders freut mich dein Gefallen an den Enjambements, die zu verlängerten Atem- & somit Denkpausen führen, die den/die Lesende/n dazu einladen, sie mit eigenen Ideen/Erfahrungen/Vorstellungen zu füllen.

Ich nehme dir nicht übel, daß du dem Gedicht das Prädikat "süß" verleihst, wenn mir auch persönlich "zahm" oder "zurückhaltend" besser gefiele :o) Oder lapidar, so wie ein kurzer Gedankengang sich eben abspinnt.

Während der Arbeit an dem Gedicht, die hauptsächlich aus Verdichtung bestand (die beiden 'vielleicht' ersetzen ganze Strophen), konnten sich verschiedene Bedeutungsschichten miteinander verbinden, weshalb ich auf deine Frage, ob ich mir alles so gedacht habe, mit einem zurückhaltenden Ja antworte (wohl wissend, daß der Text sich fast allein geschrieben hat - abgesehen vom technischen Teil). Aber du hast dich zum Mitautor machen können, & etwas besseres kann ich mir von meinen Texten nicht wünschen.
Noch einmal vielen lieben Dank für deine Aufmerksamkeit & ausführliche Anmerkungen. Wenn ich mich an dieser Stelle irgendwie ungenau ausdrücke, bitte ich dich, dies zu entschuldigen.

Bis bald &
lG

versbrecher

bababadalgharaghtakamminarronnkonnbronntonnerronntuonnthuuntrovarrhounawnskawntoohoohoordenenthurnuk

Jule

Master

Date of registration: Jun 1st 2008

Posts: 533 wcf.user.activityPoints: 3,305

Location: Marburg

Occupation: Student

11

Sunday, June 7th 2009, 7:36pm

"Die in dem Gedicht behandelte Thematik ist zuvor bereits unzählige Male & in den unterschiedlichsten Herangehensweisen abgehandelt worden. Ich habe eine sehr (lyr)Ich-bezogene Sichtweise gewählt. Nicht in Opposition zu einem allgemeinen Trend, einer, wie auch immer geartet, vorgegebenen Art zu schreiben (die es nicht gibt), nicht als "das lyr.Ich gegen den Rest der lyr.Welt (auch wenn der Text diese Lesart durchaus zuläßt)."

--> Als eine Opposition habe ich es eigentlich auch nicht direkt gelesen. ;)
Eine Opposition stellt für mich ein genaues Gegenstück zu etwas dar. Allerdings sehe ich in deinem lyrischen Ich keinen Rebell, sondern vielmehr einen jungen Künstler vielleicht sogar, der seinen eigenen Weg für sich definiert. Der macht das, indem er ziemlich locker eben darüber nachdenkt... und dabei ist es ihm "egal", was andere tun... er weiß nicht, wie andere ihre Gedichte schreiben. Gleichzeitig ringt er aber offensichtlich auch mit irgend einer allgemeinen Herangehensweise, was ich eben dem "man" entnehme. So sehe ich das. Eine Opposition ist es also nicht unbedingt, denn das würde heißen, ihr macht das, aber ich, ich mache was ganz anderes, und zwar das. ;) Das ist hier meiner Meinung nach aber weniger der Fall, sondern viel mehr, naja, vielleicht mache ich es so. ;)

Wie meinst du das, dein Gedicht hätte fast Ausmaße einer (pseudo-)Poetologie angenommen?
Und wie meinst du das, du hast es der Sprache selbst überlassen? Wie machst du das? :) Hört sich spannend an... lässt du dich da irgendwie vom Unterbewussten leiten oder was verstehst du darunter genau bzw. wie machst du das?

Was meinst du mit dem Mitautor?


Übrigens möchte ich noch sagen, dass ich erik bezüglich der Berühmtheit Recht gebe... ich glaube, man nimmt so manches Blatt vom Mund (nicht vor den Mund), wenn es sich nicht um eine berühmte Persönlichkeit handelt. Da werden kleinste Fehler sofort entdeckt... bei "Berühmtheiten" sieht man leicht mal über sie hinweg. Ich sehe darin eigentlich keinen Grund, und würde eher darauf hinarbeiten, dass man diese "Kluft" zwischen den "Normalos" und den "Berühmtheiten" möglichst klein hält, denn was unterscheidet einen Normalo schon von einer Berühmtheit, wenn dieser genauso gut ist? Ja, eben nur, dass ihn nicht die halbe Welt kennt. ;)

Und ach ja, ich möchte an dieser Stelle noch meine besondere Sympathie aussprechen für das hier:

"Begriffe wie besser, gut oder schlecht (o.ä.) finde ich persönlich im Zusammenhang mit lyrischen Texten unglücklich gewählt, denn dazu müßte es festgesetzte Kriterien geben, die eine solche Einschätzung zuließen"

--> Da gebe ich dir nämlich Recht. Es ist wohl vielmehr so, dass sich anhand verschiedener Meinungen eine Intersubjektivität ergibt.
Aber es wäre keine Kunst mehr, wenn man nicht auch dagegen angehen dürfte. Ich schrieb bereits einmal:
"Solange es jeder Kunst nennt, ist es Kunst. Solange jeder das Recht behält, es nicht Kunst zu nennen, bleibt es Kunst und sobald sich nur ein jemand findet dies nicht zu tun, ist es und ist es keine Kunst.
Solange es niemand Kunst nennt, ist es keine Kunst. Solange jeder das Recht behält, es Kunst zu nennen, behält es das Recht, Kunst zu werden, und findet sich nur ein jemand dies zu tun, ist es und ist es keine Kunst."
Kunst ist also gleichzeitig definiert und undefiniert, weil es so sein sollte, dass sie ständigem Wandel unterlegen sein darf. Das ist meiner Meinung nach praktisch ihre einzige Bedingung. ;)
Gut, aber ich will mich hier jetzt auch nicht in Kunsttheorie verlabern. ;)

Hat mich gefreut, dass du dich drüber freust, dass ich dein Gedicht gut finde. :D

lg!

rude66

Master

Date of registration: Dec 2nd 2008

Posts: 654 wcf.user.activityPoints: 4,340

12

Sunday, June 7th 2009, 10:06pm

Hallo jule,

natürlich freut es mich, das dir das Gedicht Freude macht; das ist für mich das höchste Lob, das einer meiner Texte bekommen kann :o)

Ich fasse mich kurz (zu deinen Fragen).

Poetologie, weil der Text auszuufern drohte, zu viele Gedanken & Ideen auf einmal hatten sich zu Papier gedrängt, sodaß aus dem kurzen Gedicht ein Essay zu werden schien. Mein Kopf wollte die Thematik von so vielen Seiten & so ausführlich wie möglich abhandeln, bis ich die Notbremse gezogen habe, bzw. den Radiergummi an Werk gehen lassen. Es wäre zu viel geworden.

Die Sprache sich selbst oder Es der Sprache selbst überlassen ... Manchmal, während der Arbeit an einem Text, gelange ich an einen Punkt, da gibt es nur noch mich & die Idee einer-, den Bleistift & das Papier andererseits. Während dieser (meist nur wenigen) Minuten ist mein Kopf so frei, daß die Bilder darin ohne Zutun zu Worten zu werden wollen. Was dabei herumkommt, erstaunt mich immer wieder (& meist im Positiven); leider komme ich nur selten bis dahin, oder nur teilweise. Viel zu selten.

Zum Mitautor macht sich der Lesende, der die Mühe auf sich nimmt, die Freiräume oder Lerstellen im Gedicht mit eigenen Erfahrungen zu füllen. Denn in der Regel sind meine Gedichte kaum mehr als Skizzen, die der Vorstellungskraft des Gegenüber viel Raum zur Entfaltung lassen. Im Dialog zwischen Autor & Leser kann sich erstem möglicherweise eine Bedeutungsschicht in einen Text neu oder erstmalig erschließen, die er beim Verfassen nicht oder nur unterbewußt realisiert hat (sehr oberflächlich formuliert).

So, bevor das hier ausartet, noch einmal meinen Dank für die Worte & die Zeit, die du meinem Gedicht gewidmet hast.

Einen schönen Sonntagabend noch, bis bald &
lG

versbrecher

bababadalgharaghtakamminarronnkonnbronntonnerronntuonnthuuntrovarrhounawnskawntoohoohoordenenthurnuk

Similar threads

wcf.user.socialbookmarks.titel