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Date of registration: May 18th 2007

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1

Monday, December 15th 2008, 10:38pm

Winterbild

.


Winterbild

Verfestigt blickt der Frost aus Fensterritzen
und setzt sich kantig an die Gläserwände
des Wintergartens, den Orangenbäume
von Stroh gewärmt in Stille tauchen.
Verwelkte Lilien schauen aus Amphoren
unendlich traurig auf des Baches Stelle,
an der vor Tagen noch der Klang des Wassers
den Tanz der Sonnenstrahlen fing und milde
dem Bauch des Steges Lichter malte.
Ein Blick noch auf den roten Schnee - die Federn,
die nah beim Futterhaus davon erzählen,
warum der harte Winter mutig macht,
dann geh ich weiter meiner Wege.





.
Dämmerungskrallen
Versonnen
Im Schilf
die Kätzchen
Eines Nußbaumes

Alexa

Blickdicht(erin)

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2

Sunday, December 21st 2008, 2:29pm

Katerchen,

wie machst du das nur? Du findest immer die passenden Worte und malst damit diese wunderschönen, hier auch sehr realistischen Bilder der Natur, die sich zudem noch für mich auf ganz viele andere Bereiche anwenden lassen.
Bei diesem Text gefällt mir nur der Einstieg nicht wirklich. Das Wort „verfestigt“ sagt mir zwar etwas, aber es wirkt mir sprachlich zu...? förmlich? Ich kann es nicht wirklich erklären. Auch wenn du einen unbetonten Anfang bevorzugst, was hälst du von dem Wort - hart- ?

harmonische Weihnachtstage wünscht dir
Alexa
Mit dem Geist ist es wie mit dem Magen: Man kann ihm nur Dinge zumuten, die er verdauen kann.
(Winston Churchill)

Ich hier

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3

Sunday, December 21st 2008, 11:58pm

.

Hallo Alexa,

ich bedanke mich für Deinen lieben Kommentar.
"hart (e)" steht schon in der vorletzten Zeile,
weswegen ich Deinem Wunsch nicht folgen
kann. Bezüglich der ersten Zeile überlege
ich noch. Die inhaltliche Doppelung läßt sich
schwierig umgehen.

Ich wünsche auch Dir
eine gelassene und warme Zeit.


Liebe Grüße
Katerchen

.
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Alexa

Blickdicht(erin)

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4

Tuesday, December 30th 2008, 9:17pm

Hallo Katerchen,

stimmt, wenn du meinen Vorschlag übernimmst hättest du ein doppeltes „hart“ im Text- auch nicht so berauschend. Da du eine Doppeldeutung erwähnst – was hältst du davon das Wort ohne die Vorsilbe einzusetzen? (Fest) Auch da wäre eine doppelte Deutung drin. Ansonsten lass es einfach so, denn es stört jetzt nicht wirklich sehr.

Quoted

Verwelkte Lilien schauen aus Amphoren
unendlich traurig auf des Baches Stelle,
an der vor Tagen noch der Klang des Wassers
den Tanz der Sonnenstrahlen fing und milde
dem Bauch des Steges Lichter malte.


weißt du, wenn ich deinen Text lese, komme ich immer wieder zu dieser einen Stelle zurück. Wahnsinn, wie bildgewaltig sie mir erscheint vll. auch weil ich sie anfangs falsch las: unendlich traurig auf des Baches Stele
Ich komme von diesem Bild gar nicht mehr los, womöglich ist mir deshalb auch das zweite „hart“ im Text gar nicht wirklich bewusst geworden. =)

ein sehr tiefgreifendes Winterbild ist dir hier gelungen
L.G.
Alexa
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(Winston Churchill)

Ich hier

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5

Wednesday, December 31st 2008, 11:04am

.

Alexa,

ich bedanke mich für Dein nochmaliges Vorbeischauen
und das kleine herzerwärmende Lächeln.

Verfestigt - Fest: Das beschäftigt mich immer noch.
Ich benötige einen unbetonten Zeilenbeginn,
weil ansonsten der Rhythmus litte; allein die Wortfindung
läßt mich bislang warten.

Läse ich Stele, die Griechen konnten bekanntlich sehr
unangenehme Menschen sein, ginge mir die Aussageabsicht verloren,
weil es für mich, worauf es nicht ankommt, eine eher ungesellige
stille Betrachtung ist.

Ich wünsche Dir Gesundheit und alles erdenklich Liebe.
Katerchen

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Odradek

Master

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Occupation: (Un-)Sinnspule

6

Friday, February 13th 2009, 11:59pm

Hallo, Katerchen =) - mir bleibt hier von vorneherein nur der Impuls von Alexa:

Wie machst Du das nur??

Dieses Gedicht ist ein wahrhaftiges Lehrstück an Rhythmisierungs-Kunst! :]
Mit einer unglaublichen Trittsicherheit wandelst Du hier durch wunderbar erfundene Sätze, die keinen Moment gedrechselt, forciert oder gekünstelt erscheinen ... in plastischen und aussagekräftigen Bildern, die einerseits überraschen und andereseits in sich logisch doch so naheliegen - - mit einem Ergebnis, dem man sich einfach nicht entziehen kann.

Wirklich: Wer es nicht glaubt, dass es traditionell "geschlossene" Gedichte gibt, die konsequent und systematisch auf den Reim verzichten, und trotzdem in Klang, Takt, Rhythmus und Haltung schlüssig und einfach schön sind, der soll bei diesem Text in die Lehre gehen.
Allitertaionen sind dezent und wirkungsvoll (z.B. Z. 1 u. 4), der Vokalismus edel und erlesen (z.B. Z. 4 bis 6).
Und die Enjambements sind bestens eingesetzt!
Das "Verfestigt" Z. 1 brauchst Du natürlich rhythmisch, klar ... und ich finde es auch klanglich passend. Ich würde dabei bleiben. :rolleyes:


-- Nur eine kleine Überlegung:
In den Z. 6 bis 9 gibt es vielleicht ein bißchen viele Genitiv-Konstruktionen ... das kann bei Lesen mit kritischem Blick etwas gehäuft wirken.
Aber das ist letztlich eine Geschmacksfrage.


Danke für dieses Winterbild!! :)
Odra.
Ein Buch ist wie ein Garten, den man in der Tasche trägt.
(Afrikanisches Sprichwort)

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7

Wednesday, February 18th 2009, 4:01pm

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