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Kevin345

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Date of registration: Sep 30th 2008

Posts: 1 wcf.user.activityPoints: 10

1

Wednesday, October 1st 2008, 3:32pm

Wie werden Christen heute gesehen?

Also ich hab mal ne Frage.
Ich selbst bin überzeugter Christ und habe jetzt einen neuen Religionslehrer bekommen.
Der erzählt uns jetzt, dass die meisten Nichtchristen, bzw. Atheisten, meinen dass alle Christen Kreuzfahrer wären, also sowas wie Islamisten.
Ich selbst kann mir das nicht vorstellen und wollte deshalb gern wissen, wie eure Ansicht von Christen ist.
viele Grüße Kevin

kleiner_goethe

Unregistered

2

Wednesday, October 1st 2008, 3:42pm

naja wenn der Ton ins extreme, wie der bei eurem Lehrer führt(so hört es sich jedenfals an) und du ein extrem blauäugiges Kind bist(wie es scheint).. dan sicher nicht wie islamisten" was du darunter auch immer verstehst", sondern viel mehr wie extremisten... Wundern tue ich mich schon das ihr jede Negativität im Zusammenhang bin anderen Religionen verbindet, vorallem der islamistischen Welt... Man füttert euch unbewusst/bewusst/ mit Hass prädigen, wie es auch andere leider tun.. was soll ich dir sagen... keine angst du Kreuz(schiffs)fahrer, man wird euch" nicht mit isalmisten in verbindung setzteN:; KEINE ANgst.. pass auf das du nicht im Wasser in eurer Fahrt zu fallen drohst und versinkst.. ach noch was.. ist es wahr,dass die Puritaner immer noch denken die Welt sei eine scheibe, wie es das CHristentum nach verbesserung der unantastbaren Bibel geglaubt hatten?


Gruss

Lymielle

Moderator

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3

Wednesday, October 1st 2008, 3:44pm

Hallo Kevin,

ich persönlich stecke nicht alle Christen in die gleiche Schublade, denn nur, weil man sich einer Religion zugehörig fühlt, heißt das nicht dass man sei auf die gleiche Weise interpretiert und umsetzt. Ich denke, jede Religion die man annimt, variiert sich so, dass sie zum eigenen Individuum passt. Es ist schließlich mehr als nur ein Schild mit Kennung, das man sich aufklebt. Es ist etwas ganz eigenes, der eigene Weg zu Gott. Und wenn man sich am Christentum orientieren möchte, ist man noch lange nicht irgendwas, das ein "Christ" ist oder so... :rolleyes:

Liebe Grüße,
Lymielle
"Ob Sie meine Sachen zu Kunst oder zu Scheiße erklären? - Who cares..."

Helmut Newton

ruelfig

Master

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Location: Von

Occupation: Ökologische Ausgleichsfläche

4

Wednesday, October 1st 2008, 7:22pm

Hallo Kevin345,
als gläubiger Atheist sehe ich das so: Christen, die nach ihrem Glauben leben und nicht missionieren, sind mir sympathisch (die zehn Gebote haben schon was für sich). Eiferer, wie z.B. Kollege Bush (der ja nach 9/11 von Crusade gesprochen hat) sind übel. Übrigens egal, welcher Religion zugehörig. Wenn man sich intensiver mit dem Thema Kreuzzüge beschäftigt, wird man feststellen, dass nicht nur das Verhalten der Christen zu verurteilen ist, mit heutigen Maßstäben. Und Islamisten sind nicht vergleichbar mit Kreuzfahrern, da es ihnen darum geht, der ganzen Welt ihren Glauben aufzuzwingen. Wer das nicht versucht und mich in Ruhe läßt, mag glauben, woran und so viel er kann.
Gruß,
R
Gegenismen

laughing_lupa

nicht einzig

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Location: dazwischen

Occupation: fragmentarier

5

Wednesday, October 1st 2008, 8:37pm

hey kevin,

da geb ich doch mal auch meinen senf dazu. wer je meinen großeltern begegnete (gott bewahre! :D), kommt sicher schnell auf den vergleich mit islamisten, wenngleich dieser dann doch schon eine arge übertreibung ist. reaktionäre (hobby )missionare findest du überall, beim new age bald noch mehr, als bei den "weltreligionen". leider gibt es einige christen, die die grenzen der glaubensvermittlung weder sehen und beachten, noch zu schätzen wissen.
ich selbst bin gläubiger christ und sage dies gern von mir, da mein glaube mir im leben feste konstante ist und schon oft feste stütze war. verzeih, wenn ich jetzt mehr sage, als du wissen willst, doch vielleicht hilft dir dies ein verständnis für religionsanhänger zu gewinnen, das du wiederum vermitteln kannst. ich bin zu dem schluss gekommen, dass christlicher glaube ein tiefes vertrauen bedeutet, nicht einmal in erster linie in ein göttliches, höhergestelltes wesen, sondern in das göttliche in sich selbst, anderen und die welt im allgemeinen. religion ist für viele junge und auch ältere menschen in dieser zeit (von früheren zeiten kann ich kaum reden, ich habe sie nicht erlebt ;)) eine ständige reflexion, ob man nun sich selbst moralisch aktiv betrachtet und sich oft korrogiert oder aufmerksam die welt betrachtet.
freud schreib, das christentum sei der gesellschaft schädlich, da es sie in die tiefste neurose führe, eine inflationäre liebesgesellschaft, die zwangsweise nach dem dampfkesselprinzip in der perversion enden müsse. es mag leicht sein, zu behaupten, dass wir eben dieses ergebnis nun vor uns sehen, doch das scheint mir zu einfach. die menschen bleiben die selben, religiosität ändert daran kaum etwas. "der mensch ist gar nicht gut, drum hau ihm auf den hut! hast du ihm auf den hut gehaut, so wird er vielleicht gut..." (brecht) ;) wenn ich etwas in meinem glauben erfahren habe, dann ist es, fehler zu akzeptieren. natürlich sind "fehler" wie selbstmordattentate nicht verzeihlich und überhaupt nicht begründbar, sie dürfen gar keinen sinn haben. wir können nur versuchen, diese menschen, ebenso wie uns selbst zu verstehen. (wie ruelfig, möchte ich dir empfehelen auf youtube mal "farfur" einzugeben, man hält es nicht für möglich!)
ich hoffe nun, ich konnte dir weiterhelfen.

gruß, gruß!

laughing_lupa
in uteri zur winterszeit


Alles prüfe der Mensch, sagen die Himmlischen, daß er, kräftig genährt, danken für Alles lern und verstehe die Freiheit aufzubrechen, wohin er will.

Friedrich Hölderlin

Ka-Mai

Trainee

Date of registration: Oct 21st 2008

Posts: 27 wcf.user.activityPoints: 160

Location: In Ostrock..ähm..moment das hieß anders..

Occupation: Narr

6

Tuesday, October 21st 2008, 11:44am

Gleichschaltung!

So..ohne jetzt den ganzen vorhergehenden Kram gelesen zu haben:



Christen sind "Kreuzfahrer", ebenso wie die Muslime ihre "Dschihadler" haben. Keine Frage. Aber hört mal. Das ist unsinnig. JEdes DIng, jeder noch so unbedeutende Aspekt in unserer Welt hat zwei Seiten., wie eben die oft zitierte Medaille. Meint ihr nicht, dass es ein "wenig" unreif wäre zu behaupten "Alle Christen/Muslime seien extrem und invasionär veranlagt"? Sicher gibt es jene bemunkelten Erzkatholiken, mit Sex erst nach der Hochzeit (Katze im Sack) und immer die ersten ind er Kirche , der ganze Kram halt. Auch gibt es garantiert solch militant anmutendes Christenpack (Verzeihung) die am liebsten jeden, der nicht midedstens ebenso fanatisch ist wie sie selbst, als Ketzer auf den Scheiterhaufen schmeißen möchten. Das gibt's logischerweise auch bei den Muslime, klar und keine Frage.

Aber denkt einfach mal an jene dich sich des Glaubens als solchen besinnen und ihn weder mit Hand noch Zunge gegen was auch immer für eingebildete Gefahren verteidigen. DAS sind die wahren Gläubigen. Die sich ihres Glaubens sicher sind, ihn nicht in die Welt hinausschreien/-tragen müssen.



(btw: ruelfig: "gläubiger Atheist"..welch ein abgefahrener Widerspruch...)



Letzten Endes bleibt es mir aber schleierhaft welche Komplexe jene Leute überdecken wollen, die gleich schreien, keifen und brüllen wie die Begasten, wenn man nur ein Wort über ihre Religion verlieren.

Die anderen aber, die sich ihres Glaubens sicher sind, ihn still und für sich leben, die sind zu beneiden... - sie haben etwas was ihnen niemand und auch keine Wissenschaft nehmen kann. Etwas woran sie sich klammern können, wenn alle anderen Strohhalme versagen. Sie vertrauen sich etwas an, vond em sie nicht wissen, dass es überhaupt greifbar ist. Dabei seid ann aber bemerkt, es WIRD greifbar, gerade WEIL sie daran glauben. Anfassen können sie es nicht, aber dennoch schöpfen sie darauf Kraft und Hoffnung aus dieser angeblichen "nicht-Existenz". Ich finde das wahrlich erstaunlich und wie gesagt bewundernswert. Und es kann nicht angehen, dass jemand schreit "Alle Christen sind Kreuzfahrer" und alle anderen schreien nach. Weil von nicht wirklich mehr Intelligenz zeugt als das was damals zu bezeichneten Kreuzfahrerzeiten ablief.



Doch: "Die Welt hat sich weitergedreht" (Roland von Gilead)

Also sperrt eure Augen auf und seht endlich dass nicht alles nur eine gute oder schlechte Seite hat^^
Eine Rose ist eine Rose ist eine Rose...!




Marienkäferchen machen die Sterne!






! Nur wer spinnt erkennt Zusammenhänge !

lila

Unregistered

7

Friday, October 24th 2008, 10:14am

ich kann mich da kamai und lalu durchaus anschließen :)
lalu, weil ich ebenso gläubig bin und durchaus viel freude daran habe.
kamai, weil ich denke, dass es durchaus überall menschen gibt, die einfach komisch sind und sehr fanatisch ihre religion betreiben.
ich habe nichts dagegen, wenn menschen sagen, dass sie gläubig sind und sich auch gegenübre anderen religionen abgrenzen, aber ich sehen nicht ein, wenn das in zwangstaufen oder sowas ausartet. seinen glauben vertreten finde ich richtig und gut, aber nur im gegenseitigen respekt und der achtung auch andersgläubiger.
grüße
lila

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