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schiller77

Trainee

Date of registration: Feb 25th 2008

Posts: 2 wcf.user.activityPoints: 20

1

Monday, February 25th 2008, 11:30pm

Vom Füchslein und dem alten Wolf

Ein Füchslein durch den Walde strich,
sieht den Wolf, doch riecht ihn nicht.
Was ist das für ein absonderliches Ding mit Fell ?
Fragt sich `s und versteck sich schnell.
Der Wolf fast blind, jedoch mit guter Nase
denkt: Riecht ganz anders als ein schmackhaft Hase.
Würd gern wissen was es ist,
doch was ist wenn es mich dann frisst ?

Denkt `s zu laut, so dass es das Füchslein hört,
das nun ganz fürchterlich knurrt, bellt und röhrt.
Dem blinden Grauen fährt `s in alle Glieder
und voller Demut legt er sich nieder.

“Verschon mich !”, bettelt er nun kläglich.
“Bin alt und blind und schmecke eklig”.

Noch einmal brüllt das Füchslein voller Übermut.
Die Angst gefriert dem Wolf das Blut.

Das Füchslein leise juxt und lacht,
fragt sich was es nun mit seinem Opfer macht.
“Hol mir ein Huhn vom Bauer Schmidt,
ach bring mir noch ein Zweites mit !”.

Da eilt der Graue hin zum Bauer,
schlägt in sechs Hühner seine Hauer.
Vier verliert er auf der Flucht,
bis hin zum Füchslein das er sucht.

Der alte Graue außer Atem,
kann die Erlösung kaum erwarten.
Das Füchslein freut sich, lässt ihn trollen -
Hätt `s lieber bleiben lassen sollen.

Denn Bauer Schmidt, das Gewehr voll Schrot,
wünscht sich nur des Diebes Tod.
Die Spur gelegt durch das tote Federvieh,
findet der Bauer den vermeintlich Dieb.

Armes Füchslein nun ist es aus
und der alte Graue eilt nach Haus.
Doch auf dem Weg nimmt er vom Schmidt
noch die vier toten Hühner mit.

Wolke

Master

Date of registration: Mar 23rd 2006

Posts: 630 wcf.user.activityPoints: 3,740

Location: Am Ende des Regenbogens, in einer Schüssel voll Gold

2

Thursday, February 28th 2008, 10:06pm

Hallo Schiller,

die Idee deines Gedichts ist eigentlich ganz witzig und süß, die Umsetzung gefällt mir jedoch weniger. Du versuchst, die Sätze so umzustellen, dass am Ende das Reimwort steht, wodurch aber der Satz dann komisch klingt; oder, die Reime klingen erzwungen. Außerdem versuchst du oft, das Versmaß einzuhalten, was dir aber nicht wirklich gelingt. Beispiel: Bei Satz a stimmt das Versmaß genau mit Satz b, c, d, usw. überein. Auf einmal willst du aber mehr in einem Satz sagen, dann änderst du das Versmaß. Damit der sich darauf reimende Satz aber ähnlich klingt, verwendest du wieder Versmaß Nr.2. Danach willst du aber wieder zum ursprünglichen zurückkommen. So hab ich das zumindest verstanden. Kurz; was ich sagen will, ist: Es lässt sich nicht flüssig lesen [geht doch! Warum so viele unnötige Worte?]

Also: An sich ganz nett, aber etwas holprig.

Wolke
Nimm die Dinge und schmeiß sie an die Wand,
aus den Resten bauen wir ein Haus.

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