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, nicht wahr ...)

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, sondern mehr als einen Schrei nach derselben, den das lyrische Ich "hinauswirft", genau wissend, dass das alles nicht wirklich aussichtsreich ist. Also ein Ausdruck totaler Verzweiflung, ähnlich wie ein hysterisches Lachen in einer Angstsituation oder so, so lese ich dein Gedicht. Werd später noch erklären, warum. 
, würd ich dir diesmal wirklich raten, es zugunsten des Gedichtes außen vor zu lassen. Odradek hat es kurz angesprochen, und ich bin ähnlicher Meinung: Dadurch, dass du so arg oft Partizip I verwendest, klingt das Gedicht ... wie mit Stickstoff luftig gepumpt, wie man das bei Pudding macht.
Daran erinnert mich das.
, wenn ich denn mal was mit Daktylus oder so schreibe. Aber in meinen Augen hast du es klar übertrieben. 
Quoted
Bäume in bebende Böden
Stattdessen schlage ich "starre Böden" vor.
Quoted
glänzte zu seidig
Quoted
in träumenden Augen und
Quoted
liebte das listige Licht

) fuchsrote Licht"
Strophen 1 und 2 im Präteritum, die letzte im Präsens ... Ich hätt es wohl um eine Stufe nach vorn geschoben.
Also 1 und 2 Präsens, letzte Futur. Aber das ist Geschmackssache, denke ich.
, stelle ich mir dicht und dunkel vor. Das heißt, die Seele des Ichs ist nicht licht, eher düster, bedrohlich. Die Kronen der Bäume fügen sich dann zu einem Dach zusammen, dass kaum einen Lichtstrahl durchlässt, und dementsprechend ist es kalt, wenn man sich "in der Seele des Ichs bewegt".
Einerseits, um sich zu zeigen "auch, wenn ich jetzt diesen riesengroßen Schritt mache und alles, woraus meine Seele momentan besteht, abbrenne, ist es möglich, dass es danach noch weiter geht" und auch, weil es sich, so gefangen und fast erblindet im Seelendüsterwald, danach sehnt, wieder Leben, lebende Substanz spüren zu können. Deswegen wühlt es so gern in der Erde. Deswegen hat es auch am Ende solchen Spaß daran, seine erdigen Hände zu betrachten, und gleichzeitig scheint es mir entsetzt zu blicken ... Wie ein Kind, dass sich gerade sehr weh getan hat, aber nicht schreit. Will sagen, die Erde lese ich als Blut.
Quoted
und betrachte mit glänzenden Augen
meine erdigen Hände.


- Sisyphos... Jein. Nur ein Anklang davon ist da enthalten, aber es geht hier nicht um Vergeblichkeit als Fazit.
Quoted
Allegorie auf Sisiphos
Das ist nicht der Aufsatz, sondern das Hauptmotiv. Allerdings nicht Hoffnung als Grund, sondern Hoffnung als Resultat von Sehnsucht.
Quoted
Allerdings setzt du noch einen für mich interessante Gedanken darauf: Die Hoffnung als Grund, warum man hier immer wieder versucht etwas zu Pflanzen.
) darauf intensiver einging.Joa, danke. Er trifft den Text ins Herz, denke ich.
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Gelungener Titel, übrigens...
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Für Schlüsse hast Du ein Händchen, ein erdiges
(Danke für das Kompliment)Ja. Die mögen Geschmackssache sein, aber sie konzentrieren den Fokus auf diese Passagen, und enthalten auch nach nochmaliger in Frage stellender Ansicht genau die Worte, die mir in von der Bedeutung in den Kram passen. Welch ein Zufall, dass dann noch Stabreime dabei heraussprangen, oder?
Quoted
stark gestapelte Stabreime

Ja, das ist ein begründeter Einwand. Bei be- und umschreibenden Texten wie diesem läuft man Gefahr, dass es zu viel wird. Naja ich sehe in den Strophen jeweils 2/3/3 Adjektive, das sollte bei 5 Versen noch gerade gehen. Linksattribute sind manchmal unumgänglich, wenn man eine dichte Formulierung nicht mit Relativsätzen zerschachteln will. Naja, muss ich schauen, was ich da ändern kann...
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insgesamt wohl mit ein bißchen zu vielen Adjektiven und Partizipialattributen
Morgen!
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hey
![:]](wcf/images/smilies/pleased.gif)
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Dieses Gedicht lese ich (...) mehr als einen Schrei nach Hoffnung, den das lyrische Ich "hinauswirft"
Ja, stimmt. Aber es hat keine Wahl.
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genau wissend, dass das alles nicht wirklich aussichtsreich ist.
Ja, da hast Du einen Unterton des Textes erfasst. Mensch hörst Du genau hin
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Also ein Ausdruck totaler Verzweiflung, ähnlich wie ein hysterisches Lachen in einer Angstsituation oder so, so lese ich dein Gedicht.
. Aber hysterisches Lachen, das Angst überspielt - das nicht. Es ist bestimmt, es soll so sein, und es geht nur so und es kann auch nicht anders. Verzeiflung, Angst - alles immer noch schwächer, als die Sehnsucht nach ein wenig unverbrannter Zeit des Wachstums des gepflanzen "Bäumchens".Und dieser Vergleich erinnert mich an gar nichts, weil sowas einfach nur von Dir kommen kann.
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wie mit Stickstoff luftig gepumpt, wie man das bei Pudding macht. Daran erinnert mich das
Du hast einen Pudding bei mir gut. Schoko oder Vanille?Jaaa.
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Zitat:
Bäume in bebende Böden
Partizip stört
Neeeeee
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Stattdessen schlage ich "starre Böden" vor.
Das ist ja glatt das Gegenteil! Da muss ich was besseres Suchen. Stabreim adé 
Mmmh, ja, kann Dir folgen.
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"glänzte zu seidig"
"seidig" finde ich unpassend ... Die Hoffnung glänzt ja in Augen und wie können denn Augen seidig glänzen? Seidig würde ich nur etwas glänzen lassen, was trocken ist.
Das passt ganz gut in die Charakterisierung des LyrIch, ja.
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Vielleicht kannst du stattdessen ein einfaches "sanft" nehmen.
Silberblick ist was anderes, seidig wäre ja dann wieder "frei", aber seidige Augen - naja... Außerdem die Bedeutung ist ja nunmal - träumend. Traumtrunken, feuertrunken... vielleicht "in trunkenen Augen"? Ich fürchte, ich werde träumend lassen. Ich denk nochmal drüber nach.
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Zitat:
"in träumenden Augen"
Hier würde ich statt "träumenden" "silbernen" oder "seidigen" vorschlagen.
Mhhh die Hoffnung ist hier auch die trügerische, die nach Licht strebt und geblendet die List übersieht oder sogar sieht und nicht wahrhaben will.
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Zitat:
"liebte das listige Licht"
Soso, die Hoffnung liebt also. Surri, kann ich mich echt nicht mit anfreunden.
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"ich liebte das fuchsrote Licht"
In der ursprünglichen Version stand das Gedicht tatsächlich im Präsens. Futur: Da müßte ich ein bißchen umbauen, ein "werde" müsste dann rein. Maria, das probier ich mal aus und beäuge dann die Versionen hin und her. Eigentlich ist wird ja eine Rückschau erzählt und dann in S3 in die Gegenwart beblendet, die natürlich eine sich in alle Zukunft fortsetzende ist.
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Was mich außerdem ein bisschen stört, ist die Zeit, in der dein Gedicht steht. Strophen 1 und 2 im Präteritum, die letzte im Präsens ... Ich hätt es wohl um eine Stufe nach vorn geschoben. Also 1 und 2 Präsens, letzte Futur. Aber das ist Geschmackssache, denke ich.
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So, nun sollte ich noch erklären, warum ich dieses Gedicht nicht wirklich als hoffnungstragend ansehen kann.
Nicht ganz, aber die unmittelbare äußere Umgebung der Seele.
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Den Wald sehe ich als die Seele des Ichs.
soll er ja nicht, tut er aber trotzdem.
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Aber einen Wald, der am Ende wirklich richtig gut brennen soll
Nein, die Seele ist licht und hell. Aber das macht es nicht leichter gegen das düstere und bedrohliche.
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Das heißt, die Seele des Ichs ist nicht licht, eher düster, bedrohlich.
Die Seele ist innerlich sogar unerschütterlich warm, die Kälte, wie Du es nennst, kommt von außen.
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dementsprechend ist es kalt, wenn man sich "in der Seele des Ichs bewegt".
Da sagst Du es selbst.
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Weil das LyrIch sich danach sehnt, wieder Leben, lebende Substanz spüren zu können.
Das LyrIch glaubt unbeirrbar, dass es kein anderes Mittel gibt, als den Waldbränden immer und immer wieder neue Bäume entgegenzusetzen. Es resigniert nicht, so sinnlos es auch scheinen mag, feuertrunken macht es weiter, Asche, Steckling, Asche, Steckling, so bleibt es wenigstens mit sich selbt im Reinen, denn was es nicht verwinden könnte, das ist - vielleicht einen Baum nicht gepflanzt zu haben, der Früchte getragen hätte.
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Deswegen wühlt es so gern in der Erde. Deswegen hat es auch am Ende solchen Spaß daran, seine erdigen Hände zu betrachten
Ja, aber es ist Herzblut...
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Will sagen, die Erde lese ich als Blut.
Augen
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Zitat:
und betrachte mit glänzenden
.
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Die Seele brennt, die Hände sind voll mit Blut, aber irgendwie ... ist es ok. Irgendwie ist es jetzt still in der Seele des Ichs, wo es vorher schreien wollte. Und diese Ruhe scheint es zu genießen
Was für eine intensive Beschreibung Deines Gefühls beim Lesen... Wenn es auch nicht direkt meine Erwartung war, dass sich so etwas aus der Stimmung des Textes entwickelt, so ist das doch berührend, was meine Bilder da in Lesern auslösen.
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Dein Ich scheint direkt hier zu sitzen und die glänzenden Augen scheinen an mir vorbei ins Leere hinter mich zu blicken. Verlorenheit, arge Verlorenheit in sich selber.
Nach den Hinweisen hier - gerne.
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Aber, wie gesagt, eine Überarbeitung an manchen Stellen könnte nicht schaden.
Ich Deine Kritik und Interpretation auch
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Sehr gern gelesen.
![:]](wcf/images/smilies/pleased.gif)

