Aufklärung einer Schuhwelt
Aufklärung einer Schuhwelt
Ganz unten,
am Abgrund des Alltags,
liegt eine Welt,
die nur den Ärmsten wohl bekannt.
Ganz weit unten,
unter dem Gewissen der Alltäglichkeit,
liegt ein Reich,
dass allen Dreck in sich gebannt.
Es ist die Schuhwelt,
das Reich der Unterdrückten,
ihre Bewohner sind Markenwesen,
durch die Zeit beschmutzt Trauer aufzeigen,
Es ist die unterste Schu(h)blade
Eine Szene der Sklaverei,
die Farbe ist schon bedeckt,
Alle Schuhe sind des Fußes Leibeigen.
Wenn der Meister will,
dann wird getreten,
dann wird im Moloch gewühlt,
wenn der Meister will, stehen alle Schuhe still
Denn Schuhe haben keine Macht,
kein Recht zum Aufstieg,
keine Macht außer eine kleine,
wenn sie selber Hand anlegen, sich selbst beleben.
Um sich gegen die Obrigkeit zu erheben,
sich im kalten Winter Freunde schaffen,
eine Winterrevolution von unten angeführt,
Den Handschuhen gehört die Zukunft.
Denn sind sie die Symbole der Schlacht,
der Anfang aller Fehden,
So erhält dem armen Schuh,
nur dann Recht, wenn er sich erhellt und sich rächt.
Seie mutig dein Schuhschicksal in die Hand zu nehmen.
Ich finde nirgends Ruh, muß selber mit mir zancken,
Ich sitz, ich lieg, ich steh, ist alles in Gedancken.
Andreas Tscherning