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jonny

Professional

Date of registration: May 4th 2006

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Location: Ratingen

1

Tuesday, December 5th 2006, 6:12pm

weihnacht...

weihnacht ihn so schafft
trinkt glühwein nur in massen
aber ers nicht rafft
keine seele, in all den gassen

nass ists hier und kalt
lass das bier, advent ist bald
für all jen die zu hause sind
liebe ohne end, den banaus, das kind

pustet alle mal die kerzen aus
aber ihn, ihn schmeissen sie hinaus
verschwitzt, von tausend jacken
froh ist er drum, verdecken seine macken.

Rune

Professional

Date of registration: Jun 8th 2006

Posts: 173 wcf.user.activityPoints: 1,025

Location: aus einem unbekannten Land.... vor gar nicht allzu langer Zeit

Occupation: Azubi

2

Wednesday, December 6th 2006, 10:30am

Damit du nicht mehr sagen kannst, keiner kommentiert deine Sachen: jetzt ich. Aber das wird nicht schön, weil mir völlig unklar ist, wen du meinst.
An sich ist die erste Strophe klar, denke ich. Nur was rafft er? Das Glühwein nicht gut ist? Denn ein Bezug zur Folgenden Zeile ist für mich nicht hergestellt.
Die zweite Strophe ist mir wirklich klar, obwohl es da den "er" nicht mehr gibt. Aber ich würde doch jene schreiben, klingt für mich flüssiger, auch wenn das Metrum dann nicht mehr stimmen mag (wovon ich keine Ahnung hab).
In der dritten Strophe ist "er" plötzlich wieder da, nur wird immer noch nicht klar, wer er ist. Von der Satzstellung find ich die ersten 2 Zeilen merkwürdig. Pustet die Kerze aus, aber sie schmeißen ihn raus. Mmh. Erst spricht du den Leser an, dann ist man wieder in der "Story". also praktisch rausgekickt als Leser. Ich weiß nicht, das ist merkwürdig. Es gibt mir kein gutes Gefühl. Durch die Jacken hat man dann doch ne kleine Ahung wer gemeint ist... der Weihnachtsmann? Oder ein Mann, der Kaufhausweihnachtsmann spielen soll, aber eigentlich Alkoholoker ist (von wegen Glühwein in Massen und seinen Macken)?

Es ist gnz nett, aber ein wenig unklar. Weihnacht ist ein so großes Thema, da kann man so viel machen, auch etwas, was noch nicht abgedroschen ist. Das du es kurz halten willst, find ich gut, aber... naja, nicht optimal. Ich weiß nicht recht, wie ich das sagen soll.... die "Story" ist witzig, aber die Umsetzung.... ausbaufähig?! ?( (Nicht böse gemeint)

Gruß Rune
"Wie verächtlich gehen die Herrscher über Worte hinweg, die den Krieg verdammen, wie gelangweilt die Intellektuellen, weil diese Worte weder originell noch neu sind. Aber sie werden gelten, solange wir Kriege führen.
[...] Keine Zwerge auf den Schulter von Riesen werden wir sein, sondern ein Volk von Riesen, die einander viel zu schnell über den Kopf wachsen- aber wenn es drauf ankommt, schlagen wir einander den Schädel ein wie in den dunklen Zeitaltern."

Frank Schätzing >Tod und Teufel<

Ingo Baumgartner

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3

Wednesday, December 6th 2006, 10:59am

RE: weihnacht...

Hallo tipZy!

Ich lese deinGedicht und es gefällt mir nicht schlecht. Ich versuche in einem zweiten Durchgang etwas riefer zu gehen - und bleibe ratlos. Mir sind die Bilder
vielleicht etwas gar zu gut versteckt. Lg Ingo

jonny

Professional

Date of registration: May 4th 2006

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Location: Ratingen

4

Wednesday, December 6th 2006, 6:49pm

RE: weihnacht...

hi ihr beiden, danke für die kommentare

nun stell dir Rune bzw. Ingo einen Obdachlosen vor. An Weihnachten, draussen herrschen minusgrade und was wärmt da mehr als glühwein? und da er den wie ein fass ohne boden runterwürgt, versteht er erstmal gar nicht, warum keine menschenseele da ist, am dem ort am de, er sich rumtreibt, nämlich in dunklen gassen ( ich denke nicht, das sich so ein jemand gleich auf den marktplatz setzt). das er geschafft ist, kommt folglicherweise von dem glühwein ;)
in der 2. strophe geht es eben erstmal um die gasse und die 2. zeile war wieder dem obdachlosen alkoholiker gewidmet. und dann kommt eben

"Advend ist bald", aber eben nur für die leute die zu hause sind. das lyr. ich hat damit ja im grunde nichts zu tun. in den jeweiligen behausungen gehts eben darum, was an weihnachten so geschätzt wird. viel liebe, vorallem dem kind gegenüber, welches in diesem falle allerdings ein banause ist - follgerung auf die 3. strophe, das kind ( der banause ) pustet eben nur die kerzen aus, an diesem ach so schönen weihnachten bzw. ärgert, ein banause halt ;), und der obdachlose nur ein warmes plätzchen sucht, aber jedesmal verjagt wird, wenn er anklopft. erinnerung an den jungen: der eben nur unsinn macht. also sitzt der obdachlose alkoholiker weiter mit seinen tausend jacken draussen und immerhin verdecken sie seine "falsche seite"...

hoffe ich konnte licht ins dunkle bringen und das es ausbaufähig ist, da muss ich dir zustimmen rune, arbeite momentan an meiner "technik" also gilt üben üben üben ;)

grüße tipZy

PS: danke ausserdem für die schnellen komments ;)

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