ideale die toilette runtergespuellt
Ich glaub' nicht an "Toleranz",
Noch an "Recht", "Barmherzigkeit".
Denn wenn jemand sagt zu mir,
"ich bin tolerant", -
Hat er's oft nicht so gemeint,
Hat oft leider lediglich nur, ein
Goettlich Ideal gemeint,
Nicht die eigene Persoenlichkeit.
Tolerant sind wir noch lange nicht,
(Sag mir erst wie alt du bist),
Wenn wir's nur so sa-gen,
Ebenso verhaelt es sich, mit
Allen ander'n Tugendgaben
Ich bin gluecklich, ich bin gut,
Und kochst gleich vor Schaum und Wut.
Ich bin gluecklich, ich bin gerecht,
Glaub mir du bist's noch lange nicht.
Musst mir's erst bewe-isen,
Demonstrieren und Zei-gen, doch
Dazu reicht die Zeit wohl nicht.
Prahlst du haett's Barmherzigkeit,
Hast eigentlich nur Hass und Neid,
Willst es bloß nicht se-hen,
Vor anderen
Dumm aus-zu-seh'n.
Sagst du "ich bin echt gerecht",
Gleich fuer jedes Unglueck dich raechst.
So kann wirklich niemand dir,
Glaube schenken, glaube mir.
Nee, es ist schon sehr verflixt, mit
Diesen Ide-alen,
Sie gehoeren Gott und Weg
Tao und Jah, - den
Menschen sind sie
un-greif-bar.
das gedicht ist vom metrum her sehr verwirrend, man muss es auf bestimmte weise lesen, damit es klappt, sogar beinahe singen. deswegen manchmal die bindestriche, sie sollen fuer pausen oder bestimmte betonungen stehen, aber so richtig weiß ich auch noch nicht, wie ich das gescheit andeuten soll.
und darueberhinaus ist das gedicht wohl sehr provozierend, also bitte nicht zu ernst nehmen.
This post has been edited 2 times, last edit by "Shan" (Oct 3rd 2005, 5:56pm)