Friday, May 25th 2012, 5:12pm UTC+3

You are not logged in.

  • Login
  • Register

Stephan

Trainee

Date of registration: Jun 13th 2005

Posts: 24 wcf.user.activityPoints: 150

Location: Hamburg

1

Friday, July 15th 2005, 1:24am

Wir Moslems in Deutschland

Ich fühle mich verpflichtet einen positiven Bericht über den Islam und über viele gute Moslems zu schreiben, da momentan einige Moslems alles tun, um uns und diese Religion schlecht aussehen zu lassen. Dieser Text soll zeigen, wie ein großer Teil von uns Moslems, den Islam sieht und wie wir ihn in Deutschland leben.
Die Ansichten über den Islam, die ich hier wiedergebe, sind meine ganz persönlichen Ansichten zu diesem Thema. Es wird ganz sicher Moslems geben, die einige Dinge anders sehen, es wird aber auch viele geben, die mir in allen Punkten Recht geben. Ich bin nicht besonders geschult in Sachen Islam, bin ein einfacher deutscher Moslem, wie es sie viele gibt.
Das Thema Islam ist zu groß um hier in allen Punkten behandelt zu werden. Ich habe mir einige Punkte rausgesucht, die mir wichtig sind.

Grundsätzlich leben wir Moslems ruhig und zurückhaltend hier in Deutschland. Viele von uns haben als gute Moslems nur ein Ziel. Wir wollen gute Menschen sein. Wenn man sich etwas mit dem Islam beschäftigt, kann man schnell erkennen, dass dies die Basis dieser Religion ist. Ich bin der Meinung, dass dies der Kernpunkt jeder Religion ist. Ein guter Moslem zu sein bedeutet für uns nicht nur, dass wir an den einen Gott und seinen Propheten Mohammed, Möge der Frieden und Segen Gottes auf ihm sein, glauben, fünf Mal am Tag beten, im Monat Ramadan fasten, den Koran lesen und irgendwann mal eine Pilgerfahrt nach Mekka machen. Nein, es bedeutet auch, dass wir mit unseren Mitmenschen gut klar kommen. Wenn jemand ein Problem hat, helfen wir ihm. Das bedeutet, wenn die Nachbarin, von der wir nicht wissen, ob sie nun Christin ist oder was auch immer, uns bittet ihre Einkaufstaschen in den fünften Stock zu tragen, weil sie für sie zu schwer sind, dann tun wir das. Wenn jemand in der U-Bahn belästigt wird, greifen wir ein. Wenn ein Kollege bei der Arbeit Hilfe bei einem Projekt braucht, unterstützen wir ihn. Abends, nach der Arbeit, gehen wir zu unserem deutschen Nachbarn und fragen ihn, wie es ihm geht und gucken mit ihm Fußball. Und so weiter. Wir wollen uns so verhalten, weil wir uns hier wohl fühlen und weil wir der Meinung sind, dass unsere Religion so ein Verhalten von uns verlangt. Dabei achten wir nicht auf die Religion, die unser Gegenüber hat.
Nun sind wir Moslems nur Menschen mit all ihren Schwächen. Wir sind neidisch, wir helfen auch nicht immer, manchmal reden wir schlecht über andere und natürlich lügen wir auch. Wie alle anderen auch, haben wir eine lange Liste an Schwächen. Es ist aber unser Ziel diese Schwächen so gut es geht abzustellen, denn wie schon gesagt, der Islam verlangt dies von uns. Terror, andere zu unterdrücken und zu hassen passt da überhaupt nicht, denn wir denken, dass wir uns damit Schwächen hingeben würden, die nicht zum Islam passen.
Unsere Ehefrauen werden von uns nicht als Menschen zweiter Klasse gesehen oder behandelt. Der Islam verlangt eine gute Behandlung jeder Frau. Wenn sie wollen, können sie ein Kopftuch tragen, wenn nicht dann nicht. Es gibt Moslems, die sagen, dass im Koran steht, dass eine Frau ein Kopftuch tragen muss, andere sagen, dass dies nicht im Koran steht. Es ist doch Sache der Frau zu entscheiden, ob sie Kopftuch tragen will oder nicht, schließlich muss sie mit dem Kopftuch rumlaufen. In den Anfängen des Islam war es so, dass Sklavinnen mit freiem Oberkörper durch die Gegend gingen und die anderen Frauen Tücher trugen, um sich von diesen Frauen abzugrenzen. Wenn eine Frau heute meint, sie braucht das Kopftuch, hat sie meine Unterstützung, wenn sie meint sie braucht es nicht, hat sie meine Unterstützung ebenfalls. So denken viele von uns Moslems. Im Islam, der, zum Beispiel, von einigen Türken gelebt wird, spielen in die Sache mit dem Kopftuch andere Dinge mit rein. Die „Ehre“ vor den Freunden bewahren usw. Die Männer dort haben Angst, dass man denken könnte, dass sie ihre Frauen nicht unter Kontrolle haben, wenn diese ihr Kopftuch nicht tragen. Das hat nichts mit dem Islam zu tun. Und so gibt es immer wieder Gründe warum Moslems, woher sie auch kommen, ihre Frauen zwingen ein Kopftuch zu tragen.
Wir heiraten nicht mehr vier Frauen. Es gab Zeiten, als der Koran offenbart wurde, in denen kam es zu vielen Kriegen, viele Moslems fielen in diesen Konflikten. Es gab deshalb weniger Männer als Frauen in der islamischen Welt. Die Frauen konnten demnach nicht heiraten, keine Familie gründen. Also wurde im Koran offenbart, dass man als Mann vier Frauen heiraten kann. Aber nur dann, wenn man als Mann in der Lage ist, alle vier Frauen gleich zu behandeln. Ich möchte sehen, wer das hinkriegt. Heute hat sich das Thema ohnehin erledigt, denn es gibt genug Männer. Wenn eine Frau damit einverstanden ist, einen Mann zu heiraten, der bereits eine Frau hat, kann sie dies, dem Koran nach, auch heute tun aber ich kenne keine Frau, die dazu bereit wäre.
Ansonsten gehen moslemische Frauen arbeiten, führen Diskussionen mit ihren Männern, sagen ihre Meinung und werden respektiert. Dies ist natürlich nicht immer so, wie beim Kopftuch oben bereits beschrieben, gibt es Moslems, welche die Rechte der Frauen teilweise drastisch einschränken.

Terror und Islam passen nicht zusammen. Viele Moslems stellen dies immer wieder klar. Der Islam ist eine friedliche Religion, die erlaubt sich zu verteidigen. Wir wären bereit Deutschland zu verteidigen. Das Land, in dem wir Moslems alle Rechte haben, in dem die Menschen, trotz vieler katastrophaler Geschehnissen uns immer noch positiv gegenüber stehen. Unser Heimatland, in dem wir immer gut behandelt werden, in dem wir uns wohl fühlen.
Ich will hier aber nicht zu viel vom Verteidigen und Kämpfen schreiben, denn viele von uns sind an Konflikten nicht interessiert. Wir wollen mit unseren Familien ein normales Leben führen, uns nicht abgrenzen, sondern locker, entspannt und positiv handeln. Wir möchten auch nicht besonders auffallen. Manchmal können wir es einfach nicht vermeiden, denn wir essen kein Schweinefleisch und trinken kein Alkohol. Das fällt bei einem Grillabend in der Nachbarschaft natürlich schon auf aber sonst läuft es bei uns genauso wie bei allen anderen Menschen auch. Deswegen sind wir für die Medien auch nicht besonders interessant, weil man uns schon fast als langweilig und eigentlich komplett eingedeutscht bezeichnen kann. Spiegel TV und andere haben wenig Sendezeit für so was. Interessanter sind da Leute, die irgendwas von Märtyrern reden und Jungfrauen im Paradies haben wollen. Die werden sehr oft gezeigt, die sind auch recht auffällig und wollen es wohl auch sein, haben aber leider vom Islam keine Ahnung oder eine falsche, negative Sicht auf den Islam. Daran sind Hassprediger und andere recht negativ eingestellte Menschen Schuld. Aber auch einige Länder und Regierungen, die sich dem Islam und dem Moslems gegenüber alles andere als gut verhalten und deren Verhalten für einige Moslems der entscheidene Punkt zu sein scheint ebenfalls falsch und schlecht zu handeln. Wir Moslems kennen dieses Problem und versuchen es zu lösen. Es ist offensichtlich, dass uns dies nicht immer gelingt.

Warum gehen wir friedlichen Moslems nicht öfter auf die Straße und zeigen, dass wir gegen den Terror sind? Eine völlig berechtigte Frage. Das Hauptproblem ist sicherlich, dass wir Moslems aus den verschiedensten Ländern kommen. Türkei, Nordafrika, Afghanistan, Bosnien usw. Wir haben alle unsere eigenen kleinen Moscheen und haben uns bis zum 11.09.2001 nicht füreinander interessiert. In den Moscheen wird meistens die Sprache gesprochen, die von dem Moscheegründer gesprochen wird. Ganz selten nur Deutsch. Mitglieder aus anderen Moscheen verstehen wir nicht. Einige von uns sprechen Deutsch aber längst nicht alle. Ich muss zugeben, dass wir momentan einfach nicht in der Lage zu sein scheinen, so etwas zu organisieren. Die türkischen Moslems könnten es wohl, sie haben es in Köln bereits getan. Aber wir anderen brauchen wohl noch Zeit. Das ist sehr schlecht. Ich würde mir wünschen, wir würden jeden Tag auf die Straße gehen, um gegen den Terror zu demonstrieren. Die Kontakte zwischen den Moscheen werden langsam geknüpft. Wir sind auf dem richtigen Weg aber wir müssen uns wirklich beeilen, denn bald ist es vielleicht zu spät und uns glaubt keiner mehr.

So viel vorerst zu diesem Thema, ich hoffe, dass euch diese kleine Einlassung zum Islam und zu uns Moslems gefallen hat.
Stephan

Biggy

Schlafende Lärmerin

Date of registration: Jun 14th 2005

Posts: 3,276 wcf.user.activityPoints: 16,805

2

Friday, July 15th 2005, 9:50am

Hallo Stephan,
der letzte Absatz hat mir am besten gefallen und ich kann verstehen, warum du dich jetzt gerade so ausführlich zum Thema äußerst.
Was ich aber als großen Widerspruch empfinde, ist, dass du einerseits ständig vom "Wir" (Moslems) sprichst und andererseits von deiner "persönlichen Meinung". Ich hätte mir gewünscht, dass du das näher eingrenzt. Es wäre zu schön, wenn dieses "wir" auch die Mehrheit der Moslems beträfe. Das "wir" kannst du sicher nur auf deine umittelbare Umgebung und auf deine Beobachtungen beziehen, denn in die Köpfe der anderen kannst du ja nicht reinsehen. Es wäre genauso sinnlos, wenn ich jetzt ein Statement für alle Deutschen abgeben würde und wenn du die Diskussionen im Forum verfolgst, wirst du sehen, wie viele unterschiedliche Meinungen selbst hier auf engem Raum existieren. Ansonsten finde ich die von dir angestrebte Offenheit gegenüber dem Menschen aller Religionen sympathisch und die Sprachbarierre halte ich auch für das größte Übel und betrachte sie als Grund vieler Missverständnisse.

Stephan

Trainee

Date of registration: Jun 13th 2005

Posts: 24 wcf.user.activityPoints: 150

Location: Hamburg

3

Saturday, July 16th 2005, 7:40pm

Hallo Biggy!

Danke für deine Meinung zu meinem Text. Mit deiner Kritik hast du Recht. Selbstverständlich kann ich nur für den mir bekannten Teil der Moslems sprechen und der ist natürlich, gemessen an der Zahl der Moslems allein in Deutschland, sehr klein. Am Anfang des Textes habe ich ja auch angemerkt, dass ich hier meine eigene Meinung schreibe, mich dann aber im Text immer auf "uns Moslems" bezogen. Das ist mir passiert, weil ich einfach hoffe und von mir bekannten Moslems auch weiss, dass es Moslems gibt, die so denken wie ich. Ich bin mir natürlich bewußt, dass genug andere, die Dinge anders sehen und andere Meinungen haben.

Bis denne!

Stephan
Stephan

Kiki

Intermediate

Date of registration: Jul 18th 2005

Posts: 89 wcf.user.activityPoints: 525

Location: Gelsenkirchen

Occupation: Student

4

Monday, July 18th 2005, 5:56pm

Ich fühle mich ebenfalls moralisch verpflichtetwie Stephan mal etwas über den Islam zu sagen.

In jeder der Drei bekanntesten Weltreligionen (Judentum, Christentum, Islam) ist Selbstmord Sünde, würden diese Terroristen also wirklich mal von ihrem "freien Willen" gebrauch machen und den Koran lesen, würden sie wissen was sie nach dem Islam danach erwartet.

Im Koran steht man soll sich vor Ungläubigen verteidigen und sie töten wo man auf sie trifft, aber nicht "übertreten", was wohl bedeuten soll, dass Gnade erlaubt ist und Kinder wie Frauen tabu sind.

Die Drei großen haben alle ihre Massaker hinter sich, da brauchen wir jetzt nicht Leute herausheben, die unter dem Mantel des Islams Verbrechen begehen, ich hoffe, dass der Großteil der Welt das begreifen wird.
Never let their jealousy or disbelief be the reason you dont or wont try
Dont let the only time you ever really fly be the day u die.
Niomi McLean-Daley alias Ms.Dynamite

Stephan

Trainee

Date of registration: Jun 13th 2005

Posts: 24 wcf.user.activityPoints: 150

Location: Hamburg

5

Wednesday, July 20th 2005, 12:20am

Hallo Aust!

Was zu deinem Text unbedingt noch gesagt werden muss ist, dass dieser Vers aus dem Koran (Sure 9 Vers 5) „….dann tötet die Götzendiener, wo immer ihr sie findet….“ nur im Falle eines Verteidigungskrieges gilt. Also dann, wenn gläubige Muslime angegriffen werden und sie getötet und ausgeraubt werden sollen. Sonst gilt dieser Vers unter keinen Umständen.
Ansonsten gelten zum Beispiel die folgenden Verse

Sure 8 Vers 38 „Sprich zu den Ungläubigen: Wenn sie aufhören, wird ihnen das bereits Geschehene verziehen.“

Sure 8 Vers 61 „Sind sie aber zum Frieden geneigt, so sei auch du ihm geneigt.“

Also: Kriegsführung ist nur möglich, wenn die Notwendigkeit zur Verteidigung besteht. Kinder und Frauen sind, wie du bereits gesagt hast, immer tabu.

Gruß

Stephan
Stephan

Kiki

Intermediate

Date of registration: Jul 18th 2005

Posts: 89 wcf.user.activityPoints: 525

Location: Gelsenkirchen

Occupation: Student

6

Wednesday, July 20th 2005, 12:31pm

Leider ist der Text aus der zweiten Sure, natürlich steht in den umliegenden Suren was von Verteidigung, aber
"Und tötet sie, wo immer ihr auf sie stoßt, und vertreibt sie, von wo sie euch vertrieben haben; denn die Verführung (zum Unglauben) ist schlimmer als Töten" ist doch sehr offensiv formuliert. Müsste Sure Zwei Vers 190 sein.

Ich wiederhole mal. "wo immer ihr auf sie stoßt", das hätte man auch besser formulieren können.

Was vielleicht deine Ausschnitte belegen was auch im Koran steht hebe ich auch mal etwas hervor.
"Wenn sie aber aufhören, so ist Allah Allverzeihend, Barmherzig."

Gerade in einem so beachteten und verbreiteten Buch ist es fahrlässig auch nur den kleinsten Zweifel am Aufruf zu Taten zu lassen.

Jedenfalls sollte man an unseren Ausschnitten erkennen können, das es laut Koran (und damit auch Gottes Gesetz??(bin mir nicht sicher, ob er das ist))
keinen Terrorismus geben darf, denn dort werden die Feinde in ihrem Land aufgesucht und Kinder und Frauen nicht verschont.

Da können wir uns um die Auslegungssache Wochen land unterhalten, aber ich finde DAS ist erstmal als Ausgangspunkt festzuhalten oder?

Noch einen schönen Tag

Kiki
Never let their jealousy or disbelief be the reason you dont or wont try
Dont let the only time you ever really fly be the day u die.
Niomi McLean-Daley alias Ms.Dynamite

Stephan

Trainee

Date of registration: Jun 13th 2005

Posts: 24 wcf.user.activityPoints: 150

Location: Hamburg

7

Wednesday, July 20th 2005, 9:34pm

Hallo Aust!

Bei unserem netten Meinungsaustausch steht natürlich im Vordergrund klarzustellen, dass der Islam Terror ablehnt. Ich halte es aber nicht für verkehrt über den Koran zu diskutieren, wie sein Inhalt aufzufassen ist und wie er ausgelegt werden kann.

Der Vers aus Sure 2, den du erwähnst bezieht sich auch auf den Verteidigungskrieg. Dort steht unter Vers 190: „Und bekämpft auf Allahs Pfad, wer euch bekämpft, doch übertretet nicht. Siehe, Allah liebt nicht die Übertreter.“
Man soll sich verteidigen gegen die Leute, die einen angreifen, darf aber nicht übertreten, indem man selbst angreift.

Dann folgt der Vers 191, den du erwähnst: „Und tötet sie, wo immer ihr auf sie stoßt. Und vertreibt sie, von wo sie euch vertrieben, denn Verführung ist schlimmer als Töten.“……

Wenn man also angegriffen wird, man sich im Verteidigungskrieg befindet, ist das Töten des Gegner erlaubt, sonst nicht. Verführung steht hier für Verführung zum Unglauben.

Und danach folgt der Vers 192, der hier unbedingt ebenfalls erwähnt werden muss: „Wenn sie jedoch aufhören, so ist Allah verzeihend und barmherzig.“

Also: Wenn sie aufhören zu kämpfen, verliert man jedes Recht weiter zu kämpfen und zu töten.

Der Koran ist ein Buch, das man nicht so einfach runterlesen kann wie ein Schulbuch oder eine Zeitung. Man muss wissen unter welchen Umständen die einzelnen Verse offenbart wurden und für welchen Zweck sie gedacht waren. Man sollte sich über die Umstände der damaligen Zeit informieren und man sollte Kommentare aus der Vergangenheit und Gegenwart von Menschen lesen, die sich mit dem Koran befasst haben und sich sehr gut auskennen. Nur dann hat man überhaupt die Chance den Koran richtig zu verstehen.
Weiterhin darf man nie vergessen, dass der Koran auf Arabisch offenbart wurde und es, wie viele Experten deutlich sagen, unmöglich ist den Koran komplett und richtig zu übersetzen. Deswegen hat es jeder, der eine Übersetzung des Korans liest, noch schwerer.

Nach Meinung aller Moslems ist der Koran Gottes Wort. Nach meiner Ansicht war es nicht fahrlässig den Koran, so wie er ist, zu offenbaren. Es ist eher fahrlässig, wie einige Menschen damit umgehen. Wenn diese Menschen ihren Umgang mit dem Koran verbessern, sind wir einen großen Schritt weiter.

Bis die Tage!

Stephan
Stephan

Kiki

Intermediate

Date of registration: Jul 18th 2005

Posts: 89 wcf.user.activityPoints: 525

Location: Gelsenkirchen

Occupation: Student

8

Friday, July 22nd 2005, 12:46am

Nachdem ich das letztemal meinen Beitrag ausversehen gelöscht hatte (Ich liebe Tastenkombinationen bei Windows:) ) hier nun meine Antwort.


Also ich könnte dir jetzt 189-192 zitieren, du kennst sicher schon den Inhalt, also lasse ich das.

Der Koran sagt: Du sollst Gnade walten lassen, aufhören wenn der Gegner aufhört, Frauen und Kinder verschonen.
Er widerspricht sich allerdings indem er sagt "Wo immer ihr auf sie stoßt", dass ist gnadenloser Krieg aller letzter Güte.
Dort wird im Verteidigungsfall jeder feindlicher Soldat getötet, egal was er macht.
Das nennt sich dann Defensiv, aha.

Jetzt ist die Frage nach der Rangordnung der Verse, ich hoffe doch, dass Gnade über dem Metzeln steht.

Man sollte auch nicht töten, wird trotzdem gemacht.

Das Buch ist schon so alt, dass wir den Verfasser leider nicht mehr fragen können, wir könnten schon auf Kommentare dritter bauen, diese interpretieren es auch wie wir, außer sie kannten den Autor.

Sehr mühsam also.


Bis dann, Kiki.
Never let their jealousy or disbelief be the reason you dont or wont try
Dont let the only time you ever really fly be the day u die.
Niomi McLean-Daley alias Ms.Dynamite

Stephan

Trainee

Date of registration: Jun 13th 2005

Posts: 24 wcf.user.activityPoints: 150

Location: Hamburg

9

Sunday, July 24th 2005, 3:44pm

Hallo Aust!

Den Widerspruch, den du ansprichst, kann ich nicht erkennen. Wie wir bereits festgestellt haben sind Frauen und Kinder immer tabu, egal was passiert, egal welche Umstände vorliegen.
Defensiv ist meiner Meinung nach, wenn man angegriffen wird. Feindliche Soldaten dürfen getötet werden, wenn sie angreifen „wo immer ihr aus sie stoßt“.
Wenn sie sich ergeben und Frieden wollen, gibt es Frieden und sie dürfen nicht getötet werden. Siehe bereits zuvor von mir angeführte Suren.
Feindliche Soldaten, die gefangen genommen wurden, sollen nach dem Krieg frei kommen, siehe Sure 47 Vers 4 ….“Danach gebt sie frei, entweder aus Gnade oder gegen Lösegeld, damit der Krieg aufhört, euch zu belasten. …..
Menschen, die keine Soldaten sind und somit keine Gegenwehr leisten, dürfen gar nicht erst gefangen genommen werden. Sure 8 Vers 67.

Meiner Meinung nach ist das ein Kriegsrecht, das in der heutigen Zeit, die ohnehin schlimmen Zuständen in Kriegen verbessern würde. Gnade steht im Koran definitiv weit über töten. Erkennt man deutlich, wenn man den Koran liest.
Das heute von Moslems oder Menschen, die sich so nennen getötet wird, hängt nicht mit dem Koran zusammen, sondern mit der Einstellung dieser Menschen.

Bis zum nächsten Mal!

Stephan
Stephan

Angelika

Intermediate

Date of registration: Jun 27th 2005

Posts: 152 wcf.user.activityPoints: 865

10

Sunday, July 24th 2005, 4:48pm

Eine Kennerin des Islam, seiner hl. Schriften bin ich nicht.

Ich kenne aber viele Muslime (Türken, Kurden), die friedliebende Menschen sind, hilfsbereite Nachbarn, Kollegen usw.. Mit einigen habe ich in Duisburg studiert (lange her...) - sie taten mir nie etwas zu Leide, mit einigen bin ich heute noch befreundet.

Wichtig ist wohl, dass wir nicht von einer Minderheit fehlgeleiteter Menschen negative Schlüsse auf die Mehrheit (der Gutwilligen) schließen.


Gut ist m.E., dass sich führende Vertreter der in England lebenden Muslime in den Print-Medien, dem Fernsehen zu Wort gemeldet haben. Ich sah ein interessantes Interview bei CNN, wo ein Muslim seinen (friedlichen !) Standpunkt, seine Trauer über die geschehenen Terrorakte zum Ausdruck brachte.



Lebe du gemäß dem Koran und trage dazu bei,
dass sich das Bild deiner Religion nicht weiter verfinstert
(ich versuche als Buddhistin meinen Weg zu gehen - d.h. glaube nicht an einen Schöpfergott - und baue auf deine Toleranz und die aller gutwilligen Muslime).


Angelika :)

Kiki

Intermediate

Date of registration: Jul 18th 2005

Posts: 89 wcf.user.activityPoints: 525

Location: Gelsenkirchen

Occupation: Student

11

Sunday, July 24th 2005, 5:49pm

Das heute von Moslems oder Menschen, die sich so nennen getötet wird, hängt nicht mit dem Koran zusammen, sondern mit der Einstellung dieser Menschen.

Ich denke das steht außer Frage.



Ich dachte bei dem "tötet wo immer ihr auf sie stoßt", an eine Situation, im Gefecht, wobei ein feindlicher Soldat allerdings einen verwundeten beschützt oder versorgt, für mich würde es unter Gnade fallen.
Für mich brint der oben genannte Ausschnitt da eine Grauzone.


Wo Angelika gerade das mit den Medien anspricht, wie steht ihr als Moslems, andere euch bekannte Muslime und auch alle anderen in diesem Forum zu dem Wort "Islamisten" ?

Auf den ersten Blick scheint es ja einzuleuchten, übertriebene und gewalttätige Auslegung des Islams, also des Korans, mit dem pejoralen Klang der Endung "isten" und ihrer meist negativen Assoziation.

Diese Terroristen, die im Namen des Korans und Allahs sterben, legen nicht den Koran aus, denn sie missachten doch ein Gesetz ihres Herrn oder?

Falls letzteres zutrifft, halte ich das Wort und unangemessen.

Falls nicht, klärt mich bitte auf.


Kiki
Never let their jealousy or disbelief be the reason you dont or wont try
Dont let the only time you ever really fly be the day u die.
Niomi McLean-Daley alias Ms.Dynamite

virus.13

Intermediate

Date of registration: Jan 7th 2004

Posts: 111 wcf.user.activityPoints: 695

Location: OVP

12

Monday, July 25th 2005, 5:34am

Hi zusammen,

Ich hab mal eine Frage:
Was ist, wenn sich viele Moslems angegriffen fühlen?
Von den Christen der anderen Insel da drüben zum Beispiel, die aus der Ferne ihre Kultur unterwandern oder zerstören; und sie keine andere Möglichkeit sehen, sich zu verteidigen, als in deren Städten offensiv die Wurzel des Übels zu bekämpfen.
Wäre das aus dieser Persektive zulässig?

Wie ihr auch schon gezeigt habt, ist das mit der Auslegung des Korans ein schwieriges Unterfangen, und ich glaube, dass bei der oben beschriebenen Frage sicherlich eine Seite mehr betont werden kann als die andere, um eine Bevölkerung zu motivieren.
Ich gehe auch davon aus, dass Terroristen den Koran auslegen, sehr strikt, einseitig vielleicht, aber sie handeln nicht einfach nur so.
Nur sicher bin ich mir dabei nicht, da ich den Koran nicht kenne.

Zu dem Wort "Islamisten":
Zwecks meiner Überzeugung, dass Terroristen den Koran deuten, interpretieren, könnte es vielleicht passen. Aber eigentlich doch nicht, da er alle an den Islam Glaubenden mit einbezieht. Ich halte es in diesem Zusammenhang eher für ein Werbewort, um eine Schublade, um alle über einen Kamm zu scheren.
Vielleicht sollte es dann auch "Christenisten" geben, um die Christen außen vor zu lassen.


LG virus

Stephan

Trainee

Date of registration: Jun 13th 2005

Posts: 24 wcf.user.activityPoints: 150

Location: Hamburg

13

Wednesday, July 27th 2005, 12:16am

Hallo virus, Aust und Angelika!

Virus, du sprichst ein wichtiges Problem an: Fühlen sich Moslems durch die Kultur des Westen angegriffen? Und haben sie deswegen das Recht in die Städte des Westens zu gehen, um dort Angriffe zu verüben?
Sich zu verteidigen, indem man in Busse und Bahnen steigt und sich dort in die Luft jagt oder mit einem Flugzeug in ein Gebäude fliegt, ist keine Verteidigung des Islams. Niemand in Pakistan, Afghanistan, Ägypten, Saudi Arabien oder irgendwo auf der Welt ist gezwungen den so genannten „westlichen“ Lebensstil zu führen. Niemand ist gezwungen Coca Cola zu trinken oder bei McDonalds zu essen. Niemand muss amerikanische Filme sehen oder auf Konzerte westlicher Musikstars gehen. Jeder hat das Recht dazu aber niemand wird gezwungen. Jeder kann weiter sein Leben führen und vielleicht auch versuchen gegen eine „Verwestlichung“ vorgehen, indem man die eigenen Werte stützt und fördert – ohne Gewalt.

Natürlich sehen Attentäter und deren Unterstützer dies anders. Sie weisen darauf hin, dass die Amerikaner genau solche Dinge ebenfalls getan haben und noch tun.
Aber was bewirken sie mit ihren Anschlägen? Ich bin überzeugt: nichts, außer das unschuldige Zivilisten getötet werden, was absolut unislamisch ist, dadurch wird der Ruf des Islam auf schlimme Art und Weise beschädigt. Meiner Meinung nach wird hier weder der Islam verteidigt noch gefördert und kein Moslem kann den Einfluss der westlichen Kultur als Grund nehmen einen Anschlag zu begehen.

Aber wie ist es zum Beispiel mit den Moslems in Saudi Arabien und im Irak. Dort sind jetzt amerikanische Soldaten in einem islamischen Staat. Müssen die Moslems diese Soldaten jetzt bekämpfen? Und hier wird es kompliziert. Die Amerikaner machen schon sehr lange den Fehler die Herrscherfamilie Saud in Saudi Arabien zu stützen, da diese für das Öl zuständig ist. Eine Familie, welche die Menschen unterdrückt und schlecht behandelt, die absolut unislamisch lebt, indem sie mit ihrem Reichtum rumprotzt. Die Menschen dort werden immer unzufriedener. Für radikale Moslems ist der Fall längst klar. Die Familie Saud und die Amerikaner müssen weg. Was passiert aber wenn radikale Moslems dieses Ziel erreichen würden und die Amerikaner zurückschlagen müssten. Wir hätten ein riesiges Problem. Die ganze Region würde zusammenbrechen, da Moslems von überall kommen würden, um die heiligen Stätten des Islam zu verteidigen. Aus diesem Grund hätten die Amerikaner längst das tun müssen, mit dem sie jetzt langsam anfangen: Dafür zu sorgen, dass die Familie Saud nicht mehr alleine regiert. Es müssen sich dort neue Parteien bilden und langsam aber sicher so etwas wie eine Demokratie aufgebaut werden. Doch was machen wir, wenn die Saudis so lange schlecht behandelt wurden, dass sie nur noch radikale Parteien wählen wollen, welche die Amerikaner und die Familie Saud rausschmeißen? Ich hoffe, dass es noch nicht zu spät ist, denn sonst kommt irgendwann in der Zukunft ein dickes Problem auf uns zu, dass schwer zu lösen sein wird. Die künftigen Konflikte werden sich um Öl und Wasser drehen, was einiges an Brisanz birgt.

Im Irak ist es anders. Wo waren die Widerstandskämpfer zur Zeit von Saddam? Einem brutalen Herrscher, der definitiv mit keiner Religion irgendwas am Hut hat, sondern nur an sich und seinen Clan dachte. Moslems wurden genauso wie Nichtmoslems getötet. Das Volk wurde ausgepresst für sinnlose Kriege. Ideale Vorraussetzungen für einen heiligen Krieg der Moslems gegen Saddam und seinen Kumpanen. Aber keiner hat dort gekämpft. Wer weiß warum?
Eigentlich war das eine Steilvorlage für die Amerikaner. Sie hätten einmarschieren und den Menschen helfen können das Land neu aufzubauen. Doch das erste was sie taten war das Ölministerium zu besetzen und den Rest der Städte den Plünderern zu überlassen. So bekam die islamische Welt recht mit ihrem Slogan „Die wollen uns nicht helfen, sondern nur das Öl“ und schon ist alles vorbei für die Amerikaner. Kein Öl, viele Tote und alle radikalen Moslems haben nach Afghanistan ein neues Traumland gefunden. Für was sie da nun eigentlich kämpfen, da wird man von den unterschiedlichen Gruppen unterschiedliche Meinungen hören. Wenn die Amerikaner mal weg sind, wird der Krieg nicht aufhören. Das ist sicher.

Zwei Länder mit großen Problemen und für Moslems schwer zu erkennen, was sie jetzt eigentlich machen sollen. Die Welt ist nicht mehr so einfach in Gut und Böse aufzuteilen. Weder für Moslems, noch für irgendjemand anders. Wer will was in dieser Welt auf welche Art und Weise für welchen Zweck erreichen? Wenn man sich diese Frage bei jedem Politiker, religiösen Führer und Widerstandsführer stellt wird man schnell erkennen, dass alles sehr fragwürdig ist.

Der Koran ist, wie ich bereits beschrieben habe, ein Buch, das viel Zeit und Wissen fordert. Man begeht einen Fehler, wenn man den Koran liest und dann meint ihn sofort auslegen zu können.
Viele der Terroristen folgen Männern, die meinen, dass sie den Koran perfekt auslegen können, weil sie mal in Afghanistan gekämpft haben. Sie hören nicht mehr auf die gebildeten Moslems, die den Islam studiert haben. Das ist ein fatales Problem, dessen Folgen wir mittlerweile jeden Tag sehen können.
Ein radikaler Moslem hat einmal im Fernsehen gesagt, dass das Wort Kampf im Koran sehr häufig vorkommt und das deshalb Kampf ein elementarer Teil des islamischen Glaubens sein muss. Was er vergessen hat zu erwähnen ist, dass das Wort Frieden ebenfalls sehr oft im Koran vorkommt. Aber natürlich kann man es machen wie dieser Moslem und sich genau die Stellen aus dem Koran raussuchen, die einem passen. Und genau das tun einige Moslems. Das ist sehr schlecht und falsch.

Das Wort Islamisten geht einher mit dem Begriff Fundamentalisten. Sie sehen ihre Auslegung des Koran als die einzig gültige an. Sie dulden keinen Widerspruch und politisieren die Religion. Solche Leute gibt es auch bei den Christen, ein kurzer Blick nach Amerika reicht aus, um dies zu erkennen. Diese Art des Denkens ist nicht unbedingt mit Gewalt verbunden. Dieses Denken kann aber, meiner Meinung nach, schnell in Richtung Gewalt führen.
Auf mich persönlich trifft dieser Begriff auf jeden Fall nicht zu und ich vermute einfach mal auf viele andere Moslems ebenfalls nicht. Ich bin mir recht sicher, dass die meisten Moslems einfach nur in Ruhe ihre Religion leben wollen und bereit sind darüber vernünftig zu diskutieren. Ich glaube deswegen nicht, dass man den Begriff Islamisten auf alle Moslems anwenden kann.

Bezüglich deiner Frage Aust, nehme ich einfach an, dass die Terroristen zumindest glauben, dass sie die richtigen Entscheidung treffen und die islamischen Gesetze befolgen. Dabei legen sie vielleicht einige Stellen des Korans aus oder nehmen sie wortwörtlich oder aber jemand in irgendeiner verblendeten Koranschule in Pakistan, der in ihrem Meinungsbild einen hohen Stellenwert hat, erzählt ihnen was „richtig“ ist. Man kann ihnen wahrscheinlich noch nicht einmal einen großen Vorwurf machen, sondern sollte sie ebenfalls als Opfer des Terrors sehen, denn sie werden ausgenutzt.

Angelika, ich denke Buddhisten wie du und Moslems, die halbwegs so denken wie ich kommen sehr gut miteinander aus. Beide Seiten wünschen sich ein positives, friedliches Zusammenleben. Was soll da schief gehen?
Wir Menschen sind allerdings leider immer in der Lage eine grundsätzlich positive Kombination zu zerstören, wie man jeden Tag sehen kann.

Bis zum nächsten Mal!

Stephan
Stephan

rudi menter

Intermediate

Date of registration: Oct 5th 2004

Posts: 95 wcf.user.activityPoints: 595

Location: sauerland

Occupation: sprachtheoretiker

14

Thursday, July 28th 2005, 12:38am

hallo,
ich finde die diskussion sehr wichtig und interessant.

daß die drei großen weltreligionen einen gemeinsamen kern
und auch gemeinsame ziele haben, ist denke ich, allen klar.

auch daß der eine gott, wie auch immer man ihn nennt, im grunde
ein und dieselbe sache ist, sollte klar sein.
meiner meinung nach ist dieser eine gott das, was im buddhismus
weltganzes, oder brahman ( nach dem hinduismus) genannt wird.

so.
terror und fanatischer glaube ist also nicht das, was der kern einer religion ist.
aber tatsache ist, ich sehe es jeden tag im fernsehen, daß es terror und fanatismus gibt.

wenn man nun akzeptiert daß es gott gibt ( daß es einen gott gibt)
wenn man daran glaubt, davon überzeugt ist und sein leben danach richtet,
dann kommt man über kurz oder lang zu der frage ob es gottes absicht, wille oder plan ist,
daß terror und fanatismus existieren. denn wenn die religion diese dinge nicht vorsieht,
warum gibt es sie dann?.

ich möchte nicht behaupten die antwort auf diese frage zu kennen,
aber ich weiß aus persönlichen erfahrungen,
daß moslems wie stephan sie beschreibt, genau wie gute christen und bekennende buddhisten
nichts schlechtes sondern nur gutes für die welt und unsere kinder wollen.

und genau da, glaube ich, liegt der knackpunkt: unsere kinder.

denn das sind die menschen der zukünftigen erde.
gerade in israel und palästina sieht man wie kinder in eine gestörte welt geboren werden.
solange kindern falsche lehren indoktriniert werden, kann nichts gutes von den menschen erwartet werden.
ich empfinde tiefsten ekel vor menschen die kindern erzählen, daß töten in gottes namen eine gute sache sei.
die kinder können nichts dafür. die saugen nur alle informationen auf, die sie bekommen können.

der islam ist die jüngste der monotheistischen weltreligionen, daher erwarte ich daß in den nächsten 100
jahren viele globale dinge vom islam beeinflußt werden.

ein bischen blöd ist, daß ich erst jetzt auf diese diskussion gestoßen bin.
ich fahre nämlich morgen in urlaub und werde also keine antwort auf eine antwort schreiben können.
aber wenn ich zwischendurch mal in einem netz-cafe vorbeischaue kann ich ja was schreiben.

viele grüße

rudi menter

virus.13

Intermediate

Date of registration: Jan 7th 2004

Posts: 111 wcf.user.activityPoints: 695

Location: OVP

15

Thursday, July 28th 2005, 3:33am

Hi Stephan,

Ich möchte erst einmal kurz etwas zu meiner Überzeugung sagen:

Ich glaube nicht, dass Menschen jemals ohne Konflikte auskommen werden. Es wird immer Kriege oder andere kleinere Ausseinandersetzungen geben.
Krieg ist in diesem Zusammenhang kein Dauerzustand; ebensowenig wie der Frieden. Sie lösen sich permanent ab. Dabei ist es auch wichtig zu sehen, dass es absolute Werte sind, es wird niemals reinen Krieg oder reinen Frieden geben. Sie sind aneinander gebunden durch verschiedene Gründe...
Und um es in den Worten einer Religion zu sagen: ohne Gott gibt es auch keinen Teufel und umgekehrt und wir sind genau in der Mitte (teuflischer Himmel oder himmlische Hölle von mir aus).

Auch wenn ich daran glaube, dass niemals wirklich Ruhe herrschen wird, solange es Menschen gibt, heißt das nicht, dass ich das gut finde. Ich liebe meine Ruhe; ich habe Frieden ganz gern.

Soviel dazu...

Ich finde es auch fatal, von "Recht haben" zu sprechen. Natürlich haben sie die Rechte, die sie sich geben. Von welchem Standpunkt aus willst du sie werten/verurteilen? Vom deutschen Rechtssystem her?
Wenn es allerdings so wie manchmal bei den Amerikanern läuft, d.h., wenn jemand seine eigenen Regeln missachtet, kann man ihn aufgrund seiner eigenen Werte des Unrechtes beschuldigen.
Meintest du das?

Mit der Familie Saud stimme ich Dir zu. Selbst Amnesty International hält Saudi- Arabien für eines der menschenrechtsverletzendsten und -verachtendsten Staaten der Welt. Was die USA dort will, läßt sich an fünf Dollarfingern abzählen.

Noch eins: soweit ich mich erinnere, wurde selbst Saddam von den USA eingesetzt, da der Irak als der stabilste Pol dort galt. Um ihn zu festigen und den amerikanischen Einfluss zu vergrößern, wurde er auch mit Waffen beliefert, die er dann, gegen amerikanischen Willen, einsetzte. Da distanzierten sie sich von ihm (z.B. der Einsatz von biologischen Waffen im Krieg gegen den Iran).
Das wird auch der Grund sein, warum Saddam keiner half.
Das passiert den Amerikanern öfter: erst durch ihr Auftreten/ Erscheinen auf einer Bühne eskaliert die ganze Sache, die sonst wahrscheinlich nicht so explodiert wäre und zurück bleibt ein Trümmerfeld.
Das sind keine unbekannten Sachen und ich glaube schon, dass sich vor diesem Hintergrund Angst um die eigene Kultur ausbreiten kann.

Meiner Meinung nach geht es dabei erst in zweiter Instanz um Coca Cola und McD. An erster Stelle stehen die Ideale, die langsam ausgehöhlt werden können.
PS: Nur Starke können sich in einer westlichen Welt gegen den westlichen Lebensstil behaupten; aber ein Volk besteht nicht nur aus Starken.

Ich entschuldige mich dafür, falls es so aussieht, als wenn ich Terrorismus verteidige. Dies soll nicht der Fall sein.
Aber es ist für mich dahingehend ein schwieriges Thema, weil zwei Parteien beteiligt sind. Es gibt nicht nur Opfer und Täter, sondern es gibt zwei Täter. Eine Reaktion erzeugt die nächste. Eine Spirale der Gewalt, wie z.B. in Israel.
Ich finde es nur tragisch, dass du dich hier verteidigst, weil die eine Seite der Täter aus deinem Lager kommt (wenn man das so sagen kann), so wie sich viele Moslems dazu verpflichtet fühlen, den Islam in SEIN rechtes/richtiges Licht zu rücken; dass sich die andere Seite der Täter aber in keinster Weise dazu herablassen kann; dass die amerikanische Überzeugung unantastbar scheint.


Hi rudi menter,

nur kurz:

Quoted

solange kindern falsche lehren indoktriniert werden, kann nichts gutes von den menschen erwartet werden


Du sprichst mir aus der Seele. Aber ist das bei uns anders?


Viel Spaß im Urlaub.

LG virus

Stephan

Trainee

Date of registration: Jun 13th 2005

Posts: 24 wcf.user.activityPoints: 150

Location: Hamburg

16

Friday, July 29th 2005, 9:53pm

Hallo virus und Rudi!

Ich stimme euch in allen Punkten zu.
Mit dem „das Recht haben“, meinte ich, dass einige Moslems bestimmte Aktionen des Westens als Angriff auslegen und dann meinen, dass sie durch den Koran das Recht haben, nun Selbstmordanschläge zu begehen. Das verurteile ich, denn ich denke, dass sich solche Handlungen nicht durch den Koran legitimieren lassen.

Saddam wurde tatsächlich von den Amerikanern gestärkt und unterstützt, damit er gegen die Iraner vorgeht. Was ich nicht verstehe ist, warum zu seinen Machtzeiten nicht die moslemischen Widerstandskämpfer gegen ihn gekämpft haben, die jetzt im Irak gegen die Amerikaner kämpfen. Saddam hat sich sehr schlimm verhalten und ein Angriff auf ihn wäre, meiner Meinung nach gerechtfertigt gewesen.
Übrigens: Nachdem der Irak Kuwait überfallen hatte, bot Usama bin Laden Saudi Arabien an, dass er mit seinen Kämpfern, die jetzt wahrscheinlich im Irak sind, das Land befreit. Doch man lehnte dankend ab, wahrscheinlich auch im Namen der Amerikaner, da er im Fall der Befreiung, Zugriff auf einige nette Ölquellen gehabt hätte. Doch man sieht, jemand wie bin Laden hat sich durchaus zugetraut gegen Saddam anzutreten, hat es aber letztlich nicht getan.

Besonders dein letzter Absatz, virus, hat mir sehr gefallen. Ich sehe es genauso wie du.

Die Frage Rudi, ob Terror und Fanatismus von Gott oder irgendeiner Religion gewollt sind, ist interessant. Ich glaube nicht, dass Religionen Terror wollen.
Werden wir alle vielleicht geprüft und einige begehen bei diesen Prüfungen schwerwiegendeFehler, wie z..B. die Durchführung von Terror, was wiederum neue Prüfungen für andere darstellt? Ist alles von Gott von vornherein festgelegt, so dass wir es nicht beeinflussen können oder gibt uns Gott immer mehrere Möglichkeiten mit unterschiedlichen Folgen, für die wir irgendwann mal die Konsequenzen tragen müssen? Ich weiß es nicht.
Mit dieser Frage könntest du hier glatt einen neuen Bereich eröffnen, ich bin mir sicher, du würdest sehr viele Meinungen dazu bekommen.

Bis dann!

Stephan
Stephan

Date of registration: Sep 29th 2005

Posts: 56 wcf.user.activityPoints: 285

Location: deutschland

Occupation: schüler

17

Friday, September 30th 2005, 9:17am

muslime glauben an einen gott den es garnicht gibt sie lehnen die gnade gottes ab und wollen sich durch taten und werke selbst erlösen

Stephan

Trainee

Date of registration: Jun 13th 2005

Posts: 24 wcf.user.activityPoints: 150

Location: Hamburg

18

Wednesday, October 5th 2005, 5:55pm

Wenn man in diesem Forum seine Meinung schreibt, sollte man diese begründen können. Das bedeutet, dass man zu einem Thema mehr schreiben muss, als nur einen Satz. Ansonsten hört sich die ganze Sache, wie in deinem Fall, an wie billiges „Stammtischgepöbel“ und man wird hier sicher nicht ernst genommen.
Ich vermute mal, dass du ernst genommen werden willst.
Bevor du etwas zu dem Thema Religion schreibst, solltest du dich informieren. In diesem Fall über den Islam aber ansonsten, besonders wichtig, über deine eigene Religion und die Grundsätze deines Glaubens.
Ich habe einige deiner Beiträge in diesem Forum gelesen und du hörst dich ganz sicher nicht wie ein evangelischer Christ an, sondern eher wie eine radikal eingestellte Person, die seine Meinung um jeden Preis durchprügeln will.
Du bezeichnest dich selbst als evangelischen Christen und willst hier im Forum vermitteln, dass du die Bibel verstanden hast und genau Bescheid weißt. Es ist allerdings offensichtlich, dass du über das Christentum und über andere Religionen ein nur sehr oberflächliches Wissen hast. Sonst hättest du mit Sicherheit schon gelesen, dass Christen, Juden und Moslems alle an den gleichen einen Gott glauben.
Schon dein Verhalten in diesem Forum spiegelt nicht das Verhalten der gläubigen Christen wieder, die ich kenne, sondern viel mehr das Verhalten der radikalen Menschen, die leider in jeder Religion zu finden sind und die Aggressionen und Intoleranz gegenüber anderen zu ihrem Grundsatz gemacht haben.
Atme jetzt einmal tief durch. Nicht wütend werden! Bleib locker. Ich würde gerne entspannt und sachlich mit dir diskutieren. Ich weiß nicht was du, neben der Bibel, bereits gelesen hast aber lies doch mal einige Bücher und verschiedene Meinungen über das Christentum, am besten nicht nur von Protestanten verfasste Bücher, sondern auch welche von Katholiken. Informier dich ein bisschen über den Islam und den Buddhismus und zieh deine Infos nicht nur aus irgendwelchen stereotypischen Aussagen.
Ich bin mir sicher, dass wird dir helfen, auch in deinem eigenen Glauben.

Stephan
Stephan

Date of registration: Sep 29th 2005

Posts: 56 wcf.user.activityPoints: 285

Location: deutschland

Occupation: schüler

19

Wednesday, October 5th 2005, 8:55pm

also jetzt mal ernstahft das war zwar ein satz den ich da geschreiben habe aber das war ein wahrer satz mehr sätze brauche ich nicht um die muslime deutlich zu erklären
wer diesen satz versteht weiß das er wahr ist und ich dadurch dann ernst genommen werde weil er wahr haftig den über einstimmt wie es ist
man wird doch nicht nur ernst genommen wenn man viele dinge schreibt also wirklich was war das denn für eine dumme aussage von dir
wie die lehrer schon so naiv spricht du die lehrer sagen z.B immer stell dich oder setz dich in die ecke um nach zudenken weilich zum beispiel was böses gemacht habe aber ich kann doch auch in der mitte nachdenken oder im liegen ich kann in der ecke zu gott beten aber auch in der mitte also was soll deine naive aussage denn
guck mal willst du lieber 100 dumme und sinnlose schreiben wo man dann nichts draus erfassen kann oder lieber einen satz der sinn macht der leicht zu verstehen ist und wo man draus was erfassen kann
und jetzt noch was wir glauben nicht alle an den gleichen gott das denke viele nur in echt glauben wir alle garnicht an den gleichen gott
also ich will mal was zu dem koran sagen
im koran steht das ´menschen auf mohamed steine geworfen haben und er hat ihn trotzdem nicht getan dazu will ich dir was sagen mein feund ist muslim und er hat das mir erzählt ich zitiere ihn dir mal guck doch mal deinen dummen jesus da an die leute haben ihn zwar beschimft aber ihn nicht geschlagen oder so bei uns haben sie mohamed mit steinen abgeworfen und was soll das aussagen nämlich garnichts ich glaube auf jedenfall das kreuzigen die schlimmste sache ist
um zu mir zu kommen woher sollst du denn bitte schön wissen wie das mit mir ist du denkst naja schön dann gebe ich dir dazu mal meine antwort dann denkst du aber falsch
die muslime denken wenn sie mit ihren koran mit den taten z.B 5 mal am tag betete das dadurch alles besser wird und sie so durch alles griegen und rhuig bin ich ich bin ein gelassener typ
und aggresiv mit meinen glauben will ich auch nicht durch die welt gehen sonderen mit wahren worten oder schriften

gruß freiheit durch gott

bersercare

Trainee

Date of registration: Apr 15th 2005

Posts: 19 wcf.user.activityPoints: 105

Location: Karl Marx Stadt

20

Sunday, October 9th 2005, 11:44am

Was bringt einem "Muslim" dazu alle ungläbigen Frauen vor den Kopf zu stossen, und nicht den Gruß zu erwidern?
Am Beispiel bleibend, "Mann" reicht seine Hand zum Gruß nicht einer Lehrerin, und erklärt mit Lächeln, das jede Frau unrein ist dieser Akt mit der Religionsausübung nicht vereinbar. Ist auch die muselmanische Frau unrein?
Ist das verletzend genug, psychische Gewalt? Ich hoffe nicht, sonst würden die Gerichte hier einen Fallm ehr anhaengig haben.
Gibt es fuer ein solches Verhalten Begruendungen, die es den Ungläubigen ermöglichen, solches zu erklären und zu akzeptieren?

wcf.user.socialbookmarks.titel