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Piano Rose

Trainee

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1

Sunday, July 10th 2005, 4:51pm

Definition der Sehnsucht

Ich hab mir hier mal Gedanken zum Thema Sehnsucht gemacht. Ist zwar nur ein Vierzeiler geworden, aber mein Motto ist auch meistens: "In der Kürze liegt die Würze!". Man kann viel reden und doch nichts sagen, aber man kann auch wenig sagen und die wichgsten Gedanken mitgeteilt haben.
Also hier ist mein Gedicht:

Die Sehnsucht ist’s, die uns vorwärts treibt,
Die Sehnsucht ist’s, die Gedanken an den Himmel schreibt,
Die Sehnsucht ist’s, die jeden umwirbt,
Die Sehnsucht ist’s, die als letztes stirbt.

Erst wenn die Macht der Liebe größer ist als die Liebe zur Macht,
werden wir Frieden finden.
-Jimi Hendrix-


Toby

Sage

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2

Sunday, July 10th 2005, 5:08pm

RE: Definition der Sehnsucht

Quoted

Die Sehnsucht ist’s, die als letztes stirbt.

schon wieder was gelernt... ich dachte es wäre die Hoffnung, die als letztes stirbt...

Was das "Gedicht" anbelangt: deutlich zu flach. Und von "Würze", die du hier in der Kürze zu präsentieren meinst, kann auch keine Rede sein. Dass dieser kurze Text nicht einmal annähernd in die Tiefe geht, kann man durch eine einfache Austauschprobe herausfinden; "Sehnsucht" könnte man ohne weiteres durch "Liebe" (es lebe das Klischée) ersetzen, ohne deinem Vierzeiler den Sinn zu entziehen.
Diesem "Gedicht" fehlt so ziemlich alles; wenn du dich zumindest für ein Thema entscheiden könntest, das nicht derart abgenutzt ist und es in ansprechender Form bearbeitetest - was bedeutet, dass du dir selber Gedanken machen müsstest - wäre ein Anfang gemacht. So jedenfalls kann es mich nicht überzeugen...
"Ach, aber mit Versen ist so wenig getan, wenn man sie früh schreibt. Man sollte warten damit und Sinn und Süßigkeit sammeln ein ganzes Leben lang und ein langes womöglich, und dann, ganz zum Schluß, vielleicht könnte man dann zehn Zeilen schreiben, die gut sind. Denn Verse sind nicht, wie die Leute meinen, Gefühle (die hat man früh genug), - es sind Erfahrungen."
(Rainer Maria Rilke, Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge)

This post has been edited 2 times, last edit by "Toby" (Jul 10th 2005, 5:10pm)


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3

Sunday, July 10th 2005, 6:09pm

RE: Definition der Sehnsucht

hallo Piano Rose

kann mich da nur IV Blackshield anschliessen.
habe spätestens beim lesen der letzten zeile unwillkürlich sehnsucht durch hoffnung ersetzt und enttäuscht deinen vierzeiler ins prunkgemach der schatten zurückgeschickt.

nichts für ungut
alcedo

Steffi

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4

Sunday, July 10th 2005, 7:52pm

Wenn überhaupt, dann doch nur ein Gedankenfetzen.
Kann mich den anderen nur anschließen und werde den Text verschieben.

Grüße,
Steffi
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Angelika

Intermediate

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5

Sunday, July 10th 2005, 8:23pm

Das Thema würde ich mal im Auge behalten (ist es doch wohl zeitlos, da man immer lieben, hassen, sehnen usw. wird) und auch ruhig diese Wiederholung der Zeilenanfänge.

Was mich stört, ist das leicht angestaubte Reimen - aber ich weiß, ich weiß, es ist eine Sache des Geschmacks...

Was mich jedoch bei Lyrik aus dem soundsovielten Jahrhundert nicht stört, wo mich durchaus ein Reim anspricht, da geht es mir bei neuzeitlicher Lyrik ganz anders.

Noch ein schönes Wochenende,
:]Angelika

This post has been edited 1 times, last edit by "Angelika" (Jul 10th 2005, 8:24pm)


vogelweide

Unregistered

6

Monday, July 11th 2005, 9:57am

Sehnsucht

Hoffnung und Sehnsucht sind wohl Geschwister, die Hand in Hand gehen - poetisch gesehen Brüderchen und Schwesterchen.

Zur Hoffnung ein Satz des italienischen Philosophen Massimo Scaligero:
"Die Hoffnung ist die Kraft, die die Erwartung des Guten lebendig erhält."

Mehr oder weniger sind, sobald man Gedichte schreibt, wie unbemerkt Brüderchen und Schwesterchen mit dabei.
Es gibt wohl Befindlichkeitsphasen, wo sich das Brüderchen wünscht, das Schwesterchen möge etwas näher rücken.

Zum Vierzeiler: Klingt schlicht, erinnert ein wenig an Poesiealbum, drückt aber schon aus, was es fühlend meint.

Was das "im Auge behalten" von Angelika betrifft. Ich stelle einen Versuch herein, der gewissermaßen das "Schwesterchen" (als Kind) gegen das kritische "Erwachsensein" rechtfertigen will.

Piano Rose

Trainee

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7

Thursday, September 28th 2006, 8:59pm

vogelweide hat es bereits gesagt.

Quoted

Zum Vierzeiler: Klingt schlicht, erinnert ein wenig an Poesiealbum, drückt aber schon aus, was es fühlend meint.
Es wurde von mir nie beabsichtigt ein Hammergedicht zu schreiben, dass nur so vor Metaphern und geschwollener Sprache trotzt. Ich wollte ein kleines schlichtes Gedicht schreiben. Was kurzes, was man auch mal jemandem sagen oder auf einer Postkarte notiert.

Erst wenn die Macht der Liebe größer ist als die Liebe zur Macht,
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-Jimi Hendrix-


Toby

Sage

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8

Friday, September 29th 2006, 6:25am

Piano Rose, bitte beachte, dass das Hochpushen von Gedichten nicht gestattet ist. NTSR / Super Moderator
"Ach, aber mit Versen ist so wenig getan, wenn man sie früh schreibt. Man sollte warten damit und Sinn und Süßigkeit sammeln ein ganzes Leben lang und ein langes womöglich, und dann, ganz zum Schluß, vielleicht könnte man dann zehn Zeilen schreiben, die gut sind. Denn Verse sind nicht, wie die Leute meinen, Gefühle (die hat man früh genug), - es sind Erfahrungen."
(Rainer Maria Rilke, Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge)

Piano Rose

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9

Friday, September 29th 2006, 1:10pm

Was heißt denn hier hochpushen? Nur weil ich nach längerer Zeit einen Kommentar zu meinem Gedicht kommentiert habe, der zuvor noch nicht von mir kommentiert wurde? Das ist ja wohl nichts schlimmes.

Außerdem bin ich erst in den letzten Tag mal wieder hier gewesen und habe da bei meinen erstellen Themen mal vorbeigeschaut, was und ob sich da was getan hat.

Erst wenn die Macht der Liebe größer ist als die Liebe zur Macht,
werden wir Frieden finden.
-Jimi Hendrix-


Toby

Sage

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10

Friday, September 29th 2006, 4:22pm

Also bitte. Der Text wurde ein Jahr lang nicht kommentiert und der User, den du zitierst, ist mittlerweile längst nicht mehr aktiv.
"Ach, aber mit Versen ist so wenig getan, wenn man sie früh schreibt. Man sollte warten damit und Sinn und Süßigkeit sammeln ein ganzes Leben lang und ein langes womöglich, und dann, ganz zum Schluß, vielleicht könnte man dann zehn Zeilen schreiben, die gut sind. Denn Verse sind nicht, wie die Leute meinen, Gefühle (die hat man früh genug), - es sind Erfahrungen."
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Piano Rose

Trainee

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11

Saturday, September 30th 2006, 11:08am

Das ist doch völlig egal. Goethe ist auch schon lange tot und trotzdem werden seine Werke immer noch in Schulen und Literaturkreisen besprochen.

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-Jimi Hendrix-


Steffi

Lyrisches Licht

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12

Saturday, September 30th 2006, 12:35pm

Goethe sorgt aber nicht persönlich dafür, dass seine Texte aktuell besprochen werden ;).

Wie NTSR schon sagte, macht es wenig Sinn mit jemandem eine Diskussion zu führen, der schon nicht mehr aktiv oder gar registriert ist. Es ist einfach nicht die feine Art seine alten Texte selbst wieder hochzuholen und somit die neueren nach hinten zu verdrängen.
Ich werde den Faden jetzt schließen.

Steffi
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