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Kyle Albrecht

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1

Tuesday, June 28th 2005, 5:19am

Kritiken vs. Gedichte

Mir steht es bis hier.


dada.punkt
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Kyle Albrecht

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2

Tuesday, June 28th 2005, 8:59am

Ich erweitere meine Aussage mal:

Mir geht es nur darum, dass es einfach zu viele Leute hier im Forum gibt, die ohne unterlass Gedichte veröffentlichen, Kritik mit offenen Armen empfangen, jedoch sonst nichts weiter einbringen.
Das ist in meinen Augen auf dauer in einer Community wie dieser nicht tragbar, weil es (mindestens) zwei unangenehme Folgen hat:

- Die meisten "Neulinge" erleben Kritik oft nur von einer Kleinen Schar von Leuten, was zum einen nicht viel Vielfalt bedeutet und zum anderen dazu verleiten mag, das Kritsieren jenen zu überlassen.
Heisst: Kritik bleibt an einigen wenigen hängen. (Ich erlebe es hier sehr stark, dass ausführliche Kritik fast nur von der Moderation gegeben wird)

- Es kristalisiert sich eine Form von Gedichten heraus, die man als "massentauglich", also leicht einsehbar, bezeichnen könnte. Weil es nunmal so ist, dass viele hier das Schreiben lernen (ich habe das z.b. auf ".com" getan) bleiben Kreativität und Vielfalt auf Dauer auf der Strecke.


Vielfalt ist hier auch ein Stichwort, denn manch einer wird sich schon nach kurzem wieder zurückgezogen haben, da ein großer Teil dieser Community wirklich nicht den Sinn von Geben verstanden hat.

Hier will ich auch klar diese "Immer-Her"-Mentaliät anklagen, ja sie kotzt mich richtiggehend an. Es kann einfach nicht angehen, dass jemand 4 Gedichte veröffentlicht und 1 Kritik verfasst. Dieses Verhältnis und jedes ähnliche Verhältnis kann nicht klappen.
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Biggy

Schlafende Lärmerin

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3

Tuesday, June 28th 2005, 10:39am

Danke, dass du das noch einmal ausführlich geschildert hast.
Ich bin ein Neuling und mir geht es etwas anders, als du geschildert hast aber vielleicht kommt man ja irgendwann auf einen gemeinsamen Nenner.

Zunächst war ich angetan von diesem Forum und dachte: Wow! Hier sind ja jede Menge Könner zugange und man kann viel lernen. Es gab viel Schönes zu entdecken.
Bis heute erstaunt mich die uneigennützige und professionelle Hilfe, die den Autoren zuteil wird.
Dann spürte ich auch merkwürdige Umgangsformen, deren Ursache ich nicht verstand-
nun habe ich fast den Eindruck, dass es an der Zeit wäre, eine Art "Bedienungsanleitung" für das Forum aufzustellen. Man bekommt eure Anliegen, Maximen, Foren-Bezeichnungen, Begrifflichkeiten, die art und Weise, wie man sich hier vorstellt etc. nicht so schnell mit, wenn man euch zum ersten Mal begegnet. Im Regelwerk ist das vielleicht zu allgemein gehalten.

Außerdem sehe ich hier langsam eine riesen Diskrepanz zwischen einer kleinen Gruppe von Könnern und einer riesigen Masse an Anfängern. Da ist es zwangsläufig irgendwann so, dass die Könner sich überfordert fühlen und frustriert reagieren.

Andererseits kannst du auch kaum von einem Anfänger erwarten, dass er den Mut hat, hier einen Könner oder alten Hasen zu kritisieren.
Ich weiß auch nicht, ob der Anfängerkritiker danach in seiner ihn erreichenden Kritik an der Kritik bestärkt wird, das weiter zu tun. Da müssen wohl alle Seiten sehr sensibel reagieren, mehr Dankbarkeit äußern.

Und es scheint heutzutage schwer zu sein, sich in die Sprache von jemand anderen hineinzuversetzen, seine "Nüsse" zu knacken oder anders gesagt, die sprachlichen Bilder des anderen zu entschlüsseln. Das kostet Einfühlungsvermögen und Kraft. Nicht jeder versteht die Bilder des anderen, kann mit der Thematik eines Gedichtes etwas anfangen, weil es nicht immer Themen anspricht, die einen selber bewegen.

Wenn du als Anfängerkritiker dann vor dir schon professionelle Kritik liest, wirst du vielleicht auch abgeschreckt, selbst etwas zu posten oder nicht jeder kann den Widerspruch zu seiner eigenen, unbedeutenden Kritik aushalten. Du siehst, es gibt zahlrteiche Ursachen, die zu diesen Entwicklungen führen.

Wenn ihr allerdings auch bemerkt, dass es unter den Usern professionelle Schreiber gibt, die ihre Werke vorzeigen und niemand anderem Kritik für seine Werke geben, dann würde ich ihn an eurer Stelle auch dringend darum ersuchen, mitzuhelfen- aber auf eine Art und Weise, dass er genügend wohlverdientes Lob für seine Kunst bekommt und gleichzeitig, die Pflicht hat, sein Wissen der Community zur Verfügung zu stellen. Ansonsten erinnert sein Dasein im Forum wirklich an Eigenwerbung, Egoismus und Überheblichkeit. In dem Sinne stimme ich dir voll und ganz zu.

Steffi

Lyrisches Licht

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4

Tuesday, June 28th 2005, 11:02am

Quoted

dass es an der Zeit wäre, eine Art "Bedienungsanleitung" für das Forum aufzustellen. Man bekommt eure Anliegen, Maximen, Foren-Bezeichnungen, Begrifflichkeiten, die art und Weise, wie man sich hier vorstellt etc. nicht so schnell mit, wenn man euch zum ersten Mal begegnet. Im Regelwerk ist das vielleicht zu allgemein gehalten.


Danke für diese Aussage Biggy. Soetwas in der Art ist im Internen bereits letzte Woche angesprochen wurden, genau wegen dem Thema, das Kyle jetzt hier öffentlich noch einmal anreißt. Ich würde es Grundgedanke und Selbstverständnis nennen, welches aber - sollte es sich durchsetzen - wohl eher nicht im Regelwerk festgehalten sein wird, da es keine feste Regel ist, sondern vielmehr extra oben angepinnt wird mit einem Verweis auf das Regelwerk. So zumindest stelle ich mir das vor.

Liebe Grüße,
Steffi
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Biggy

Schlafende Lärmerin

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5

Tuesday, June 28th 2005, 11:14am

@Steffi: "Grundgedanke und Selbstverständnis" als Einleitung oben, über allem andreren, finde ich perfekt!
Vielleicht entstehen ja auch wegen des Fehlens dieser Aussagen Mißverständnisse.
@Kyle Albrecht: Nachtrag
Ein gutes Stück Kritikfähigekeit (welche anzuehmen und auszuteilen) kommt ja erst mit wachsender fachlicher Kompetenz, die man sich erst erarbeiten muss. Etwas anderes ist es, wenn der Autor mehr Wert auf Gefühlsschilderungen legt, wenn er wissen will, ob seine Botschaft auch von anderen verstanden wird.
Ich denke, man sollte als Autor auch unter sein Werk schreiben, was man kritisiert haben möchte. Viele Gedichte sind mir begegnet, wo gar nichts dabei stand und ich fragte mich, ob ich überhaupt was dazu sagen soll oder ob der Autor einfach nur froh war, das hier zu veröffentlichen, dass er Spuren gesetzt hat (fast wie ein autistischer Selbstdarsteller *g*). Meine Beiträge können bisher nur vom Gefühl aus gehen- sorry, mehr könnt ihr nicht erwarten.

Steffi

Lyrisches Licht

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6

Tuesday, June 28th 2005, 11:18am

Hallo Biggy,
Meine Zeit ist knapp bemessen, deswegen nur kurz : Jeder Beitrag, der zeigt, dass sich der Kommentierende mit dem Text auseinandergesetzt hat, egal auf welcher Ebene, zählt!
Ich freue mich über jeden Beitrag zu meinen Texten, auch wenn es nur ein paar Gedanken dazu sind, die dem Leser gerade in den Sinn kamen als er sich mit meinem Text beschäftigte.

Liebe Grüße,
Steffi
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Kyle Albrecht

Professional

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7

Tuesday, June 28th 2005, 12:08pm

Hi Biggy!

Das mit der "professionellen" Kritik ist auch ein Gedanke den ich weiter gesponnen habe, als ich ihn hier ausformuliert habe.

Klar muss ein Neuling erstmal Kritik erfahren, um sich quasi nach ihr richtend als Kritiker zu betätigen. Der Mensch lernt nunmahl durch Nachahmung.
Ich denke nicht, dass hier ein einziger professioneller Kritiker sein Handwerk betreibt.
Es ist vielmehr so, dass man eben das formuliert, was man denkt in einem Gedicht zu erkennen (Interpretation) und das, was man gelernt hat in einem Gedicht zu erkennen (Metrik, Reime, etc.).
Das spielt natürlich alles ineinander, aber jeder ist fähig einem Autor eine Art objektive Meinung zu präsentieren. Fachworte sind nicht das Mass aller Dinge, vielmehr die Tatsache, dass man als aussenstehender eine Art Distanzierte Meinung formuliert, die dem Autor einen neuen Blick auf sein Werk ermöglicht.

Ein Punkt vielleicht noch:
Ich selbst habe eigentlich auch nicht viel Ahnung vom Kritiken schreiben.
Da macht es mir natürlich noch viel mehr aus, wenn so wenig andere Resonanz auf die Gedichte kommt.
Da schreibt man was wovon man oft nicht 100% überzeugt ist und der Autor nimmt das auch gleich für absolute Wahrheit, ohne überhaupt noch eine andere, vielleicht komplett andere Kritik zu Augen zu bekommen.
Zumal ich selbst als Kritiker nicht viel lernen kann, wenn meien Kritik allein im Raum steht, auch wenn ich mich total geirrt habe. Das geht auch Hand in Hand.

@ Steffi: In das sagenumwobene "Interne" habe ich leider keine Einsicht. ;)
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Blumentopf

Forenopa - Administrator

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8

Tuesday, June 28th 2005, 1:31pm

Hallo,

dieses Problem ist ein alt bekanntes Problem, welches kaum Möglichkeiten zur Regulierung aufbietet.

Es werden immer Menschen sich hier registrieren die nur ihre eigenen Gedichte abladen, die Kritik dafür einstecken und wieder gehen. Man kann diese Menschen zwar nett darauf hinweisen sich doch mehr in die Community ein zu bringen, aber man kann sie nicht zwingen.

Wir werden hoffentlich so bald wie möglich eine Forenphilosophie erarbeiten und wie es Steffi bereits ankündigte in den Foren neben dem Regelwerk pinnen.

Aber auch wenn diese fertig gestellt wurde, ist sie kein Freibrief für das Umgehen mit derartigen Autoren. Ihnen verbieten das zu machen kann man trotzdem nicht, aber man kann die einzig wirklich sinvolle Alternative immer praktizieren - ignorieren.
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Anomalie

Trainee

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9

Tuesday, June 28th 2005, 2:28pm

Hallo Leute,
ich bin gerade auf diese Thread gestoßen und habe ihn interessiert verfolgt.
Da auch ich ein absoluter Neuling bin kann ich mich nur den Ausführungen
von Biggy anschließen.
Persönlich fühle ich mich sehr verunsichert um zu einem Gedicht Stellung zu nehmen,
was einfach „nur“ :D an den Erläuterungen liegt, die ich zu meinen Erstlingswerken
bekommen habe.
Dies bitte ich, nicht falsch zu verstehen, denn es hat mich schon sehr überrascht,
wie professionell dies geschieht und einem plötzlich klar wird,
welchem Kompetenzmangel man unterliegt, aber dann, im Gegenzug,
völlig uneigennützige Hilfe dargeboten bekommt, um dazu zu lernen.
Sofern man dies will/kann, aus welchen Gründen auch immer.

In anderen, mir bekannten, Gedichteforen ist mir derartiges noch nie begegnet,
dort stellt man sein Werk ein und Andere sagen halt: es gefällt oder nicht,
beschreibt eventuell noch den Eindruck den man gewonnen hat und ähnliches.
Also rein gefühlsmäßig. Dieser Wertschätzung unterliege auch ich, denn anders
wäre es mir auch nicht, aufgrund von Unwissenheit, möglich.

Doch da hier bei den Wertschätzungen andere Maßstäbe angesetzt werden,
zumindest ist das mein Eindruck, wagt man derartiges selbst nicht.
Verständlicher Weise, wie ich meine.

Meine Meinung
Einem Neuling müsste daher an geeigneter Stelle, zu Beginn klar gemacht werden,
dass dieses Forum etwas Besonderes bietet, was er in Anspruch nehmen kann.
Also müsste unter dem Eingestellten, der Wunsch nach Kritik geäußert werden,
aber auch, falls nicht gewünscht, eine zeitliche Begrenzung zum Verbleiben des
Eingestellten „vereinbart“ werden.
So, denke ich, würde man die wirklich Interessierten, hier halten können.

Liebe Grüße,
Anomalie

Biggy

Schlafende Lärmerin

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10

Tuesday, June 28th 2005, 2:38pm

Schön, dass mal Klartext gesprochen und die persönlichen Betroffenheiten sichtbar werden.
Jeder hat seine Sicht auf die Dinge und muss sie den anderen darlegen, um verstanden zu werden.
Man hat es als Neuling ebenso schwer wie als Administrator- der eine muss sich Zurechtfinden, Einbringen, in gewissem Maße anpassen lernen, wird irgendwann mal mitbekommen, dass er blutiger Anfänger und doch noch nicht so genial ist wie geglaubt- der andere muss pausenlos Neulinge begrüßen, einarbeiten und mit nicht enden wollender Höflichkeit zum Verweilen animieren und das auch noch auf hohem Niveau.

Das Niveau ist etwas, was man in vielen anderen Foren vermisst und das wird allein durch die Professioanalität und Ernsthaftigkeit seiner Mitglieder hier bestimmt- durch eine gute Umgangskultur.
Dazu gehören u.a. Respekt, Anerkennung des Individuellen und gleichzeitig Neugier und der Mut zur Unangepasstheit. Es wäre mir einfach zu langweilig, wenn sich alle nur nach dem Munde reden oder heucheln.
Vielfalt, Originalität, Ideenreichtum, Einzigartigkeit und der Mut, Fehler zu machen, zu experimentieren sind ebenso Eigenschaften, die ich schätze wie professioneller und gefühlvoller Umgang mit Werken aller Art. Es gibt ja nicht nur einen einzigen Weg nach Rom.

Je mehr Werke gepostet werden, desto schwieriger wird es, etwas dazu gesagt zu bekommen. Wir leben in einer Flut von Informationen und es wird sich jeder immer nur rauspicken, was etwas mit ihm zu tun hat, mit seiner eigenen Gedanken- und Gefühlswelt. Daneben wird man auf Leute eingehen, die sich durch ihren Schreibstil von anderen abheben.

Sollte man keine Kritik bekommen, hat man entweder zur falschen Zeit, am falschen Ort gepostet (weil gerade jede Menge anderer schöner dinge neu erschienen sind) oder man trifft einfach nicht den Nerv der Leser oder man hat hier noch keinen "Namen".

Dass sich das Werk von alleine durchsetzt, wird wohl in den wenigsten Fällen zutreffen.
Ich schätze, man ist angewiesen auf gute "Nachbarschaft" und es hängt viel von einem selber ab, ob geantwortet wird oder nicht.
Insofern gebe ich Blumentopf recht, man kann immer nur bitten und sollte sich anders herum nicht aufreiben und versuchen wollen, es jedem recht zu machen.

Wenn Leute wie Steffi sich pausenlos die Mühe machen, anderen etwas beizubringen, ist das unschätzbar wertvoll für ein Forum und wird neben dem Empfänger auch dem Sender etwas bringen- er lernt auch viel dabei.

Da ich auf andrem Gebiet ein professioneller "Sender" bin, weiß ich, wovon ich rede. Man gibt und gibt und wartet selbst mal auf ein Fünkchen Rückkopplung und Anerkennung. Darauf kann man in der heutigen Zeit, wie mir scheint, sehr lange warten. Die Menschen haben viel von der Selbstdarstellung und vom Nehmen aber nicht vom Geben gelernt. Die meisten sind defizitär und können nicht geben geschweige denn danken!

@Kyle: Ich denke schon, dass es hier Professionelle und Laien gibt. Das wird in der Qualität der Posts deutlich. Und "eine Art objektive Meinung" gibt es in meinen Augen gar nicht. (objektiv und Meinung schließen einander aus) Es gibt nur subjektive Meinungen zur Rezeption und Fachkritik, gespeist vom Fachwissen. Das sind 2 Paar verschiedene Schuhe.
Dennoch können Fachleute oder professionelle Laien sich auf der Fachebene streiten, weil sie fachwissenschaftlich anderer Auffassung sind- siehe Haikus- oder weil sie Fachbegriffe und Richtungstendenzen anders verwenden, deuten und andere Termini nicht so verwenden wie das Gegenüber.
Außerdem ist Kunst- egal in welcher Form- immer individuell verstanden worden- entweder als Kitsch, als fachlich perfekt, als Gefühlsäußerung, Gefühlsduselei, als Hilfe für das Leben, zur einfachen Unterhaltung oder als fomale Übung usw.. Dies zu unterscheiden, fällt wahrscheinlich nicht so leicht, wenn es nicht ausdrücklich irgendwo vom Autor einsortiert wurde.
Wie jede Form von Kommunikation ist das Schreiben von Gedichten und Kritik an Text-Regeln, Textformen oder gerade daran vorbei ein subjektiver Akt.
Objektiv kann nur die Form/ das Handwerk beurteilt werden und selbst da gibt es heutzutage ein Aufweichen von akademischen Regeln. Das kenne ich zumindest aus der Kunst. Da werden plötzlich Farb- und Materialkombinationen oder Darstellungsweisen salonfähig, die früher zu Gelächter, Verbot oder Verfolgung geführt hätten.
Letztendlich zählt nur, dass Sender und Empfänger mit dem Akt der Kommunikation und/ oder seinem Produkt zufrieden sind. Auf welche weise das gelingt, haben beide Seiten selbst in der Hand. Nur wer nicht auf andere zugeht, bleibt einsam.

@Anomalie: Wir haben fast gleichzeitig gepostet und so ergänze ich mal etwas zu deiner Meinung. Ich stimme dir voll und ganz zu!!!! ;) :D

@psychronicon : Und das ergänze ich auch noch, weil es mir so gut gefallen hat, wie du
dich um die Leute hier bemühst : Ein Hallo an alle!

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Blumentopf

Forenopa - Administrator

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11

Tuesday, June 28th 2005, 5:12pm

Ersteinmal muss ich für euer Interesse danken das Forum immer ein stückchen voran zu bringen, es freut mich sehr solch interessierte und aufmerksame Mitglieder zu haben:)

Dies also mal vorweg...

Zum Thema: Wie gesagt, wir werden in naher Zukunft eine Forenphilosophie veröffentlichen, die aber eben nie als Regel zu verstehen sein darf, sondern lediglich als Richtlinie bzw. Selbstverständnis wie es Steffi bereits sagte.

Ob sich die einzelnen Mitglieder dann auch danach richten bleibt ihnen überlassen, denn wir können sie nicht zwingen.

Aber Autoren die sich eben nicht daran halten sollten in Zukunft auch gar nicht mehr die Möglichkeit bekommen sich einfach Kritik ab zu holen und wieder zu gehen.
Das schaffen wir aber nur, wenn die Kritiker in diesen Fällen sich zurück halten und ein bisschen ein Auge darauf haben wen sie kritisieren.

Dabei darf aber nie eine Favorisierung einzelner Autoren entstehen, sondern die Kritiken müssen gleichermaßen an die verteilt werden die sie gern annehmen und damit arbeiten, auch im Sinne der Kritiken die sie später selbst erstellen.

Was die Neulinge und deren fehlende Kompetenz an Kritiken angeht, so muss man sagen das sich ein erfahrener Autor in der Regel auch über subjektive Meinungen freut, solange die nicht nach dem Motto "Hat gefallen" ausfallen.
Wenn ein Neuling einem erfahrenen Autor berichtet was ihm am Gedicht gefallen hat und was nicht so, ist das auch sehr erwünscht.
Mit steigender Fachkompetenz kann auch der neuling immer mehr auch Kritiken im Stile der "erfahrenen" erstellen.
Es ist ein unterrichten und lernen. Die, die jetzt lernen sollten im optimal Fall später unterrichten.

Wenn wir diesen Weg erreichen werden sich noch viele Autoren nach uns an dieser Seite erfreuen können.

Man sollte aber nie falsche Scham entwickeln indem man denkt das man selbst nicht so viel weiß wie andere und deswegen sich ganz raus hält.
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psychronicon

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12

Tuesday, June 28th 2005, 7:53pm

Hallo an alle,

Da finde ich hier ein wirklich interessanten Thread mit
vielen Dingen, die sich wie aus meiner Seele gesprochen
lesen und da taucht schwupps mitten drin mein Nickname auf.

Also, Biggy, das Kompliment, was Du mir da machst, mag
ich nicht so recht annehmen. Da gibt es Leute, die deutlich
mehr Zeit aufwenden, die neuen Mitglieder in diesem Forum
zu begrüßen und die will ich auf keinen Fall von dem Podestplatz
verdrängen, den sie verdienen.

Natürlich sind da vor allem die Mods und Admins hervorzuheben,
denen ich, die Gelegenheit nutzend, an dieser Stelle meinen
persönlichen Dank ausprechen möchte.Ihr leistet
wirklich klasse Arbeit. (Mußte mal gesagt werden ;) )
Ich bin gespannt auf eure erarbeitete Forenphilosophie.
Habt ihr vor, Teile davon noch zur öffentlichen Diskussion
zu stellen ? *um so ein klein wenig mitgestaltungsmöglickeit winsel*



Als kleine Anregung für die Neulinge, die gerne eine Kritik zu
ihren veröffentlichten Werken hätten, aber nicht bekommen..
(Ich bin ja eigentlich selber noch ein Neuling)
Warum denn so passiv. Mann kann durch die Zahl der Posts, sogar
pro Tag (im Profil eines Users) sehr schnell sehen, welcher der anderen
User häufig aktiv ist und welcher nicht. Man kann an bereits
veröffentlichten Kritken sehen wer ein Metrik-, Chiffre- oder
Haikuspezialist ist oder ob jemand einfach eine subjektive
(gefühlte) Bewertung zu Gedichten schreibt.
Schließlich müßt Ihr Euch eigentlich nur noch entscheiden wie
ihr euer Gedicht kommentiert haben wollt, ob eher fachlich oder
eher subjektiv emotional, schließlich die passenden Leute
raussuchen und dann einfach eine PN an diese Leute schreiben und
ihr werdet merken, wenn man höflich fragt, dann wird man zumeinst
auch prompt bedient. ;)
Tja und nicht vergessen, das der so gefundene Kritiker bei seinem
nächsten Gedicht, ebenfalls einen Kommentar verdient hat.

Angst davor zu haben, nicht qualifiziert genug zu sein, um eine
Kritik schreiben zu dürfen, braucht meiner Meinung nach keiner
zu haben, solange Ihr bei Eurer Kritik eine gewisse sprachliche
Ebene wahrt, höflich seid und eure Kritik nach besten Wissen und
Gewissen verfasst.

Als Abschluß nutze ich ein Zitat von Marot:
"Nimm das Internet einfach nicht so ernst!"

(Ich war mal so frei die 3 Rechtschreibfehler im Satz zu
korrigieren ;) )

Liebe Grüße
Dennis

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Kyle Albrecht

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13

Tuesday, June 28th 2005, 7:54pm

Ich habe gerade mit einem Kumpel über Kritiken geredet. Er ist in einer Photocommunity aktiv und beschäftigt sich somit selbst auch damit.

Der Schluß unseres Austausches ist mit dem folgenden Leitfaden ganz gut zusammengefasst:

Wenn du ein "gefällt mir gut" oder ein "gefällt mir gar nicht" (o.ä.) als Antwort schreiben willst, dann ist Kritik wenn du ausführst warum es dir nicht gefällt.
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Litze

Intermediate

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Posts: 80 wcf.user.activityPoints: 630

14

Tuesday, June 28th 2005, 10:35pm

Um jetzt hier auch einmal die Seite eines "öfterst Gedichte als Kritiken Posters" zu ergreifen:

Ich für meinen Teil bin, meiner Meinung nach, noch nicht so weit hier einigermaßen akzeptable Kritiken zu schreiben. Deswegen versuche ich aber gerade auch mich diesbezüglich weiterzubilden und dann auch bald mit Kritiken aufzukreuzen. Es ist also bei mir nicht gerade Faulheit oder etwas ähnliches, das mich zur Zeit daran hindert, sondern eher das, dass ich den Gedichtepostern keine akzeptable kritik vorlegen kann.
Gedichte schreibe ich während der Schule, aber für die Kritiken muss man sich Zeit nehmen und sie gut ausarbeiten, damit das für den Beteiligten was bringt. Somit kurz gesagt, es sollte hier jetzt keine Rechtfertigung oder eine Ausrede sein, es sollte viel mehr auch mal die andere Seite zeigen und wieso man auch vielleicht keine Kritiken postet. Es ist nicht immer nur Faulheit...

MFG

Litze
Es sind verwinkelte Wege;
die Einzigen die die Menschen
zu beschreiten versuchen.


Werke & Profil

Steffi

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15

Tuesday, June 28th 2005, 11:22pm

Hallo Litze,
was bringt es dir, dich weiterzubilden, wenn du schon jetzt keine Zeit für eine Minikritik hast. Und keine Zeit kann ich mir ehrlich gesagt nicht vorstellen. Eine normale Kritik dauert maximal eine halbe Stunde, oftmals weniger, und die hat jeder von uns übrig. Ich weiß wovon ich rede, schließlich bin ich auch jemand, der relativ oft ausgebucht ist oder sich ausgebucht fühlt und dennoch kann man locker Zeit frei machen für ein paar Kommentare. Ich finde es Quatsch sich den Anspruch zu stellen, gleich mit einer Megakritik einsteigen zu wollen und sich deswegen erst weiterbilden zu müssen. Das ist ein vollkommen falsches Bild, wie es eigentlich laufen sollte und zwar : Man lernt durch das Kritisieren das "richtige" Kritisieren.
Jeder fängt klein an, aber je mehr man schreibt, desto besser wird man.
Das man keine Lust hat, ist eine andere Sache.

Liebe Grüße,
Steffi
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Marot

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16

Wednesday, July 6th 2005, 5:31pm

Spannedes Thema und ich werd emich noch aussführlich dazu äussern, jhetzt allerdings ertsmal eine kleine Anrgenung und idee:

Wie kyle richtig sagte ist hie rniemand Profie, Interpretieren ist eine VFrage der eigenen Abstraktionsfähigkeit und Analysieren reine übungssache.
Hie rscheint nun das problem das sich viele einfach nicht trauen weil sie glauben sie sind nicht in der Lage zu kritisieren.

Es gibt in der Werkstatt einen tolle nb faden von Lev in dem sie viele Tipps gibt wie man am besten eine Analyse schreibt, desweiteren habe ich meine Interpretationswerkstatt, die wie ich zugeben aber wenige rschulen soll als vielmehr zum diskutieren von Motiven anregen soll.
Dennoch, beide Fäden hlelfen denke ich sich mit der Materie Analyse und Abstarktion besser befassebn zu können. dann müsste man dazu einfach nur noch üben

Nichts desto trotz bin ich natürlich ein Fan von Werkstätten weil ich glaube das eine werkstatt beziehungsweise ein Schulungsfaden einen zwangloseren Raman zum Üben bietet.
Daher schwebt mir die Idee einer Analyse Werkstatt im kopf herum in der ähnlich wie ind e rmetrik werkstatt, das Kritisieren geübt werden kann. Dort müsste sich dann niemand schämen wenn er etwas " flasch" oder wneig fachmännisch kritisiert ,da das ganze ja eine Übung wäre und jeder dort anfänger sein würde.
Ich bitte um allgemeine rückmeldung ob so etwas Interesse erregen würde, wenn ja denke ich drueber nach wie man das am betsen machen könnte.

Ganz nach dem Motto: Wir haben keine Könner? Na dann machen wir uns welche :D
Geld ist teuer!

Heilige Johanna der Schlachthöfe / Bertholt Brecht

Marot

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17

Tuesday, July 12th 2005, 9:48pm

Thema verschoben
Marot
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18

Saturday, July 16th 2005, 11:21pm

Quoted

Original von Marot
Ich bitte um allgemeine rückmeldung ob so etwas Interesse erregen würde, wenn ja denke ich drueber nach wie man das am betsen machen könnte.

Ganz nach dem Motto: Wir haben keine Könner? Na dann machen wir uns welche :D


Das ist eigentlich eine gute Sache, hängt aber ganz von der Zeit der User ab und ihrem Interesse, neben dem Alltagsgeschäft und der wenigen, noch verbleibenden Freizeit, die sie wahrscheinlich kreativ nutzen wollen, auch dafür zu investieren.

In der Analysewerkstatt könnte man ja gleichzeitig das Handwerk lernen. Bei mir müsste das wahrscheinlich beim Urschleim anfangen.

Und was sollte da analysiert werden: Inhalt oder Form oder Inhalt und Form? Eigentlich ist das in der bildenden Kunst eng miteinander verbunden und führt automatisch zur Interpretation. So wird es wohl auch beim Gedicht sein- oder?

Marot

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19

Monday, July 18th 2005, 2:36pm

ja, selbstverständlich. Um ein gedicht wirkloich durchschauen zu können ( wenn das übe rhaupt möglich ist) muss man Form wie Inahlt im zusammenhang zueinander begreifen lernen
Aber ich werde zu gegebener Stunde noch einmal genauer drauf eingehen :)
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20

Monday, July 18th 2005, 4:09pm

es gibt hier doch schon eine schöne Rubrik:

"Fremde Lyrik: Gespräche und Interpretationen"

die würde sich vorzüglich dazu eigenen.

Gruß
Alcedo

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