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thalix

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1

Tuesday, May 3rd 2005, 12:29pm

sehnsucht

allgegenwärtig, zeitlos und erfüllend
umgibt sie unsere Seelen
verlangend nach Geborgenheit
nimmt Sie uns die Luft, die uns am Leben hält

beschert ein Gefühl von Hilflosigkeit,
dem, der sich nicht entgegenstellt,
scheinbar unendlich, beschwerend und massiv
wirkt sie auf unser Gemüt

Du, Deine Gegenwart, mich stärkt,
mir gut tut und gefällt, ist was mir hilft
meine Sorgen in weiter Ferne hält.
Ich habe Ihr den Krieg erklärt.

psychronicon

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2

Wednesday, May 4th 2005, 1:05pm

Hallo Thalix,

Eine Interessante Meinung vertrittst Du da zum Thema Sehnsucht.
Hast Du in letzter Zeit eine persönliche Erfahrung gemacht,
die Dich so negativ von der Sehnsucht denken läßt?
Sehnsucht ist doch eigentlich etwas positives, sie bedeutet doch
daß ich wünsche, hoffe und liebe.
Sie ist Grundlage vieler Inspirationen. Die wohl schönsten
Liebesgedichte sind entstanden, weil Ihr Verfasser Sehnsucht
empfunden hat. Die Hilflosigkeit, die Du in Deiner zweiten Strophe beschreibst,
ist doch eigentlich eher das Resultat der Enttäuschung,
wenn sich eine Sehnsucht nicht erfüllt, nicht der Sehnsucht selbst.

Auch verstehe ich die Kriegserklärung an die Sehnsucht nicht.
Meinst Du damit, niewieder ohne die Dinge und Menschen nach denen
Du Sehnsucht hast zu sein, damit Du keine Sehnsucht mehr empfinden
mußt?
Wenn ich nur die letze Strophe betrachte, könnte man das so gesehen
dann als eine Art Liebesschwur interpretieren. Die Idee fände ich wiederum sehr gut.

Liebe Grüße
Dennis

thalix

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3

Wednesday, May 4th 2005, 2:31pm

Hallo Dennis,

danke für Deine Antwort. Natürlich hast Du recht, Sehnsucht sollte etwas positives sein. In meinem Fall empfinde ich seit langer Zeit Sehnsucht, nach Geborgenheit und Zweisamkeit. Bis vor kurzem war ich auf der Suche nach einem Menschen, durch den ich Sehnsucht wieder als positiv empfinden kann… im Nachhinein wird mir klar, die Kriegserklärung und umschreibung betrifft richtet sich eher gegen Einsamkeit.

Ja, es ist ein Liebesschwur! Ein wunderbarer Mensch wird diese Zeilen von mir bekommen und hoffentlich richtig interpretieren.

Ich hatte das Bedürfnis andere Meinungen zu diesem Text zu hören – daher bedanke ich mich nochmals für Dein Statement.

Liebe Grüsse,
Jörg.

psychronicon

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4

Wednesday, May 4th 2005, 3:03pm

Hallo Jörg,

Wenn ich Dein Gedicht auf die Einsamkeit beziehe, ergibt das
alles plötzlich viel mehr Sinn für mich.
Wie man sich doch an einem einzelnen Wort festhalten kann...
Vielleicht solltest Du es auch so nennen, statt Sehnsucht.
Dann bin ich mir sicher, wird es auch der Mensch, für den
es geschrieben ist, verstehen.

Ich wünsch euch beiden viel Glück!

Liebe Grüße
Dennis

This post has been edited 1 times, last edit by "psychronicon" (May 4th 2005, 3:04pm)


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