Friday, May 25th 2012, 2:02pm UTC+3

You are not logged in.

  • Login
  • Register

Murphy

Trainee

Date of registration: Feb 22nd 2005

Posts: 6 wcf.user.activityPoints: 40

1

Tuesday, February 22nd 2005, 6:40am

Wie schreibt ihr und warum?

Hallo,
es interessiert mich stets sehr, wie jemand schreibt und warum jemand so schreibt, wie er / sie schreibt. Welche Stilrichtungen, Mittel, Tricks usw. bevorzugt ihr beim Schreiben und warum? Wollt ihr mit der Form an sich etwas ausdrücken (und wenn ja, was)?
Solche Fragen stelle ich sehr gerne, da ich schon oft festgestellt habe, dass Leute sich gar nicht bewusst sind, warum sie gerade so schreiben, wie sie es eben tun.

Liebe Grüße
Murphy
"Denk dran, Schriftsteller müssen schreiben!"
- W.S. Burroughs zu A. Waldman

vunkenvlug

Intermediate

Date of registration: Feb 16th 2005

Posts: 94 wcf.user.activityPoints: 535

Location: Göttingen/Schmargendorf/Dahme. und mein geist hat hoffentlich von vielen etwas aufgenommen, das er zu erkennbar eigenem amalgamiert.

Occupation: ich wurde nicht berufen, nicht einmal beflüstert.

2

Tuesday, February 22nd 2005, 11:31am

versuche, kurz zu schreben, gelegentlich im telegrammstil.
aber stil, der nicht zur manier werden soll, muss flexibel sein und sich dem gegenstand anschmiegen.
ich schreibe langsam. bemühe mich um genauigkeit.
gerne nehme ich die haltung des idioten ein, dem die welt verrückt erscheint.
warum ich schreibe? weil ich kein idiot bin und die geisterfahrer auffordere zu erkennen, wie verrückt sie sind.

Perutz sagte über Krzyzanowsky: "seine verse schneiden bis auf die knochen." mit ausnahme einiger gedichte Benns kann man das über keinen anderen deutschsprachigen dichter des vergangenen JHs sagen.

vunkenvlug

Intermediate

Date of registration: Feb 16th 2005

Posts: 94 wcf.user.activityPoints: 535

Location: Göttingen/Schmargendorf/Dahme. und mein geist hat hoffentlich von vielen etwas aufgenommen, das er zu erkennbar eigenem amalgamiert.

Occupation: ich wurde nicht berufen, nicht einmal beflüstert.

3

Tuesday, February 22nd 2005, 2:15pm

oft lasse ich mich vom klang leiten (ich rede vom schreiben allgemein), von alliterationen, assonanzen, konsonanzen, reimen. ich spiele auch gerne mit gegensätzen.

in polemiken verwende ich pompöse adjektive und adverbien, die ich sonst nur sehr sparsam einsetze, weil sie ziemlich eitel wirken.
wie die meisten setze ich mehr aufs substantiv als aufs verb. (überhöht könnte man so einen unterschied zwischen Goethe und Schiller zu fassen versuchen.)
hängt aber alles von der textart ab, es lässt sich keine einzige feste regel behaupten.
schmähbeiträge "verziere" ich gerne noch zum abschluss mit spottreimen. namensverhunzungen unterlasse ich, wenns mich nicht gar zu sehr zwackt, auf körperliche merkmale gehe ich nie ein.

in ernsthaften beiträgen kann ich staubtrocken werden, fast akademisch, obwohl ich das nicht schätze. da gilts aber, ernst genommen zu werden.

in privaten briefen/mails an vertraute befolge ich fast überhaupt keine regeln. da lass ich mich von fabulierlust fortreißen.

ein prinzip, das ich gelegentlich anwende, entstammt altnordischer literatur, findet sich aber unabhängig davon auch im expressionismus: ich setze gern zwei oder mehr bilder unvermittelt gegeneinander und lasse den leser den logischen bezug selbst herstellen, wie es übrigens auch im film geschieht. das ist kein alogisches verfahren sondern soz. ein komprimiertlogisches. man muss dem leser immer kleine rätsel aufgeben, damit er in geistiger tätigkeit bleibt.
das gegenteilige prinzip, nämlich die schmerzende auswalzung des ganz einfachen, bietet sich aber auch manchmal an. dass radikalste beispiel, das ich dafür kenne, ist Konrad Bayers "Karl ein Karl". es schmerzt fast körperlich, diese endlose litanei zu lesen, die erst am schluss eine jähe wendung nimmt: "und im Karl erscheint Karl."

vor allem. und dies gilt allgemein, nicht nur für lyrik, aber für sie insbesondere, sollte man sich vor gefühlsseligkeit hüten. man sollte gefühle auch nicht beschreiben. wenn Du liest: nach dem tod ihres mannes saß seine frau jahrein, jahraus am fenster, weißt Du genug über sie. ihre trauer auszumalen, hätte etwas schamloses.

über das thema kann man ewig schwadronieren, weiter helfen schließlich nur versuch und irrtum.

Gilwen

Intermediate

Date of registration: Oct 10th 2003

Posts: 185 wcf.user.activityPoints: 980

Location: irgendwie nur noch eflwood.com ...

Occupation: Schülerin

4

Tuesday, February 22nd 2005, 2:41pm

.. ich ' misch mich mal einfach ein' :)
Also ich bin nun wahrlich kein silbenzähler,.. schreibe oft nach gefühl. jedoch versuche ich oft kleine "spiele" einzubauen ( nicht nur wortspiele, sondern auch punkte die sich wiederholen- z.b. in einem liebesgedicht in dem alles durch farben ausgedrückt war.) vor allem aber finde ich es hilfreich, wenn man versucht bilder zu umschreiben ( denn zumindest finde ich es oft sehr angenehm ein gedicht zu lesen bei dem die geschichte direkt vor augen abzulaufen scheint.)
natürlich kann man schreiben,

Quoted

Auf der Wiese steht ein Blümchen

und mit sogar wenig großer Phantasie kann man sich wahrscheinlich diese Blume vorstellen, aber das wäre der gleiche stil , den man in einer geschichte verwenden würde- und lyrik darf ja schließlich auch mal ein wenig schwülstiger sein, oder?! :D
was stilmittel angeht, da hat es mir sogar schon mal ( recht zufällig) geholfen in ein altes deutschbuch aus der schule zu sehen, in dem stilmittel aufgeführt waren, mit beispielen und so, da kann man manchmal wirklich interessante sachen entdecken, die man dann in sein nächstes gedicht einbauen kann.
Gruß,
Gilwen
Once upon the time, ...

Date of registration: Mar 6th 2005

Posts: 8 wcf.user.activityPoints: 60

Location: Österreich/Oberösterreich/Wels

Occupation: Lehrling Drogistin

5

Sunday, March 6th 2005, 2:27pm

also i hoff ich schreib jetzt keinen blödsinn weil ich ja erst seit kurzem hier bin und auch noch ein ziemlicher anfänger bin, was gedichte schreiben anbelangt...

mir fällt eigentlich immer zuerst ein satz oder einfach nur ein gedanken"fetzen" und dann schreib ich komplizierterweise einfach "drumherum" wenn ihr versteht was ich meine :D

Desert-Storm (sg)

Professional

Date of registration: Feb 15th 2005

Posts: 373 wcf.user.activityPoints: 1,920

Location: klein finste nicht (Wefensleben)

Occupation: gehätzter schüler ...lol

6

Tuesday, March 8th 2005, 6:50pm

ich beginne meist auch immer mit fetzen und baue die dann aus ...
das resultat entsteht aber erst nach der 3 oder 4 lesung - dann habe ich so den inhalt und schraube am ausdruck und dem gantzen anderen zeug so rum bis etwas beiraus kommt ...

Aber eigentlich brauche ich recht lange ,weil ich gründlich sein will ...oder einfach zulangsam bin :P ...
In der Rache und der Liebe ist das Weib babarischen als der Man.
=> Nietzsche

in Arbeit :
lebende Seelen
Erlösung
sein Wunsch

therzi

Professional

Date of registration: Mar 1st 2005

Posts: 354 wcf.user.activityPoints: 2,075

Location: niedersachsen

7

Tuesday, March 8th 2005, 10:55pm

magische grenze = 5 minuten

mir fallen bestimmte worte auf. worte, die bilder hervorrufen. und noch schlimmer, die bilder, die nach einem ausdruck schreien. ich sehe etwas und will es ausdrücken.

also... einfach dieses alltägliche, was einem immerzu widerfährt. das geht einfach nicht so an mir vorbei. ich merke es meist gar nicht, aber plötzlich habe ich solche wortkombinationen im kopf, die eine szene verdeutlichen. wie filme mit untertiteln. und die schreien nach papier.



ich setze mich dann, bei nächster gelegenheit, egal wo (meist am rechner) hin und schreib diese auf. sehr oft sind es schon zeilen, die ich dann schreibe, weil ich meist den ersten anflug dort hatte, wo schreiben unmöglich war und ich meine skizzen im kopf machen musste.
je weiter ich vom niederschreiben entfernt war, desto selbständiger hatten sich schon die bilder in wörter gefügt.

eigentlich würde ich behaupten, ich mache 5-minuten-aus-dem-bauch-raus-lyrik. denn die bilder sind meist nach fünf minuten dort, wo sie verbleiben. und dann brauche ich jahre und viele stimmen, um sie so aussagekräftig zu machen, wie sie mich selber anschrieen :D . das kann tage dauern, bis ich mit mir selbst soweit bin, es dann zu präsentieren. und dann geht manchmal ein erneutes nachbessern los, wenn ich merke ich wurde nicht verstanden.


wirr ist es... hilft es?

liebe grüsse
anke

edit:

seitdem ich auch klassische Lyrik, also mit metrik und reimgebunden nutze, hat sich die arbeit vervielfältigt, denn meine bilder in diese form zu bekommen und dennoch klingen zu lassen, ist nicht leicht. so ist die befriedigung, wenn ich denke, "das ist es - fertig" umso größer!
therzi - the painter

Die Malerei ist stumme Poesie, die Poesie blinde Malerei. (Leonardo da Vinci)

This post has been edited 2 times, last edit by "therzi" (Mar 28th 2005, 9:18pm)


Emin3m09

Trainee

Date of registration: Mar 9th 2005

Posts: 5 wcf.user.activityPoints: 40

Location: Esslingen

Occupation: Azubi im Hornbach

8

Wednesday, March 9th 2005, 12:52pm

es gibt nur einen grund warum ich schreibe und das ist damit ich meine ganze gefühle und gedanken nicht in mich rein fresse ich schreibe immer über das was ich gerade denke!!!

Steffi

Lyrisches Licht

Date of registration: Aug 28th 2003

Posts: 3,022 wcf.user.activityPoints: 16,115

Location: Sachsen Anhalt

Occupation: Studentin der Medieninformatik

9

Wednesday, March 9th 2005, 3:40pm

Hallo,
es ist immer eine interessante und schwierige Frage, wenn es darum geht, warum man schreibt und wie und da ließe sich bestimmt so viel erzählen, dass es niemand zu Ende lesen würde.
Prinzipiell kann ich sagen, ich schreibe immer dann, wenn mich eine Idee gepackt hat. Meistens ist es nur eine Wortgruppe oder ein kurzes Bild und das Gedicht wird dann drum herum aufgebaut. Meist ist bei mir das Erste am Gedicht die Schlusszeile. Oftmals schreibe ich auch für Wettbewerbe bzw. Wettbewerbsthemen oder wenn es sonst erwünscht ist, lyrische Texte beizusteuern (zuletzt einige Kurztexte für den Rezitatorenwettstreit unserer Schule zum Thema "Frühling, Sommer, Herz und Kinder").
Ich schreibe am Liebsten am PC, das klingt zwar furchtbar unromantisch, aber es ist immer noch für mich die beste Möglichkeit bequem ganze Zeilen oder Strophen wieder umzuschreiben, Versteile auszutauschen etc. Ansonsten schreibe ich sowohl Gedichte, die einige Stunden dauern (mal abgesehen von der Überarbeitung nach einigen Tagen) als auch 10 Minuten Gedichte von denen ich nicht sagen würde, dass sie schlechter wären. Es kommt eben immer ganz drauf an, wie aufwändig die formale Ausarbeitung ist.
So, ich denke, das sollte reichen ;).

Liebe Grüße,
Steffi

EDIT: Ich verschiebe es mal in die Gespräche Rubrik.
Besucht unsere Partnerseite www.dichten.de Legt euch ein Profil an und stellt eure Gedichte als Sammlung vor!

Kyle Albrecht

Professional

Date of registration: Dec 21st 2004

Posts: 528 wcf.user.activityPoints: 2,915

Location: HH City, Yo!

Occupation: orange Stein

10

Wednesday, March 9th 2005, 3:53pm

ich schreibe das nicht, das macht mein kollege im keller für 5 € den Monat.
All your base are belong to I.

Steffi

Lyrisches Licht

Date of registration: Aug 28th 2003

Posts: 3,022 wcf.user.activityPoints: 16,115

Location: Sachsen Anhalt

Occupation: Studentin der Medieninformatik

11

Wednesday, March 9th 2005, 4:18pm

:D
Besucht unsere Partnerseite www.dichten.de Legt euch ein Profil an und stellt eure Gedichte als Sammlung vor!

barfly

Professional

Date of registration: Dec 22nd 2004

Posts: 455 wcf.user.activityPoints: 2,605

12

Tuesday, March 15th 2005, 4:29pm

hey charlie

die 1€ jobber sind billiger. ich fahre damit ziemlich gut.
"frau meyer, bitte in mein büro zum diktat!" :D

neee im ernst. also erstmal natürlich weil ich einfach lust habe zu schreiben. sehen wie eine geschichte wächst. vom ersten gedanken, bis zum letzten wort. kann viel damit anfangen was sartre und michel foucault zum schreiben gesagt haben. hat was mit existenz zu tun und so ;)
darüber hinaus saufe ich mir auch gerne ein an, wenn ich schreibe und nächsten tag ist man überrascht, was die geschichte dann für ne komischen wendung genommen hat. man muss dann viel streichen ;)
mich beschäftigen am meisten absurde sachen, die vordergründig nicht so absurd scheinen. alltägliches eben, dass, wenn man n bischen drüber nachdenkt verrückt genug ist, dass es einen um den verstand bringen kann. ;)

Lupa

Registriert

Date of registration: Dec 19th 2004

Posts: 1 wcf.user.activityPoints: 5

13

Wednesday, March 23rd 2005, 3:56pm

Ich mach es wie beim porträtieren, ich fang einfach in einer Ecke an, mache mir “Skizzen” für das was noch kommt und baue dann alles zusammen und dann wird es einfach noch mal überarbeitet entweder “ausradiert” oder noch einmal drüber hinweg.
Klingt vielleicht komisch und kompliziert, aber es kann dabei echt was raus kommen! :D

Ach und 1€ ist immer noch ganz schön happig, wozu hat man denn Geschwister?!

Date of registration: Mar 22nd 2005

Posts: 31 wcf.user.activityPoints: 175

Location: Sachsen

Occupation: Abianwärter

14

Wednesday, March 23rd 2005, 4:05pm

Ich schreib meistens einfach drauf los oder mit nur einen wagen Vorstellung was es einmal werden soll, manchmal komm ich dann ganz schön ins grübeln über die einfachsten Wörter oder Redewendungen. Da kann es schon leicht passieren, dass ich total vom Thema abweiche!
Ist mir in der letzten Deutschklausur passiert, aber meine Lehrerin war so überrascht über all die Stilmittel die ich verwendet hatte, dass sie noch ein paar Punkte "rausschlagen" konnte.

Aber ich find es gibt 2 Dinge die dabei wichtig sind, es muss entweder Spaß machen etwas zu schreiben oder man muss stolz darauf sein, was man geschrieben hat! :P

Date of registration: Feb 3rd 2005

Posts: 1,179 wcf.user.activityPoints: 6,675

Location: Europa

Occupation: Werkzeugmacher

15

Wednesday, March 23rd 2005, 10:19pm

RE: Wie schreibt ihr und warum?

@ Murphy
es gibt nur eine vernünftige Antwort auf die warum-Frage:

Warum nicht?

Das "wie" ist unterschiedlich. Ein Stück Papier reicht schon um Ideen oder Eingebungen festzuhalten und irgendwas um sie draufzukritzeln. Daheim kann ich dann weitermachen oder dran rumfeilen.
Edgar Allan Poe hat angeblich auf das einzelne Wort "nevermore" sein ganzes Meisterwerk "The Raven" konstruiert. Das erzählt er jedenfalls selber in seiner "Methode der Komposition". Ich weiß nicht ob ich ihm das glauben soll, ich weiß nur dass ich seine vollendete Kunst nie beherrschen werde.
Aber ich schreibe trotzdem. Why not?



@vunkenvlug
komm bring mal ein paar Verse von diesem Krzyzanowsky,
den kenn ich nicht und find ihn auch nirgends...
mal sehn ob sie wirklich bis auf die Knochen schneiden

Date of registration: Dec 15th 2004

Posts: 1,501 wcf.user.activityPoints: 7,925

Occupation: Student

16

Thursday, March 24th 2005, 4:24pm

RE: Wie schreibt ihr und warum?

Ich brauche vor allem das Motiv beim Schreiben. Ich sehe in meinen Gedanken verschiedene Bilder, die ich dann erst einmal zu Papier bringe. Das Motiv ist somit entstanden. Diese Bilder schmücke ich dann mit meiner Meinung nach originellen Worten und Wendungen. Danach überlege ich, wie die Geschichte ablaufen soll. Soll es ein tragisches Ende, ein glückliches oder ein resigniertes Ende geben? Die Frage also, worauf will ich überhaupt hinaus? Was will ich dem Leser sagen? So baue ich mir dann in Gedanken den Schluss, worauf das Gedicht hinsteuern soll und gehe von meinem Motiv aus in einer gedichteten Erzählung zum Ende. Dazwischen komme ich meist nicht umhin, dem Leser manchmal Ansätze zu geben, die zu einer völlig verschiedenen Deutung kommen könnte, die dann aber im weiteren Verlauf des Gedichts wieder verworfen werden. Der Rest ist einfach nur Übungssache. Man erzeugt Bilder, die von sprachlicher Ausdrucksskraft zeugen, und somit die Situation deutlich beschreibt. Dabei achte ich nicht speziell darauf spezielle Stilmittel oder Tropen zu verwenden. Sie passieren einfach und oft bin ich mich ihnen gar nicht bewusst. Ich erzeuge sie einfach, ohne darüber nachzudenken, dass ich nun z.B. eine Synästhesie erzeugt hätte. Erst in nachhinein erkenne ich, was ich denn für Stilmittel verwendet habe und freue mich dann. :D

This post has been edited 1 times, last edit by "Hojaro" (Mar 24th 2005, 4:25pm)


Date of registration: Oct 2nd 2004

Posts: 1,189 wcf.user.activityPoints: 6,320

Location: Meckenheim

Occupation: Physiotherapeutin

17

Thursday, March 24th 2005, 11:08pm

Ich schreibe meist, um irgendwelche Gedanken, die mich bewegen zu verarbeiten oder zu überdenken. Mittlerweile bilden sich in meinem Kopf zu fast allem, was mir jemand sagt oder was ich höre Bilder. Manchmal lohnt es sich, sie auszuarbeiten und dann entsteht ein Gedicht ;)
Warum ich so schreibe, wie ich es eben tue? Schwer zu sagen. Früher waren meine Gedichte einfach und direkt, aber auch langwielig. Mit der Zeit habe ich Metaphern eingebaut, die ein Gedicht oft wegen ihrer Vieldeutigkeit verschlüsseln. Es sind immer mehr Metaphern dazu gekommen und mit zunehmender Experimentierfreudigkeit entstanden einige ganz verschlüsselte Werke, wo sich der Leser Körnchen für Körnchen zusammen suchen muss, um den Teller voll Reis vollzubekommen. Oft schreibe ich bei sehr persönlichen Werken so, oder bei mir wichtigen Themen.

Ich denke, das dürfte erstmal reichen :)

Lieben Gruß,
Littleshine
Und ich frage mich: ist ein Bleistiftstrich den man ausradiert nicht total frustriert?
(Wise Guys)

Poesielos

Professional

Date of registration: Aug 26th 2003

Posts: 291 wcf.user.activityPoints: 1,505

Location: Saarland

Occupation: Physiotherapeut

18

Thursday, March 24th 2005, 11:47pm

Weil es ein Hobby ist und Spaß macht/machen soll :)

Liebe Grüße,
Benne|MasterAdaM
"Ein Held kann man nicht sein, ein Held kann man nur werden." (Nanatsusaya)

InMe

Trainee

Date of registration: Feb 26th 2005

Posts: 30 wcf.user.activityPoints: 175

19

Saturday, March 26th 2005, 1:30pm

ich schreibe um auszudrücken, was in mir vorgeht! es geht darum, sich alles durch den kopf gehen zu lassen und in worte zu fassen, um sich selbst und anderen klarheit über sein innerstes zu verschaffen. ferner geht es darum, später nochmal zu sehen, wie man in dem augenblick gefühlt/gedacht hat!

für mich hat das tagebuchcharakter nur nicht mit der konstanz, sondern nur, wenn mich etwas beschäftigt, positiv und negativ.

hinzu kommt der aspekt der leidenschaft zur sprache und zur anwendung, weil es einfach spaß macht, mit sprache zu spielen!

P/\IN

Trainee

Date of registration: Apr 2nd 2005

Posts: 6 wcf.user.activityPoints: 50

Location: Schwäbisch Hall

Occupation: Koch ^^

20

Monday, April 4th 2005, 12:38pm

hmm... wie schreibe ich ?

manchmal ist es so, dass ich bei der arbeit oder ähnlichem, verschiedene kleine text oder auch nur zitaté auf einen zettel kritzel um sie zu sammeln und zu einem gedicht oder text zu vereinen.

die besten sachen kommen bei mir jedoch raus wenn ich in einem ganz bestimmten zustand, der einer trance ähnlich ist, etwas schreibe. ich bekomme dann nichts mehr um mich herum mit und schreibe einfach. in dem moment mach ich mir auch keine gedanken um stilmittel oder ähnliches... es fließt einfach aus mir heraus.

wcf.user.socialbookmarks.titel