guten morgen.
irgendwoher kenne ich das gefühl ... jeder sonntag morgen ... und der kaffee tut auch nicht mehr seine versprochene wirkung.
jenseits aller sympathie und nachvollziehbarkeit muss ich sagen, dass mich das gedicht ansatzweise anspricht, jedoch leider an einigen stellen an nachdruck oder intensität verliert.
die partizipien (zb in der 3. strophe) geben schön das gefühl von wehrlosigkeit oder automatismus wieder, eine gelungene alternative zum ewigen passiv.
bei der form habe ich das gefühl, dass es da noch ein wenig inkonsequent ist: auf der einen seite nicht durch und durch deskriptiv, was ja in einem solchen "zustand" alles andere als möglich ist. auf der anderen seite sind vollständige sätze zu erkennen, die dem fragmentarischen ihre wirkung entziehen.
einige schöne und unkonventionelle bilder wissen durchaus zu gefallen.
meiner meinung nach solltest du noch ein wenig daran arbeiten, denn für eine gelegenheitsdichtung sind die bilder eindeutig zu schwer. falls du daran interessiert bist, stünde ich (insofern ich zeithabe und mich mein bademantel nicht erdrückt, call me the dude!) mit rat und tat zur seite.
... und alles andere ist nur kalter kaffee ...
grüsse, malefiz
"Mit Literatur verdirbt man sich den Spaß am Lesen" - Anthony Rowley (Linguist)