Die Dichterballade...
...etwas leichtes für zwischendurch
um mal wieder was von mir zu posten...mein neuestes Schnellschreibwerk...kleine Rhythmusfehler bitte ich zu entschuldigen...
Die Dichterballade
Weiter tragend nach dem Sinn
Wuchs ich zu dem Worte hin
Dem Schlüssel der mich hält, mich treibt
Verdichtet Geistesweisen schreibt
Dem Wesen aller Welten sah
Ich mich immer dann nur nah
Wenn mit Worten ausgedrückt
Was mir scheinbar galt verrückt
Dinge die im Leben keinen
Ausdruck finden als den Einen
Möglichst makellosen Zug
Den der Stift dem Blatt zutrug
Und als lohnenstes Geschenk
Sah ich immer, wer verdenkt
Das Wissen das in diesem Land
Mich irgendeiner schon verstand
Und so schrieb ich Wort für Wort
Meine Seele mir hinfort
Bis in mir bald nichts mehr wohnte
Was zu Sagen sich noch lohnte
Das mein einzig Suchrevier
War das weiße Blatt Papier
Durft ich erst sehr spät erkennen
Als in lichten Frühlingshennen
Ein Mann auf einer Parkbank saß
Und sich selbst ein Werk vorlaß
Doch in seiner schmalen Hand
Lag kein einziger Buchband
Verwundert starrte ich ihn an
Was liest denn dieser Parkbankmann
Schnell ging ich hin und setzte mich
Und fragte ihn was er da spricht
Er lächelte und sagte weise
Ich verstand ihn kaum so leise
Waren seine Worte die
Er mir ganz selbstlos lieh
"Ich lese grad ein Buch von mir
Geschrieben von dem Baume hier
Und von dem Bache auch erzählt
Dem Bettler der den Platz dort wählt
Und von den Winden zugeflüstert
Dem Lagerfeuer nachts entknistert
Kurz von dem, dass ich erfuhr
Als ich lauschte der Natur
Geschrieben ist es freilich nicht
Was mich aber nicht anficht
Wer braucht schon ein geschriebnes Wort
Der Klang ist doch der wahre Hort
In dem sich Geist und Seele fangen
Und den wahren Sinn erlangen
Wer das Wort nur sieht als Graphen
Wird sich damit selber strafen
Deshalb sitzt ich hier im Park
Forme Worte die ich mag
Die mir wachsen durch die Kraft
Die alle Welten hat erschafft
Und versprühe in der Luft
Den schönsten Wörterklangesduft
Saug ihn ein, du wirst entzückt
Alles finden was verrückt"
So sprach zu mir der weise Mann
Und zwinkerte mich dabei an
Ein Lachen konnt ich nicht verbergen
Ich lief nach Haus zu meinen Werken
Verbrannte sie am Tage noch
Stopfte sie ins Ascheloch
Benutzte fortan meinen Mund
Formte Worte, tat sie kund
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