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Erik R. Andara

Glasphasen-Moderator

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1

Monday, February 6th 2012, 9:37pm

dein fremder Name

In scharlachroten Lettern stand
dein Leben ist mir fremd geworden
an der weißen Wand verronnen
Jahre schrieb ich
mit gekrümmtem Finger
an den rauen Putz
Leben, lieben, gehen lassen
Exit, tote Fenster starren
auf den Namen den ich nannte
an der weißen Wand verronnen
Jahre schrieb ich, sind vorüber
wer weiß wie du dich heute nennst.
under the sea, is where I'll be
no talking 'bout the rain no more

Chepre

Moderator

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2

Monday, February 6th 2012, 11:08pm

hey, Erik

kurz zwei formale Vorschläge:

In scharlachroten Lettern stand
dein Leben ist mir fremd geworden
an der weißen Wand verronnen
schrieb ich Jahre mit gekrümmtem Finger
an den rauen Putz
Leben, lieben, gehen lassen
Exit, tote Fenster starren
auf den Namen den ich nannte
an der weißen Wand verronnen
Jahre schrieb ich, sind vorüber
wer weiß wie du dich heute nennst.

nur Wortstellung verändert und einen Absatz rausgenommen. ich find, so klingts flüssiger.
ja, so viel auf die Schnelle. =) gefällt mir auf jeden Fall schon mal gut, der Text.

Gruß
ich
Du kannst gehn, aber deine Kopfhaut bleibt hier.

Erik R. Andara

Glasphasen-Moderator

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3

Saturday, February 11th 2012, 9:52am

jo, chepre (und hall so nebenbei), flüssiger ist es sicher in deiner version und ic habe jetzt auch ein ganzes weilchen darüber nachgedacht; aber ich laß es doch so, wie es ist, mag das päuschen in meiner version doch mehr :)
danke fürs antworten und lesen;

lg
erik
under the sea, is where I'll be
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franz

einfach nur franz

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4

Monday, April 9th 2012, 5:24pm

RE: dein fremder Name

Grüß Dich, Erik

ist schon eine Weile her, dass du diesen Text hier gepostet hast, gell!? Drüber gestolpert bin ich ja schon öfter, nur habe ich ihn bisher immer als so lala abgestempelt.
Eben aber fielen mir eine Menge Gleichlaute auf, von denen ich schon behaupten würde, dass sie kein Zufall mehr sind.

In scharlachroten Lettern stand
dein Leben ist mir fremd geworden
an der weißen Wand verronnen
Jahre schrieb ich
mit gekrümmtem Finger
an den rauen Putz
Leben, lieben, gehen lassen
Exit, tote Fenster starren
auf den Namen den ich nannte
an der weißen Wand verronnen
Jahre schrieb ich, sind vorüber
wer weiß wie du dich heute nennst.


Naja, ob man dies so nennen kann, darüber kann man sicherlich streiten, ich bin aber trotzdem der Meinung, dass du hier ein Augenmerk in Richtung Klang hattest!
Wie auch immer ...
Was mich am Text derb stört, das sind die nicht vorhadenen Satzzeichen. Ist ja an sich ein nettes Gimmick, aber hier würd ich doch was mit machen, denn so verliere ich als Leser schnell den Zusammenhang der Verse aus den Augen und stocke somit auch im Fluss (beim Lesen). Durch den Auftakt der Jahre zum Beispiel komme ich einfach nicht umher, eine Pause nach dem dritten Vers machen zu wollen. Auch einige Verse später geht mir nach dem Putz genauso, denn in Verbindung mit der Hebung beim Leben habe ich selbes im Kopf! Und was zum Henker soll der Exit da? Der passt mal gar nicht vom Stil her, bzw. wirkt künstlich neolodingsbums. Den würd ich ändern; aber ist ja nur meine Meinung!
Sehr schön finde ich den Kehrvers, der mir zuerst nicht aufgefallen ist, dann schräg aufstieß und schließlich doch meinen Segen erhielt. :D Macht sich echt gut!
Den Vorschlag meiner Vorposterin find ich nicht so prall. Zwar kommt etwas mehr Leben in die Bude, aber durch den gewonnenen Fluss in Textmitte hat man mEn nichts gewonnen. Ich würde drauf bauen, die bisher unfreiwillige Pause in der Textmitte noch herauszuarbeiten. Wie das dann aussehen soll ist hier die andere Frage, denn das weiß ich grad auch nicht so recht. Es kommt mir hier eh fast wieder so vor, als wolltest du explizit diesen rasanten Einschnitt inne haben. Naja, du sagst es ja selber ...

ich für meinen Teil fänd es dufte, wenn mit dem Text noch etwas passiert. So wie ich ihn hier für mich vor Augen habe ist er gut, hat aber sehr wohl noch Möglichkeiten nach oben hin!


*findet, franz

zephyr - beeblebroxed

einfach nur franz


Erik R. Andara

Glasphasen-Moderator

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5

Wednesday, April 11th 2012, 8:59am

Hallo Franz;

jetzt habe ich mich in meinen älteren Text und deinen, wie üblich, sehr umfassenden Kommentar eingelesen und kann antworten :)

Die Gleichklänge sind natürlich kein Zufall und sind sozusagen mitgekommen bei der Formgebung, ein besonderes Augenmerk bei der Umsetzung hatte ich darauf aber nicht.
Ich setze Mal die Satzzeichen, so wie du sie eingefordert hast. Vielleicht wird dann schnell klar, dass der Text streng und gleichmässig gegliedert ist. Die Pausen sind Absicht an den von dir genannten Stellen, ich habe mich abr gegen einen Zeileneinschub entschieden, um das Tempo nicht zu arg herunterzuschrauben nach den Einschnitten und den Leser nach einem Übergang suchen zu lassen - wo formal eigentlich keiner ist (so betrachtete bin ich mir jetzt auch nicht sicher, ob ich da wirklich Satz-enden hin haben will)
das Lyrich sucht in dem Text nach einem Ende, nach einem neuen Anfang und so hoffte ich, dass sich in der Gliederung und der Zerrissenheit der Sätze, die sich an diesen Stellen aber dann doch wieder fügen, etwas davon auf den Leser übertragen würde.

mhm. das Exit ist ein Einschnitt, sollte einen Anklang von Tod haben; wenn wirklich so heraussticht, dann nehme ich es weg; schau vielleicht nochmal drüber, ich persönlich finde es nämlich jetzt nicht so abstrus (bin für Vorschläge offen)

ja, mit dem Text kann auf jeden Fall noch was passieren.
Ich poste hier mal eine erneute Version. Die Punkte sind aber vorerst nur mal als Anschauung gedacht :)

In scharlachroten Lettern stand:
"dein Leben ist mir fremd geworden"
an der weißen Wand verronnen.
Jahre schrieb ich
mit gekrümmtem Finger
an den rauen Putz.

Leben, lieben, gehen lassen,
so wie tote Fenster starren,
auf den Namen den ich nannte.
An der weißen Wand verronnen
Jahre schrieb ich, sind vorüber
wer weiß wie du dich heute nennst.

bis denne
lg
erik
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franz

einfach nur franz

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6

Wednesday, April 11th 2012, 3:01pm

Also so mit den Satzzeichen und der Unterteilung in zwei Strophen schaut das Ganze schon ganz anders aus!
Die Teilung des ganzen Textes in zwei Strophen find ich persönlich bessser. Inhaltlich hat er es nun nicht unbedingt nötig, bzw. ist es beinah latte, aber was den Mittelteil und den Tempowechsel (wenn man es denn so nenne will) abgeht, so liest sich das jezt viel angenehmer. Auch der vermeintliche Tempowechsel kommt so besser auf's Parkett!
Ich glaub, ich würde momentan dazu tendieren, die Satzzeichen rauszunehmen (die konnten wir jetzt genug betrachten :D ) und die aktuell gesetzte Unterteilung in zwei Strophen aber stehenzulassen.
Was meinst du?
Was du nun mit deinem >>exit<< machst, das bleibt dir überlassen. Neben den Worten, die ich diesbezüglich schon gesagt habe, find ich echt, dass es zu viel "t(ee)" auf einmal ist. Zwischen >>exit<< und >>tote<< wird die Pause fast vollkommen verschlungen, weil das Eine auf "t" endet und das Andere aber beginnt. Klingt halt komisch und liest sich bescheiden.

Ps.:

Quoted

wie üblich, sehr umfassenden Kommentar


willst du mir sagen ich sei 'ne Labertante!? :D

zephyr - beeblebroxed

einfach nur franz


Alexa

Blickdicht(erin)

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7

Thursday, April 12th 2012, 7:22am

Hallo Erik,

ich möchte dir nur kurz (für mehr fehlt mir noch die Puste ;( ) vorstellen wie ich den Text abrunden würde. Vll. gefällts dir ja, wenn nicht ist es auch o.k.

dein fremder Name

In scharlachroten Lettern stand
dein Leben
ist mir fremd geworden
an der weißen Wand verronnen
schrieb ich
mit gekrümmten Fingern
an den rauen Putz
Leben lieben gehen lassen
Exit tote Fenster starren
auf den Namen den ich nannte
an der weißen Wand verronnen
schrieb ich Jahre
sind vorüber
wer weiß wie
du dich heute nennst.


Satzzeichen finde ich hier fehl am Platz, vor allem da sie bei "leben lieben gehen lassen“ eine Reihenfolge vorgeben, dabei sind diese vier Wörter hintereinander doch klasse, um eine offene Interpretation dieser Textzeile zu lassen.
Gekrümmte Finger find ich von der Bildhaftigkeit übrigens auch stärker als ein gekrümmter Finger.
Ansonsten ein schöner Text.

L.G. Alexa
Mit dem Geist ist es wie mit dem Magen: Man kann ihm nur Dinge zumuten, die er verdauen kann.
(Winston Churchill)

Ich hier

Erik R. Andara

Glasphasen-Moderator

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8

Thursday, April 12th 2012, 3:17pm

Griass eing de Madln, sewas de Buam!

Franz, ich würde doch in meinen kühnsten Träumen nicht auf die Idee kommen un dich deart nennen. Wo denkts du hin? 8)

Die Satzzeichen kommen wieder raus und über die T(ee)s mach ich mir Gedanken. Danke nochmal für deine Mühe.

Hallo Alexa. Schön, dass du wieder da bist.
Ja, die Satzzeichen kommen wieder weg.
Was mich interessiert: Wenn ich an "mit dem Finger schreiben" denke, sehe ich immer nur einen gekrümmten Finger. Worin bestünde denn deiner Ansicht nach die Verstärkung im Plural?
ich seh mir deine geänderten Umbrüche Mal aufmerksam an und lasse sie dann in meine Änderungen einfließen. An der einen oder anderen Stelle sind mir deine Umbrüche für den Text fast zu korrekt, soviel kann ich aber bereits sagen. Es kappt für meine Empfindung die Verbandelung der Wortgruppen an manchen Stellen:

Bespiel:

In scharlachroten Lettern stand
dein Leben ist mir fremd geworden

vs.

In scharlachroten Lettern stand
dein Leben
ist mir fremd geworden

da ist in deiner Version die Interprationsebene grösser als in meiner. Bei mir (denke ich - ich kann ja den Text nicht so unvoreingenommen lesen, wie du) wird der Leser in Richtung wand geführt und Schriftzeichen, etwas sehr Konkretes, bei dir ist das als solches viel prominenter dargestellt. Es ginge mir aber mehr um Abkapselung, als um das revuepassieren lassen eines Lebens, dessen man nicht habhaft werden kann.

So, jetzt habe ich einiges an Input, jetzt geh ich mal ans Umschreiben. Danke nochmal euch beiden (und natürlcih auch Chepre). Melde mich demnächst mt der neuen Version wieder!

lg
Erik
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