Hallo Sylvester,
zurzeit läuft eine Werbespot im TV, in dem es sinngemäß heißt:
"viele Krankheiten konnten wir schon heilen, nur die schlimmste nicht, den Hunger."
Mir sagt dein Anliegen durchaus zu, einen Aufruf im Tenor "Brot oder Reis für Afrika" zu machen.
Unabhängig davon, ist es mir aber auch wichtig lyrisch konstruktiv zu kommentieren und da kann ich in deinem
-sicher gut gemeinten- Text, wenig Ansprechendes entdecken.
Die Bilder erzählen überwiegend allgemein Bekanntes und appelieren an die Barmherzigkeit.
Dauerhafte Hilfe kann es aber nur geben, wenn wir die Menschen darin unterstützen, frei und aus eigener Kraft
für ihren Lebensunterhalt sorgen zu können.
Formal verwendest du eine einheitliche Metrik aber keine durchgehenden Reime.
Bei der Wortwahl fällt die Wiederholung "Zeiten/Zeit" auf,
auch wirken Bilder wie
"Sengende Hitze – glühender Sand:
in Afrika dürsten die Menschen,
die Erde ist völlig verbrannt."
etwas oberflächlich, denn das trifft nicht auf ganz Afrika zu und ist auch nicht die alleinige Ursache für die Hungersnöte.
Vielleicht helfen dir meine Anmerkungen ja ein weiter.
LG
Perry