Voilà, das ist ja wirklich eine schlüssige Mobilfunk-Interpretation die ich mir da auf mein iPhone laden kann. Auch nicht schlecht.
Die Sinnleere und Belanglosigkeit dieser verkitschten C-Dur-Präludien, Contemporary-R'nB-Gestöhne und sonstiger musikalischer Abziehbildchen trifft aber die Kulturkritik, die mir bei dem Gedicht durch den Kopf geht, in der Tat ganz gut.
Ich dachte an Musik als Auslöser für ein diffuses Wohlgefühl, als Trostpflaster für Einsamkeit und Ausgelaugtheit; mit dem lauten Handyklingelton in der Straßenbahn, der die Musik ganz zum Image-Produkt stempelt, ist aber eine andere wichtige Funktion angesprochen, in der sich Musik letztendlich gegen die Menschen richtet. Dieser Anklang findet sich auch im Wörtchen "schick" wieder...
Sehr schön dazu auch: "Einleitung in die Musiksoziologie" von Theodor W.; viel Spaß auch weiterhin mit Karlheinz
Grüße -
Oliver