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Dr. Karg

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1

Friday, January 20th 2012, 8:09am

Eisblumen

Eisblumen

©Hans Hartmut Karg
2012

Einst waren sie ein Zeichen für Armut und Flucht:
Eisblumen und Spinnweben an den Fenstern,
Welche das verspielte, kindliche Auge sucht
Im blassen Lichte bei den Gespenstern.

Eisblumen, in ihren Formen einmalig,
Wundersam im kristallinenen Kosmos.
Gar manche Form streng oder eben und knallig
Verkörpert die Ordnung aus der Natur Schoß.

Doch in Zeiten mit voll beheizten Räumen
Sind Eisblumen selten und weggeheizt.
Hoffen wir, dass wir sie nicht versäumen,
Damit an uns nicht gar der Kosmos geizt.

*

Perry

Lyrisches Licht

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Location: Bayern

2

Sunday, February 5th 2012, 12:32pm

Hallo Dr. Karg,

Eisblumen mit Zeiten der Entbehrung in Verbindung zu bringen ist schlüssig, auch dass ihre kristalline Schönheit die Fantasie beflügelt.
Die Ausweitung auf Gespenstisches und sogar den Mikro-bzw. Makrokosmos geht mir aber dann etwas zu weit, auch das "knallig" kann ich nicht zuordnen, da war wohl eher der Reim(zwang) Pate der Wortwahl. ;)
Ein bisschen weniger Bildweite wäre hier für mich besser.
LG
Perry

Dr. Karg

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3

Monday, February 6th 2012, 7:24pm

Re: Eisblumen

Lieber Perry,
da das Gedicht auf meine wirklichen, kindlichen Erfahrungen in einem Bauernhof zurückgeht, sind da auch die gespenstischen Assoziationen von mir mitbedacht worden. Dazu gehört auch die Empfindung des "knallig". Das kann man natürlich als Leser nicht wissen.
Herzliche Grüße H. H. Karg

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