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Jule

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1

Wednesday, December 7th 2011, 10:53am

Zimmer, Winter

mitten in der Luft
blinken Spinnenbeine golden, rasten kurz
auf der Nachtcafé-Markise.
der Geist Van Goghs
hängt gelangweilt über einem ausgefransten Loch
in der Decke auf dem blauen Sofa,
hinter dem die Dämmerung an das Fenster klopft.
mein Zimmer spielt einen schiefen Akkord.
weit weg schlägt die Kirchturmuhr vier.
mein Zimmer ist ein verstimmtes Klavier.

meinich

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2

Wednesday, December 7th 2011, 8:39pm

servus jule;

deine zeilen wirken auf den ersten blick spontan, dadurch sehr natürlich und haben ihren reiz. beim genaueren hinsehen könnte ich mir gut vorstellen noch ein bisschen an einigen stellen zu feilen. ansonsten gefällts mir gut, deine momentaufnahme.

gruß meinich

Jule

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3

Thursday, December 8th 2011, 6:58am

Hallo meinich,

freut mich, dass es dir im Großen und Ganzen gefällt.
An welchen Stellen würdest du denn was feilen? :)

lg

meinich

Trainee

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4

Thursday, December 8th 2011, 7:20am

servus jule;

Quoted

An welchen Stellen würdest du denn was feilen? :)

z.b. gleich in der ersten zeile anstatt mitten in der Luft inmitten der luft
ich meine eventuelle wortumstellungen und andere zeilenumbrüche, das eine oder ander wort vielleicht weglassen oder geringfügig verändern, das der sinn erhalten bleibt. zeile 2 vielleicht: blinken golden spinnenbeine usw. ich könnte mir gut vorstellen, dass deine zeilen dadurch noch etwas an ausdrucksstärke gewinnen würden. die bilder gefallen mir sehr gut. vielleicht auch in der letzten zeile anstatt ist ein klingt, da es ja um akkorde, schlagende kirchturmuhr und klavier geht. kannst es ja einfach mal in ruhe auf dich wirken lassen. einfach mal ein bisschen rumrücken und schauen was bei raus kommt. :)

gruß meinich

Jule

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5

Thursday, December 8th 2011, 11:56am

Hallo meinich

von der Idee "inmitten der Luft" halte ich nicht so viel. Ich finde, das Gedicht sollte eine einfachere Sprachebene beibehalten. Auch würde sich dann der Rhythmus ändern: xXxxX (eigentlich ist es ja: XxXxX, also alternierend)

Das "golden" umzustellen, finde ich schon besser. :)
Ich muss nochmal drüber nachdenken, aber ich finde die Idee deswegen gut, weil es Spannung erzeugt (Was blinkt golden?), dadurch, dass das Adverb vorangestellt wird.

Die Zeilenumbrüche würde ich eig. so gerne behalten, weil ich finde, dass es die einzige Möglichkeit ist, den Lesefluss zu erhalten, da die Zeilenumbrüche oft die Pausen unterstützen (z.B. wenn zwei betonte Silben aufeinander treffen). Würden die Pausen innerhalb der Zeilen kämen, wäre es m.E. beim Lesen störend. Z.B. "rasten kurz / auf der Nachtcafé-Markise" (XxX / XxXxXxXx).
Aber wenn du noch Vorschläge hast, die ich vielleicht übersehe, dann lass es mich gerne wissen. :)

Ein bisschen mehr konkrete Vorschläge, wie z.b. den mit dem "golden", fände ich gut. :)

Ansonsten danke für die Kritik!

lg

meinich

Trainee

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6

Thursday, December 8th 2011, 9:25pm

servus jule;

Quoted

von der Idee "inmitten der Luft" halte ich nicht so viel. Ich finde, das Gedicht sollte eine einfachere Sprachebene beibehalten. Auch würde sich dann der Rhythmus ändern: xXxxX (eigentlich ist es ja: XxXxX, also alternierend)
das stimmt, das habe ich gar nicht berücksichtigt.

ich habe schon bemerkt, wenn das eine verändert wird, müsste anderes folgen und deine zeilen sind nicht mehr die, die du geschrieben hast, darum lasse ich es lieber sein. mir gefällts, das sollte wohl reichen.

gruß meinich

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