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Erik R. Andara

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1

Saturday, November 19th 2011, 9:00pm

beizeiten

Beinern in den Nebeltag hinein schleicht der Gevatter,
kappt mit langem Schnitte nun
die letzte Lavatera und den letzten Herbstrubin.
Den Kranz aus Lärchennadeln auf dem Rücken
hat er sich von Boreas geliehen.
Bibbernd auf den Drähten wachen Elstern
und aus Schlöten ziehen Schwaden zu den Wolken.
Hinter Fenstern scheint sei gestern
aller Arten abgegolten
under the sea, is where I'll be
no talking 'bout the rain no more

rivus

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2

Saturday, November 19th 2011, 10:51pm

hi erik,
es gevattert wie zu hausmärchenzeiten u. schon schepperst, als ob die schlöten über uns ein eulenschwingen zelebrieren, währenddessen wir schon im schlepptau des alten sind.

gern gelesen,
grüßle, rivus

Erik R. Andara

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3

Sunday, November 20th 2011, 3:11pm

hallo rivus; schön, dass es dir gefällt und danke fürs kommentieren;

es rattert mmn an der einen oder anderen stelle noch rhythmisch, vielleicht krieg ich da ja noch rückmeldung von wem;

mfg
erik
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franz

einfach nur franz

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4

Sunday, November 20th 2011, 6:11pm

schwierig finde ich die Kombination aus sehr variierenden Verslängen und einer Menge Halbreime, bzw. Gleichlaute. Im Nenner kommt mir das nicht überein!
Ich würde anfangen mit "ausgeliehen", da hier meiner Meinung nach die eine Silbe hinzu eine Menge ausmacht.
Ich glaube auch das der sehr freie Stil (fehlende Interpunktion z.B.) in deinem sonst so beinahe märchenhaften Text nicht die beste Wahl war, ihn nach außen zu tragen.
Schwer ist auch der Fakt, das z.B. die ersten drei Verse vom Ton her / der Melodie halber als quasi-Strophe für sich stehen könnten und das durch den Gleichklang von >>nun<< auf >>(Herbst-) Rubin<<. Diesen Reigen setzt du nun quasi fort, denn das >>geliehen<< von Boreas hat wieder den selben Gleichklang inne.

Quoted

beinern in den Nebeltag hinein schleicht der Gevatter
kappt mit langem Schnitte nun
die letzte Lavatera und den letzten Herbstrubin
den Kranz aus Lärchennadeln auf dem Rücken
hat er sich von Boreas geliehen
bibbernd auf den Drähten wachen Elstern
und aus Schlöten ziehen Schwaden zu den Wolken
hinter Fenstern scheint sei gestern
aller Arten abgegolten


...du musst zugeben, hier hast du ob nun gewollt oder ungewollt, eine fast fließende Melodie drin stecken, oder!?
Diese sucht man aber in den letzten vier Versen vergeblich und auch der Gleichklang, den man hier findet (Elstern - gestern) mundet nicht so schön und rund wie die Bisherigen.
Ich denke, das kmmt da alles so zusammen und könnte (für mich zumindest als grund dafür stehen, dass du hier tatsächlich ein kleines rhythmysches Problemchen hast.
Ich hoffe du konntest etwas nachvollziehen. Ich tue mich immer schwer sowas auszudrücken!

zephyr - beeblebroxed

einfach nur franz


Erik R. Andara

Glasphasen-Moderator

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5

Sunday, November 20th 2011, 7:02pm

Hallo Franz.
Ja, du sprichts genau das Problem an, ds ich meinte. Der erste Teil scheint wie aus enem Guß und der zweite klappert dann hinten nach. Zwischendrin hatte ich mal zwei Verste stehen und überhaupt habe ich an dem zweiten Teil ständig hin und hergestrichen und die Versio, die jetzt steht, ist die beste, die ich so hinbekommen habe. Ich bin da für Änderungsvorschlage offen, solange die Elstern drinnenbleiben und die Drähte und das gestern.

aus-geliehen - ist es dann nicht eine Silbe zuviel (und vor allem unschön mit der as - aus silbenkollission) oder seh ich da den Schober wegen des offenen Tors nicht?

lg
Erik
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Erik R. Andara

Glasphasen-Moderator

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6

Monday, November 21st 2011, 10:33am

die Version hätte ich noch in peto:

beizeiten

Beinern in den Nebeltag hinein schleicht der Gevatter,
kappt mit langem Schnitte nun
die letzte Lavatera und den letzten Herbstrubin.
Den Kranz aus Lärchennadeln auf dem Rücken
hat er sich von Boreas geliehen.
Bibbernd auf den Drähten wachen Elstern
über Schwaden die durchs Finster ziehen.
Hinter Fenstern scheint sei gestern
aus, vorbei und abgedient!
under the sea, is where I'll be
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franz

einfach nur franz

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7

Saturday, November 26th 2011, 2:59pm

Hey Erik und ein nettes Servus nach Wien

Quoted

ist es dann nicht eine Silbe zuviel (und vor allem unschön mit der as - aus silbenkollission)


find ich ganz und gar nicht! Klar, alles persönlicher Gusto, aber ich wüsste nun (meinem Gehör nach) nichts, was hier stören sollte.
Zugegeben, man kann es sicherlich auch so stehen lassen, aber m.En. drückt der Auftakt der beiden vorherigen Verse

>>die letzte Lavatera und den letzten Herbstrubin.
Den Kranz aus Lärchennadeln auf dem Rücken
hat er sich von Boreas geliehen.


den Vers um den es hier geht in dasselbe Schema und verleitet mich zumindest dazu, hier auch mit Senkung-Hebung zu beginnen.- genau deshalb komme ich ins Straucheln!
Theoretisch hättest du zu beginn noch einen Vers einsetzen müssen, welcher rhythmisch ungefähr dem ersten Vers ähnelt, dann hätte das, was du hier verzapft hast passen müssen, oder!?
Um auf den "verkorksten" zweiten Teil zu kommen ... was hältst du davon, ihn als Strophe abzutrennen? Sprich, Absatz nach (aus-)geliehen!
Es hätte den Vorteil, dass du an A mit dieser neuen Strophe neu und unbefangen starten könntest, ohne noch den Rhythmus der vorherigen und so runden Verse im Genick zu haben.
Außerdem und an B finde ich, dass die so bestehende Betonung auf dem Schlussakkord sehr gut passt! Schau mal so in etwa:

>> Beinern in den Nebeltag hinein schleicht der Gevatter, -> streichen da doppelt gemoppelt
x kappt mit langem Schnitte nun -> hier eine Silbe / Senkung rein
die letzte Lavatera und den letzten Herbstrubin.-
den Kranz aus Lärchennadeln auf dem Rücken
hat er sich von Boreas ausgeliehen.

Bibbernd auf den Drähten wachen Elstern
über Schwaden die durchs Finster ziehen
und hinter Fenstern scheint sei gestern
aus, vorbei und abgedient!

Das >>hinein<< im ersten vers würde ich rausnehmen. to much des Guten & doppelt gemoppelt! Vor >>kappt<< eine Senkung um sich dem Rest anzupassen. Sollte ja kein Problem sein. oder!? Der >>.-<< nach Herbstrubin lässt die letzten beiden Verse der (jetzt) ersten Strophe etwas verstummen und lässt sie außerdem nach dem Punkt nicht so ekelhaft nachgestellt escheinen. Der letzte Vers ist echt heavy, den hier stimmt für mein Ohr gar nichts. Da mach du mal was gescheites draus, sofern du denn möchtest versteht sich! Ich persönlich find ihn zu unrund und zu abrupt. Da kann man doch mit Sicherheit mehr draus machen, oder!?

Ein echt schöner Text, der irgendwo etwas warmes und fantastisches an sich hat. Bin gespannt was denn noch draus wird!

*franz

zephyr - beeblebroxed

einfach nur franz


Erik R. Andara

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8

Saturday, November 26th 2011, 4:40pm

hallo franz, na ann wollen wir mal:

Beinern in den Nebeltag schleicht der Gevatter,
und kappt mit langem Schnitte nun
die letzte Lavatera und den letzten Herbstrubin.
Den Kranz aus Lärchennadeln auf dem Rücken
hat er sich von Boreas geliehen.
Bibbernd auf den Drähten wachen Elstern
über Schwaden die durchs Finster ziehen.
Durch dunkle Fenster hat seit gestern
niemand mehr hinausgesehen.

Danke Franz für deine umfangreiche Mitarbeit am Text, der schön langsam, Stück ums Stück, in die Richtung kommt, in der ih ihn gern gehabt hätte. Nämlich in die Richtung FERTIG :)
wie du siehst habe ich fast alles von dir übernommen ausser den Boreas Vers mit dem aus- ; den habe ich glaube ich jetzt ein Dutzend Mal laut wiederholt und bring ihn einfach nicht unter; vielleicht bni ich da einfach verpeilt;
die letzten beiden Zeilen sind eine Idee, die von der rein deskriptiven ebene einen haken schlägt zu einer möglichen lyrdu (lyrsie) ebene; Da bi ich mir nicht ganz sicher, obs funktioniert;

lg
erik
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Perry

Lyrisches Licht

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9

Sunday, November 27th 2011, 11:44am

Hallo Erik,

gefällt mir so nun auch gut.
Kleine Stolperer für mich nur noch das doch etwas nahe Folgen der beiden "und" und die für mich zu konstruiert wirkende Alliteration von "Finster und Fenster."
LG
Perry

Erik R. Andara

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10

Monday, November 28th 2011, 9:04am

hallo perry;

das doppelte und finde ich ehrlichgesagt garnicht problematisch;
zu der alliteration (de mir beim schreiben gar nicht so scharf ins auge gestochen ist): findet das noch jemand gekünstelt?

danke fürs reinschauen und kommentieren;
mfg
erik
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franz

einfach nur franz

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11

Tuesday, November 29th 2011, 8:41am

Also ich würde es wohl so stehen lassen, bezogen auf die vermeintliche Finster-Fenster-Misere. Ich hab mir den Schlussteil einige Male laut mit Platzhaltern für beide Wörter vorgelesen (Scheiben, schwarze,...) und finde, dass die Melodie dann echt flöten geht. Und genau diese mag ich so an dem Text!
Das steht das Finster-Fenster-Ding als echt feiner Ausklang im Raum, findest du nicht, Erik!?

Das doppelte >>und<< stört mich nicht, da ich gern mit 'und' schreibe und auch der Meinung bin, dass ein 'und' sehr viel ausmachen kann und sehr vielseitig einsetzbar ist. Man findet für gewöhnlich sehr viele und's in meinen Texten :)

Ich mag den Text jetzt und wurde ihn so auch beinahe Kaufen ;)

Joa, so is das, findet franz

zephyr - beeblebroxed

einfach nur franz


Erik R. Andara

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12

Tuesday, November 29th 2011, 8:46am

Hallo Franz;

Super, danke nochmal für die Rückmeldung; Ich empfinde es eigentlich genauso. (Bei Wiederholungen braucht man mich sowieso nicht zu fragen, da bin ich eigentlich nie abgeneigt, wenn sie enweder einen zweck erfüllen oder sich aus einem natürlichen Satzverlauf (wie hier) einfach ergeben. )
Aber du kennst das ja, wenn man einmal anfängt, bei einem Text herumzuschrauben, weiß man dann schlußendlich nicht mehr, wo man aufhören soll.
Also, dann danke nochmal für die Energie, die du in den text reingesteckt hast. Damit nenn ich ihn mal fertig.

lg
Erik
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