Hallo rivus,
die weiher kreuzen nicht mehr die alten flugbahnen
schlagen auf den ewigen kondensstreifen der flugzeuge
ihre flügelspannen gegen den rabenpulk
Wenn ich das jetzt richtig verstanden habe: du erzeugst den Blickwinkel eines Betrachters, der auf den Weiher schaut, in dem sich die Flugzeuge spiegeln?
Ich raff da irgendwie die Bezüge ansonsten nicht ... also das ist für mich die einzige "Erklärungsmöglichkeit".
Die Bilder an sich finde ich aber klasse.

Die Synthese von "oben" (Flugzeuge, Raben) und "unten" (Weiher) ist gut gelungen.
Ein Vorschlag:
doch die nebel fressen die herbstgebausche
Das "doch" hat für mich hier irgendwie keinen Bezug. Und ohne "die" finde ich, klingt es besser.
lockt die katerkehlen mit schimmernden
für die morgenstunden und das verstimmte klavier
hüpft das amselpaar dazwischen
ein räuspernder schlussakkord
Ab hier ist es mir irgendwie ein bisschen zu flow-of-consciousness-mäßig... Ich würde zumindest noch teilweise vollständige Sätze einbauen, damit es nicht ganz so wirr ist. Oder hab ich vielleicht was falsch gelesen?
Ich würde auch anstatt "siebente" nur "siebte" Jahreszeit schreiben.
also die Katerkehlen und der Nebel, der zwischen den Tatzenpfoten tastet, sowie das verstimmte Klavier erzeugen eine tolle Stimmung.

Insgesamt hab ichs sehr gern gelesen!
lg