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Erik R. Andara

Glasphasen-Moderator

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1

Sunday, September 18th 2011, 4:07pm

zumindest zu zeigen

wir wollten wir würden wir
sollten sie sagen
die dinge die
man meint mit: mach´s
gut, geliebtes geschöpf

wenige worte wie wunden
ließen lauter leere
zimmer zurück
under the sea, is where I'll be
no talking 'bout the rain no more

Hazel

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2

Sunday, September 18th 2011, 4:44pm

Find ich toll.. Spricht mich gerade stark an. Zwei stilistische Dinge, die ich anders machen würde, aber nur Geschamckssache:

"geliebtes geschöpf"
Vielleicht durch etwas Natürlicheres ersetzen. Du willst hier die anbrechende Anonymität und die Trockenheit im Gespräch betonen, oder? Kann man vielleicht aber auch ohne diese so (zu) kalten Worte. Alternativen zB

"Machs gut und das Licht aus"
"Machs gut, sei nie traurig"
"Machs gut, wir sind drüber"
"Machs gut, ich muss weiter"
"Machs gut, es wird leichter"
"Machs gut, lass die Zeit da"
"Machs gut, war nur Liebe"

Zweite Stelle:
"ließ"

Kapier ich nicht.. entweder "ließen" als Satz, oder.. Mir ist schon klar, dass du da diesen harten, einsilbigen, betonten Klang drin haben willst, aber rein sprachlich ist das irgendwie unelegant. Mach doch vielleicht einfach Präsens daraus.. also "lässt"
Würde fast den gleichen Sinn erzeugen und ist näher am Menschen, beschwört das Bild im Kopf aktueller herauf. Gleichzeitig hättest du da ein lyrisches Du drinnen, das einem aber beim Lesen schon aus den Worten gleitet. Würde mir mit "lässt" besser gefallen

edit: Wenn ich schon so am rumkritsieren bin. Da ist nocht eine Stelle, die mir beim Lesen immer wieder auffällt: "wenige worte wie wunden". Schon klar die Alli soll da sein, aber es gibt mehr Wört mit w, die hier die "wunden" ersetzen könnten. Sorry, aber ich empfidne "Wunde" als ein sehr ausgelutschtes und übergewichtiges Wort. Solche Ausdrücke vermeide ich immer - ist aber nur Stilsache.. Aber warum an der Stelle nicht "wolle" oder so.. jeder denkt an den Wollfaden, wo man keinen Anfang und Ende findet, dann noch die Assoziation zu "wollen" aber nicht können..

LG Hazel
Alles ist gut. Der Mensch ist unglücklich, weil er nicht weiß, dass er glücklich ist. Nur deshalb. Das ist alles, alles! Wer das erkennt, der wird gleich glücklich sein, sofort im selben Augenblick.

Chepre

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3

Sunday, September 18th 2011, 5:49pm

Tach, Erik

ich finde, die Worte geliebtes geschöpf drücken gerade dadurch, dass man sie im wirklichen Leben so vielleicht nie sagen würde, die Distanz zum lyrischen Du extrem gut aus.
auch S2 Z1 finde ich in Ordnung. ist vielleicht ein bisschen "gewöhnlich" formuliert. aber warum soll man nicht auch mal solche Formulierungen nehmen, wenn sie genau das sagen, was man sagen möchte?
bei ließ würde ich auch zum Plural ließen tendieren, gibt mehr Sinn. die Zeitform find ich unproblematisch.
sprich, der Text gefällt mir gerade wegen seiner Einfachheit ebenfalls. treffen tut er nämlich trotzdem. wenn du was dran änderst, mach doch ne zweite Version, und lass die hier mit stehen. =)

Gruß
ich
Du kannst gehn, aber deine Kopfhaut bleibt hier.

Erik R. Andara

Glasphasen-Moderator

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4

Sunday, September 18th 2011, 7:15pm

hallo die beiden, danke fürs feedback; ich geh dann nochmal über den text drüber und setze den einen oder anderen vorschlag von euch dankend um;
wie ihr beide erkannt habt, ist das textchen ganzklar und einfach gehalten und da finde ich das geliebte geschöpf und die wunden durchaus angebracht, an der einen oder anderen stelle mit den alliterationen zu brechen, zugunsten des inhalts, ging mir zwar durch den kopf, aber ich habs dann gelassen, weil es ja gerade davon lebt; ja, wie gesagt, nicht der überobertolle effekt, aber eine nette spielerei, wie ich finde;
nö, die wolle mag ich nicht so, auch wenn ich die asoziation durchaus verstehe;

gruß
erik

ach so, ja, hazel, man sollte beim schreiben nicht zuviel über ausgelutschtheit oder no-gos von worten und beschreibungen nachdenken, wenn es passend scheint, dann passt es; sogar der herz-schmerz reim und diverse wortwiederholungen haben legitimation, wenns zur schreibe passt; ich habe da früher mal ähnlich gedacht wie du, aber mittlerweile finde ich, dass man über manche sachen nicht zu konformitäts nah arbeiten sollte, da geht eventuellwas verloren dabei;
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Hazel

Moderator

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5

Monday, September 19th 2011, 12:52am

Ich spreche auch nicht über Qualität sondern Darbietung. Morgen eine ausführlichere Antwort.
Alles ist gut. Der Mensch ist unglücklich, weil er nicht weiß, dass er glücklich ist. Nur deshalb. Das ist alles, alles! Wer das erkennt, der wird gleich glücklich sein, sofort im selben Augenblick.

Erik R. Andara

Glasphasen-Moderator

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6

Monday, September 19th 2011, 8:08am

ja, sag mal, was du meinst, vielleicht verstehe ich da wirklich was falsch;

lg
erik
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franz

einfach nur franz

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7

Monday, September 19th 2011, 10:53am

Hey Erik,

also das is ma echt ne Spur zu hoch, gell!? Den ersten Teil, bzw. quasi die erste Strophe kommt mir nur spanisch daher.
Mit >>wir wollten wir würden<< könntest du von Wünschen und von Mut sprechen und mit >>wir
sollten sie sagen<< setzt du dem Ganzen wohl die Krone auf, bzw. führst diesen Reigen fort und steigerst ihn. Hier frage ich mich aber,
wen du mit >>sie<< beschreibst. Im ersten Satz schreibst du von z.B. einem Päärchen, dass sich "reflektiert". Im zweiten Satz aber sprechen diese beiden aber von jemand anderem. Den Zusammenhang raff ich nicht ganz. Den rest bekomme ich zu fassen und finde meine Interpretation in Schmerz und Abschied wieder. Vielleicht kannst du mir auf die Sprünge helfen?

Im Schlussteil aka zweite Strophe würde ich den Bogen noch überspannen und aus

>>wenige worte wie wunden
ließen lauter leere
zimmer zurück <<


>>wenige worte wie wunden
ließen laute leere [<---- vielleicht noch &]
zimmer zurück <<


Was hältst du davon?

zephyr - beeblebroxed

einfach nur franz


Erik R. Andara

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8

Monday, September 19th 2011, 11:27am

hallo franz;
also das wundert mich jetzt echt, dass ich dir das zerlegen muß; das ist doch in wirklichkeit in 08/15 enjabement zusammenstellung; (in wirklichkeit ist das ganze teil ein einziges spiel mit enjabements und alliterationen, aber das bracuh ich dri sicher nicht zu erzählen)
also grammatikalisch ist das der korrekte satz: wir sollten sie sagen, die dinge die ...
und/oder: "wollten wir, würden wir", sollten sie sagen, die dinge, die...

und klar ist in diesem ganzen teil eine erzähleben drinnen; drum steht die zweite strophe doch auch im leeren;
den vorschlag mit der lauten leere finde ich interessant und reizvoll; ich frage mich nur, ob das ich wäre, aber ich denke drüber nach;

ach so, ja, sag bescheid, wenn ich jetzt irgendwas in meiner verpeiltheit falsch verstanden habe!

lg
under the sea, is where I'll be
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9

Monday, September 19th 2011, 5:27pm

Quoted

den vorschlag mit der lauten leere finde ich interessant und reizvoll; ich frage mich nur, ob das ich wäre, aber ich denke drüber nach;


Bin ich absolut dagegen! Man liest beim "lauter" das laute direkt mit. Und mit ein bisschen länger anschauen könnte man sogar zu dem Schluss kommen, dass es nicht nur lauter Leere ist, sondern lautere Leere. Klingt so natürlich scheiße. Aber man liest es als Sinn eben mit. ;)
"Ob Sie meine Sachen zu Kunst oder zu Scheiße erklären? - Who cares..."

Helmut Newton

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