Friday, May 25th 2012, 8:48am UTC+3
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Das hier ist wohl die an "Exzellenz" einbüßenste Stelle durch oben genannte Aussparungen. Also, warum war das wohl nichts mit postmodern, was sollte es denn deines Erachtens nach werden, wie hängen die drei Begrifflichkeiten zusammen, was sagt uns das über die Situation der Gesellschaft und Politik? Und: warum holt sie, die Pseudokritik, sich was sie nicht braucht (mal davon abgesehen, dass hier versäumt wird, "Pseudokritik" eindeutig für den nächsten Satz als Subjekt zu markieren, sonst nämlich Plural)? Was rechtfertigt hier die immense Pauschalität und Exzentrik?War wohl nichts mit postmodern, mit Neokommunismus, Pseudokritik,
Sie holt sich was sie nicht braucht -
Und das ist es schon.
Die Liebe ist wohl mehr im Umgang mit solchen Dingen wie Internet angesiedelt, als in den Dingen oder Umständen selbst. Internet kann weder Liebe noch Romantik töten, das muss der Mensch selbst wissen, erleben und entsprechend auf seinem Konto verbuchen. Genauso ist es mit dem Fortschritt. Mir scheint, dieser verklärende Kulturpessimismus funktioniert eben nur über Ideen, übergeht die Menschen, die ja nicht Knecht eines verruchten System sind, sondern von denen her das System immer gedacht werden muss. Kurz: Fortschrittskritik kommt hier etwas albern rüber und du könntest ja noch ein paar persönliche Gedankengänge hinzu steuern, damit das insgesamt besser wirkt.Internet killed the romance,
Wo ist all die Liebe,
Fortschreitender Fortschritt
Vernichtet das Fortkommen.
Auch in diesen Zeiten hing das ganz vom Umgang, vom Menschen selbst ab. Wenn hier eine konservative Absicht vorherrscht, habe ich also bereits alles dazu gesagt. Wenn es dir um eine mildere Nostalgie geht, ist das zwar etwas anderes, wird aber im Kontext sehr erdrückt und mit Vorbehalten überladen. Ich weiß auch nicht, warum du am Anfang das Attribut "postmodern" mit abstufst, ich lese immer nur ein Unbehagen gegenüber der Moderne. Die Postmoderne hat doch gerade (philosophisch jedenfalls) mit der Dekonstruktion und Kritik der Moderne zu tun, mit dem Transzendieren aus Entfremdungsprozessen uvm. Ist das so negativ und pseudokritisch? Was denkst oder machst du besser?Ich sehne mich nach den Zeiten,
Als wir noch die Telefonnummern tauschten
Ich entschuldige dich nicht. Schau nach, wo das hinführt, alles andere macht solche Texte unglaubwürdig und flach. So viel Akkulaufzeit musst du _dir selbst_ schon geben. Die Technik kann nichts dafür und pure Nostalgie reicht hier beileibe nicht aus, um dein Verschwinden in ein positives Licht zu rücken. Du machst es dir mit dem Schluss recht einfach und das ist leider für den Leser eine große Enttäuschung. EDIT: Außerdem steht der Schluss in krassem Widerspruch zum Titel. Wo bist _du_?
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Wo führt das hin?
Entschuldigt mich nun,
Meine Scheibmaschine hat keine lange Akkulaufzeit.
Zuerst einmal für das Verständnis soll es die Sicht eines "Nostalgikers", wie du es nanntest, darstellen, das sich nicht mit der eigenen decken muss - ebenso wenig wie das lyrische Ich in konventionellen Texten, das auch eine Eigenironie erzeugen kann.
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Das hier ist wohl die an "Exzellenz" einbüßenste Stelle durch oben genannte Aussparungen. Also, warum war das wohl nichts mit postmodern, was sollte es denn deines Erachtens nach werden, wie hängen die drei Begrifflichkeiten zusammen, was sagt uns das über die Situation der Gesellschaft und Politik? Und: warum holt sie, die Pseudokritik, sich was sie nicht braucht (mal davon abgesehen, dass hier versäumt wird, "Pseudokritik" eindeutig für den nächsten Satz als Subjekt zu markieren, sonst nämlich Plural)? Was rechtfertigt hier die immense Pauschalität und Exzentrik?
Da muss ich dir leider sehr stark widersprechen - Liebe gibt es nicht nur im oder durch das Internet (wenn auch 12jährige Pubertierende dazu neigen, dies heutzutage zu widerlegen) und wird sehr wohl in Dingen und Umständen gespiegelt oder sogar durch diese erzeugt.
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Die Liebe ist wohl mehr im Umgang mit solchen Dingen wie Internet angesiedelt, als in den Dingen oder Umständen selbst.
Internet kann weder Liebe noch Romantik töten, das muss der Mensch selbst wissen, erleben und entsprechend auf seinem Konto verbuchen.
Wo bleibt da das Interessante: Eigene Gedanken? Ich möchte zum Denken anregen und keine Gedankengänge vorgeben.
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Fortschrittskritik kommt hier etwas albern rüber und du könntest ja noch ein paar persönliche Gedankengänge hinzu steuern, damit das insgesamt besser wirkt.
Das wurde ja bereits oben angeschnitten. Verstehe manche Passagen des Textes aus Sicht des lyrischen Ichs, wie am Ende aufgeklärt wird, als eine Ironie auf sich selbst.
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Die Postmoderne hat doch gerade (philosophisch jedenfalls) mit der Dekonstruktion und Kritik der Moderne zu tun, mit dem Transzendieren aus Entfremdungsprozessen uvm. Ist das so negativ und pseudokritisch? Was denkst oder machst du besser?
Wie bereits erwähnt... Der/Die Unbekannte, die man trifft - DAS Motiv schlechthin (und nur ein Motiv), womit wir zu der in vorigen Kommentaren angesprochenen Romantik schweifen. Der Zusammenhang dürfte klar sein (falls nicht, kannst du ja wieder nachfragen, dafür gibt es ja die Kommentarfunktion... Ich wollte zu Beginn nur nicht selbst den Text erklären, da meiner Meinung nach durch eine Analyse on jeglichen Texten der Reiz dahinter verloren geht).
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EDIT: Außerdem steht der Schluss in krassem Widerspruch zum Titel. Wo bist _du_?
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Zuerst einmal für das Verständnis soll es die Sicht eines "Nostalgikers", wie du es nanntest, darstellen, das sich nicht mit der eigenen decken muss - ebenso wenig wie das lyrische Ich in konventionellen Texten, das auch eine Eigenironie erzeugen kann.
Das sehe ich anders. Die Aufklärung ist eine stets unabgeschlossene Epoche, und genau das macht sie auch aus. Wer das nicht begreift, hat sich damit nur in schulischen Geschichtsbüchern beschäftigt. Die Postmoderne ist etwas anderes als die Zeit nach der Aufklärung, gerade sie pflegt einen intensiven Bezug zu ihr (Popper, Foucault). Die Postmoderne ist auch etwas anderes als eine Zeit nach der Moderne (trotz des Präfix "Post-" und auch wenn es in Wikipedia falsch steht), sie ist gegenwartsbezogen, bewegt sich in der Moderne selbst und bezeichnet einfach eine kritische Denkrichtung. Welche Strömungen und Bewegungen meinst du denn?
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Wir befinden uns also praktisch in dem Postenlightenment und den damit zusammenhängenden Strömungen und Bewegungen.
Also was wäre denn nun konkret Pseudokritik? Vielleicht kommen wir ja noch auf einen Punkt, den wir beispielhaft behandeln können. Du musst der wertenden Konnotation schon Rechnung tragen, sonst gefällt mir das Wort hier überhaupt nicht.
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Pseudokritik ist vom Menschen geschaffen (ja, wie soll es auch sonst sein...) und wird von diesem benutzt, ohne eigentlich gebraucht zu werden, trotzdem feiert sie ihren immens überladenen Fortbestand.
Weil das Internet den Prozess des Kennenlernens drastisch umstellt? Was macht die Menschen dadurch zu Opfer? Sie haben es nur mit anderen Umständen zu tun. Keine Art dieses Prozesses bzw. keine Form von Liebe hat irgendwelche objektiven Vorzüge. Solange die Umstellung des Prozesses keine Erpressung oder sonst etwas bedeutet, und das tut es nicht (im Gegenteil!), sind Menschen wenn überhaupt ein Opfer ihrer selbst, ihrem Umgang mit den Umständen. Der kann Liebe zulassen oder eben nicht - wie sie dann aussieht, ist nunmal Sache der Liebenden selbst.
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Das als Grundlage nehmend [...] liegt es nicht einzig am Menschen - sie sind eher ein Opfer der Umstände.
Oh, ich nehme mir da gerne Zeit für, wie du siehst. Ich wollte dich nicht um Vorgaben bitten, sondern um "noch ein paar persönliche Gedankengänge", wenn ich mich mal selbst zitieren darf.
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Wo bleibt da das Interessante: Eigene Gedanken? Ich möchte zum Denken anregen und keine Gedankengänge vorgeben.
Es sollte durch den Schluss am Ende aufgeklärt werden - ich wollte die Stimmung davor absichtlich so herausheben.
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Das Potenzial für Eigenironie habe ich eventuell aus dem Sichtfeld verloren. Sie kommt für mich aber, wenn sie denn vorhanden ist, nicht deutlich rüber.
Jede Epoche ist unabgeschlossen, sie findet ihre Fortläufer in darauffolgenden (wenn vielleicht auch nicht in der nächsten) wieder, sonst wären wir heute nicht da, wo wir sind.
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Die Aufklärung ist eine stets unabgeschlossene Epoche, und genau das macht sie auch aus.
Da Wikipediaartikel frei sind und somit auch von Poolitzeridioten verfasst werden können, denke ich steht das gar nicht erst zur Debatte.
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Die Postmoderne ist auch etwas anderes als eine Zeit nach der Moderne (trotz des Präfix "Post-" und auch wenn es in Wikipedia falsch steht), sie ist gegenwartsbezogen, bewegt sich in der Moderne selbst und bezeichnet einfach eine kritische Denkrichtung.
Pseudokritik bezeichnet eine kritische Haltung, die durch fehlende Empirie auffällt und sich vor allem auf einzelne Bereiche beschränkt, ohne diese im Kontext zu betrachten. Meist liegt sie fernab aller Realität und wird somit so konstruktiv wie ein Backstein.
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Also was wäre denn nun konkret Pseudokritik?
Auch wenn Strömungen vom Menschen geschaffen werden, so müssen sich viele trotzdem diesen anpassen und werden dadurch zu besagten Opfern - Beispiel: Umweltschutz und miteinhergehende Steuererhöhungen.
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Weil das Internet den Prozess des Kennenlernens drastisch umstellt? Was macht die Menschen dadurch zu Opfer?
Wer sprach denn auch von Objektivität?
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Keine Art dieses Prozesses bzw. keine Form von Liebe hat irgendwelche objektiven Vorzüge.
Ein zu Unrecht Verurteilter kann nichts anderes tun, als sich in sein Schicksal einzufügen, sollte die Revision abgelehnt werden. Insofern ist der Punkt sehr unklar.
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ihrem Umgang mit den Umständen
...die dann Vorgaben wären, denn was ich schreibe und du liest beeinflusst dich unweigerlich und somit gebe ich Vorgaben an, da du vielleicht sonst nicht den gleichen Einblick hättest wie ich und andere interpretationen möglich wären.
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Ich wollte dich nicht um Vorgaben bitten, sondern um "noch ein paar persönliche Gedankengänge"
Als ob ich Fortläufer o.ä. gemeint hätte. Jede Epoche ist bis auf die gegenwärtige als Original "abgeschlossen", sonst wäre der Begriff nutzlos. Und ob wir unser Heute eher Nachwirkungen als "Neuwirkungen" zu verdanken haben, bezweifle ich auch.Jede Epoche ist unabgeschlossen, sie findet ihre Fortläufer in darauffolgenden (wenn vielleicht auch nicht in der nächsten) wieder, sonst wären wir heute nicht da, wo wir sind.
Harry Potter auch nicht, Postmoderne auch nicht. Naja, wäre die Postmoderne dagegen epochal, wäre das ein Argument. Das ist falsch, und das habe ich auch schon im letzten Beitrag gesagt, also sind solche Sätze, die das stumpf implizieren, eher unangenehm. Die Postmoderne ist die beständige Überarbeitung der Moderne, produziert Modernes, bleibt Modernes. Sie ist nicht deren Überwindung oder neue Haut. Der Namensgeber und Entwerfer, Jean-François Lyotard, sah das eben so.Die Postmoderne begann nicht mit Beginn der Moderne
Dann gibt es nicht viel Pseudokritik. Ich finde jedenfalls, dass sich die meisten Menschen mit kritischen Haltungen zu wenig Empirie zumuten, aber den Kontext übersteigern, als sei nur das personeninvariante System bzw. irgendwie alles über den Kontext kritikwürdig.Pseudokritik bezeichnet eine kritische Haltung, die durch fehlende Empirie auffällt und sich vor allem auf einzelne Bereiche beschränkt, ohne diese im Kontext zu betrachten.
Das müssen sie nicht. Aber sie müssen eine neue Erfahrung eingehen und auf sie reagieren. Und welche Früchte das trägt, liegt am gewählten Umgang. Welche Nebenwirkungen wie etwa Steuererhöhungen dazugehören, geht wieder am Wesentlichen vorbei und ist eine andere Frage.so müssen sich viele trotzdem [strömungen] anpassen und werden dadurch zu besagten Opfern
Wir wollen ja mal nicht psychologisieren, auch wenn das qua Vermutung interessant für dich ist....die dann Vorgaben wären, denn was ich schreibe und du liest beeinflusst dich unweigerlich