gefällt mir gut. ich glaube, es ist schwer, so ein Thema noch gefühlvoll und mit irgendwelchen neuartigen Geschmacksnuancen darzustellen. dabei bist du schon relativ explizit geworden, aber das schadet dem Text nicht. bildlich finde ich ihn echt gelungen. auch die Idee mit der Paradiesgeschichte als Folie, worauf der Text passiert, ist echt nicht schlecht und sehr treffend gewählt.
aber der
flammenbaum? den krieg ich net so ganz. ist das ne Art "gekreuztes Motiv" aus dem Baum der Erkenntnis und dem Flammenschwert des Engels, der später das Paradies bewacht?
eins stört mich dann aber doch ganz gewaltig:
die steine die uns die knie
blutig schlugen
erstmal doppelt sich
schlugen mit Zeile 1. zweitens finde ich den Absatz überflüssig und die Phrase insgesamt zu lang. ich würd sie ja entweder rausschmeißen...
die feuer die wir schlugen
die gläser die wir brachen
die tropfen die wir tranken
und unsere zungen
die wir wendeten und aßen
(klingt doch gar nicht verkehrt, oder? dann kämen auch die Reime noch etwas schöner zur Geltung. dass die
schlugen-Zeile nun Waise ist, fände ich auch nicht schlimm, denn das lange -
u- wird klanglich später trotzdem noch gut aufgefangen)
...oooder du kannst ne ganz kitschige Idee übernehmen, die mir eben gekommen ist, und sie als vierte? fünfte? Reimzeile für
brachen verwenden:
die Dornen, die uns stachen
so zB:
die feuer die wir schlugen
die gläser die wir brachen
die tropfen die wir tranken
die Dornen, die uns stachen
und unsere zungen
die wir wendeten und aßen
das salz das wir leckten
das du das wir rochen
unverwaschen
und unsere leiber die sich fraßen
wie die tiere
die wir hätten bleiben wollen
bis wir wieder sprachen
na, wat sachste?