Will gar nicht viel dazu schreiben. Ein "oberflächlich gehaltenes" Abschiedsgedicht, in dem nicht mal der Herz-Schmerz-Reim fehlt.
Was mich an dem Gedicht aber trotzdem überzeugt, ist einmal die Einfachheit (bei mir ist das immer ein großes Plus

) und die schöne, runde Abgeschlossenheit..
Die Metrik ist übrigens sehr überzeugend in deinem Gedicht, wenn man sie genauer anschaut. In den ersten beiden Strophen jeweils:
xXxXxXxX
xXx(x)XxxX
xXxXxXxX
xXx(x)XxxX
Immer die Beschleunigung zum zweiten bzw vierten Versende wirkt sehr gut, bringt ein wenig Schwung rein. Die Füllungsfreiheit zuvor macht beim Lesen kein Problem. Hier mein Vorschlag: Das könnte man vereinheitlichen, indem man in S1V2 einfach "anderen" statt "andren" schreibt. Dann ist auch hier die Beschleunigung da.
In der letzten Strophe verschließt sich das lyrische Ich und im zweiten Vers bricht die Metrik, man muss eine Pause machen und es geht ohne weitere Beschleunigungen nur im monotonen Rhythmus zu Ende. Ob gewollt oder nicht, mir gefällt diese Rhythmik auf den Inhalt übertragen sehr gut.
Liebe Grüße,
Hazel
Alles ist gut. Der Mensch ist unglücklich, weil er nicht weiß, dass er glücklich ist. Nur deshalb. Das ist alles, alles! Wer das erkennt, der wird gleich glücklich sein, sofort im selben Augenblick.