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Chepre

Moderator

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1

Monday, July 11th 2011, 12:36pm

Laura

v1:

und in der Mittagsstunde verwirren uns Schatten

tanzende Schmetterlinge
gehen Menschen an uns

vorbei.

ich drehe mich um.
es ist niemand mehr da.
Du kannst gehn, aber deine Kopfhaut bleibt hier.

Tamea

Professional

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2

Monday, July 11th 2011, 12:58pm

Hallo Chepre,

wenn ich nun könnte würden meine Tränen laufen.
Aber ich bin leer geweint...

Grad zu passend deine Zeilen ...

Gruss Tamea

Chepre

Moderator

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3

Tuesday, July 12th 2011, 8:28pm

hallo, Tamea

ja, der Text hat leider auch für mich einen sehr realen Hintergrund.
handwerklich ist das kein großer Wurf, was ich da gemacht hab - aber mich interessierte doch, ob ich auch mit sowas technisch eher wenig interessantem Gefühle authentisch ausdrücken kann. anscheinend ja.
danke für deinen Kommentar!
Du kannst gehn, aber deine Kopfhaut bleibt hier.

Tamea

Professional

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4

Wednesday, July 13th 2011, 10:39am

Hallo Chepre,

sicher hätte dein Gedicht noch am Ende ausdrucksvoller sein können.

ich drehe mich um.
es ist niemand mehr da

...ist zu normal klingend,

* ich drehe mich um, leere. * oder *ich dreh mich um, ein Windhauch, du?*

Schön das du Worte findest... ich kann es grad nicht, dabei müsste ich es mal rauslassen...

Lieben Gruss Tamea

Erik R. Andara

Glasphasen-Moderator

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5

Wednesday, July 13th 2011, 11:17am

sorry, chepre, aber mir gefällt s nicht;

hört sich an wie ein: hm. daraus könnte man doch einen text machen und lurz ins notizbüchlein gekrizzelt;
aber so rcihtig ausgearbeitet is es dann nicht und daher auch nicht unbedingt nachvollziehbar; vor allem die zeilenbrüche scheinen willkürlich;
authentisch ist es, ja, sicherlich, aber authentisch ist jeder gedanke, den man kurzirgendwo festhält, was nicht heißt, dass selbiger auch ein weiter wurf ist;
nicht persönlich nehmen, aber tamea hat ja bereits geasgt, dass andere was damit anfangen können, du kannst also meine meinung ruhig lesen und dann als ferner liefen vermerken, wenn du das so willst;

mfg
erik
under the sea, is where I'll be
no talking 'bout the rain no more

Alexa

Blickdicht(erin)

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6

Wednesday, July 13th 2011, 1:02pm

Hi Chepre,

ich hab mir den Text gestern schon etliche Male durchgelesen und kam leider zu einem ähnlichen Schluss wie Erik (zwei doofe ein ... :huh: ) .

ich glaube, dass diese Taschentuchstimmung hier überwiegend durch Kategorie und evtl noch Schlusszeile mit einbeziehen des Titel entsteht. Das lässt auf etwas Trauriges schließen. Der Text selbst gibt mir aber leider nicht wirklich viel.
Die erste Zeile gefällt mir fast gut. Das und zu Beginn ist gut gesetzt, suggeriert es doch, dass davor etwas war. Mit den Mittagsstunden könnte das dann hier für einen starken Einschnitt sowas wie - plötzlich/mitten ins Leben -
stehen.
Wenn du mit dem Text in eine bestimmte Richtung möchtest, sind mir die Schatten allerdings schon zu allgemein gehalten. Stärker, wenn auch nicht das Beste, wäre da schon mal ein Bezug zu den Schmetterlingen
Schatten
tanzender Schmetterlinge

den ich aber nicht herstellen kann/möchte, denn das steht ja da nicht und war dann wahrscheinlich auch nicht von dir intendiert.
Momentan lese ich den oberen Teil deines Textes eher wie eine kurze Aufzählung

Es verwirren uns
Schatten
tanzende Schmetterlinge
vorbeigehende Menschen

das ist mir einfach zu wenig, um mehr als einen noch unausgereiften Gedanken zu erkennen.

Die Schlusszeilen

Quoted

ich drehe mich um.
es ist niemand mehr da.

sind allerdings wieder nicht so schlecht (ich würde auch nicht empfehlen da was mit leere einzusetzen)
weil du da mit drehe mich um (anstatt blicke/sehe mich um) ein wegdrehen (aus den Gedanken/dem Geschehen) wie auch ein sich im Kreis drehen andeutest.
Also schraub da nicht zu viel, zumal sich Leere auch eher durch den Text als durch das Wort selbst in die Gedanken des Lesers schleichen sollte. Aber das weißt du ja selbst.

Ich meine, im gesamten würde diesem Text ein größeres Wortfeld oder aber aussagestärkere Wörter gut stehen.
Mach was draus.

L.G. Alexa
Mit dem Geist ist es wie mit dem Magen: Man kann ihm nur Dinge zumuten, die er verdauen kann.
(Winston Churchill)

Ich hier

Raul

Master

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7

Wednesday, July 13th 2011, 1:26pm

Hi Chepre,

ich finde, dass gerade die handwerklich unsaubere Textdarstellung hier etwas hat. Natürlich ist das alles nicht galant gelöst. Aber mit diesem verstörenden Bruch fängt der Text mit unvermittelten "und" ja bereits an. Dann erlebt man als Leser mit der gemeinschaftlichen Wir-Perspektive vorbeiziehende Bewegungen und stößt endlich auf eine perspektivorientierte Handlung, die aber überraschenderweise plötzlich von einer Person ausgeht.

Quoted

ich drehe mich um
Es wirkt wie der gewohnte Gang mit einer Freundin, die plötzlich zum Erstaunen der anderen Person nicht mehr da ist. Da die Überschrift und auch die Rubrik, unter die du den Text gestellt hast, deutlich genug verraten, worauf du hinaus wolltest, wird dem Leser auch so klar, was du meinst. Eine sprachlich saubere Reflektionsebene hätte mich womöglich hier eher gestört. Die Betrachterperspektive ist selbst noch zu verstört, um im Abstand den Schmerz des Verlustes textästhetisch zu beschreiben. "Laura und...", ja, was dann? Ich sehe in dieser zunächst rätselhaften Verknüpfung und dem Schlusssatz eine hervorragend gelöste Textklammer, die auch mich als Leser verstört und beeindruckt zurückgelassen hat. Gerne gelesen. :)

Alexa

Blickdicht(erin)

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8

Wednesday, July 13th 2011, 1:48pm

Quoted

Da die Überschrift und auch die Rubrik, unter die du den Text gestellt hast, deutlich genug verraten, worauf du hinaus wolltest, wird dem Leser auch so klar, was du meinst

Natürlich kann man sich hier mit Kategorie und Titel zusammenreimen, wohin dieser Text zielt, aber meinst du wirklich, das reicht ?

Quoted

Die Betrachterperspektive ist selbst noch zu verstört, um im Abstand den Schmerz des Verlustes zu beschreiben

Das kann man sich da denken, ja, aber liest man das auch unabhängig von der Kategorie?
Ich meine, das ist ein kleiner aber feiner Unterschied. Ich bin ja normalerweise auch eher der Typ, der seine ganze Fantasie mit in die Texte hängt. So könnte ich allein mit dem Titel, der Kategorie und evtl noch der Schlusszeile wer weiß was aus diesem Text raus lesen, aber das sind meine Gedanken und nicht die Aussage des Textes.
Und macht solch ein Lesen wirklich Sinn?
Für mich macht es das leider nicht, was nicht heißen soll, dass das auch für andere gelten muss/soll.

L.G.
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Raul

Master

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9

Wednesday, July 13th 2011, 1:55pm

Quoted

Das kann man sich da denken, ja, aber liest man das auch unabhängig von der Kategorie?


Ich würde sagen, ja, weil die Überraschung der plötzlichen Einzelperspektive mit dem Namen Laura zu Beginn und dem Schlusssatz eine deutliche Klammer für den erlebbaren Verlust sind. Natürlich dürfen die von den Forenbetreibern zur Verfügung gestellten Kategorien keine Krücken für das Textverständnis sein. Ich wollte damit nur ausdrücken, dass ich sehe und schätze, dass Chepre sich hier wirklich tolle Gedanken gemacht hat. Je öfter ich den Text lese, desto besser finde ich ihn sogar. Das passiert mir verdammt selten. :)

Chepre

Moderator

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10

Wednesday, July 13th 2011, 3:31pm

wie bereits in meiner ersten Antwort angedeutet - ich habe nicht damit gerechnet, dass hier irgendjemand vor lauter Begeisterung über technisches vom Stuhl fällt und mir zeilenweise Lob hierhin pinselt. dafür ist der Text wirklich nicht, naja, anspruchsvoll genug. zeigt mir zumindest, dass mich mein Gefühl nicht völlig getäuscht hat. =)
Alexa hat Recht, so ein Text muss auch ohne Kategorie dem Leser die Tür aufmachen. Da is nix mit Kategorie als Krücke und ich bin eigentlich auch dagegen, dem Titel dabei eine zu große Rolle zuzubilligen.
Erik, nicht jeder hingepinselte Gedanke kommt authentisch an jeden, der es liest, da muss ich dir deutlich widersprechen.
ich hab echt schwer überlegt, ob ich den Text hier einstelle oder nicht. nun ja, nun steht er drin - ihn nachträglich wieder rauszunehmen fände ich auch komisch.
inhaltlich ist, wenn ich ihn jetzt so lese, allerdings zur Zeit alles drin, was ich drin haben wollte. zu dem Thema fällt mir nicht viel ein, da ist tatsächlich nicht viel mehr als Sprachlosig- und Ungläubigkeit. vielleicht mach ich mit den Ideen, wenn ich a weng Abstand gewonnen hab, irgendwann noch mal mehr. aber erstmal reicht das so.
danke für eure Meinungen!
edit: ich hab tatsächlich angefangen, an ner neuen Version zu kritzeln. gibt's aber erst, wenn ich wieder kritikfähig bin :D . dann hau ich das in den Anfangspost, wie immer.
Du kannst gehn, aber deine Kopfhaut bleibt hier.

Erik R. Andara

Glasphasen-Moderator

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11

Wednesday, July 13th 2011, 10:58pm

so jetzt mal nicht auf deinen text gemünzt, also nicht fasch verstehen - wenn ein 15jähriges mädel irgendeinen - i hate the world and want to die - spruch in schulheft kritzelt, obwohl es eigentlich sonst völlig zen ist ( :D ) aber gerade der freund - ur scheiße - die beste freundin angegraben hat, dann ist das authentisch, weil junge mädels eben (manche, ich will nicht pauschalieren) so sind; wenn dieses mädel den spruch als gedicht verkaufen will, dann kann es sein, dass das eben nicht authentisch rüberkommt, weil das publikum eben gerade nicht auf diesen teenie-alles stinkt- superpathos - morgen scheint mir wieder die sonne aus dem arsch - scheiß attitude eingestimmt sind und vermuten, das mädchen sei aus gutem hause und habe in seinem leben noch nie ein anderes problem kennengelernt, als welches täschchen passt zu welchem lippenstift und kann ich den süssen typen mit den süsen grübchen rumkriegen!
für jemanden, der gerade zb seinen liebsten verloren hat, ist das echt unauthentisch - dieser weltschmerz - auch für leute etwa, die geübte leser sind und diesen kack schon lange hinter sich gelassen haben - in dem schulheft des mädchens ist es aber halt doch authentisch, weil es zu dem mädchen passt und der schmerz - wenn auch nur eingebildet dann zumindest doch - in dem augenblick da war;

qed :wacko:

lg
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