Der Elfenschuh
Jetzt bist du Schwemmgut
am Rande des Flusses
der viele Geheimnisse birgt
vor meinen Augen
erwachsen die Bilder
ein Mythos, der lange verwirkt
Das Volk, das dich trug
so edel, so stolz
ist lang schon Vergangenheit
das goldblonde Haar
im Nebel vergilbt
versunken vor sehr langer Zeit
Ein grüner Blick
fast klagt er mich an
und Wehmut dringt in mein Herz
dein Volk ist verloren
für immer verschwunden
ich spüre den brennenden Schmerz
Verzweifelt such ich
am Rande des Flusses
nach weiteren Zeichen der Zeit
vielleicht einem Bogen
mit Köcher und Pfeil
große Sehnsucht macht sich breit
Oder der Stoff
von Natur gewebt
er verbarg euch vor großer Gefahr
nur ein kleines Zeichen,
dass es euch noch gibt
und tausend Märchen würden wahr
Doch sonderbar
in meinem Herzen
geborgene Wärme entsteht
verträumter Blick
taucht ein in die Ferne
dahin wo der Nebel zergeht
Entführt meine Seele
sie fliegt durch die Nebel
weit weg in dieses Land
ich werde empfangen
von zwei grünen Augen
ich habe sie gleich erkannt
In meiner Hand
das kleine Stück Schwemmgut
wird plötzlich ganz warm und pulsiert
in meinem Innern
wächst klare Erkenntnis
wir haben uns alle geirrt
Vom Blick verschwunden
doch nicht verloren
lebt irgendwo ganz in Ruh
das Volk der Elfen
doch für uns Menschlein
ist nur geblieben ein Schuh