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TheAudienceisOtaku

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Sunday, January 16th 2011, 4:07pm

wenn ich alt bin

xxx

Jule

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Occupation: Student

2

Sunday, January 16th 2011, 10:30pm

Guten Tag!

Ich mag dieses hübsche Gedicht über das Älterwerden.

Die ersten zwei Strophen drücken für mich Unruhe aus und das Empfinden, dass die Zeit schneller vorbei geht, das man immer stärker wahrnimmt, je älter man wird. Besonders interessant finde ich "Diese Tage rennen mir vorbei" anstatt "rennen mir weg".

Die dritte Strophe muss sich mir erst erschließen...

Den Anfang der vierten Strophe verstehe ich vom Satzbau her nicht. Wo hört der angefangene Satz auf?
Interessant finde ich das Wiederaufgreifen der Beine. Zwei Beine vs. drei Beine, zwei Beine symbolisieren die Eile in der ersten Strophe, während drei Beine hier für Gebrechlichkeit stehen, nach meiner Interpretation, verstehe ich das dritte Bein ganz klassisch doch als Gehstock, wie ihn ältere Menschen benutzen.
Rührend finde ich besonders die letzte Zeile, vor allem wegen dem elegant untergebrachten, süßen Binnenreim: "stehe" und "gehe".
Auch die vielen Assonanzen in der letzten Strophe gefallen mir und unterstützen den Rhythmus und gleichmäßigen Klang des Gedichtes, muten Reime an, z.B. bei den "gang" und "an..



so werd ich, dort am ende: hab übrigens drei beine
mit dem gewicht auf einer seite,
und brauch am letzten, meiner tage, nur den horizont -
vor dem ich stehe - zünd am sonnenuntergang den tabak an und gehe .



Das Gedicht im Gesamten ruft in mir wegen seiner alltäglichen und persönlichen Betrachtung und wegen seiner sprachlichen Einfachheit die Assoziation mit Gebrauchslyrik hervor, jedoch etwas eleganter als diese wegen der für mich persönlich recht eindringlichen Bilder.

lg
Jule

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