Hallo finde, Undine,
Schubs mich mal jemand von der Leitung ... Wie finde liest, macht es für mich auch Sinn. Ich lese aber andersherum, dass "er" oder "der" das "du" versorgt und es lockt, und dafür diesen Stich zum Schluss bekommt: Diese Wendung fällt für mich echt vom Himmel, da frag ich mich, wo die herkommt, was das soll. Was die Motivation für diesen Stich ist.
-> Inhaltlich ist "er" doch die helfende Hand, die gestochen wird!
der dir waben/ an deine wunden holt ... ihm stichst du/ in die brust
und lege seine flügel um dein licht, während er deinen stachel spürt
Daran gefällt mir auf den ersten Blick, dass dieser Stachel nicht sticht. Der Stachel ist als latente Gefahr vorhanden, aber diese irritierende Wendung zum Stechen fehlt, die ich erstens als zu starken inhaltlichen Bruch empfinde und zweitens stört mich, dass der die Deutungsmöglichkeiten arg reduziert. Aber so hätte man den Reiz der Gefahr, ohne dass man so etwas wie einen finalen Dreh bemühen müsste. Das wäre dezenter und passte auch eher zur Thematik, denke ich, also wenn man das Gedicht auf menschliche Beziehungen transferierte.
als summte er
Konjunktiv Präsens summe mE.
Ich hoffe das ist jetzt nicht allzu durcheinander.
Herzliche Grüße!