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Mara

Trainee

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1

Tuesday, January 4th 2011, 8:55am

Uddel

Es nimmt der Mond ein Bad im Teich
Er zittert vor Vergnügen
Vor Schreck wird Kröte Uddel bleich
Schimpft ihre Glubscher Lügen

Am Ufer Zeter und Tumult
Es zählen siebzig Unken
Und jede gibt der Andren Schuld
Sie hätt zuviel getrunken
Wo keine Erwartungen sind, geschehen Wunder.

Hazel

Moderator

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2

Tuesday, January 4th 2011, 12:18pm

Das find ich auch sehr ansprechend. Reininterpretieren könnte man vieles (Streit und Irrglaube wegen unzureichender Bildung, Eine alternative Sichtweise als transzendente Begegnung), aber letztendlich wird man immer in eine leichte Fantastik hineingerissen, der man auch gerne Glauben schenkt. :)
Tolle Metrik, schöne Sibilanten..

Eine Stelle würde ich noch ändern:

Quoted

Es zählen siebzig Unken


Das "zählen" würde ich durch "zanken" ersetzen, dann bleibt dein Lautbild gleich und der Text ist etwas runder ;)

Liebe Grüße,
Stefan
Alles ist gut. Der Mensch ist unglücklich, weil er nicht weiß, dass er glücklich ist. Nur deshalb. Das ist alles, alles! Wer das erkennt, der wird gleich glücklich sein, sofort im selben Augenblick.

Mara

Trainee

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3

Tuesday, January 4th 2011, 3:39pm

Danke

Danke Hazel,

für Deine Gedanken und den Vorschlag.
Siebzig Unken an der Zahl, war meine Idee.
Du hast recht,..."zanken" passt gut, wenn nicht sogar besser,
und passt ins Bild,...macht rund.
Das Gedicht ist schon etwas älter,
und entstand in einer Nacht am Teich, in dem sich der Mond spiegelte.
Es war im März, als die Kröten wanderten.

Vielen Dank nochmal und einen Gruss,
Mara
Wo keine Erwartungen sind, geschehen Wunder.

franz

einfach nur franz

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4

Tuesday, January 4th 2011, 3:59pm

Hallo Mara,

also ich finde das zählen besser. Zanken wäre dem Kontext eher zusprüchlich, aber auch wieder eine Spur zu rund.
Zählen kommt hier fesselnder und interpretationsoffener.

Schöner Text! Frech rund und frisch. Fast wie ein Ü-Ei :D

Eben in Kürze, vom franz

zephyr - beeblebroxed

einfach nur franz


Mara

Trainee

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5

Tuesday, January 4th 2011, 4:15pm

Danke auch Dir lieber Franz.

Frech und frisch würde ich gern öfter daher kommen.
Klappt nicht immer,...leider.
Ich habe noch ein paar humorvolle Mundartgedichte,
mit (fast) echter Berliner Schnute.
Dit Balinan is meen Lieblingsdialekt,...so menschlich,...weeste?

Danke Dir :D
Mara
Wo keine Erwartungen sind, geschehen Wunder.

franz

einfach nur franz

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6

Tuesday, January 4th 2011, 5:00pm

Dit Balinan is meen Lieblingsdialekt,...so menschlich,...weeste?


na det find ick ja mal dufte, dass det Balinan noch Fans hat, ne!? :D Kannst ja ma kieken,ob de Lust hast deine balina Schnuten zu posten

Ick freu ma, franz

Ps.: woher weißt du das ich Balina bin?

zephyr - beeblebroxed

einfach nur franz


Mara

Trainee

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7

Tuesday, January 4th 2011, 5:18pm

Biste?
Nee dit wusst ick nich.
Zufall oda?
Nu, wo ick dit wees, könn wa
Balinan wat det Zeug hält.

Jips hier eene Rubrik für Mundaat?
Kann ick ja ooch selba kieken wa?

Ick wünsch da een juten Abend ooch.
Wo keine Erwartungen sind, geschehen Wunder.

Erik R. Andara

Glasphasen-Moderator

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8

Tuesday, January 4th 2011, 5:44pm

Hallo liebe Leute;

So schön ich es auch finde, dass sich hier zwei Berliner gesucht und gefunden zu haben scheinen, würde ich euch trotzdem bitten, schön langsam zur Textarbeit zurückzukehren. Für Gespräche dieser Art empfehle ich pn´s oder das Gartencafe!

mfg
Erik R. Andara / Moderator
under the sea, is where I'll be
no talking 'bout the rain no more

Hazel

Moderator

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9

Tuesday, January 4th 2011, 7:54pm

Also bei aller Interpretationswut, würde ich das "zählen" trotzdem nicht stehen lassen, selbst wenn einem das "zanken" zu rund wirkt. Das zählen ist ja sicher gemeint als siebzig Unken an der Zahl und der Vers wäre für mich grammatikalisch einfach falsch und schlecht gelöst. Es hört sich einfach nicht gut an und ehrlich gesagt erkenn ich an dem Schönheitsfehler auch wenig Assoziationsbreite. Genauso stößt es mich wegen Ungelenkheit eher ab, als dass es fesselt, aber okay.. man kann an der Stelle ja nahezu jedes beliebige trochäische Verb einbauen - zanken war halt naheliegend. Das "zählen" würde ich jedenfalls nicht so stehen lassen ;)
Vorschläge auch noch:
raunen
seufzen
saufen oder zechen (nicht ganz ernst gemeint, aber wär lustig ^^)
gaffen oder glotzen
rätseln
.
.


Liebe Grüße,
Stefan
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michiflumm

Trainee

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10

Wednesday, January 5th 2011, 7:42pm

Hallo Uddel, ähh Mara,

ein nettes Schmankerl!



Da wundern sich die Kröten

und zanken statt zu erröten

der nackte Mond beim baden

das konnte keiner erwarten
das Tor


Schmeichelnd locke das Tor den Wilden herein zum Gesetze,
Froh in die freie Natiur führ es den Bürger hinaus

(Schiller)





Der Teufel ist kein Hauptmotiv, male ihn klein, beiläufig.

Mara

Trainee

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11

Thursday, January 6th 2011, 8:59am

Lieber Hazel,

das Bild, was mir duch "zählen" vorschwebte,
war, eben diese Masse an Kröten zu betonen,
wie sie sich knubbeln am und im Teich.
Zeter und Tumult, lässt ja schon auf "zanken" schließen.
"Zechen", wäre wirklich zu überlegen,...es klingt witzig
so wie meine Verse auch gemeint waren.
Ich bin jetzt hin und her gerissen, ob ich`s ändern soll oder nicht.
Auf jeden Fall danke ich dir nochmal für Deine intensive Beschäftigung mit meinem Gedicht.

Liebe Grüsse,
Mara




@michiflumm

Der Mond, er hätt es wissen müssen.
Wollt er vielleicht die Uddel küssen,
verführen oder gar verspeisen,
um voller seine Bahn zu kreisen?


Gruss von Mara,
(die immer noch keinen Frosch geküsst hat.) :huh:
Wo keine Erwartungen sind, geschehen Wunder.

michiflumm

Trainee

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Occupation: Landschaftsgärtner

12

Thursday, January 6th 2011, 9:29am

Hallo Mara

Ach, hätte der Uddel nur genauer hingeschaut

und die Kröten ihren großen Glubschaugen getraut

verdutzt hätten sie gesehen, was nächtens zum Bade erscheint

kein Tumult, sondern staunen hätte die Teichlinge geeint
das Tor


Schmeichelnd locke das Tor den Wilden herein zum Gesetze,
Froh in die freie Natiur führ es den Bürger hinaus

(Schiller)





Der Teufel ist kein Hauptmotiv, male ihn klein, beiläufig.

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